Star Wars - Das Erwachen der Macht [SPOILER!]

  • Star Wars!! Limited Edition der BluRay ist heute angekommen und ich habe mir gerade "Die Geheimnisse hinter Das Erwachen der Macht" angeschaut und hab leicht feuchte Augen ^^"
    Und da mir mein Besuch aus gesundheitlichen Gründen leider abgesagt hat, heißt das im Umkehrschluss aber, dass ich jetzt doch noch Zeit für den Film habe :thumbsup: endlich wieder!

  • Die Doku ist echt grandios. Noch besser wird sie aber vor allem wenn man das Making of von Episode 1 kennt :D
    Den Film hab ich allerdings noch nicht nochmal gesehen, das mach ich nachher zusammen mit der ganzen Familie und ich freu mich jetzt schon :thumbsup:

  • Die Doku ist echt grandios. Noch besser wird sie aber vor allem wenn man das Making of von Episode 1 kennt
    Den Film hab ich allerdings noch nicht nochmal gesehen, das mach ich nachher zusammen mit der ganzen Familie und ich freu mich jetzt schon

    Die Doku zu Episode 1 (oder 2... oder 3) habe ich nie gesehen. Weiß auch nicht, ob ich das umbedingt muss ^^"


    Aber mit der ganzen Familie schauen ist bestimmt super! Oder war? ^^ Bei mir in der Familie habe ich da leider nicht so viel Auswahl :p Aber dafür mein Arbeitskollege, mit dem ich nur noch einen Termin finden muss, um das Schmuckstück in seinem Kinokeller(!) zu schauen :D Hoffentlich bald!

  • Die Doku zu Episode 1 (oder 2... oder 3) habe ich nie gesehen. Weiß auch nicht, ob ich das umbedingt muss ^^"

    Naja sie sind schon ganz interessant. Und man kann schön sehen was eigentlich bei diesen Filmen grundlegend falsch gelaufen ist :D z.B. sieht man immer wie alle Leute George Lucas nur verwirrt anstarren wenn der mal wieder eine "gute Idee" oder sowas hat und sich nicht trauen dagegen etwas zu sagen. Unglaublich lustig :D

  • Hm. Ich habe Redebedarf! Nachdem ich mir endlich die Blu-Ray zugelegt habe, konnte ich Episode VII nun erneut schauen und muss daraufhin noch ein paar Dinge loswerden.


    Mir hat der Film immer noch gefallen. Aber leider nicht mehr ganz so gut wie vor zwei Jahren. Natürlich war ich da auch vollkommen in den Sitz gefesselt und konnte keinen klaren Gedanken fassen. Mein erster Star Wars im Kino, mit dieser Bildgewalt, diesem Sound, dieser Energie. Das ist natürlich ein anderes Erlebnis als zuhause auf dem Fernseher. Jetzt, beim zweiten Durchgang, sind mir vor allem einige Lücken Geschichte nun doch mehr ins Auge gesprungen als mir lieb sein kann. Mich stört gar nicht mal so sehr, dass der Handlungsverlauf dem von A New Hope ähnelt. Auch wenn Starkiller Base der Inbegriff vom "größer, schneller, weiter"-Prinzip ist. Die Szene mit dem Größenvergleich zwischen dem Death Star und der neuen Superwaffe ist mir da als besonders plump in Erinnerung geblieben. Allerdings kann ich auch nachvollziehen, dass The Force Awakens keine allzu komplexe Geschichte erzählen kann, wenn der Fokus vielmehr auf der Einführung so vieler neuer Charaktere liegt. Man könnte tatsächlich sagen, der ähnliche Verlauf von Episode IV und VII (und I) ist im Kontext der Star Wars-Saga sogar zwingend notwendig, denn die Episoden waren und werden hoffentlich immer die Heldenreise von Skywalker sein – ob nun Vater, Sohn oder Tochter (zumindest gehe ich stark davon aus, dass Rey die Tochter von Luke ist, es muss so sein – ich habe Episode VIII noch nicht gesehen).


    Am meisten stört mich tatsächlich, dass der Film so viel suspension of disbelief von mir fordert. Warum fliegen höchstens eine handvoll X-Wings in den eigentlich sicheren Tod auf Starkiller Base, nur um dann auf einmal überrascht zu merken, dass sie den Generator gar nicht zerstören können? Leia muss ein ziemlich mieser General sein, wenn sie ihre Soldaten so vor die Flinte wirft; das passt überhaupt nicht zur bisherigen und sonstigen Charakterisierung von Leia und der ganzen Rebellen-/Widerstandsorganisation. Warum verrät Captain Phasma ihre eigene Sache quasi ohne Gegenwehr und landet am Ende doch im Mülleimer? Klar, Star Wars ist selbstverständlich schon immer ein Märchen gewesen, in dem behaarte, affenartige Wesen eine Waffe bedienen können, in der Lage sind sich zu artikulieren, eine ganze Zivilsation bilden und sich selbst Wookies nennen - will sagen: natürlich ist das alles Unfug. Trotzdem fiel mir dies in keiner anderen Star Wars-Episode so negativ auf. Sicherlich ist es unnötig, sich diese Fragen zu stellen, man sollte den Film einfach genießen. Episode VII macht es mir an manchen Stellen aber unnötig schwer, da viele dieser Szenen einfach zu umschiffen gewesen wären. Einige wurden sogar gedreht – sind dann aber in den Deleted Scenes gelandet. (Beispiel: Kylo Ren und die Snowtrooper finden den Falken auf Starkiller Base, dadurch weiß Kylo, dass Han Solo vor Ort sein muss.)


    Außerdem muss ich mich darüber ärgern, dass es heutzutage nicht mehr möglich scheint, eine in sich logische, kohärente Schlacht zu inszenieren. Ja, ich bin mir durchaus bewusst, dass dieser Punkt sehr nit-picky ist. Aber für mich waren die Massenschlachten immer eine der größten Faszinationen, egal ob in Star Wars oder zum Beispiel in Herr der Ringe. Schauen wir uns mal den Kampf um die Bar von Maz Kanata an. Die einzelnen Szenen wirken auf mich vollkommen zusammenhanglos. Es fällt mir schwer, dem Geschehen zu folgen. Ich habe keinen Überblick, weil Establishing Shots und die Totalen fehlen. Der Film kann an dieser Stelle gar keine zeigen, weil eben nichts im Verlauf der Schlacht einen Sinn ergibt: Es gibt keine Frontlinien, keine Taktik. Ich weiß nicht mal, was überhaupt das Ziel der Stormtrooper ist. Stattdessen passieren Dinge einfach. Nicht, weil sie sich dynamisch in der "Geschichte" der Schlacht ergeben, sondern weil sie vom Drehbuch halt so vorgesehen sind. Es gibt unzählige Wendungen, aber viel zu viele, als dass die einzelne noch eine Wirkung entfalten würde. Heroische Momente der Protagonisten (wie etwa Han Solos Armbrusterfahrungen) werden sinnlos mit beliebigen Schlachtszenen zusammengemischt. Es ist einfach ein riesiges Chaos. Klar, das kann bei Schlachtszenen gewollt sein. Aber hier macht es einfach keinen Spaß. Denn ich habe das Gefühl, die Regisseure und Drehbuchautoren wissen selber nicht, wie die Schlacht verläuft. Alles dreht sich nur um die einzelne Szene, einen großen Plan scheint es nicht zu geben.


    Dabei hat die Vergangenheit doch gezeigt, dass es möglich ist. In der Schlacht um Hoth gibt es klare Ziele, eindeutige Fronten, einen logischen Schlachtverlauf. Die Rebellen sind von Anfang an unterlegen, kämpfen trotzdem einen verzweifelten, aufopferungsvollen Kampf gegen die übermächtigen Walker. Große Dramatik, als der Schildgenerator zerstört wird. Dann: Chaos. Die Rebellen müssen ihre Stellungen aufgeben, fliehen. Alles geht drunter und drüber. Trotzdem habe ich immer ein Gefühl. Für den Schlachtenverlauf, für die Situation und Position meiner Helden. Leider ist Episode VII in dieser Hinsicht nicht das einzige Negativbeispiel. Die Schlacht am Ende von Rogue One ist sogar eine Ebene schlimmer. Noch dazu hat sie einen größeren Stellenwert und mir fast im Alleingang die zweite Hälfte des Films versaut (wobei Rogue One bei mir zu dem Zeitpunkt sowieso schon unten durch war, nachdem mir die Charaktere die erste Hälfte versaut haben…). Mir scheint, dass diese Tugend heute generell verloren gegangen ist. Auch die Schlachten in der Hobbit-Trilogie sind komplett konzeptlos. Dabei hat doch gerade Peter Jackson mit Helms Klamm die meiner Ansicht nach beste Massenschlacht aller Zeiten inszeniert.


    Nun aber zurück zu The Force Awakens. Im Gegensatz zu Rogue One und den Hobbit-Filmen hat mir Episode VII nämlich trotzdem gut gefallen. Denn die größte Stärke des Films sind die neuen Charaktere. Ich finde beinahe alle großartig, besonders Rey und Kylo. Da der Film dankenswerterweise so viel Zeit mit ihnen verbringt, kann ich über meine Kritikpunkte leichter hinwegsehen. Rey ist eine neue Heldin, wie ich mir sie besser nicht hätte wünschen können. Kylo Ren ist ein extrem spannender Gegenspieler. Wichtig ist für meinen positiven Eindruck auch, dass der Film so viel Wert auf echte Kostüme und Sets setzt. Das habe ich beim allerersten Mal sofort bemerkt, man spürt es einfach. Es war sogar viel mehr real als ich dachte, wie ich beim Studieren der Making-Ofs erfahren habe. So oft wie gesagt wurde, "Masken sind viel besser als CGI", musste ich mich schon fragen, ob das nicht ein gewollter Seitenhieb gegen George Lucas und die Prequels war.


    Und meine Güte, ist der finale Kampf zwischen Rey und Ren ein klimatischer Moment. Eigentlich könnte die Konfrontation zwischen diesen beiden großartigen Charakteren den ganzen Film alleine tragen. Zwei mächtige, noch unerfahrene, jedoch unfassbar leidenschaftliche junge Krieger in einem großen Duell. Die Lichtschwertkämpfe waren schon immer eine der großen Faszinationen von Star Wars - sowohl die Rohheit, die Brutalität der Originaltrilogie als auch die Eleganz, das Durchchoreographierte der Prequels. Beide Arten haben ihren Reiz, und der Kampf in Episode VII vereint das beste von beiden.


    So. Ich habe nun emotional mit The Force Awakens abgeschlossen und bin sowasvon bereit für The Last Jedi. Wie immer trittsicher zwei Monate hinter dem Trend. :D