Beiträge von Phazonis

    Nun um ein Update zur Entwicklung bei Epic zu geben:

    Features die noch kommen sollen:Blogbeitrag und Roadmap

    Einige "Highlights": Ein Einkaufswagen, damit du mehr als ein Spiel gleichzeitig kaufen kannst, Cloudsaves oder auch Wunschlisten. Alles Dinge die der Store noch nicht hat. Es sollte damit wohl jedem sehr klar sein, dass der Store absolut unterentwickelt ist und zu früh rausgepusht wurde. Da hat ja Nintendo sogar bessere Stores namentlich auf dem 3DS, denn der hat eine Wunschliste (hallelujah?). Somit ist auch sehr klar, dass Epic es momentan nunmal einfach nötig hat diese Deals zu machen, denn es gibt sonst für Kunden keinen Grund diesen Store zu nutzen.

    Und die schlechte Publicity scheint auch nicht abreißen zu wollen: Pheonix Point

    Denn schon folgt die nächste Kontroverse mit dem Epic-Store diesmal trifft es ein gecrowdfundedtes Spiel, was eben bei dem initialen Pitch zum Crowdfunding angab, dass Spiel über Steam anzubieten. Jetzt wurde ein Exklusivdeal mit Epic gemacht und ein Steamrelease wird erst viel später kommen und dementsprechend ist der Shitstorm natürlich wieder vorprogrammiert.

    Aber es gibt offenbar Hoffnung: Ende der Exklusivität

    was zumindest doch sehr erfreulich zu lesen ist.


    Für meinen Teil freue ich mich dann darauf, dass wir Ende 2019 dann vielleicht eine ernsthafte Konkurrenz zu Steam haben die sich Epic schimpft. Bis dahin wird man wohl damit leben müssen, dass der einzige Grund den Store zu nutzen die Deals sind.

    Es gibt für mich einen entscheidenden Unterschied zwischen dem Playstation Store / dem Nintendo Store / (dem Windows Store) und dem Epic Store: Der Zugriff auf den Epic Store ist komplett kostenlos. Um die Spiele im PS Store spielen zu können, muss ich zunächst mehrere Hundert Euro auf den Tisch legen - nämlich, um mir die Konsole zu kaufen, was Sony mit ihren Exklusivtitel natürlich gerade erreichen möchte. Das gleiche gilt für Nintendos Exklusivtitel auf der Switch oder dem DS und galt auch für die Exklusivtitel auf der XBox, bevor der Windows Store auf den PC gekommen ist. All diese Stores verlang(t)en eine Anfangsinvestition von mir. Beim Epic Store ist das anders. Wie alle anderen Launcher auf dem PC kann ich ihn kostenlos herunterladen.


    Bei der einzigen Zugangshürde vom Epic Sotre handelt es sich darum, dass ich mir einen Account erstellen muss (ich muss den Launcher nicht mal runterladen soweit ich weiß, es funktioniert auch über den Browser). Das ist aus meiner Sicht schlicht keine Hürde. Wenn ich nun unbedingt Ashen oder die Beta von Hades spielen möchte, kann ich das ohne Probleme tun. Daher kann man auf dem PC IMO gar nicht vom klassischen "Exklusivtitel" sprechen.

    Nun so gesehen hat der Epic-Store auch eine Anfangsinvetition so gesehen, nämlich den PC auf den du ihn nutzen willst, aber ja sie versuchen halt die Plattform zu pushen, nur sha ich das Problem woanders.

    Das Problem was ich da sehe ist halt eher, dass diese Stores alle auf ihren Konsolen Monopole sind. Du willst ein Spiel auf der PS4 spielen? PSN Store oder Pech gehabt es gibt keine Alternativen. Ebenso bei Nintendo. Lediglich Microsoft bietet da mittlerweile etwas Auswahl zum einen in der Plattform und zum anderen weil einige ihrer Spiele (oder zumindest von ihnen vermarkteten Spiele) es auch auf Steam gibt. Natürlich war es auf dem Pc lange Zeit nicht anders, aber es war immer möglich, dass auch andere Shops sich etablieren, was sie jetzt auch tun. Epic geht dem mit ihrem Konzept konsequent entgegen, weil es bei ihnen jetzt genau so sein wird wie auf den Konsolen. Du willst Ashen spielen? Epic-Store oder Pech gehabt es gibt auch hier keine Alternative.


    Was aber mich am meisten stört ist diese unterschiedlichen Maßstäbe die zwischen Epic und Steam angelegt werden. Ich meine klar kann man sich über Steams Quasimonopol aufregen oder ihn kritisieren, aber dann sollte man mindestens genau so hart Epic dafür kritisieren, denn die bauen ein richtiges Monopol auf, wo du die Spiele dann nur noch da beziehen kannst.

    Sie wollen also den armen Indie Devs eine Plattform bieten. Aha. In dem sie ihre Spiele von Influencern bewerben lassen. Entschuldigung?

    Ja, sie haben auch schon den ersten Influencer-Manager eingestellt. Da freuen sich doch die Devs, dass sie den Plus an Cut dafür an Influencer abgeben können.

    Mal sehen, was aus dem Modell in Zukunft wird.

    Hast du da eine Quelle, wo das mal genauer beschrieben steht, denn gerade Influencermarketing finde ich, wenn es gut gemacht ist, nicht falsch. Ebenso würde ich es zum Teil gerecht finden, wenn man den Influencern einen kleinen Cut gibt, um sie anzutreiben neue/unbekannte Spiele auch zu spielen. Es gibt halt wenige große Streamer, die oft auch kleinen Titel Aufmerksamkeit schenken und wenn sie dies doch mal tun, dann nur Spielen die schon (für Indiespiele) halbwegs Hype generiert haben.

    Grundsätzlich erscheint es, als ob "wir" - mündige Gamer 20+ - gar nicht die Hauptzielgruppe sind. Mit Gratisspielen und Exklusivtitel versucht man erstmal die Leute abzuziehen, aber auf langer Sicht hoffen sie sicher auf die ganzen Kids, die Fortnite suchten. Wenn die älter werden, ihr eigenes Geld verdienen und Fortnite nicht mehr cool ist, fangen sie an, die Spiele zu konsumieren, die ihnen die Influencer vordaddeln.

    Nun da habe ich ja schon oben (im 1.Post) einen Artikel verlinkt, der das Problem etwas aufschlüsselt. Die große Frage ist halt wie viele der Fortnitespieler überhaupt je das Interesse besitzen werden sich nach anderen Spielen umzuschauen. Im Artikel kam das Beispiel Dota 2, was damals ja ein riesiger Hit auf Steam war und enorme Spielerzahlen hatte und auch noch hat, aber wenn man sich eben mal anguckt, wie viele Spiele diese Spieler besitzen, und damit auch wie kaufbereit sie wären, stellte man fest, dass 77% der Dota 2 Spieler 5 oder weniger Spiele besitzen. Und damit sind diese Spieler leider für einen Indietitel nicht erreichbar als potenzielle Käufen und ich befürchte das wird beim Epic-Store ähnlich sein. Man malt sich jetzt vielleicht noch große Hoffnungen aus, aber von all den Fortnitespielern kann man froh sein, wenn vielleicht 20% überhaupt mal in den Epicstore gucken und eventuell Interesse an anderen Titeln zeigen und noch weniger von diesen Leuten werden vielleicht Spiele auch in solch hohen Quantitäten kaufen, dass man da von einer Audienz sprechen kann.

    Und das mit den Influencern ist auch so eine Sache. Welcher der angesagten Influencer spielt den mal Spiele abseits vom Mainstream? Wenn ich da an den Influencerpreis von den VGAs 2018 zurückdenke und alle Influencer quasi nur Fortnite spielten (gut mag vielleicht auch einfach nur ein schlechter Eindruck sein) so bekommt man schnell den Eindruck, dass diese auch nichts anderes Streamen. Also würde ich bezweifeln, dass die Influencer in der Lage dazu sind ihre Zuschauer da zu für den Indiemarkt Interesse zeigenden Spielern zu erziehen, denn der lebt hauptsächlich von Spielern, die sehr viele Spiele kaufen/ besitzen und regelmäßig nach neuen Spielen suchen.

    "Konkurrenz belebt das Geschäft" wird gesagt - und wäre letztendlich gut für den Kunden. Irgendwo ist das auch nicht von der Hand zu weisen. Mal ganz abgesehen davon, dass es sicher auch einen Preiskampf geben wird, denke ich in diesem Punkt daran, dass Steam dadurch ordentlich Feuer unterm Hinter bekommt, und einige der ja zweifelsohne vorhandenen Probleme nun zwangsweise energischer angehen muss.

    Genau da sehe ich halt das Problem. Epic stellt nur auf Entwicklerseite eine Konkurrenz zu Steam dar nicht auf Kundenseite. Dort hat man sich mit dieser Exklusivität somit aus dem Konkurrenzkampf fein rausgehalten, denn ich als Kunde muss ein einmal bei Epic erschienenes Spiel dann auch bei Epic kaufen. Es gibt keine Alternative, gut das gibt es bei vielen Steamspielen auch, aber es ist natürlich ein Unterschied, ob der Entwickler sein spiel einfach nur auf Steam vertreibt und nicht in anderen Stores anbietet oder ob Epic es sich exklusiv sichert.

    Epic gleicht für mich damit dann eher dem PS-Store oder dem Windows-Store auf der Xbox. Diese stellen ja auch keine Konkurrenz zu Steam dar, weil es keine Alternative zu ihnen gibt. In wie weit das gut ist bleibt abzuwarten, denn natürlich werden/ wurden durch diese Exklusivität viele Spiele finanziert,die es ohne vielleicht nicht gäbe, aber gleichzeitig bleibt Exklusivität etwas absolut Kundenunfreundliches.

    Konkret denke ich dabei an GOG. Die dürften am sicherlich vorhandenen Umsatzrückgang durch Epic grundsätzlich mehr zu knabbern haben als Steam mit der riesigen Gewinnspanne und der Marktmacht.

    Die Sorge kann ich verstehen, aber denke doch, dass GoG da glaube mithalten kann. Sie haben ja immer noch ihren USP mit den frisch gemachten alten Spielen und ,auch wenn ihre Taschen wahrscheinlich nicht ganz so tief sind wie die von Steam oder Epic, denke der Shop wird überleben.

    Steam ist bei Eigenproduktionen übrigens sehr wohl PC-exklusiv, nur CD Projekt hat bislang darauf verzichtet.

    Ich glaube über Plattform-exklusivität zu sprechen wird dann schwierig und führt auch glaube zu weit. Und das Valve Eigenproduktionen nur auf Steam verkauft stimmt auch, aber in deinem Beispiel gab es zu Half-Life 2 Zeiten keine Alternativen und heute gibt es ja auch viele die es ebenso tun (EA,Epic,Blizzard/Activision,Ubisoft...) und bei First-Party nimmt man das eher hin als bei Third-Party.

    Da das Thema sich weiter entwickelt und immer interessanter wird wollte ich auch hier mal einen Thread dazu starten. Als Basis würde ich der Faulheit halber Die Podcast-Folge 201 nehmen. hier nur kurz ein paar Stichpunkte:


    Der Epic-Store:

    - Er bietet Entwicklern einen besseren Cut (12% im Gegensatz zu Steams 30% [wird mittlerweile auch weniger aber erst ab gewissen Verkaufszahlen])

    - Epic sichert sich im Gegensatz zu Steam einige Spiele exklusiv (gibt es dann nur auf dem Epic-Store)

    - ab diesem Jahr alle 2 Wochen ein kostenloses Spiel

    - DRM-Freiheit

    - kuratierter Store gegen Release Schwemme

    - Feature-technisch weit hinter Steam


    Starten sollte man wohl mal bei den Diskussionen um die Exklusivität, die Epic in einer Form auf den PC bringt die es so noch nie gab. Denn trotz allem Geschreie, auch vom werten Herrn Schweiger, ist Steam nämlich kein Monopol. Steam erlaubt es jedem Spiel auch auf anderen Stores zu erscheinen und bietet ebenso viele Wege an Steam-Keys zu kommen (normaler Handel, Keyseller,...). Die von Epic eingeführte Exklusivität von Spielen auf ihrem store ist deswegen neu und etwas was ich sehr kritisch sehe, denn wenn man ein Produkt nur bei Epic bekommt, wo ist dann da noch der Anreiz zur Weiterentwicklung? Klar man muss den Deal immer erstmal machen, aber durch dieses System sorgt man quasi dafür, dass man nur den bei den Anbietern von Spielen sich ins Zeug legen muss und innovativ sein muss. Auf Kundenseite fällt dies natürlich weg, denn hier entsteht ein Friss oder Stirb-Szenario, was gerade bei den Storefeatures den Druck wegnimmt sich ins Zeug zu legen.

    "Aber das ist nötig um heute einen Store konkurrenzfähig zu machen." Diesen Gedanken schmettere ich gleich mit Nennung von GoG ab. Dieser Store hat sich auch etablieren können ohne Gate-keeping und damit dem freien Wettbewerb entgegen stehende Maßnahmen zu betreiben. Ich hoffe in jedem Fall, dass dies nur vorrübergehend ist, weil sie vielleicht auf Kundenseite noch nicht mit Steam mithalten konnten und es später sein lassen.


    Zu guter Letzt noch ein kurzer Einwurf bezüglich Fortnite. Da Fortnite mittlerweile an den Store gebunden ist wird gerne gesagt, dass damit die Userbasis des Stores die Anzahl der Fortnite Spieler wäre. Das ist leider auch desöfteren ein Fehlschluss. Hier mal ein etwas älterer Artikel der es mal zu Steam-Zeiten widerlegt hat. Kurzum viele Leute die Fortnite spielen werden kein Interesse an anderen Spielen haben,weswegen die tatsächliche Userbasis, an die man dann auch verkaufen könnte weit geringer ist.


    Allerdings gibt es mittlerweile auch eine neue Entwicklungen: Ubisoft stellt sich jetzt auch hinter Epic (Quelle)


    Und natürlich wie steht ihr zum Epic-Store? Ich werde mal sehen wie er sich entwicklet und hoffe natürlich, dass er sich zu guter Konkurrenz entwickelt, sofern Epic diese denn irgenwann zulässt.

    Ich hätte schonmal Interesse, da ich Elite meist in sehr großen Abständen immer mal wieder spiele. Die 10 Mio Credits könnte auch ich beisteuern. Leider sind Squadrons, wie ich nachgelesen habe, nicht Crossplattform. Ich spiele Elite auf dem PC, also ist die Frage, wer denn noch so Elite spielt und auf welcher Plattform.

    Leider auch etwas verspätet bei mir, aber hier nun auch mal mein Paket samt Inhalt:


    Da ich ja noch die wenigsten aus der Community mit Namen kenne, konnte ich natürlich nicht direkt am Namen erraten, wer es war. Aber hier muss ich meinen Wichtel gleich mal für das eigentlich kleinste Geschenk loben: den Brief

    Ich fand es absolut super, dass er nicht nur handschriftlich war, sondern sogar mit Siegel. Gut natürlich nur mit Kerzenwachs, aber wer hat heutzutage auch noch echten Siegelwachs zuhause? Das war auf jeden Fall ein schöner Touch, neben dem umfangreichen Brief. Aber nun zu den Geschenken:

    Zuerst den Manga Monster. Nach kurzem Reinlesen muss ich bereits sagen, dass er mein Interesse geweckt hat, gerade als ich erfuhr, dass es in deutschen Städten spielt. Es ist irgendwie erfrischend als Setting gerade auch weil auch international weniger bekannte Städte wie Heidelberg ihren Platz haben. Werde auf jeden Fall weiter lesen!

    Zum Zweiten (größeren) Geschenk. Wizard ist zwar ein Spiel, was ich schon kenne, aber mein Wichtel meinte schon er würde mir extra die Extreme-Version verpassen. Also werde ich in jedem Fall mal rausfinden, was an ihr denn so extreme ist. ^^


    Abgerundet wurde das Ganze natürlich noch mit Knabereien. Das (mittlerweile) letzte Jahr schien ja ein sehr gutes für Walnüsse gewesen zu sein, da ich vielerlei Seiten welche bekam, aber ich will mich nicht beschweren.

    In jedem Fall danke ein meinen Wichtel. Nur beim raten fiel es mir schwer, aber ich rate mal auf den lieben Shadowsoul980 .


    Ansonsten noch Selenaja ja du hast deinen Wichtel richtig erraten und ich bin froh, dass das Spiel gut ankam. Ich wollte erst Race for the Galaxy reinpacken, aber das Spiel ist dann doch etwas bekömmlicher (man kann es spielen ohne vorherigen Hieroglyphenkurs) und vom selben Macher.


    Ansonsten hoffe ich ihr hattet schöne Feiertage und einen guten Rutsch. Auf ein gutes 2019




    Ich verstehe nicht ganz, an welchem Punkt du dich hier aufhängst. Du möchtest eine Gegenperspektive zu der Darstellung von Donut County bieten - eventuell, weil Hooked dich sogar dazu verleitet hat, das Spiel zu kaufen, und du dich nun 'schlecht beraten' fühlst, weil dir das Spiel gar nicht gefallen hat? Das ist legitim und kann ich auch nachvollziehen.

    Ich wollte da eher mitteilen, dass halt die Punkte die angebracht wurden für mich sehr unzureichend sind. Robin sagte ja im Prinzip: Mechansich anspruchslos mit guten Charakteren/Geschichte. Das bringt meiner Meinung nach halt niemanden was, denn es gibt mittlerweile viele Spiele die gut geschrieben sind. Fast jedes AAA-Spiel kriegt das heut zu Tage hin. Für mich ist da halt die Information eher relevant nutzt das Spiel die Möglichkeiten des Mediums um die Geschichte zu bereichern. Beispiele gab ich ja im letzten Post. Ich würde halt noch eher ein schlecht geschriebenes Spiel spielen, was aber zum Beispiel eine sehr interaktive Narrative hat, als ein gut geschriebenes, was dies nicht hat.

    Das übergreifende Argument mit der Arbeit allerdings nicht. Wenn dir ein Spiel keinen Spaß macht, dann wäre doch die naheliegenste Vermutung, dass das Spiel nicht für dich geeignet ist. Die Frage, warum du dir die Arbeit dann machen solltest, kannst du dir nur selbst beantworten. In dem Fall wäre meine einfache Antwort: Ich würde mir diese Arbeit nicht machen. ^^ Aber du implizierst ja, dass dieser Eindruck von Donut County allgemeingültig wäre. Mein Eindruck des Spiels beschränkt sich lediglich auf den Stream von Hooked, dort wirkte es auf mich sehr sympathisch. Auch wenn die Spielmechanik auf mich tatsächlich ebenfalls ziemlich flach und eindimensional wirkte. Aber, mal provokant gefragt: Wo ist das Problem? Wenn jemand so eine Erfahrung sucht, ist das doch vollkommen in Ordnung. Ich bin das zwar nicht, aber das macht auch gar nichts.

    Mein Problem ist da der Kritikaspekt. Das Spiel ist mechanisch flach und erzählerisch nichts besonderes. Wenn jemand so eine Erfahrung sucht würde ich ihn zu Stanley Parabel verweisen oder Pyre wenn mechanisch anspruchsvoller sein soll. Das Spiel hat da nichts wirklich sehenswertes zu bieten. Und auch wenn all das sehr vernichtend klingt möchte ich klarstellen, dass dies dieses Spiel weder schlecht macht, noch ich jemanden den Spaß nehmen will, den er damit vielleicht hatte.Aber Spiele nach dem Spaß den man damit hatte zu bewerten ist halt auch sinnlos, denn man kann mit allen Spaß haben auch mit Ride to Hell.

    Ich kann zwar deinen Wunsch nach einzigartigen Spielerlebnissen nachvollziehen und teile ihn auch, aber gleichzeitig lese ich deinen Beitrag so, dass du Spielen wie Donut County die Existenzberechtigung absprechen möchtest, nur weil es nicht besonders einzigartig ist und gleichzeitig keine anspruchsvolle Spielmechanik bietet (und die Ebene des ganzen Genres 'Walking-Simulator' wirfst du ja auch noch ein bisschen mit rein). Das widerum kann ich überhaupt nicht verstehen.

    Wenn wir Spiele auf Basis der Einzigartigkeit bewerten, dann wäre ein Spiel wie Firewatch jedem AAA-Spiel überlegen. Das Kriterium alleine erscheint mir aber nicht sinnvoll.


    Oder möchtest du eine Diskussion rund um die Grundsatzfrage "Was ist eigentlich ein Spiel" und "Sind 'Walking-Simulatoren' noch Spiele" anregen?

    Auch ich habe keine klare Definiton was ein Spiel ist. Ich habe für mich nur halt eine Negativdefinition gefunden, also was ein Spiel nicht ist/sein sollte. Ein Spiel sollte kein Film sein, also irgendein interaktives Element sollte so ausgereift sein, dass ich dieses Spiel nur als Spielform in Gänze konsumieren kann.

    Aber treiben wir die ganze Walkingsimulatordiskussion mal auf seine Spitze und reden über so ein Alptraumspiel (natürlich komplett ausgedacht, weil mir so ein Spiel noch nicht untergekommen ist): Ein Spiel, wo du einfach nur läufst und dir eine Geschichte erzählt wird. Deine einzigen Optionen lauf weiter/Geschichte geht weiter und vielleicht nimm einen Seitenweg und du erfährst noch etwas Hintergrundinfos und auch das Laufen trägt nichts zur Geschichte bei oder verbessert sie in irgendeiner Art.

    Ist das noch ein Spiel? keine Ahnung, wenn ja können wir den Spielbegriff aber gleich wegwerfen, denn dieses Spiel hat das interaktive Niveau eines Films und wenn das als Spiel reicht, dann ist der Begriff wertlos geworden.

    Und genau da liegt für mich der Knackpunkt: Wenn dein Spiel so weit runtergedampft ist, dass es quasi ein Film ist, wo ich nur die ganze Zeit w drücken muss, dann ist das vor allen ganz schön vermessen. Denn du nimmst dir raus, dass ich mir die Arbeit machen muss die Geschichte als Spiel zu konsumieren, anstatt der für den Konsumenten viel einfacheren Form des Films. (wie gesagt alles hypotetisch, weil ich noch kein solches Extrembeispiel kenne)

    Um aber etwas produktives hier raus zu ziehen: Was ich halt herrausstellen will ist, dass diese Spiele ihr Medium auf irgendeine Art nuzten sollten um ihre Narrative zu bereichern und eben abzuheben, denn sonst kommt man eben beim oben genannten Extrembeispiel raus, und danach sollten sie auch bewertet werden, was ich wie im ersten Abschnitt beschreibe gerade halt sehr in der Kritik vermisse.

    Ich habe ja schon im anderen Thread groß über Donut Countys Story gerantet, aber es soll auch nochmal mechanisch sein fett weg bekommen. Ansprochslos ist um ehrlich zu sein nett ausgedrückt. ich würde schon eher sagen unterentwickelt. Die Hauptmechanik im Spiel das Verschwinden lassen von Gegenständen per Loch ist quasi so anspruchslos es ist idiotensicher. Man kann gar nichts falsch machen, da es keinen Timer oder sonstige Herrausforderungen gibt. Die Beschriebenen Beispiele wie Dampf aus dem Loch kommen lassen oder auch Pfeffer und Salz sind eher Levelgimicks als Mechaniken. Die einzige minimal anspruchsvolle Mechanik ist das bei ca. der Hälfte der Spielzeit freigeschaltete Katapult, wo du dann einige Dinge wieder aus deinem Loch rausfeuern musst um weiterzukommen, aber auch hier wird dir vorgegeben mit welchen Gegenständen das möglich ist und ist viel zu anspruchslos.


    Zu guter Letzt ist das Spiel halt verdammt kurz, also durchspielen und refunden kurz. Man schafft das Spiel locker in unter 2h durchzuspielen und auch wenn ich dagegen bin Spiele nur anhand ihrer Dauer zu bewerten, dass ist viel zu kurz.

    Anstoß für diesen doch recht langen Post war der letzte Hooked-Podcast, genauer Donut County und hat mich nunmal dazu gebracht etwas länger über Narrative im Videospielen zu schreiben. Im Speziellen den Trend Mechniken so weit zurückzuschrauben, dass sie quasi nicht vorhanden sind und vielleicht auch eine Erklärung zu finden, warum ich und viele andere eine leichte Abneigung gegen diese Spiele haben, was ja in dem mittlerweile bekannten Begriff "Walkingsimulator" gipfelt.


    Einleitend aber ein paar Punkte die meiner Meinung nach Spiele als narratives Medium einzigartig machen. DIes beginnt schon an den Basics, nämlich das Spiel als aktives Medium im Gegensatz zu den passiven Medien Film und Buch. Ein Spiel verlangt mir weit mehr Aufmerksamkeit und Input ab als ein Film und ist, meist auch selbst bei kurzen Spielen, weit zeitaufwändiger, als eine analoge Geschichte im Medium Film oder Buch zu erleben. Und damit kommt das große Problem, wenn ein Spiel sagt, es möchte mir eine Geschichte erzählen, auf derren Kosten die Spielmechaniken so sehr zurückgeschraubt wurden, dass sie quasi nicht mehr vorhanden sind, sollte das Spiel mir auch eine Erfahrung bieten, die die anderen Medien nicht können. Oder kurz: Beweise mir, dass deine Geschichte so gut mit dem Spiel verwoben ist, dass ich sie nicht als Film oder Buch genauso erleben könnte!


    Und hier kommen eben die Beispiele von Spielen, wovon es eines schlecht, das nächste gut und das Letzte sehr gut gemacht haben:


    Donut County: Hier werde ich die Geschichte zusammenfassen müssen, also

    Dieses Motiv ist so altbekannt, dass jedem wahrscheinlich Beispiele aus den anderen Medien einfallen, die dieses Motiv gleich oder ähnlich beleuchten, sei es nun mit guten Ende (Einsehen der Fehler des Protagonisten) oder Schelchtem (Strafe für sein Tun). Um hier nur kurz ein paar Beispiele zu nennen: Ikarus-Saga, Robin Hood,... Die Geschichte die Donut County erzählt ist also in keinster Weise einzigartig, noch unterstützt das Gameplay die Geschichte, was man vorallen daran erkennt, dass man geschichtlich die Mechanik x-beliebig austauschen könnte. Ob er sich nun durch Zerstörung, Manipulation (indem man die Leute vielleicht in fragwürdige Verträge lockt) oder Machtmissbrauch bereichert macht für die Geschichte keinen Unterschied.


    Besser macht es da Firewatch, zwar ist die Geschichte mit ihren Motiven auch da nicht besonders neu, aber die wenigen Mechaniken (gerade das einsame durch einen Wald stapfen) unterstreichen die Story und unterstützen sie. Dadurch wird die Geschichte zwar nicht einzigartig, aber nahbarer als sie vielleicht als Film wäre. Auch wenn dort die Interaktiven Möglichkeiten leider keinen großen Unterschied machen ( gerade am Anfang, wo du die Geschichte etwas mitgestalten kannst sind es meist 2 Optionen des selben Geschmacks).


    Die Beste Erfahrung hatte ich bisher mit the Stanley Parabel, wo ich konsequent gegen die Story gefahren bin bis der Erzähler dann eine Meta-Narrative daraus gemacht hat, warum ich das Spiel so sabotiere und was mir nicht gefällt. Das war bisher der beste Einsatz von den (narrativen) Möglichkeiten, die dir das Medium bieten, eben wirklich interaktiv in der Geschichte zu sein.


    Um das mal zu einem halbwegs sinnvollen Schluss zu bringen. Wenn so ein Spiel mit minimalen Mechaniken aufkommt, was voll auf seine Story geht, reicht es gerade mir nicht wiederzugeben: die "Charaktere" sind gut oder die Geschichte ist gut geschrieben, sondern viel nutzt diese Geschichte sein Potential als Spiel aus, um mir etwas zu bieten was Filme/Bücher nicht könnten? Denn wenn nein, muss man sich dann fragen: Warum musste das als Spiel umgesetzt werden und Warum sollte ich mir die Arbeit machen das als Spiel zu konsumieren? Beim Film muss ich nicht die ganze Zeit auf den Play Button drücken. Ich glaube immer noch, dass dieses Medium dazu in der Lage ist, wenn nicht große, dann zumindest einzigartige Geschichten zu erzählen, aber nur wenn Narrative und Mechaniken zusammenkommen.

    Zwei Kleinigkeiten zu Rebellion:

    Zum einen habe ich gehört, dass das Spiel zwar zwei gegen zwei gespielt werden kann, am stärksten aber im eins gegen eins ist, zum anderen basiert das Spiel auf einem gleichnamigen Computerspiel von '98, das gewissermaßen auch ein Vorläufer von Empire at War ist. Falls es daran Interesse gibt, das Spiel ist sowohl auf gog als auch Steam verfügbar.


    Und zur Fahne für Brettspiele hochhalten: Fühle dich moralisch unterstützt, Christian! Ich hab schon einige Ideen, was ich schicken könnte, aber momentan gibt's das Geld nicht her...

    Dann danke für die moralische Unterstützung. Ansonsten mach dir da bloß keinen Stress, das ganze ist ja kein Wettbewerb. An Ideen mangelt es hier auch nicht wirklich, nur würde ich jetzt erstmal warten bis Tom und Robin hinterherkommen und um dann auch ihre Meinung zu hören, ob die bisherigen Spiele(-Mechaniken) Gefallen finden oder es vielleicht doch nicht so ihr Fall ist.

    Nun da hier ja schon über Frost Punk geredet wurde kralle ich mich da mal dran um den Eindruck mal etwas weiter auszubauen. Zu meiner Spielzeit: Ich habe bereits alle 3 Szenarien, die das Spiel dir bis jetzt zu Verfügung stellt mehrmals durchgespielt (zumindest auf Normal).


    Zum einen muss man sagen, dass Frostpunk kein Aufbauspiel für die Schönbauer dieser Welt ist. Das Layout storymäßig vorgegeben (immer eine runde "Stadt"), es gibt gar keine Dekoobjekte und man muss mit seinen Ressourcen sehr stark haushalten. Es ist eindeutig ein Spiel für die Optimierer und Effizientbauern unter den Aufbauspielern. Das äußert sich zum einen darin, dass es eine sehr klare optimale Strategie gibt seine Stadt in Frostpunk aufzubauen (womit deine Städte sich immer sehr stark ähneln werden), die dir das Spiel auch nicht so genau mitteilt, also sollte man sich entweder auf Frustration oder auf kurzes Nachlesen im Wiki oder Video gucken auf Youtube einstellen, zum anderen sollte man von Anfang an möglichst vorrausschauend bauen, denn man kann zwar Gebäude auch wieder abreißen, das kostet aber etwas Material und vorallen Zeit, die auch manchmal knapp bemessen ist.


    Nachdem wir also kurz abgesteckt habenfür wen dieses Spiel gemacht ist, kommen wir mal zum Spiel selbst. Das Spiel ähnelt sehr stark Banished. Also auch hier sind Ressourcen knapp und Fehler addieren sich gerne zu kaum lösbaren Problemen zusammen, wenn man nicht früh genug gegensteuert. Dazu hat man verschiedene Mechaniken:


    Die erste wäre das Buch der Gesetze(Book of Laws). Hier kann man Gesetze erlassen, die es einfacher machen mit gewissen Problemen umzugehen oder es dir erst ermöglichen manche Probleme zu lösen. Wie schon im Podcast erwähnt geht dies von Gesetzen, die es dir vereinfachen mit Nahrungsknappheit umzugehen, über Gesetze wie mit den Toten verfahren werden soll, bis hin zu Gesetzen wie wie sollen wir mit den Kindern umgehen. Dort zeigt sich dann auch die Paralelle zu This War of Mine deutlich, denn bei sämtlichen Auswahlmöglichkeiten, die sich immer auf "entweder...oder" zusammenfassen lassen, gibt es immer eine moralisch klügere und eine Gameplaytechnisch klügere Wahl. So macht es das Spiel natürlich wesentlich einfacher Kinderarbeit einzuführen, als sie in "Childshelters" unterzubringen, gerade weil sie dort dir nur je nach dem weiteren Gesetz einen Bonus auf Forschung oder Heilung bringen können. Aber es ist halt moralisch gesehen die bessere Wahl sie in den Childshelter zu stecken. So verlaufen so gut wie alle Möglichkeiten ab und das besondere ist, dass es immer möglich ist das Spiel auch mit moralisch besseren Entscheidungen zu gewinnen, es aber von dir mehr Können abverlangt. So bleibt das ungute Gefühl hängen, dass wenn du eine der moralisch verwerflicheren Varianten wählen musst, es letzten Endes an dir liegt, du warst nicht gut genug es ohne diese Maßnahme zu schaffen.


    Das zweite ist ein Forschungsbaum, der durch Workshops freigeschaltet wird. Dieser gibt Zugang zu neuen, besseren Produktionsstätten, verbessert die bereits vorhandenen, verbessert den Generator, ermöglicht besser isolierte Häuser,... Es ist also ein Foschungsbaum wie man ihn kennt. Was ihn etwas besonders macht ist, dass er in Tiers(Stufen) eingeteilt ist und um die nächste Stufe zu erreichen muss man zum einen einen großen Batzen Ressourcen investieren und zum anderen bekommt man eben nichts für die Forschung, außer halt die Freischaltung von weiteren Forschungen. So kostet zum Beispiel die Freischaltng des ersten Tiers 50 Holz, zum Vergleich die Forschungen die einem davor zu Verfügung standen kosteten nur 10 Holz. Dadurch möchte der Zeitpunkt des Tieraufstiegs gut geplant werden. Zum anderen reicht die Spielzeit auch nie aus um alles zu erforschen, also muss man auch hier wählen welche Forschungen man braucht und welche man vielleicht auslassen kann/sollte.


    Zu guter Letzt noch kurz etwas zu den 2 zusätzlichen Szenarien: Diese bringen nochmal eine etwas andere Herrausforderung, indem gewisse Parameter geändert werden. Was man aber auch hier direkt sagen muss ist dieses Spiel wird höchst wahrscheinlich nie einen Sandboxmode bekommen, zum einen weil es keine unendlichen Ressourcenquellen gibt und gerade der Generator verbraucht beständig Kohle, womit eine sich selbst versorgende Stadt ziemlich schwierig wird. Zum anderen ergibt das im Spiel auch wenig Sinn, denn gegen Ende der Szenarien hast du so ziemlich alles wichtige erforscht und es gibt nichts weiter zu bauen/ zu erweitern. Der Wiederspielwert liegt also darin Szenarien erneut zu spielen mit anderen Entscheidungen oder auf einem höheren Schwierigkeitsgrad.

    Ich würde auch gerne kommen aber hab noch keine Ahnung wann. Ich hab da eh Semesterferien, weshalb ich da noch relativ flexibel bin. Habt ihr Erfahrungen, ob und wann die Tickets ausverkauft sein könnten?

    Tickets gibt es erstmal nur online. Sollten die zur Neige gehen, dann bleibt dir nur übrig mal im nächsten Saturn zu fragen, denn die bekommen auch immer ein paar. Zum Thema wann? Wenn sie es jetzt noch nicht sind wird es denke ich bald losgehen zumindest Samstag/Freitag wird schnell weg sein.