Beiträge von Ricutor

    Im neuen Kingdom Hearts III-Trailer wurde eine neue Welt vorgestellt



    Nebst der Vorstellung von Toy Story als Welt, die mir wirklich sehr gefällt und auch grafisch richtig gut aussieht, wurde jetzt zum ersten Mal auch ein Release-Zeitraum mit "2018" angepeilt, ob sie das schaffen werden, wird sich zeigen, aber zumindest haben sie jetzt zum ersten Mal konkret ein Jahr genannt. Und ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass Square Enix nach der Sache mit FFXV jetzt ein Jahr genannt hätte, wenn sie sich nicht sicher wären, wenn sie es 2018 schaffen würden, aber gut es ist auch Square Enix :D


    Freue mich aber wirklich sehr auf das Spiel und jeder weitere Trailer bestätigt mich da in meiner Vorfreude.

    Wenn man die Untertitel nur braucht, um zu verstehen was er sagt, dann sind Informationen wie er etwas sagt oder über Geräusche ja nicht so wichtig, da man diese ja trotzdem hört. Nur für taube Personen ist es da recht irrelevant, ob sie deutsche oder englische Untertitel haben.
    Prinzipiell halte ich es daher für sinnvoll, aber alleine so sind Untertitel ja schon ne hilfreiche Sache.

    Denke schon, dass es wichtig ist bei deutschen Untertiteln wichtige Geräusche, Lautstärkeveränderungen oder allgemein auch auf Ton einzugehen.
    Man muss sich da immer in eine taube Person hineinversetzen und versuchen durch die Untertitel bestmöglich den Inhalt wiederzugeben, der auf Ton basiert. Das kann Robins Gesagtes sein, aber in gewissen Fällen eben auch Musik auf die Robin eingeht oder sonstwas. Weiß jetzt nicht wie es konkret bei den "Mein Leben mit Harry Potter"-Videos ist, aber generell sollte man es so machen, denke ich. Kann man z.B. ähnlich wie bei Regieanweisungen in eckige Klammern setzen, um klar zu machen, dass es sich hier nicht um Gesagtes von Robin handelt.
    Beispiel: Robin sagt etwas außer Atem, dann würde ich in Klammern davor oder dahinter schreiben [außer Atem] oder etwas ähnliches.

    Will hier nur klarstellen, dass ich natürlich Gewalt/Straftaten von Polizisten nicht weniger schlimm finde als von Rechten oder Linken; Polizisten sind auch Menschen & natürlich können auch diese Straftaten begehen und sollte das geschehen sein muss das im Einzelnen genauso verfolgt und geahndet werden.
    Ich sage aber dennoch nicht, dass ich das Vorgehen der Polizei generell falsch fand oder dass diese Schuld an den Eskalationen trägt. Da sind vermummte Menschengruppen mit eindeutigen Botschaften komplett in Schwarz aufgetaucht und natürlich hatten diese nichts friedliches vor. Diese Personen kommen aus einem linksextremen, gewalttätigen Milieu und es gibt genügend Videos, die zeigen, was diese Gruppen getan haben.


    "Nach § 15 Abs. 3 VersG kann die Polizei eine Demo auflösen, wenn diese nicht angemeldet war, wenn von den Angaben der Anmeldung abgewichen oder gegen Auflagen verstoßen wird oder wenn Gefahren für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung drohen."


    Wenn dort der Schwarze Block vermummt mitmarschiert, dann verstoßen sie zum Einen gegen Auflagen und Gesetz und zum Anderen geht von ihnen eine sehr wahrscheinliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung aus. Daher war es meiner Ansicht nach komplett richtig die Demo an dieser Stelle zu stoppen und so nicht weiter zu lassen.
    Eventuell hätte man effektiver gegen den Schwarzen Block vorgehen müssen, ich weiß nicht, ob es da bessere Strategien gibt, aber generell finde ich die Entscheidung der Polizei in diesem Falle völlig richtig.


    Natürlich kann man da abweichende Ansichten haben und das ist auch okay so. Wenn Polizisten individuell Straftaten begannen haben oder übermäßig Gewalt angewandt haben, dann gehört das geahndet, aber wie bereits gesagt, habe ich mit dem generellen Vorgehen der Polizei in diesem Falle kein Problem. Ich stehe da hinter dieser harten Linie.


    "[...] wenn aus der Versammlung heraus Straftaten begangen werden wie Körperverletzungen (etwa Steinewerfen auf Polizisten), Hausfriedensbruch (etwa Besetzen von Privatgelände), Sachbeschädigungen oder Nötigung (Blockieren von Zufahrtswegen zur Baustelle). Um hiergegen vorzugehen, darf die Polizei grundsätzlich auch unmittelbaren Zwang anwenden, das heißt, durch einfache körperliche Gewalt oder durch Hilfsmittel der körperlichen Gewalt (dazu gehören auch Wasserwerfer, Pfefferspray oder Schlagstöcke) auf Personen oder Sachen einwirken."


    In Fällen in denen Personen auf Polizweiwagen steigen, sich vor diese stellen oder anderweitig die Arbeit dieser mit Absicht behindern, habe ich wenig Mitleid, wenn jene Personen einen Schlag abbekommen oder Pfefferspray ins Gesicht bekommen. Das Video, welches hier geposted wurde, zeigt nur einen kleinen Ausschnitt, der ganze Sachverhalt ist, der, dass die Person sich zweimal vor die Polizeiwagen gestellt hat (die offensichtlich mit Blaulicht zu einem Einsatz mussten), dann jeweils von der Polizei weggedrückt wurde und dann sich ein drittes Mal vor die Polizeiwagen gestellt hat, worauf dann ein Polizist zu härterer Gewalt gegriffen hat.
    Quelle


    Jeder kann da seine Meinung haben, aber ich handhabe es hier in gewisser Ähnlichkeit zu Robin, der es "okay" findet, wenn Nazis geschlagen werden, die ihre menschenverachtende Ideologie in der Öffentlichkeit kommunizieren. Ich habe da mit Personen, die einen polizeilichen Einsatz zum Schutz & zur Sicherheit von Menschen wiederholt behindern kein Mitleid. Ich zwinge niemandem diese Ansicht auf, aber ich kann da die Polizei voll und ganz verstehen. Jeder hat da wohl verschiedene Perspektiven.
    Die Person hat sich frei dazu entschieden diese Straftat wiederholt zu begehen.


    Also: Straftaten von Polizisten lehne ich genauso ab, wie von Rechten, Linken oder anderweitigen extremen Gruppierungen, aber die "harte Linie", der Polizei beim G20-Gipfel kann ich nachvollziehen und fand ich auch richtig.


    Quelle bezüglich der Paragraphen: http://www.lto.de/recht/hinter…t-die-polizei-gehen-darf/



    Bezüglich des Fruchtjoghurts: Bei mir dürfen da auch keine Stückchen drin sein, alles muss da schön klein gemacht bzw. gestampft, gemixt oder sonstwie zu Mus verarbeitet sein^^.

    Vielleicht sind sie auch Ergebnis immer größerer sozialer Probleme und damit Spannungen in Deutschland und ganz Europa.

    Trauriges Argument. Die rechtsextremen Straftaten der letzten Jahre sind dann halt auch Ergebnis der Aufnahme 100.00erder Flüchtlinge in Deutschland? (Hoffe, dass hierbei die Ironie erkennbar ist)


    Ich seh auch nicht wo LINKE oder SPD diese Gewalt relativieren.

    Eine Katja Kipping, die erst die Schuld bei der Polizei sucht, die relativiert damit die linksextreme Gewalt.
    Auch zeigt diese Statistik eindeutig die Sympathien der LINKEN mit der linksextremen Gewalt:
    https://www.welt.de/politik/de…staende-fuer-legitim.html

    Polizisten mit völlig übertriebener Härte vorgegangen sind

    Selbst, wenn Polizisten mit übertriebener Härte vorgegangen sind, rechtfertigt das in keinster Weise marodierende Gruppen, die alles zerstören, was ihnen in den Weg kommt, das Anzünden von Autos, das Besetzen von Straßen oder anderweitige Angriffe auf Polizisten durch Brandwaffen, Zwillen, Glasflaschen, etc. Ich sehe hierfür keinerlei Schuld bei der Polizei.



    auf dessen Seite 2016 knapp vier mal so viele Straftaten begangen wurden (u.a mehr als doppelt so viele Körperverletzungen).

    Meine Quellen sagen mir, dass es 'lediglich' etwas mehr als doppelt so viele Straftaten 2016 waren. 9600 linksextremistische und 23.000 rechtsextremistische. Jedoch kann ich dieser Statistik auch nicht mehr so viel Glauben schenken, da ich im Rahmen der G20-Proteste jetzt erfahren habe, wie diese Straftaten in die Statistik aufgenommen werden. So ist bei einer linksextremistischen Gruppierung, die durch die Straße zieht und alles mögliche zerstört, nicht davon auszugehen, dass jedes einzelne Auto, welches angezündet wird als Straftat aufgenommen wird, sondern dieser ganze Zug durch die Straße eine Straftat ist, aber hier nicht im Einzelnen differenziert wird.
    Da rechtsextreme oftmals eher in kleineren Gruppen Straftaten begehen, summierten sich hier natürlich die Delikte. Linksextreme, die aber auf Demonstrationen, am 1. Mai oder eben beim G20-Gipfel für Krawall sorgen, werden damit in dieser Statistik geschönt. Es wurden alleine über 200 Polizisten beim G20-Gipfel verletzt. Das kann man einfach nicht schönreden. Mir geht es hier auch gar nicht um eine quantitative Aufwiegung von extremistischen Straftaten, sondern darum, dass man Linksextremismus nicht unterschätzen darf und dass es offensichtlich Förderprogramme gegen Linksextremismus bedarf und es der falsche Weg ist Gelder in diese Richtung zu streichen, wie eben durch Manuela Schwesig passiert.
    Auch ist die jahrelange Duldung von linksextremer Zentren in Großstädten ein Problem. Die 'Rote Flora' als ein Ausgangszentrum des linken Extremismus in diesem Falle zeigt, dass die Politik konsequent gegen derartige Hausbesetzungen vorgehen muss und sie nicht dulden oder z.T. sogar noch finanziell durch Kulturförderung unterstützen darf.


    Die Relativierung durch LINKE-Politiker oder teilweise auch SPD-Politiker in diesen Fällen unterstützt damit eben auch Linksextremismus. Der Ausschreitungen des G20-Gipfel sind auch ein Ergebnis von fehlender politischer Durchsetzung von Programmen gegen Linksextremismus.

    @Flocki
    Sorry, aber der Polizei die Schuld an den Ausschreitungen zu geben ist einfach lächerlich. Vielmehr haben die Ausschreitungen und Kämpfe gezeigt, dass Linksextremismus weiterhin ein nicht zu unterschätzendes Problem in Deutschland ist, das jahrelang politisch verharmlost und kleingeredet wurde. Linksextremismus ist nicht, wie Manuela Schwesig meint, ein "aufgebauschtes Problem", sondern Realität. Der G20-Gipfel hat das leider mit aller Deutlichkeit gezeigt. Es sollte klar sein, dass es auch verstärkter Präventionsmaßnahmen gegen Linksextremismus bedarf. Genauso wie viele finanzielle Mittel gegen Rechtsextremismus und religiösen Extremismus ausgegeben werden, bedarf es stärkerer Förderung gegen Linksextremismus. Denn gerade in Großstädten zeigt sich immer wieder, dass Linksextremismus ein von vielen politischen Seiten unterschätztes Phänomen ist, was sich jetzt in aller Öffentlichkeit beim G20-Gipfel gezeigt hat.

    Hab mir jetzt auch endlich Wonder Woman angeschaut.



    Der Film ist unterhaltsames Hollywood-Kino, das nach Lehrbuch-Manier eine "Origin-Story" erzählt, die alle Eckpfeiler des dramaturgischen Aufbaus der 3-Akt-Struktur und eines "Fish-Out-of-Water-Characters" sklavisch abarbeitet und dadurch konventioneller kaum sein könnte.


    Vielleicht ist aber gerade das, was DC derzeit braucht; einen klassisch inszenierten Film ohne große Experimente, ohne "künstlerisch-visionäre" Ideen, die schnell zum Fehlgriff werden können. Wonder Woman ist visuell ansprechend inszeniert, die Geschichte weiß zu unterhalten und die Action macht Spaß. Wonder Woman ist ein guter und empfehlenswerter Superheldenfilm, der aber die Chance vertut zu einem hervorragenden Film zu werden. Die Nolan-Dark-Knight-Trilogie ist großartig, weil sie über ihrer Superheldeninszenierung hinaus gesellschaftliche, psychologische ethische/moralische Fragen und Dilemma behandelt, thematisiert und zur Diskussion stellt. Wonder Woman hätte mit seiner Verortung im 1. Weltkrieg das Potenzial gehabt die Grenzen zwischen gut und böse zu verwichen und die nationalistischen und gesellschaftlichen Ursachen dieses Krieges zu behandeln, gar zu verdeutlichen, dass es in diesem Krieg nur Böse gab und wie es zu dieser Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts kommen konnte. Natürlich erwartet man von einem Superheldenfilm nicht, dass er eine getreue historische Adaption jener Zeit ist, aber wenn man den Schritt geht seinen Film in einem realen Krieg spielen zu lassen, muss man auch mehr mit diesem Krieg machen als ihn für das "Setting-Establishment" der Hauptfigur zu nutzen.


    Mit geschichtsklitternden Tendenzen wird hier ein stumpfes Gut/Böse-Schema aufgebaut, das in aller Inkonsequenz auch noch Kriegsgötter für das verfehlte Handeln von Menschen einführt, um dann einen konstruierten 1vs1 Endkampf zu haben (anstatt einer schön choreographieren Endsequenz alla: Wonder Woman kämpft gegen viele Gegner, vielleicht in der Luft auf einem Zeppelin, springt von Flugzeug zu Flugzeug; da hätte es wesentlich kreativere und bessere Möglichkeiten gegeben als die im Film) und damit letztendlich seinen simplen Tropen verfällt und damit die Chance vertut mehr als nur ein unterhaltsamer Film zu sein.

    Ich finde die Diskussion auch etwas müßig, weil es letztendlich nur um den Begriff "Ehe" geht, nur um diese drei Buchstaben. Die eingetragene Lebenspartnerschaft der Ehe in allen Belangen gleichzusetzen, stünde nichts im Weg. Dennoch sehe ich halt die Gefahr, dass das Bundesverfassunsgericht die "Ehe für alle", aufgrund schon früherer Urteile und Aussagen und meiner Ansicht auch logischer Argumente, kippt.

    Wäre das anders, hätte es die Abstimmung gestern eben erst gar nicht gegeben.

    Naja, der Bundestag kann auch Gesetze oder Gesetzesänderungen beschließen, die verfassungswidrig sind. Teile der CDU haben ja schon angekündigt vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen.


    Wie gesagt bis zuletzt hat das BVerfG immer die Position vertreten, dass die Ehe im Sinne des Grundgesetzes eine Vereinigung zwischen Mann und Frau ist. Dieser Auslegung würde auch ich zustimmen, auch wenn ich es mir anders wünschen würde.
    Die Aufgabe des Bundesverfassunsgerichtes ist es halt nicht die Verfassung zu gestalten oder zu ändern, das kann nur der Gesetzgeber und das auch in diesem Fall.

    @InFlame


    Das Bundesverfassungsgericht versucht stets damit zu argumentieren, was im Geiste des GGs die Begründer von diesem damit gemeint haben. Da bei der Ausarbeitung des GGs Homosexualität noch unter Strafe stand und damals die Ehe eindeutig als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert war, ist die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes meines Erachtens sehr logisch und hat nichts mit persönlichen Ansichten der Richter zutun. Die geistigen Köpfe haben mit dem Ehebegriff im GG halt nur die Verbindung zwischen Mann und Frau gemeint, dem würde auch ich zustimmen. Wegen dieser Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, denke ich, bedarf es in dieser Hinsicht wohl auch einer Veränderung des Grundgesetzes.


    Zitat aus der damaligen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes:
    "Die Ehe als allein der Verbindung zwischen Mann und Frau vorbehaltenes Institut erfährt durch Art. 6 Abs. 1 GG einen eigenständigen verfassungsrechtlichen Schutz. Um diesem Schutzauftrag Genüge zu tun, ist es insbesondere Aufgabe des Staates, alles zu unterlassen, was die Ehe beschädigt oder sonst beeinträchtigt, und sie durch geeignete Maßnahmen zu fördern."


    Quelle: http://www.bundesverfassungsge…en/DE/2012/bvg12-059.html


    In dieser Hinsicht kann es (leider) gut sein, dass die jetzt eingeführte "Ehe für alle" wirklich vom Bundesverfassungsgericht gekippt wird, bis Artikel 6 überarbeitet wird, wie es einige Politiker befürchten.

    Ist denn eigentlich wirklich bekannt, was da hinter den Kulissen zwischen Konami & Hideo Kojima abgelaufen ist, worauf es dann zu dem Zerwürfnis kam? Ich hab mich damals nicht wirklich damit auseinandergesetzt und ich finde nur Berichte über die "offene" Auseinandersetzung in der Konami halt sehr negativ dar steht, aber man kann ja nicht ausschließen, dass Kojima nicht auch etwas unschuldig ist oder weiß man da doch mehr?

    Mein Highlight der E3 war eindeutig Monster Hunter World, das Gameplay sah mega geil aus und ich freue mich da riesig. Hoffe aber sehr, dass sie Monster Hunter World nicht 'verwestlichen' und jetzt die Steuerung anpassen, damit es auch Menschen wie Robin gefällt...
    Die 'schwierige' also träge und etwas unzugängliche Steuerung ist einfach ein Teil des Spiels und verlangt viel Training & Erfahrung ab, die wenn man aber drin ist und es perfektioniert einfach großartig ist und die man absolut nicht mehr missen möchte.


    Wäre ich aber kein so riesiger Monster Hunter Fan, dann wäre ich von der PlayStation-PK wohl auch etwas ernüchtert gewesen. Die letzten Jahre hat Sony immer mit Überraschungen geglänzt und da war dieses Jahr eher mehr vom alten. Hätte nicht gedacht, dass mein PK-Favorit dieses Jahr die Ubiosft-PK sein würde. Einige Überraschungen, super Flow & unterhaltsame Show. Keine Frage Spider-Man, God of War, Detroit: Become Human sehen alles super aus, aber warum macht Sony so ne gehetzte Trailershow, anstatt dann Spielen wie Ni No Kuni 2, Yakuza, Gran Turismo Sports oder Kingdom Hearts 3 ne Bühne zu bieten? Ich meine letztes Jahr haben sie extra einen Bühnenauftritt mit nem Crash Bandicoot-Schatten gemacht, um das Remastered anzukündigen (Damals noch nicht mal Gameplay oder irgendwas gezeigt) und jetzt kommt bald die Crash Bandicoot Remastered Collection und es findet nicht mal ne Erwähnung auf der PK? Auch hat mir nicht gefallen, dass sie ihre PK gedowngradet haben. Letztes Jahr 'n geiles Orchester & dieses Jahr keins? Wenn man damit anfängt, sollte man es auch beibehalten!


    Nichts desto trotz sieht es meiner Ansicht nach weiterhin nicht rosig für Microsoft aus. Mit ihrer PK haben sie nämlich auch nicht wirklich abgeliefert. Forza 7, State of Decay 2 und einige Indies kommen dann doch nicht gegen God of War, Days Gone, Spider-Man, Detroit und zukünftig auch The Last of Us 2/Death Stranding an.
    Wenn man alleine überlegt was bisher dieses Jahres für die PS4 kam (Nier: Automata, Persona 5, Nioh, Yakuza 0, Horizon: Zero Dawn), dann kann ich mir nicht vorstellen, dass die Xbox sich jetzt mit der neuen One X aus ihrem Schattendasein heraus bewegen wird.


    Fazit: Mehr Trailershow als PK. Da hätte Sony auch direkt ne Direct wie Nintendo machen können, wenn sie eh nur Trailer nacheinander abfeuern, aber nichts desto trotz hat Sony ne Menge geiler Spiele im Petto. Auch dürfen wir nicht vergessen, dass Sony immer mal gerne Spiele auf der dieses Jahr noch kommenden Tokio Game Show vorstellt.

    Habe ich auch nie behauptet. Die Kritikunfähigkeit von einigen hier im Forum, wenn man mal zu irgendwas nicht die Lolipop Sonnenschein-Meinung vertritt, ist wirklich extrem anstrengend.

    Sorry aber das ist doch wirklich Schwachsinn. Mir ginge es darum, dass du zu Beginn so getan hättest, dass man an FFXV sehen könne, dass Square Enix keine großen Projekte mehr gut realisieren könne. Meiner Ansicht nach ist FFXV halt ein spezieller Sonderfall bei dem einfach vieles in der Entwicklung schief gelaufen ist, was man nicht direkt auf die gesamte Firma & alle ihre Entwickler beziehen sollte.
    Darauf habe ich halt geantwortet, dass das Spiel meiner Ansicht nach sehr gut ist. Ob es jetzt sehr gut, gut oder nur in Ordnung ist darüber kann man streiten. Aber ich wollte unterstreichen, dass es halt kein schlechtes Spiel ist.


    Daraufhin fragst du, was denn an FFXV gut gewesen sein soll und tust eben so als sei das Spiel ein Desaster bzw. schlechtes Spiel. Darüber zu diskutieren habe ich halt keine Lust mehr, weil diese Diskussionen schon bei Release geführt wurden. Jetzt Monate später will ich diese Diskussionen nicht erneut führen. Kommt sowieso kein anderes Ergebnis bei raus. Deswegen habe ich auf Metacritic & eben den allgemeinen Kritikertenor verwiesen, nach dem FFXV eben kein schlechtes, sondern gutes Spiel war. Wie gesagt deine subjektive Wahrnehmung kann da anders sein, aber der allgemeine Kritikertenor ist ein anderer.
    Damit will ich nicht deine Ansicht entkräften, dennoch solltest du dir bewusst sein, dass deine Meinung nicht die Meinung aller sein muss und eben sehr viele sehr viel Spaß mit dem Spiel hatten.


    Aber ich frage mich sowieso warum man nach einem insgesamt sehr schönen Trailer zu Kingdom Hearts III erstmal gegen den Konzern hinter diesem Spiel 'bashen' muss, um dann damit jenes Spiel schlechter dar stehen zu lassen, anstatt sich mit dem was wir haben, nämlich dem Trailer auseinanderzusetzen. Die Herangehensweise ist, wie ich finde, schon einfach falsch.

    Sowohl Tom, als auch Robin fanden dass es kein schlechtes Spiel ist. Ich diskutiere jetzt auch nicht weiter über FFXV, weil das schon genügend getan wurde. Ich verweise dabei einfach auf zahlreiche Tests oder einen Metascore von 81% was zeigen sollte, dass es allgemein kein schlechtes Spiel ist und so auch nicht ankam. Deine subjektive Wahrnehmung kann da natürlich anders aussehen.

    Ja und FF XV war ja auch kein schlechtes Spiel. Insgesamt sogar ein sehr gutes. Ja es hat viele Schwächen, aber ist dennoch ein gutes Spiel. Und alles was Square Enix zuletzt von Kingdom Hearts abgeliefert hat, war auch gut. Denke, dass Nomura weiß, was er da macht.
    0.2 Prologue gab ja schon einen ersten Einblick wie sich KHIII anfühlen wird und das war bis auf die ab und an einbrechende Framerate sehr gut.

    Kingdom Hearts-Fans unter uns? *Hype for KH3* (Wenn's dann mal 2020 kommt...)



    Da haut Square Enix mal einen ganz schön geilen Kingdom Hearts III-Trailer raus, den ich jetzt mal gar nicht erwartet hätte. Einfach so oder war da was angekündigt?


    Gameplay, Inszenierung, Cutscenes, Grafik im Prinzip gefällt mir alles unglaublich gut. Muss das Spiel nur noch erscheinen...

    Schadenfreude gegenüber den USA wäre an der Stelle etwas falsch, da es uns (leider) alle betrifft, aber man muss schon sagen, dass die Amerikaner eben das bekommen, was sie gewählt haben, denn man kann nicht gerade behaupten, dass Trump Dinge macht, die er nicht schon vorher angekündigt oder angedeutet hätte.


    Seine Politik bedeutet "America First" und das auf Kosten aller Anderen (Und auf lange Sicht auch dem eigenen Land). Er hat ja bereits angedeutet, dass er für eine Neuverhandlung des Klimaabkommens bereit ist, was zeigt, dass er sich letztendlich den meisten Vorteil für die USA herausschlagen will. Genau das haben die US-Amerikaner gewählt und sie wussten es auch vorher, wollten es also oder wollten einfach mal "Protest wählen", gegen das "Establishment".


    Zum Glück ist diese polarisierende Denkweise in Europa nicht ganz so stark ausgeprägt. In Deutschland zum Glück sowieso nicht.


    Aber aus allem sollte man seinen Nutzen & seinen Vorteil ziehen, denn ein trump'sches Amerika könnte vielleicht endlich dazu führen, dass Europa näher zusammen rückt und sich als eine unabhängige und selbst agierende Einheit ansieht, die nicht allem hinterherläuft, was die USA vorgeben.
    Das ist die Chance für eine europäische & unabhängige Weltmacht, die eigene Außenpolitik betreibt. Natürlich wird sich zeigen wie sich das nach dem Austritt GBs und den Problemen mit den osteuropäischen EU-Mitgliedern entwickelt, aber man muss einfach versuchen in allem etwas Positives zu sehen, sonst wird's in den heutigen Tagen doch schon sehr düster...

    Ihr wisst aber schon, dass Lobbyismus nicht einfach schwarz-weiß ist? Lobbyismus bedeutet prinzipiell lediglich, dass Interessenvertreter aus der Gesellschaft, Industrie oder anderweitigen Organisationen auf die Politik Einfluss ausüben durch Gespräche, Treffen, etc.
    So gibt es genauso Naturschutz-Lobbyisten, wie Frauenrechts-Lobbyisten und Automobil-Lobbyisten.
    Gerade im Bereich der Frauenrechte, Antidiskriminierung und Gleichsetzung von Frauen und Männern wurde in den letzten Jahren sehr viel bewegt. Auch stellt sich die CDU zwar immer noch gegen eine Gleichsetzung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften mit "regulären" Ehen, aber die Homosexuellen-Lobby ist gegenwärtig so stark, dass es auch nur ne Frage der Zeit ist bis die CDU da einknicken wird.
    Lobbyismus ist nicht nur schwarz-weiß. Außerdem beruht das meiste halt auf Vermutungen und Spekulationen, weil Lobbyarbeit leider nicht sehr transparent ist. Das kann man gerne kritisieren, aber Lobbyismus pauschal zu verurteilen ist purer Populismus.


    Und habt ihr vielleicht auch schon mal darüber nachgedacht, dass die Politik sehr viel für z.B. die Automobilindustrie tut, weil diese einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren für Deutschland ist? Bringt enorm viele Arbeitsplätze. Sowieso direkt, aber auch indirekt stehen so viele Arbeitsplätze in Deutschland hinter der Automobilbranche. Dazu kommen noch die enormen Steuereinnahmen, die der deutsche Staat durch die Automobilkonzerne erzielt.
    Ihr unterstellt hier bisschen, dass die Politik nach der Pfeife der Automanager tanzt, um deren Reichtum zu mehren. - Als Politiker ist es nur logisch die Konditionen für die Branche am besten zu halten, die für die Bevölkerung und damit viele Arbeitsplätze wichtig ist und somit Wohlstand in diesem Land sichert. Dadurch ist die Politik nicht nur Interessenvertretung der reichen Automobilmanager, sondern der deutschen Bevölkerung.

    Ich habe die Serie jetzt in den letzten beiden Tagen durchgeschaut und muss sagen, dass sie auf rein künstlerischer und filmischer Sicht doch arge Schwächen hat. Die Dialogschreibe ist z.T. fürchterlich und auch die Handlung wirkt in vielen Teilen doch sehr konstruiert und wenig glaubwürdig. Nichts desto trotz hatte die Serie sehr viele Stärken (ohne die ich sie wohl kaum innerhalb von zwei Tagen durchgeschaut hätte).


    Erstmal aber muss ich sagen, dass ich gegenüber der Serie einige Vorurteile hatte und eigentlich keinen Bock hatte sie mir anzuschauen. Da ich zu dieser Serie ein Serientagebuch geführt habe und auch meine Gedanken vor der ersten Folge niedergeschrieben habe, kann ich meine Einschätzungen noch sehr gut nachvollziehen.


    Ich ging nämlich davon aus, dass diese Serie so ein typisches Betroffenheitsdrama sei, was mächtig manipulativ auf die Tränendrüse drückt. Ich zitiere einfach mal meine Gedanken, die ich vor der ersten Folge niedergeschrieben haben und die erklären, warum ich bisher keine Lust hatte sie mir anzuschauen:


    "Wahrscheinlich wird das doch wieder so ein typisches Betroffenheitsdrama über Mobbing. Das war doch bereits so oft Thema, ob in Amoklauffilmen, Mobbing-Debatten oder Ähnlichem. Braucht man da jetzt so ne große Netflix-Produktion; und warum bekommt das jetzt so einen Hype? Und dann sorgt die Serie im Internet auch noch für so viele Diskussionen? Was kann da bitte so kontrovers sein, dass man darüber vielfach reden müsste. Ja, Mobbing, Selbstmord das ist alles sehr schlimm, aber was ist an der Thematik jetzt so neu, dass diese durch jene Serie so eine Welle auslöst? Ich kann mir schon genau denken, wie das ablaufen wird: Triefende & total manipulative Tränendrüseninszenierung: Armes Mobbing-Opfer im Close-Up, tieftraurige Musik, die leiden Familie, die bösen Mobber und dann der tragische Selbstmord. Mittlerweile habe ich schon so viele Filme dieser Art gesehen, dass ich mich auf sowas nicht mehr wirklich einlassen will. Wenn dann die traurige Musik im Hintergrund anfängt, dann macht's bei mir Klick und ich sage mir, aha jetzt kommt die tieftraurige und manipulative Musik, die mich offensichtlich in eine emotionale und depressive Verfassung bringen möchte. Darauf habe ich mittlerweile einfach keine Lust mehr. Wahrscheinlich ist es aber genau das, das dafür sorgt, dass Millionen von Frauen & Mädchen nach dieser Serie heulend auf dem Sofa sitzen und erstmal in's Internet gehen und darüber reden müsste. Ein Erfolgsrezept einer Serie."


    Ja, erstmal eine sehr negative Ausgangslage. Wirkt natürlich recht "kalt", aber Serien/Filme müssen für mich einfach einen gewissen Unterhaltungswert haben und ich habe persönlich in der Regel recht wenig Interesse daran mir etwas anzuschauen, um mich dann in eine traurige Stimmung zu bringen.


    Die Serie hat mich dann aber wirklich sehr überrascht. Für mich war sie viel weniger trauriges und emotionales Drama. Viele der Folgen waren für das schwierige Thema ungewohnt leicht und fast schon klassische, amerikanische Highschool-Kino-Kost. Die Musik ist oftmals alles andere als traurig, fast schon eher fröhlich und unbedarft. Auch die Inszenierung in der Regel nicht depressiv. Teilweise hatte ich sogar das Gefühl, dass in dieser Serie Suizid lediglich als Mittel zum Zweck einer spannenden Mystery-Serie gebraucht werde (Kurze Inhaltsangabe aus meiner Erinnerung zur ersten Folge):
    Der Protagonist bekommt 13 mysteriöse Tapes eines toten Mädchens und will sie sich anhören, beim Anhören des ersten Tapes (man hört nur die ersten Worte des Mädchens), kommt seine Mutter rein - Anspannung - er wird mega nervös, wodurch der den Kassettenrekorder runterfallen lässt und dieser kaputt geht. Jetzt klaut er nem Kumpel dessen Kassettenrekorder, fährt in der Dunkelheit durch die Stadt, wird von einem Auto angefahren, doch der Adrenalinpegel bleibt oben, die Spannung ist da, was ist auf den Tapes, was erwartet uns? Er fährt weiter, dann wird er in der Nacht von einem unbekannten Auto verfolgt und flieht vor diesem. Das verstorbene Mädchen erzählt ihm auf dem Tape, dass er beobachtet werde: Der Thriller is real!
    In der zweiten Folge geht das genauso weiter:
    Clay sucht nach Antworten, erhält sie aber nicht. Während die Sprünge in die Vergangenheit Futter für die Handlung bieten, überschlagen sich die Ereignisse in der Gegenwart. Die Konfrontation mit ehemaligen Tape-Hörern erweist sich als schwierig, stattdessen weerden diese unruhig versuchen mit den Geschehnissen klar zu kommen. Man hat das Gefühl hier bauen sich Intrigen auf, Parteien & Gruppierungen bilden sich und irgendjemand weiß mehr als die anderen. Gegen Ende dann die große Enthüllung: Die Verbindungen reichen bis zur Mutter des toten Mädchens und so rast Tony bei einem Anruf jener Mutter untermalt von einem heroischen "Run Boy Run" in der Dunkelheit an Clay vorbei und die Spannung erreicht ihre Höhe.


    Diese Art der Mystery in vielen Teilen fast schon Thriller-Inszenierung der Serie hat mich hinterfragen lassen, ob das denn der richtige Weg sei, um mit dem Thema des Suizides umzugehen. Wie bereits erwähnt war mir vieles z.T. viel zu offensichtlich & offensiv auf Mystery-Box konstruiert: Wie geht es weiter? Wer steckt dahinter? Was erwartet uns? Was hat diese Person vor?
    In der Serie entwickeln sich dann jene verschiedenen "Parteien", die sich teilweise gegenüber stehen, gegeneinander agieren, Intrigen ausführen oder Ähnliches. Unterhaltsamer "Teenie-Highschool-Thriller".


    Vielleicht ist aber gerade auch diese "erfrischende" und unbedarfte Herangehensweise die richtige, um sich dem Thema anzunähern. Viel weniger offensichtliches Tränendrüsendrama und dafür ne interessante und spannende Geschichte. Andererseits kann man fragen, ob es überhaupt sein darf, dass eine derartige Geschichte spannend, interessant oder gar unterhaltsam ist?
    Ich bin bei der Serie drangeblieben, aber nicht wegen des Selbstmord-Themas, sondern wegen der gut untergebrachten Thriller- und Mystery-Box-Tropen, die eine durchaus spannende Highschool-Story draus gemacht haben.


    Sehr gut gefallen haben mir die zeitlichen Rückblicke und Übergänge. Da sind den Machern schöne Kniffe eingefallen, um die Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit bei diesen Rückblicken verschwimmen zu lassen, wodurch sie nicht zu stark konstruriert und offensichtlich eingebaut wirken (wobei man über das sehr offensive Erkennungsmerkmal der Wunde an Clays Kopf durchaus streiten kann). Wie Clay, der sich die Tapes anhört und dabei live in der Gegenwart bei den realen orten ist, so wird auch für den Zuschauer die Trennmauer von Vergangenheit und Gegenwart geschickt verwischt.


    Gegen Ende hat mich die Serie dann doch emotionaler mitgenommen als ich erwartet hätte. In großen Teilen hat die Serie als Highschool-Sitcom (Michmach aus Mystery-Thriller-Comedy und Drama) richtig Spaß gemacht, wenn aber nicht das Suizidthema wie ein Damoklesschwert über der Serie geschwebt hätte. Immer wieder dachte ich mir, die Serie ist gerade richtig unterhaltsam und auch lustig (!), ist das okay, darf ich jetzt über die lustigen One-Liner und Situationskomiken durch die Eltern lachen? Vielleicht ist aber auch gerade das die Prämisse? Den Alltag möglichst ungeschönt, realistisch und eben auch amüsant zeigen, um Kontraste aufzubauen und einen dann am Ende richtig in die Magengrube zu hauen?
    Denn das hat funktioniert. Ab ca. Folge 9 war ich emotional immer stärker involviert und hat mich auch getroffen. Man weiß wie es ausgeht, aber es hat mich dann doch mitgenommen.


    Kritisch sehe ich jedoch wie mein Vorredner @Benson, dass die Serie für Suizidgefährdete wahrscheinlich nicht die beste Kost sein dürfte. Wie weltweit von vielen Psychotherapeuten und anderweitigen Experten kritisiert, könnte die Serie einen typischen Werther-Effekt auslösen, also Suizid bei Gefährdeten befördern.
    Die Serie zeigt wenig Alternativen und Lösungsansätze für Hannah, sondern vor allem wie sie mit den Tapes nach ihrem Tod für Aufruhr, Bestrafung und Unruhe gezeigt hat. Man könnte fast sagen, dass die Serie durch den Suizid und den Tape-Botschaften möglichen Gefährdeten eine Idee gebe, was denn sie machen könnten, um nach ihrem Tod noch zu bestrafen oder Aufmerksamkeit zu erlangen.


    Für jedoch nicht-Gefährdete also normale Konsumenten wie du und ich kann ich die Serie durchaus empfehlen. Sie kann ein für ein verstärktes Alltagsbewusstsein sorgen. Da würde ich @Benson etwas widersprechen bzw. relativieren. Du kritisierst z.B., dass Hannah in der Serie Menschen für Kleinigkeiten die Schuld an ihrem Tod gibt.
    Die Serie heißt "13 Reasons Why". Natürlich sind nicht alle Gründe gleichgewichtig, aber es ist die Addition dieser die letztendlich zum Suizid gebracht hat. Wäre nur die Vergewaltigung passiert, hätte sie sich vielleicht nicht umgebracht. Wäre sie vorher durch das Verhalten von Alex & Jessica nicht von ihren sozialen Kontakten getrennt und zunehmend isoliert worden, wäre es aber vielleicht auch nicht passiert.


    So Dinge wie ne "Hot or Not"-Dinge gab es in ähnlicher Form auch in meiner Schulzeit. Da hat sich keiner umgebracht. Die Serie oder Hannah sagt ja auch nicht, dass DIES der Grund war, warum sie sich umgebracht hat, sondern es ist das Versatzstück einer Entwicklung, die sich immer weiter verschlimmert hat. Dadurch schafft die Serie hoffentlich ein gewisses Alltagsbewusstsein für unseren täglichen Umgang miteinander.


    Nur, weil wir alle, wie du es beschreibst, im Leben, insbesondere in der Schulzeit mal was schlechtes oder böses zu anderen sagen und derjenige sich dann nicht umgebracht hat, macht es das aber nicht besser. Denn bei jemandem, der emotional nicht so gefestigt ist, der in einer gefährdeten Position steht, kann jedes schlechte Worte sich dann anfühlen, wie ein Messer, was in den Körper gerammt wird. Von außen können Menschen oftmals sehr gut ihre innere Verfassung verstecken, aber innerlich können sie völlig gebrochen sein. Da kann alleine schon eine Hot or Not-Liste ein Versatzstück von sehr sehr vielen sein, die sehr verletzen.


    Wie gesagt ich kritisiere auch, dass die Serie durchaus Potenzial zur Nachahmung bietet, aber im Gegensatz dazu eben für nicht-Gefährdete die Chance zu einem stärkeren Alltagsbewusstsein für Kommunikation und zwischenmenschliches Miteinander bietet.


    Denn Schule kann auch in Deutschland sehr sehr hart sein. Viele Schüler quälen sich tagtäglich in die Schule. Leiden, sind sozial isoliert, aber zeigen es nicht offen nach draußen. Eine fast schon beiläufige Beleidigung durch einen Mitschüler, der das selbst vielleicht gar nicht so offensiv meint, kann bei dem Betroffenen dann aber doch viel stärker aufgenommen werden.
    Ich glaube, dass innerhalb der Schule in der allgemeinen Kommunikation durchaus eine Kultur von beiläufigem Hass, Missgunst und Niedermachen besteht, dass dafür ein verstärktes Bewusstsein nichts falsches ist.


    In der letzten Folge sagt Clay als er den Raum des Schulpsychologen verlässt "Wir müssen uns bessern, in der Art wie wir miteinander umgehen und Acht gebe aufeinander; das muss irgendwie besser werden." Das habe ich dahingehend interpretiert wie ich es obig beschrieben habe.


    Ich persönlich habe in meiner Schulzeit zum Glück kein Mobbing erfahren müssen. Auch habe ich keinerlei Erfahrung mit Suizid oder Ähnlichem. Wenn ich mich aber an meine Schulzeit zurück erinnere, dann muss ich teilweise an die Personen aus der Klasse denken, die eben dieser gewissen "Alltagsablehnung" ausgesetzt waren, die immer wieder einen Spruch abbekommen haben, die nicht die beliebtesten waren, die beim Sport immer als Letzte genommen wurden, mit denen in der Gruppenarbeit vielleicht niemand zusammen arbeiten wollte, die in der Pause vielleicht recht isoliert und alleine rumstanden oder vielleicht sogar mal körperliche Gewalt ertragen mussten (damit meine ich nicht, dass sie verprügelt wurden, aber ein Schupsen beim Anstehen oder so kann da schon reichen). Ich kann da auch leider nicht von mir sagen, dass ich da der super Typ war, der geholfen hat, sondern im Gegenteil hab auch ich in diesem Alltagsverhalten mitgemacht. Kein aggressives oder offensives Mobbing, aber alleine schon ein unschöner Spitzname für denjenigen oder immer wieder negativen Sprüche, die man selbst gar nicht als derartig schlimm ansieht, die für denjengien aber wahrscheinlich doch viel viel schlimmer gewesen sein können. In der Retrospektive muss ich da sagen, dass Kinder/Jugendliche oftmals richtig Arschlöcher sind und ich mich frage, wie man so wenig Empathie gehabt haben kann. Damals hatte ich aber dafür einfach nicht das Bewusstsein und ich kann mir vorstellen, dass das in der heutigen Zeit durch soziale Medien eventuell noch schlimmer sein kann als zu meiner Schulzeit, wo Smartphones erst gegen Ende aufkamen. Ein verstärktes Bewusstsein für die "Alltagsablehnung/Ignoranz/Hass", die dafür sorgen kann, dass man einfach mal netter miteinander umgeht und auch den isolierten Jungen aus der Klasse integriert und eben nicht bei dem unschönen Spitznamen, sondern beim richtigen Namen nennt, kann schon ein wichtiger Schritt sein. Es geht ja nicht nur darum Suizid zu verhindern, sondern dass Kinder/Jugendliche lieber in die Schule gehen, damit nicht jeder Tag eine Qual sein muss.


    Die Serie bietet also durchaus mehr Diskussionspotenzial als ich es zu Beginn erwartet hätte. Jetzt soll's das aber erstmal für meinen Beitrag sein.