Beiträge von Oinone

    Die Fortsetzungen:


    Ajin - 2te Staffel
    Die staksige CGI Optik ist weiterhin gewöhnungsbedürftig, und auch inhaltlich geht dem Anime nach hinten heraus jetzt die Luft aus. Was an sich auf einer interessanten Idee fußt, verheddert sich immer mehr in ein nicht enden wollendes Katz und Maus Spiel mit dem typischen Psycho, der immer einen Schritt voraus, und durch nichts zu stoppen ist. Vor allem die Vergleiche und Metaphern, dass für Sato alles nur wie ein Videospiel ist, werden bis zum ermündenden Exzess gemacht.
    Das offene Ende mit Hinweis auf eine 3te Staffel fühlt sich da fast anstrengend an.


    Chi's Sweet Home - 3te Staffel
    Leider ist auch dieser Anime dem neuen Trend CGI zum Opfer gefallen und kommt im kalten Plastiklook daher. Zwar zieht Chi noch die selben Grimassen und hat ihre bekannt niedliche Stimme, dennoch fehlt sofort der Charme und die Schönheit, die ein gezeichneter Anime hat. Und auch inhaltlich ist die Luft raus.
    Konnte man sich als Katzenbesitzer noch in vielen "katzentypischen Dingen" wiederfinden, kann man hier oftmals nur diei Hände über den Kopf zusammenschlagen, wie unrealistisch alle Beteiligten sich verhalten. Trauriger Höhepunkt ist die Diskofete der Katzen bei Nacht im Park.


    Natsume Youjinchou - 5te Staffel
    Nach all den Jahren ungeduldigen wartens muss ich feststellen, dass mich Natsume nicht mehr so begeistern kann, wie erhofft. Schon bei der 4ten Staffel hatte ich das Gefühl, dass etwas auf der Stelle getreten wird, was sich jetzt nochmal verstärkt hat. Während es in den ersten 3 Staffeln noch eine deutliche Entwicklung von Natsume gab, bleibt nicht mehr viel neues zu erzählen. Dabei blitzen immer wieder gute Ideen auf; wie die rivalisierenden Exorzisten; mehr über die Vergangenheit von Reiko oder Natsumes Zieheltern und seine erste Zeit bei ihnen. Mehr als kleine Ausblicke bekommt man aber nicht, und alles andere wirkt ein stück weit alt bekannt.
    Und Nyanko kommt viel zu kurz!
    Es ist immer noch eine schöne Staffel, aber auch nicht der erhoffte Anime des Jahres.


    Die Neuen:


    Yuri on Ice
    Der erfolglose, jap. Eiskunstläufer Yuri steht kurz davor, seine Karriere hinzuschmeißen, als durch einige Wirrungen plötzlich sein Idol, der rus. Eisläufer Viktor vor seiner Tür steht und sich zu seinem Trainer ernennt. Ihr Ziel: Gold beim Grand Prix Finale.
    Der Anime hat in jüngster Zeit viel Wellen geschlagen, und ist tatsächlich auch unter Eisläufern bekannt. Schon gleich das Intro lässt viel hoffen, go gut, so flüssig, so realistisch sind die Bewegungen der Läufer animiert. Immer wieder werden in den Folgen ganze Küren gezeigt, wenn dort die Qualität vergleichsweise mal schwankt. Statt unsinniger Fantasieaktionen wird sich an echten Sprüngen und Elementen und existierenden Wettkämpfen orientiert, was einen angenehmen Realismus suggeriert, der sonst nur zu gern in Sportanimes weit, weit weg ist.
    Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. So sieht man schnell, wo zum Ausgleich bei der Animation gespart werden musste - das klatschende Publikum sieht aus, wie aus grauer Vorzeit.
    Wenn ein Läufer eine Pirouette dreht, bewegt sich der Hintergrund weiter, als ober der Läufer sich zur Seite bewegt - ein absolutes No Go bei Pirouetten, die starr auf der Stelle gedreht werden müssen. Ein Detail, was bei der Liebe zur Choreographie, überrascht.
    Auch wenn keine fiktiven Elemente vorkommen, drückt man an vielen Stellen dennoch ein Auge zu. Viktors Kür mit allen Sprüngen in 4fach ist doch deutlich von der aktuellen Eislaufszene entfernt. Dass Plisetski alle Sprünge, sogar den 4fachen, mit erhobenen Armen springt - hanebüchen. Und auch der Aufbau der Küren, eine 4fach-3fach Kombination ganz ans Ende zu packen, würde keinem Eisläufer einfallen. Mehr Punkte hin oder her.
    Mein größter Kritikpunkt ist aber das, was den Anime für viele erst richtig interessant macht: die ständigen, plakativen homoerotischen Anspielungen.
    Ich hätte kein Problem damit, wenn wirklich eine der Figuren schwul wäre. Aber dieser aufgezwungene Blödsinn, der wie Fanservice nur für Zuschauer sorgen soll und reine Effekthascherei ist, kotzt mich grundsätzlich an. Hier wird kein Spielraum gelassen, wie bei Free, wo man, wenn man will, etwas reininterpretieren kann, aber nicht muss. Da wird nichts forciert. Yuri on Ice macht das Gegenteil und reibt dir die Gedanken an Viktor-Yuri Fanfiction quasi unter die Nase.
    Zumal männliche Eiskunstläufer schon seit jeher damit zu kämpfen haben. als unmännlich und schwul auf Grund des Sports abgestempelt zu werden.
    Darüber hinaus hat die Serie die typischen Schwächen eines Sportanimes: Zu überdrehte/überzeichnete Charaktere; zu überzogene Monolge in den Köpfen. Da kommt man ums Fremdschämen an vielen Stellen nicht drum rum.
    Eine eigentlich schöne Serie, die viel richtig macht, was andere vergeigen - zugleich aber auch so frustrierend viel falsch! Ich würde sie wirklich viel lieber mögen, als ich es unterm Strich tue. :/

    Die Animationen bei Yuri sind wirklich gut. Manchmal etw schwankend, aber wirklich gut. Ich war auch überrascht davon, wieviele Küren in welchem Umfang wirklich gezeigt werden.
    Der ganze Shonen Ai Touch ist aber wirklich nur unpassend draufgestreut als Fanservice für Mädchen, die drauf stehen. Das ist so unnötig, so unlustig und erzwungen. Wenn wenigstens wirklich da jemand schwul wäre und sie einem eine Geschichte dazu erzählen wollen würden, aber es ist ja wirklich nur Effekthascherei. Und das bei einem Sport, wo ohnehin schon jeder männliche Läufer als schwul verschrien wird, was diesem Vorurteil nervig in die Hände spielt.
    Ach, waren das noch Zeiten, als Yagudin aktiv war. .__.

    Berserk
    Die Serie führt nahtlos die Handlung der Filme fort. Auch in diesen fiel teilweise schon negativ schlechtes CGI auf, wenn auch noch in tolerantem Maße. Bei der Serie ist es jedoch unübersehbar. Alle Figuren, Bewegungen, Gesichter sehen irgendwie merkwürdig aus, staksig, einfach falsch. Dazu teils wirre Kamerafahrten und ein merkwürdiger Mix aus doch 2D gezeichneten Sachen. Ein wirklich grässlicher Look, der leider viel zu sehr Trend geworden ist in der letzten Zeit.
    Inhaltlich ist es schlicht und ergreifend Berserk, wie man es kennt. Der Manga ist viel zu lange her für mich, um damit einen vergleich zu ziehen. Was ich immer wieder als sehr störend und unpassend empfinde, gerade vor dem Hintergrund der sehr düsteren, brutalen Handlung, sind die kurzen Comedy/Chibi-Einlagen, die der Junge und Elfe Puck liefern. Keine Ahnung, ob das im Manga auch so ist, aber fand ich doch immer mehr deplaziert, denn als nett auflockernd.
    Im Frühling kommt direkt die nächste Staffel.


    Orange
    Teenager Naho bekommt einen Brief von sich selbst, 10 Jahre in der Zukunft. Zukunfts-Naho beschreibt darin alle Dinge, die sie heute bereut und möchte, dass ihre jüngere Version es anders macht. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Schicksal ihres neuen Klassenkameradens Kakeru, den sie und ihre Freunde in ihre Clique aufnehmen.
    Eine Drama-Romanze, die mit schwerem Thema daher kommt und gerne mal dick aufträgt, insgesamt aber angenehm ruhig bleibt. Naho und ihre Freunde sind eine sympathische Gruppe, denen man gerne zu sieht und auch ruhig mal ein Tränchen mitverdrücken kann. Da verzeiht man auch gerne mal das ein oder andere Klischee und die dünne Erklärung der Zeitreise.
    Eine Fortsetzung als Film ist schon angekündigt.


    Fukigen no Mononokean
    Ashiya kann plötzlich Yokai sehen, als er von einem besessen wird. Zum Glück trifft er in der Schule auf Abeno, dessen Job als Meister des Mononokean es ist, Yokai zu exorzieren. Das hinterlässt Ashiya mit Schulden, die er abarbeiten soll. Zunächst ängstlich und versunsichert wächst schnell dessen Liebe und Faszination für Yokai.
    Zusammen treffen die beiden verschiedene Yokai mit unterschiedlichen Schicksalen. Alles voller Spaß, Spannung und Gefühl, mit einer ordentlichen Portion Hass-Liebe zwischen den beiden Hauptpersonen. An manchen Stellen wirkt es erzwungen düster, an anderen wieder etwas anstrengend überdreht. Vor allem Ashiyas Gefühlsausbrüche sind manchmal doch etwas zu viel des Guten. Dennoch alles lieblich und herzwärmend, und Fuzzy ist definitiv mit der knuffigste Yokai, wo geben tut!
    Alles in allem eine schöne Serie, um sich die letzte Wartezeit bis zur neuen Natsume Youjinchou Staffel zu versüßen. Nyanko-sensei Hype! <(^.^)>


    91 Days
    Der Anime spielt zur Zeit der Prohibition in den USA. Angelos Familie wurde von der Mafia ermordert, 7 Jahre später schleicht er sich nun bei ihnen ein, um Rache zu üben.
    Vom ganzen Look and Feel her, fühlte ich mich an Joker Game erinnert. Angelo hat viel von einem Spion im Feindesland.
    Während es erst nach einem raschen Tempo mit den ersten Toten aussieht, bremst die Serie sich dann teilweise selber aus. Schwingt hin und her, gerät zeitweise fast ins stocken (ihr kurzzeitiger Roadtrip aus der Stadt raus mutet fast wie Zeitverschwendung an), um an anderer Stelle wieder zu sehr zu rushen (wie der Bruder in den Wahnsinn getrieben wird, bekommt man fast gar nicht richtig mit). Über allem steht immer wieder die Frage, wie weit Angelo für seine Rache gehen, was sein nächster Schritt sein wird, und wo schlussendlich alles hinführt.

    Der Film dreht sich sehr um Kogami und Akane, bezieht sich daher eigentlich mehr auf die 1. Staffel, die 2te ist nicht zwingend existenziell. Ich würde aber auch dazu raten, sie zu gucken. Es baut ja schon alles etwas aufeinander auf, und in der zweiten gibt es auch nicht uninteressante Enthüllungen.
    Die zweite ist zwar wirklich nicht so gut, wie die erste, das ist aber immer noch Jammern auf hohem Niveau. Es ist trotzdem ein guter Anime, den man sich ruhig angucken kann. Das ist definitiv keine verschwendete Lebenszeit.

    So wirklich umgehauen hat mich diese Saison nicht.
    Mit Kagewani, Terra Formars und Sailor Moon gab es okaye Fortsetzungen.
    Joker Game - Geschichten um eine Truppe jap. Spione in den 30ern - ist durchaus interessant und thematisch auch mal was völlig anderes, war aber selten wirklich spannend oder mitreißend.
    Mayoiga biedert sich zunächst ein Stück weit an Lost an, was all die Mysterien angeht, auf lange Sicht hat man aber auch nur den üblichen Trupp verschiedener Charaktere, die sich ihren Ängsten stellen müssen. Da findet sich nichts originelles dran.
    Einzig Koutetsujou no Kabaneri stach etwas heraus. In einer Art Steampunk Setting des alten Japans bedroht eine Form von Zombies die Menscheit. Die Überlebenden verschanzen sich in Städten, die nur durch Bahnschienen verbunden sind, die von aufgemotzten Zügen befahren werden. Der Hauptcharakter übernimmt direkt in der ersten Folge den Part des Daywalker und bläst zum Angriff gegen die Zombies.
    Attack on Titan fällt einem als Vergleich als erstes ein, durch das Leben im Zug musste ich auch immer wieder an Snow Piercer denken, Das ist schon alles ganz interessant anzusehen, wie die Leute leben und kämpfen, wie die Beziehungen untereinander sind.
    Aber ich empfand es als enttäuschend, als dann am Ende eigentlich alles nur durch Bibas persönliche Rachepläne durch seinen Vaterkomplex zerfällt. Da drifftete die Story in eine Richtung, die ich nicht mehr wirklich konstruktiv fand.

    Mal ein abschließendes Fazit meinerseits, und ich muss sagen, dass diese Season eher enttäuschend war.
    Die Neuen:
    Boku dake ga Inai Machi hat mir von der Idee her gefallen und teilweise echt angesprochen. Das konnte er nach hinten heraus aber nicht halten.
    Viele Handlungen/Ideen/Pläne, die sich Satoru durchführt erschienen mir nicht wirklich nachvollziehbar. Mich hat auch in den Wahnsinn getrieben, dass wirklich niemand die Polizei alarmieren mag wegen eines Mädchens, das offensichtlich misshandelt wird, weil niemand Umstände machen will. Bitte?
    Die Charaktere empfand ich als sehr durchwachsen. Der blonde Junge in der Truppe ist so dermaßen altklug, als sei er der Erwachsene und nicht Satoru, der sich widerum fast zu kindlich verhielt. Und dieser "Ups, das hab ich jetzt laut gesagt"-Runninggag hat bei mir nie gezündet.
    Und dann das große Finale, die Auflösung um den Täter. Schon in einer der ersten Folgen dachte ich mir, die Person kommt verdächtig rüber. Ist das Absicht, um uns auf eine falsche Fährte zu locken oder soll er's wirklich sein? So zog sich das durch die Folgen, bis dann die Auflösung kam, die keine Überraschung war und mich eher wütend machte, ob der schlechten, plumpen Anspielungen zuvor. Ab da ging es insgesamt handlungstechnisch bergab, die letzten Folgen hab ich fast nur noch überflogen.
    Ein guter Ansatz, der nach hinten heraus aber völlig in sich zusammen bricht.


    Divine Gate nimmt einen ähnlichen Verlauf. Erst schien die Jagd nach dem legendären Tor von verschiedenen Charakteren, die alle ihre eigene Bürde haben, interessant. Vor allem Aoto, von den Eltern schwer misshandelt und völlig in sich verschlossen, war eine tolle Figur. Dann rückte es zu sehr von ihm ab, und einfach jeder hatte seine schwulstig dramatische Geschichte, dass schnell eine Übersättigung auftrat. Später entsteht ein solches Figuren-Kuddelmuddel, dass ich auch gar nicht mehr nach kam, wer jetzt wie warum mit wem weshalb. Dazu noch eine Erzählerstimme, die banalste Sachen in überzogen bedeutungsschwangere Worte erzählt. Und das in jeder Folge. Irgendwann war auch das nicht mehr zu ertragen.
    Ich hätte es begrüßt, wenn sie bei Aoto wenigstens den Mut gehabt hätten, ihn tatsächlich seine Eltern umbringen zu lassen. Aber natürlich ist er ein viel zu guter Mensch dafür. Lame.


    Prince of Stride ist ein Sportanime über Parcours. Dieses eher ungewöhnliche Thema hat mich bei der Stange gehalten. Ansonsten eher ein schlichter Sportanime: Der Wunsch, besser zu werden; das nacheifern von Vorbildern; Freundschaft und die Liebe zum Sport; viele quirlige Charaktere, die auch gerne mal anstrengend sind ob der erwähnten Quirligkeit. Die eigentlichen Rennen sind leider eher wenig zu sehen, der größe Fokus ist auf das Miteinander gerichtet, wer mit wem verwandt ist und wer wie sehr dem Sport zugetan ist.


    Ajin spaltet mich in zwei Lager. Die Idee ist interessant, die Optik ist gerade noch ertragbar: CG Anime der billigen Sorte. Es wirkt etwas weniger staksig als noch bei Sidonia no Kishi, aber hässlich ist es immer noch.
    Die Story entwickelt sich aber umso dramatischer, bis hin zu einer Folterszene, die fast an Tokyo Ghoul erinnert (ohne die überzogen plakative Gewalt zu feiern). Die Charaktere selbst sind mal mehr, mal weniger nervig. Herausstechen tut für mich Shimomura, die quasi zwischen den Stühlen steht. Ich würde es begrüßen, wenn ihr im Verlauf noch mehr Aufmerksamkeit zu teil wird.


    Die Fortsetzungen:
    Durarara hat endlich eine Art Finale hingelegt! Natürlich wird am Ende der status quo wieder hergestellt, aber das all die Figuren überhaupt mal so aufeinander prallen war schon die Reise wert!
    Yamishibai plätschert mehr vor sich hin. Scheinbar haben sie all die guten Gruselstories schon für die vorherigen Staffeln aufgebraucht, so wirklich beeindrucken konnten sie nicht mehr.


    Abgebrochen habe ich nach ein paar Folgen Dimension W. Zwar fand ich die Idee um Mabuchi interessant, als jemand der die Technologie ablehnt, seine Roboter Begleiterin war mir aber zu nervig unlustig und mehr Richtung Fanservice ausgelegt. So richtig was hielt mich da nicht.


    tl, dr
    In kurz: Ich vermisste Nyanko-sensei, wann ist endlich Herbst? .__.