Beiträge von Oinone

    Mit Toonstruck habe ich mal wieder ein uralt PnC Adventure ausgegraben.

    Zum Teil handelt es sich um ein FMV Spiel: Hauptcharakter Mal Block wird von einem echten Schauspieler dargestellt, während alles um ihn herum ein handgemalter Cartoon ist. (Block ist Zeichner und wird in die Cartoon Welt gezogen, die er dann retten muss.)

    Es gibt eine erstaunliche Menge an Cutscenes, selbst optionale, und jeder Charakter ist toll animiert. Alles ist total liebevoll gemacht und voller Details.


    Sie spielen ein wenig mit dem Gag von Cartoon Gewalt und dem Kontrast, dass niedliche Cartoon-Tierchen sich böse verhalten. Das Spiel ist voller Wortspiele und Zweideutigkeiten, selbst anzügliche. Sie wollen eindeutig nicht kindgerecht sein.

    Selbst heute noch, obwohl ich sie über alles liebe, muss ich über die Kuh Magatrine und das Schaf Polly-Ester in der Scheune ungläubig meinen Kopf schütteln. (Ihre Namen sind im übrigen das aller beste.)

    An manchen Stellen ist der Humor auch ein wenig "Produkt seiner Zeit".


    Das Gameplay ist in zwei Teile unterteilt.

    Als erstes ist das Hauptziel spezielle Gegenstände für eine Maschine zu sammeln - leider weiß man nicht so wirklich, welche Gegenstände das sind. Das ist die größte Schwierigkeit.

    Teils ist man sich nicht sicher, ob das Item im Inventar für ein Rätsel ist, oder doch schon ein Teil der Maschine. Welche Gegenstände da reingehören basiert auf Wortspielen, Sprichwörtern und Paarbildung. Ich fand das schon immer sehr verwirrend.

    Ein wenig kann man sich zwar auch mit reinem Trial n Error durchwuseln, aber es bleibt wirklich sehr schwer, wenn man nicht drauf kommt, woran das Spiel gerade denkt.

    Ist die Maschine fertig, geht das Gameplay recht "klassisch" weiter.

    Insgesamt ist es eigentlich eher auf der einfachen Seite, mit einigen Ausreißern hier und da.

    Es gibt ein paar wenige Items, mit denen man nur in einem kleinen Zeitfenster interagieren kann. Auch einige Minispiele sind diesbezüglich recht fummelig - allen voran hasse ich die Fische in der Toilette.

    Mal Block wird von seinem Cartoon Freund Flux begleitet, und die beiden sind ein wenig wie Sam und Max - wobei Flux Max ist. Du kannst ihn wie ein Item auf Hotspots anwenden. Manches kann auch mit Block selbst benutzt werden.

    Beide können gerne Mal im Weg stehen und einen Hotspot verdecken, mit dem man eigentlich interagieren will, was etwas nervig sein kann.


    Ich hatte etwas Probleme mit dem Pacing. Das Spiel ist sehr dialoglastig. Die Charaktere können ewig miteinander selbstablaufend reden. Nur eine Unterhaltung zu beenden kann gefühlt eine Minute dauern. Dabei gibt es auch sehr viel optionales.

    Auch wenn das alles sehr lustig sein kann, war es mir doch ein wenig zu ausufernd.

    Ähnliches gilt für die Cutscenes, die recht lang sein können. (In denen es auch leider keine Untertitel gibt.)


    Es kann um 6 Stunden dauern, das Spiel zu beenden.

    The Guest ist im Grunde ein Escape the Room Spiel.

    Du erwachst in einem Hotelzimmer voller Puzzle zum lösen, während du dich fragst, was hier eigentlich Phase ist.


    Gespielt wird in Egosicht mit der typischen WASD Steuerung, jedoch ohne Rennen und Ducken. In der Nahansicht von Rätseln bekommt man seinen Mauszeiger zum Interagieren, allerdings nur manchmal. Oftmals muss man mit der Tastatur Codes eingeben, Dinge einstellen uä. Das wirkt unnötig fummelig.

    Es gibt ein Rätsel, in dem man 3 Objekte positionieren muss, und die Steuerung ist hier wirklich, wirklich schlecht. Ich empfand es als super fummelig, sie richtig hin zu bekommen. Und dann, als alles eigentlich schon perfekt aussah, wollte das Spiel sie doch noch etwas perfekter mittig haben. Es trieb mich schlicht in den Wahnsinn. Ich musste mir ein Youtube Video angucken, um sicher zu sein, dass ich nicht was völlig falsch verstanden habe und konnte nicht richtig sehen, was dort so viel besser ist, als bei mir.

    Das Spiel unterstützt Controller, und vielleicht steuern sich diese Dinge damit etwas besser. Es wirkt auf mich so, als kämen die Hakler in der Steuerung zu stande, weil sie zwar beides unterstützen wollten, allerdings mit möglichst minimalen Anpassungen.


    Ein anderes Puzzle, das sehr oft negativ in Reviews erwähnt wird, dreht sich um eine Spieluhr. Sie spielt eine Melodie von 6 Tönen, die man nachspielen muss. Offenbar hat dieses Rätsel viele gebrochen, aber ich fand es tatsächlich gar nicht schwer.

    Also wenn ihr ein wirklich beschissen unfaires Musik Rätsel wollt, dann spielt Sanitarium. Grauenvolle Stelle. <.<


    Trotzdem hatte auch ich meinen fairen Anteil an Rätseln, die ich nicht verstanden habe. Ich bin mit dem Escape the Room Thema generell nicht so eng. Was zu welchem Rätsel gehört und in welcher Reihenfolge gemacht werden muss ist ein wenig mein Kryptonit. 2-3 Sachen schienen mir auch ein wenig weit hergeholt, und/oder ich hatte etwas Probleme zu verstehen, was da von einem gewollt wird.

    Es gibt auch einen kleinen Abschnitt, der etwas an ein Labyrinth erinnert und sich vieeel zu lang hin zieht, mit unnötig langen Laufwegen. Gerade gegen Ende denkt man dann auch, man mache gerade etwas falsch. Aber nein, das soll so - Spielzeitstreckung wie aus dem Bilderbuch.

    Ein bisschen, wie unnötig verschnörkelte Symbole zu verwenden, die man schlecht erkennen und notieren kann. Wie nur um den Spieler zu ärgern.


    Es ist ratsam, Stift und Papier bereit zu legen, denn man wird sich diverse Notizen machen müssen.

    So ziemlich jedes Item kann ins Inventar gepackt werden, das man so mit viel unnötigem Kram füllen kann. Wobei es nicht zu schwer ist, wichtig von unwichtig zu trennen.


    Noch ein paar Worte zur Geschichte.

    Es beginnt zwar durchaus spannend und etwas gruselig, verliert dies aber super schnell. Es passiert nicht wirklich was zu besonderes, ist eher nur ein wenig verwirrend. Und man vermutet die Warheit hinter allem doch recht schnell. Ich war in keinster Weise beeindruckt. Nur: "Ach, eins davon. Ok."

    Auch keine bombastische Grafik. Es sieht zwar alles gut aus, aber nicht revolutionär Augen schmelzend, was damals die alten Myst Spiele verkauft hat.

    Was mir besonders auffiel sind die viel zu kleinen Untertitel. Und auch das Inventar hätte größer sein können.


    Aus technischer Sicht war es etwas irritierend, dass kurz mein Desktop durchflackert beim Starten des Spiels, bei Benutzung des Menüs und Änderungen in den Settings.

    Als ich aus dem laufenden Spiel heraus ins Hauptmenü zurück bin, hing es im Schwarzbild fest. Ich musste einmal rein und wieder raustabben, um das Menü zu sehen.

    Aber ich hatte keine Abstürze oder sonstige Bugs, die das Spiel behindert hätten.


    Wenn man nicht zu lange festhängt, kann man in 2 Stunden durch sein.

    Du liebst Myst? Rätsel? Escape the Room? Falls du es günstig wo siehst, kann The Guest dich für einen Abend gut unterhalten.

    Vor einer Weile gab es Mable & The Wood kostenlos bei GOG.

    Die Prämisse klingt nett: Platformer mit leichtem Metroidvania Einschlag und verschiedenen Fähigkeiten, die man durch das Töten der Bosse bekommt. Oder auch nicht.

    Denn schon in der Beschreibung bekommt man erzählt, dass es einem selbst überlassen ist, ob man der Prophezeihung glaubt und alles tötet, oder einen alternativen Weg sucht.

    Was zum guten und was zum bösen Ende gehört, kann man sich an der Stelle schon denken und wird auch rasch im Spiel selbst klar. Das kann Undertale nur belächeln.

    Ohnehin ist die Story super blah und führt in allen Fällen zu einem merkwürdigen und unbefriedigendem, nichtssagendem Ende.


    Grafisch ist es ebenfalls recht blah, mit stark vereinfachtem Pixel-Look. Zwar können sie mit dem schöne Umgebungen und Effekte schaffen, wie zB Wasser mit Spiegelungen, tun dies aber so gut wie nie. Die meiste Zeit ist man in extrem einfach gehaltenen, langweiligen Räumen unterwegs.


    Und auch das Gameplay ist leider totale Grütze.

    Die Steuerung fühlt sich unheimlich schwammig an. Die Hitboxen sind inkonsequent und merkwürdig. Bei Berührung wird man zurückgeschleudert, was einen direkt in den nächsten Schaden wirft oder am besten gleich in den Abgrund. Es unterbricht auch die Fähigkeit, die man gerade nutzt, was ebenfalls rasch den Sturz in den Tod bedeutet.

    Alles ist extrem träge. Der Kniff soll ja durchaus sein, dass Mable das schwere Schwert nicht heben kann, dadurch langsam ist und nicht springen kann. Das frustriert aber schnell, denn nicht selten geht es auch darum, schnell zu sein.


    Unterwegs kann man als Währung Diamanten einsammeln und ab und an in der Welt einen Händler treffen, der einem Potions verkauft. Der Preis erhöht sich jedoch nach jedem Kauf, und man findet den Dealer auch nur selten.

    Ohnehin ist es sehr schwer, seine Diamanten überhaupt beisammen zu halten. Bei jedem Treffer verliert man sie Sonic like und hat nur sehr wenig Zeit, sie einzusammeln, was auf Grund von Mables Trägheit und den anstürmenden Gegnern kaum möglich ist. Stirbt man, entsteht Dark Souls artig eine Statue, durch die man verlorene Diamanten zurück bekommen kann, wenn man es lebendig hin schafft. Und wenn sie überhaupt spawnt - das ist auch so eine komische Sache. So oder so machen die Diamanten mehr Arbeit als Nutzen.


    Vergesst den versprochenen Metroidvania Einschlag. Das wirkt in den ersten 5 Minuten so, aber eigentlich ist alles extrem linear.

    Die Dungeons bestehen aus extrem verwinkelten und extrem gleich aussehenden Labyrinthen, die selbst mit Karte eine Qual sind, da es kaum hilfreiche Markierungen auf ihr gibt. Wo muss ich hin? Wo komm ich her? Wo war nochmal das? Eine reine Freude.

    Teils schaltet man mit einem Schlüssel nur eine Sackgasse frei, in der man einen neuen Schlüssel bekommt.


    Auch die unterschiedlichen Fähigkeiten sind eine Enttäuschung.

    Da sie ja eigentlich optional sind, ist das Spiel um die erste Fähigkeit (Fee) herum gebaut.

    Die anderen sind entweder völlig überflüssig, imba oder buggy, und alle steuern sich im besten Fall gewöhnungsbedürftig.

    So ist zB die zweite Fähigkeit (Spinne) total imba gegen Bosse. Andere haben hohes Potential, sich in Wände zu glitchen und uU das Spiel zu soft locken.


    Mit Checkpoints wird nicht gegeizt, und diese füllen einem auch komplett die Lebensenergie wieder auf. So kann man sich durch knifflige Passagen auch mal durch lucken oder brute forcen. Und doch gibt es auch hier immer wieder lange, schwere Abschnitte, wo einfach kein Checkpoint kommen will. Eine wahre Qual.


    Am Ende habe ich beim finalen Boss das Handtuch geschmissen - der Weg bis dahin war schon frustrierend genug. Eigentlich hatte ich danach noch den Pacifist Run versuchen wollen, durch die allgemeine Schlechtigkeit des Spiels diese Idee aber wieder verworfen. Zumal es gar nicht so einfach ist, die alternativen Wege dafür zu finden, und schon direkt am Anfang auch die Möglichkeit lauert, den Spielstand zu soft locken.


    Laut Ingame Counter habe ich nicht ganz 5 Std zum Boss gebraucht, und wenn man all die Tode abzieht, kann man als guter Spieler sicher in 3 Stunden durch sein.

    Allerdings kann ich leider nicht empfehlen, seine Zeit mit Mable zu verbringen.



    StewTM:

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    Ich bin auch mal gespannt, wie bei Spiritfarer die einzelnen Elemente später ineinandergreifen. Auf jeden Fall sollte man Taschentücher beim Spielen bereit halten. ^ ^

    Hattest du mit dem Angeln eigentlich ähnliche Erfahrungen gemacht, oder liegt es doch mehr an meiner Unfähigkeit? :|


    Wie der Zufall es so will, habe ich FAR: Lone Sails vor kurzem auch nochmal wieder gespielt. :3 Die Atmosphäre hat sofort wieder gegriffen!

    Aber was ist denn der Kniff mit dem Zahlenschloss? Ich hab da nicht größer drauf geachtet.


    Mit Limbo habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Die Rätsel sind teilweise sehr eng gestrickt und auch mal auf Trial n Error ausgelegt, und nicht immer ist der Checkpoint so günstig gesetzt. Da kommt durchaus mal Frust auf.

    Bei mir kam erschwerend hinzu, dass ich es als kürzer in Erinnerung hatte. Ich wollte es an einem Stück durchspielen, wodurch zusätzlich zum Frust über die Rätsel dann auch noch ein gewisser Zeitdruck hinzu kam und ich es einfach nur noch durch haben wolte. Das hat natürlich endgültig die Atmo für mich gekillt. ?(

    Über GOG habe ich mir die Demo von Spiritfarer geschnappt, und bin ziemlich angetan von dem Spiel.


    Man spielt Stella, eine junge Frau, die mit ihrem Schiff antropomorphe Tierwesen ins Jenseits bringt. Sie hat eine fluffige, knuffige Katze, die von einem zweiten Spieler übernommen werden kann.

    Die Grafik ist der Hammer. Eine bunte 2D Welt, filigran handgezeichnet voller Details, super flüssige Animationen und alles mit viel Liebe und Charme gemacht. Dazu hübsche Spiegelungen im Wasser und sonstige Effekte.

    Auch die Charaktere versprühen unglaublich viel Persönlichkeit. So musste ich zB gut lachen, als ich den Hirsch schlafend im Bett gefunden habe, mit Gesichtsmaske und Gurken auf den Augen. Und springt man ins Wasser, folgt einem die Katze natürlich. Balanciert aber auf ihrem kleinen Ball, um das unangenehme Nass zu meiden.


    Das Gameplay geht in eine Aufbau-Sim Richtung.

    Das Schiff ist das Herzstück, auf dem man für jeden Tierbewohner ein passendes Haus baut. Auch ein Garten zum anpflanzen darf nicht fehlen. Die Ernte kann dann gekocht werden.

    Die Bewohner haben alle eigene Bedürfnisse und geben einem ab und an Aufgaben. Außerdem kann man ihre Laune checken. Für ein wenig gute Stimmung werden Umarmungen verteilt.

    Angeln kann man natürlich auch. Wobei ich das schnell nervig fand, da mir die Leine ständig riss, bei den "besseren" Fischen.

    Einen Tag-Nacht Zyklus gibt es ebenfalls.


    Zum Bauen braucht man Ressourcen, die man kaufen kann. Die Währung in dem Spiel bekommt man, in dem man in ein Gewitter segelt und Blitze einfängt. Dabei hilft die Katze mit - das ist der Punkt, wo ein zweiter Spieler am meisten Sinn macht.

    Ansonsten kann man natürlich auch seine Ernte etc verkaufen, was auf lange Sicht auch der bessere Weg zu sein scheint.


    Man kann immer wieder Inseln besuchen und das Festland erkunden. Dafür bekommt man sehr schnell einen Doppelsprung, und mit seinem Hut kann man gleiten. In Verstecken kann man Samen zum Einpflanzen finden.


    Die Demo fühlt sich etwa so an, als ob man das Tutorial spielt, und bekommt Schritt für Schritt alles beigebracht. Es soll sich um eine Art Alpha handeln, nach eigener Aussage schrauben sie noch am fertigen Spiel, aber auf mich wirkte schon alles sehr geleckt.

    Nur in den Menüs fehlten bei mir die Einblendungen für die Controller Knöpfe, da war einfach nur ein weißer Kasten. Ich fände es auch schön, wenn sie das Angeln noch etwas überarbeiten.

    Ich hab mich jetzt nicht ewig mit allem beschäftigt, und ein bisschen mehr als eine halbe Stunde mit der Demo verbracht. (PSA: Sie endet, wenn man den Ort erreicht, den die Halskette der Schlange vorgibt.)


    Ich kann wirklich nur empfehlen, da mal reinzuschauen. Mir hat es wirklich sehr gut gefallen, und ich hab nun wirklich Bock auf das fertige Spiel. Es wirkt wie eine richtig entspannende, herzerwärmende und hübsche Reise.

    Lorelai ist der letzte Teil von Devil Came Through Here.

    Während der Grafikstil gleich geblieben ist, sieht alles nochmal einen Ticken besser aus und beinhaltet teils 3D Elemente. Es ist auch wieder deutlich farbiger.

    Die Animationen der Figuren sind aber weiterhin sehr simpel, und es werden oft Schwarzblenden eingesetzt.

    Die Synchro klingt jetzt sehr klar, auch hier macht sich das höhere Budget bemerkbar. Aber weiterhin keine Audiooptionen.

    Das Menü und die Schriftart sind deutlich schöner und lesbarer, im Vergleich zu den Vorgängern.


    Die Steuerung wurde erweitert - anstatt dem Drop Down Menü, um mit Items und Hotspots zu interagieren, hat jede Aktion jetzt ihren eigenen Button zugewiesen. Rennen kann man jetzt auch, wobei die Kamera dann etwas braucht, um hinterher zu kommen.

    Controller werden nun unterstützt, aber das Gameplay ist so einfach, dass Tastatur immer noch problemlos funktioniert.


    Das Gameplay hingegen wurde eher reduziert. Es ist sehr einfach und linear, es gibt kaum Rätsel. Auch fühlt es sich nicht mehr so abwechslungsreich an, wie noch bei Cat Lady. Der Fokus wurde einmal mehr auf Dialoge gelegt, mit unterschiedlichen Antworten und Entscheidungen, die Szenen abändern.

    Natürlich gibt es wieder verschiedene Enden. Beim spielen war ich sehr unsicher, mit dem Wissen im Hinterkopf, wie leicht man seine Enden versauen kann, aber Lorelai ist in dieser Hinsicht anders.

    Das perfekte Gold Ending ist tatsächlich sehr einfach zu bekommen und von nur wenigen Entscheidungen abhängig, die mir auch recht offensichtlich erschienen. Kurz vor Ende hätte ich mein Ende fast noch versaut, aber das Spiel selbst hat mich mit einem winzigen Hinweis dazu gebracht mich umzuschauen, wodurch ich nochmal über eine wichtige Sache gestolpert bin, die ich schon wieder vergessen hatte.

    Ab und an kann man Karma Punkte sammeln.


    Einmal mehr gibt es diverse Anspielungen auf die vorherigen Spiele und Susan hat ein harmloses Cameo. (Ich wäre gestorben, wäre sie eine der alten Frauen im Altersheim gewesen. Das hätte episch sein können.)

    Es gibt sehr viele pop-kulturelle Anspielungen, meist zu Videospielen. Sie waren spaßig wie dumm zugleich. Jedoch keine Erwähnung von Gilmore Girls.


    Die Story war leider etwas enttäuschend. Es klingt furchtbar, aber Lorelais familiärer Hintergrund ist etwas, das man so oft überall sieht, ihm fehlte das Einzigartige, das Downfall und Cat Lady für mich haben. Was das angeht, fand ich den großen Teil im Altenheim und Als Kampf gegen die Alkoholsucht interessanter, als der Rest des Spiels.

    Und vielleicht wäre ein weiteres, völlig anderes Ende klasse gewesen, in dem Lorelai

    Obwohl ich die ganze Zeit investiert und interessiert war, fühlte es sich insgesamt nicht so befriedigend an, wie die anderen Titel, auch wenn ich nicht genau den Finger drauf legen kann.


    Wirklich blöd ist das Speichersystem, gerade in Hinblick auf die vielen Entscheidungen. Das Spiel speichert konstant automatisch. Man selbst kann gerade mal 4 Speicherstände manuell anlegen und diese nicht einmal benennen - es wird nur Datum und Uhrzeit angezeigt.

    Sich Rücksetzpunkte zu setzen, um einzelne Abschnitte nochmal mit anderen Entscheidungen zu spielen, ist damit kaum möglich.


    Die Spiellänge beträgt um 5 Stunden.



    Am Ende der langen Reise bleibt Cat Lady mein Favorit der Reihe.

    Pyra ist ja wirklich nur die Spitze des Eisbergs. Vor allem das Bunnygirl hat auch eine gewisse Berühmtheit erlangt. <.<

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    Nunja.




    The Cat Lady ist der zweite große Titel in der Devil Came Through Here Serie und hat den schwarz-weißen Collagen-Look sowie die reine Tastatur-Steuerung eingeführt, die für das Remake von Downfall übernommen wurden.


    Das Spiel beginnt damit, dass Susan, die an Depressionen leidet, sich das Leben nimmt. Aber das ist erst der Anfang einer düsteren Reise.


    Wie Downfall Redux ist auch Cat Lady sehr dialoglastig, mit Entscheidungen hier und da. Nur wenige davon beeinflussen das Ende, aber können zu recht unterschiedlichen Dialogen und Momenten führen. Manchmal geht es auch nur darum, dass man Susans Hintergrund nach eigenem gut Dünken etwas formen kann.

    Sie versuchen einen guten Mix zwischen Dialogen und Gameplay-Passagen zu haben. Das führt dazu, dass teilweise zwischen zwei Zeitlinien hin und her gesprungen wird, was dann für die Erzählung etwas verwirrend sein kann.

    Das Gameplay selbst ist recht einfach gehalten, kann aber manchmal etwas abstrus darin sein, womit man was triggert. Aber es sind grundsätzlich interessante Ideen verbaut, und immer wieder kleine Rätsel.

    Es fühlt sich außerdem auch sehr abwechslungsreich an. Wenn man zB für eine kurze Zeit eine Katze steuert. In einem Abschnitt muss man eigentlich nur den Alltag meistern, was aber eine eindrucksvolle Darstellung von Susans Kampf mit der Depression darstellt. Ein sehr kurzer Moment, in dem man blind ist, ist ebenfalls hervorragend gemacht.

    Nach einer Weile lernt man Mitzi kennen, mit der später ein leichter Co-op Aspekt reinkommt.


    Wie seine Vorgänger ist auch Cat Lady sehr düster und gory und kann dabei auch sehr plakativ sein. Aber das Thema Depression wird wirklich gut gehandhabt. Susans Monologe am Anfang sowie Ende können Gänsehaut verursachen.

    Das Ende hat verschiedene Variationen, wobei das allerbeste "Gold Ending" ohne Guide wieder schier unschaffbar scheint. Die anderen basieren auf offensichtlichen Entscheidungen gegen Ende des Spiels (ähnlich wie beim originalen Downfall).

    Tatsächlich finde ich persönlich, dass das perfekte Ende zu gut ist, und ich bevorzuge das "normale", gute Ende.

    Als ich es jetzt nochmal gespielt habe, ist mir eine Szene völlig auseinander gefallen, was eine ziemliche Enttäuschung war.

    Man kann die Idee um Krankenschwester Liz sehr leicht zerstören.


    Zwar liebe ich die Synchro, die Tonqualität an sich ist aber nicht die beste. Es gibt auch keine Audio Optionen, und die Hintergrundgeräusche können öfters zu laut sein im Vergleich zu den Stimmen.

    Gespeichert wird manuell, wobei man keine alten Saves überschreiben kann, auch wenn man den selben Namen vergibt.

    PSA: Aus dem Spiel rauszutabben lässt es abstürzen.

    Die Spielzeit kann 7-8 Stunden betragen.


    Mitzi und Susan sind beide wundervolle Charaktere mit denen ich gut mitfühlen kann und sehr mag. Zudem ist die Wiederholung von "Think of a vegetable" ein absoluter Gänsehautmoment!

    Und Katzen sind sowieso die besten Tiere.

    Das Remake von Downfall - Downfall Redux - wird rein per Tastatur gesteuert. Man geht nur von links nach rechts und interagiert mit Hotspots, die angezeigt werden, so bald man sie passiert. Mit Enter öffnet man dann ein Dropdown Menü. Ähnlich funktioniert auch die Nutzung des Inventars, was sich etwas fummelig anfühlen kann, insgesamt aber problemlos funktioniert.


    Die Charaktere sehen immer noch grob handgemalt aus, der ganze Hintergrund usw ist aber im Grunde eine Collage aus Fotos, größtenteils in schwarz-weiß gehalten, mit leichten Farbakzenten hier und da.


    Es fühlt sich viel linearer an und gibt viel deutlichere Hinweise bei den Rätseln. (Hier wäre wieder der ausgehende Gashahn ein perfektes Beispiel.)

    Sie haben außerdem mehr Gewicht auf die Dialoge gelegt und diverse Entscheidungen wurden abgeändert, im Vergleich zum Original.

    Was zuvor ein Flashback war - der Besuch der Brüder auf der Baustelle - ist nun ein recht langer Prolog, der als Tutorial fungiert. Man kann ihn zwar überspringen, sollte das beim ersten Mal aber natürlich nicht machen.

    Nervig ist nur, dass dieser Prolog wirklich jedes Mal kommt, wenn man das Spiel nur startet. Man muss ihn wegklicken, um zum eigentlichen Hauptmenü zu kommen und sein Spiel fortzusetzen. Das hätte man besser lösen können.


    Meine größte Überraschung war Agnes, die nun ganz anders eingeführt wird und deutlich ausgearbeiteter wirkt. Ich mochte sie wirklich sehr, sehr gerne.

    In Hinblick auf die Story zeigen sie etwas mehr von Ivys Sicht der Dinge und der Beziehung von ihr und Joe, was ich durchaus zu schätzen weiß.


    Obwohl man wieder diverse Entscheidungen treffen kann, gibt es eigentlich nur ein Hauptende. Die beiden anderen zu erreichen - quasi das sehr gute und das sehr schlechte - ist ziemlich schwer, da man sehr spezifische Anforderungen erfüllen muss. Verfehlt man nur eine Sache, landet man schon wieder beim normalen Ende. Ohne Guide ist das schier unmöglich, in meinen Augen. Was es ein wenig egal macht, wie man sich entscheidet.

    Es gibt das sogenannte Tendency Hint System, ist meiner Meinung nach aber total unsinnig. Hat man es aktiviert, flasht der Bildschirm kurz rot als Hinweis, dass hier eine relevante Entscheidung versteckt ist. Stellt man es auf "sehr stark" ein, kommt der gleiche rote Schirm. Er zeigt nur zusätzlich einen Counter an, wieviele Entscheidungen in der Szene sind. Das empfinde ich als in keiner Weise hilfreich.

    Im laufenden Spiel kann die Einstellung des Hintsystems auch nicht geändert werden.


    Im übrigen fand ich das Hauptmenü recht hässlich und umständlich, und die Schriftart ist manchmal nicht gut lesbar.


    Während ich insgesamt all die Änderung wirklich sehr mochte, habe ich doch 2 große Probleme mit Redux.

    Das erste hängt mit einer sehr speziellen Szene zusammen. Agnes und Joe werden getrennt, und das Spiel lässt dich entscheiden, mit wem du zuerst weiterspielen willst. Und abhängig davon, wen du wählst, wird womöglich eine spätere Szene ruiniert, die eigentlich total spannend und intensiv sein soll. Ich weiß wirklich nicht, warum sie einen da entscheiden lassen.

    Der andere Punkt ist das Ende.

    Ich hab mich sehr über Susans Cameo - der Hauptfigur aus The Cat Lady - gefreut, aber sie wirkte total out of character, was mir das ganze schnell kaputt gemacht hat. Not my Susan.

    Zuvor war die Reihenfolge zum spielen auch Downfall, Cat Lady, dann Lorelai.

    So erkennt man das selbe Universum in Cat Lady wieder, wo Joe auch eine Nebenrolle hat, mit sehr vielen Anspielungen. Wobei es auch ohne Downfall-Wissen funktionieren würde.

    Hier aber ist das Ende super verwirrend, wenn man Cat Lady noch nicht kennt. Also jetzt ist die beste Reihenfolge eigentlich: Downfall, Cat Lady, Downfall Redux, Lorelai.

    Mit diesem neuen Ende passt die Geschichte von Downfall und Joes Auftauchen in Cat Lady zwar besser zusammen, dennoch finde ich das originale Ende deutlich besser.


    Grundsätzlich gilt: auch wenn man Downfall gespielt hat macht Downfall Redux genug anders, so dass es sich wirklich lohnt, beide Teile zu spielen.


    Die Spiellänge ist so ziemlich gleich geblieben, mit ca 4 Stunden.

    Devil Came Through Here ist der Name einer Trilogie von Point n Click Adventures bestehend aus:

    Downfall, The Cat Lady und Lorelai.

    Mit Cat Lady ist die Reihe berühmt geworden, was zu einem Remake von Downfall (namentlich Downfall Redux) im gleichen Stil geführt hat.

    Alle Spiele beinhalten Gewalt und Gore und thematisieren mentale Krankheiten.


    Werfen wir zunächst einen Blick auf das erste Downfall.


    Es ist noch ein sehr klassisches PnC. Sieht einfach handgezeichnet aus, etwas grobschlächtig und simple ausgemalt, im retro Pixellook und steuert sich wie gewohnt mit der Maus.

    Joe und seine Frau checken in ein Hotel ein, dass sich als Alptraum entpuppt, in dem Joe seine verschwundene Frau sucht.

    Im Verlauf wird man mit verschiedenen Entscheidungen konfrontiert. Manche sind sehr Captain Obvious (betrüg deine Frau oder sei treu), andere mehr Ratespiel (wähle zwischen 2 Giften aus, ohne weiterführenden Hinweis). Nur sehr wenige davon beeinflussen aber das Ende.

    Den größten Unterschied im Spiel macht Agnes, ein anderer Charakter, den man kurzzeitig spielt und Joes Begleiter wird. Man kann sie aber auch verlieren, was manche Dinge leicht abändert.

    Während ich sie und den Running Gag um ihr Hochzeitskleid mag, bleibt sie selbst doch recht blass und hat wenig Charisma.


    Die Rätsel sind eigentlich nicht schwer, aber können etwas obskur sein, ohne nachvollziehbare Hinweise. (Besonders die Geschichte um den immer wieder ausgehenden Gashahn und der Grund dafür hat mir Kopfschmerzen bereitet.)

    Es ist auch nicht zwingend linear, sondern etwas offen in seiner Reihenfolge. So kann man zB Agnes sehr schnell treffen, und wenn sie einen dann begleitet, kommentiert sie ab und an mal was. Man kann vieles davon aber auch schon vorher alleine machen, was dann die gemeinsame Reise mit ihr stark limitiert.


    Ich mag die Story und angesprochenen Themen, und weiß auch die recht klare Auflösung am Ende zu schätzen. Manche Dinge passen aber nicht so recht ins Bild. So bleibt Agnes' Rolle unklar und auch die Rückblende zum Schicksal der Katze steht etwas zusammenhangslos im Raum.

    Es gibt zudem das ausgelutschte Klischee des verrückten, deutschen Neo-Nazi Doktors (Der Nazi-Aspekt wurde im Remake gestrichen).


    Jetzt kommt das wirklich ärgerliche:

    An diversen Stellen kann man sterben. Die Sequenzen sind oft fummelig und mit sehr engem Zeitlimit. Teils stirbt man, bevor man richtig weiß, was los ist. Es gibt auch einen super nervigen Bossfight.

    Sterben ist an sich nicht so schlimm. Man hat 3 Versuche und kann sogar im Continue Bildschirm speichern, so dass man einfach ein Save lädt, wenn alle Versuche aufgebraucht sind. Wenn man fortfährt, wird man direkt an den Anfang der Szene gesetzt.

    Das Problem ist, dass durchs Sterben Bugs verursacht werden können.

    Teilweise reagiert das Inventar dann nicht mehr richtig. In dem Fall muss man einen älteren Spielstand laden und dort ein Item aufnehmen, damit das Inventar wieder aktiv wird. Dann kann man einfach sein aktuelles Save laden.


    An einer Stelle wird aber sogar das ganze Save zerschossen.

    Wird man vom Axtmann in der Lounge getötet, wird man immer wieder sterben, so bald man den Raum betritt. Man darf in diesem Fall nicht auf Continue gehen, nach dem Ableben, sondern braucht einen Spielstand, bevor man den Raum betritt, den man laden kann.

    Zum Glück wurde all das aus dem Remake gestrichen.


    Downfall ist seit Entwicklung des Remakes kostenlos zum Download verfügbar. Kauft man sich das Remake bei GOG & Co., bekommt man das Original automatisch dazu.


    Die Spielzeit beträgt um 4 Stunden.

    "Was wäre, wenn Samus Aran eine Katze wäre?" Eine der wichtigsten Fragen der Menscheit wird von Gato Roboto endlich beantwortet!

    Da Herrchen nach dem Absturz im Raumschiff eingeklemmt ist, muss Kätzchen Kiki in den Mech steigen und mal mächtig aufräumen.

    Stellt euch einfach Metroid auf dem Game Boy vor, und ihr habt schon eine gute Grundvorstellung vom Spiel.

    Der vereinfachte Pixellook ist rein zweifarbig gehalten. (Standardmäßig weiß/schwarz, aber im Spiel können noch diverse andere Farbschemata freigeschaltet werden.) Sehr vieles erinnert allein schon optisch an das Vorbild, und auch spielerisch gibt es gewissen Wiedererkennungswert. Man könnte schon fast von "besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht" sprechen.


    Mit seiner putzigen Prämisse, die Katze in den Kampfanzug zu stecken, hebt sich Gato Roboto aber auch deutlich ab. Das ganze Spiel ist voller Gags zum Schmunzeln, mit charmant schrägen Charakteren, die dabei auch sehr toll animiert sind, mit Liebe zum Detail. Der Humor zeigt sich schon bei den unterschiedlichen Farschemata, die Namen haben wie "Urin" oder "gekautes Kaugummi".

    Auch spielerisch wird Katzen-Samus für Abwechselung benutzt. Die meiste Zeit ist man im Mech unterwegs und ballert sich ordentlich durch. Ab und an muss man ihn verlassen, und ist dann sehr viel wendiger, aber auch völlig schutzlos. Oben drauf gibt es noch ein U-Boot, das man zwischendurch steuert.


    Leider hat das Gameplay auch ein paar Schwächen, vor allem in Bezug aufs Balancing.

    Schon die normalen Gegner vertragen ordentlich Schuss, werden aber auch mit jedem Treffer gestunned. So werden selbst die tougheren Gegner schnell super einfach, wenn man sie einfach mit Dauerfeuer niederwälzt, ohne sie reagieren zu lassen.

    Es gibt keine Ammo-Limitierung. Die Raketen haben zwar einen kleinen Cooldown, ansonsten hält einen nichts davon ab, verschwenderisch mit schwerem Geschütz um sich zu werfen.


    Die Mini-Bosse haben etwas puzzeligen Charakter und wirken recht einfach, ziehen sich aber etwas hin, und es gibt leider keine Healthbar. Man bekämpft sie in abweichenden Varianten, aber nicht häufig genug, dass es zu störend wiederholend wirken würde.

    Die richtigen Endgegner sind hingegen ziemlich tough. Sie vertragen sehr viele Hits, sind unglaublich schnell und haben mich einige Versuche gekostet. (Dabei ist nervig, dass man den Dialog vorab jedes mal wegklicken muss.)


    Auch die eigenen Hitpoints spielen eine große Rolle. Im Mech ist man natürlich gut geschützt und findet für ihn auch Upgrades. Das U-Boot hält deutlich weniger Treffer aus. Und als Katze bedeutet jede Berührung den sofortigen Tod.


    Die Steuerung empfand ich als etwas schwammig. Das Sprungverhalten fühlte sich für mich nie 100% präzise an, und stellenweise sind sehr präzise Sprünge gefragt.

    Das U-Boot zieht leicht nach, wodurch der Boss-Kampf darin noch fummeliger wird.

    Alle drei (Katze, Mech, U-Boot) steuern sich auch etwas unterschiedlich, was beim hin und her wechsel durchaus mal etwas verwirren kann.


    Recht gewöhnungsbedürftig ist das Fehlen von Loot.

    Besiegte Gegner droppen absolut garnichts. So kann man sich auch unterwegs nicht mit Energie versorgen, sondern muss es bis zum nächsten Checkpoint, bzw Savepoint, schaffen. Es gibt auch keine sonstige Möglichkeit sich zu heilen.

    Immerhin sind die Checkpoints fair gesetzt. Dass man nach dem Ableben viel wiederholen muss, ist eher die Ausnahme.

    So ist es merkwürdig unbefriedigend Gegner zu erledigen, und man kann getrost darauf verzichten, wenn man nicht aus anderen Gründen dazu gezwungen ist.

    Kaum verlässt man den Bildschirm, respawnen auch alle Gegner, was ein wenig nervig sein kann.


    Meine größte Enttäuschung war allerdings etwas ganz anderes.

    Es gibt einen Miau-Button, der genau das macht, wonach er benannt ist: man kann auf Knopfdruck Miauen. Meine erste Amtshandlung war also, nach besagtem Button zu suchen, und ich war sehr enttäuscht davon, was für einen komischen Sound sie von sich gibt. Wirklich was miauiges konnte ich da nicht raushören. :(


    Storytechnisch gibt es nicht wirklich viel zu sagen, da es nicht viel gibt, bis auf zwei Kleinigkeiten.


    Ich habe fast alle Extras alleine gefunden, nur für das letzte bisschen Rest habe ich ein Walkthrough benutzt. Und das war auch gar nicht so schlecht, denn mit Maximum-Health konnte ich im finalen Abschnitt ganz gut tanken. Vor allem der finale Boss Fight hätte sonst schnell sehr nervig werden können.

    Gerade bei der Extra-Jagd wäre es schön, wenn man die Karte im Menü vollständig einsehen könnte, statt nur das Stockwerk gezeigt zu bekommen, in dem man gerade ist. So muss man etwas umständlich mit den Aufzügen hin und herreisen, nur um zu gucken, wo evt noch eine Ecke ist, bei der man zuvor noch nicht weiter konnte.


    Das Spiel unterstützt nur Xinput-Controller. Wer kein XBox Pad hat, muss zu Emulatoren greifen. Damit wäre dann auch Remapping möglich - freie Tastenbelebung hat man sonst nur für die Tastatur. (Und das ist im Menü etwas komisch gemacht.)


    Der Ingame Counter unten am Rand hat mir am Ende meines 100% Runs 4:57 Stunden angezeigt, wobei ich recht langsam unterwegs war und an den Bossen gerne mal Zeit liegen gelassen habe. Wenn man weniger unnötig hin und her rennt, kann man auch locker in 4 Std und weniger durch sein.

    Das ist aber gar nicht schlimm, viel länger dürfte es auch nicht sein, um nicht gestreckt zu wirken. Eine charmante, kompakte Spielerfahrung für 1-2 Sessions. Selbst ohne Discount kostet es auch keine 7€.

    Das Point n Click Adventure Alter Ego wird als spannend und düster beworben. Leider ist es aber viel mehr ein seicht dahinplätschernder Bach.


    Trotz seines Alters kann die Grafik noch gut mithalten. Die Hintergründe sind detailiert und haben eine schöne Lichtstimmung. Die Animationen der Charaktere mögen nicht besonders toll sein, aber dafür muss man Respekt zollen, was alles animiert wurde: Man sieht seine Figur zB Leitern hochklettern oder Wasser aufwühlen - Dinge, wo andere Spiele sonst gern zur Schwarzblende greifen.

    Der Detektiv kritzelt in sein Notizbuch, und ich mag diese handgemachten Zeichnungen.

    Breitbild wird unterstützt, dann ist aber oben und unten ein Stück vom Bild abgeschnitten. Ingame mag man das vermuten, stört aber nicht weiter. Nur in den Cutscenes fällt es extrem auf, da dann die Untertitel halbiert werden.


    Das Gameplay ist nur durchschnittlich. Man macht das übliche: sammelt eine handvoll Items, kombiniert Sachen - das fühlt sich durchaus gut an. Aber es gibt einfach keine guten Ideen; man fühlt sich nie richtig klever. Alles ist etwas langweilig und zu einfach. Vieles lässt sich einfach über Dialoge schon lösen.

    Was in anderen Spielen ein Rätsel wäre, fällt einem hier in den Schoß. Da ist ein Safe und du kennst die Kombination nicht? Jemand sagt sie dir. Eine Fackel soll angezündet werden? Jemand gibt dir Streichhölzer. Ein Betrüger ist gemein zu dir? Verpetz ihn an den Barmann!

    Vor allem gegen Ende fühlt sich das Spiel gehetzt an und erzählt dir lieber lang und breit nur seine Story, statt sie dich spielen zu lassen.


    In den Dialogen solltest du immer alles fragen. Selbst aus einer banalen Sache kann etwas wichtiges hervorgehen, und manche neuen Dialogoptionen werden erst freigeschaltet, wenn alles andere ausgegraut ist.

    Hier und da ist das Spiel zu sehr gescripted. Man selbst weiß schon längst, worauf alles hinaus läuft, aber man muss noch die eine kleine Sache triggern, damit einen das Spiel fortfahren lässt.

    An einer Stelle kann man sterben, wird dann aber einfach an den Anfang der Szene zurückgesetzt.

    Die Entwickler haben zuvor Black Mirror gemacht (böse Zungen möchten sagen, ihr einziges gutes Spiel), und ihr Lieblingsfeature hat es auch in Alter Ego geschafft: Hotspots, die nicht wichtig sind, werden ausgeblendet, nachdem man sie untersucht hat.


    Man spielt zwei unterschiedliche Charaktere.

    Der Hauptcharakter ist Tim, ein Kleinganove, der Arbeit jeder Art verabscheut und dessen besonderes Talent ist, Frauen zu verführen.

    Direkt am Anfang des Spiels trifft man eine Frau, und es geht die ganze Zeit nur darum, sie sich aus der Hand fressen zu lassen. Wie einfach sie doch von ein paar netten Worten eingelullt ist und wie all diese simpel gestrickten Frauen doch gleich sind. Es taucht hier und da immer wieder auf, aber diese erste Begegnung ist schon die schlimmste, danach verläuft es sich etwas. (D. h., er trifft kaum noch Frauen.) Insgesamt war es also nicht so störend, aber ich musste einige Male sehr hart mit den Augen rollen.

    Der andere ist ein Inspektor, der am besten zu beschreiben ist mit "hat einen Stock im Arsch". Den Tatort zu untersuchen und nach Beweisen zu schauen hat mir gut gefallen. Obwohl sich beide sehr ähnlich spielen, fand ich die Abschnitte mit ihm einen Ticken besser.


    Ihre Wege kreuzen sich unverhofft, um eine Geschichte von grausamen Ereignissen. Alles erzählt sich aber recht unspektakulär und langweilig. Auch die Auflösung samt Ende fand ich wenig überzeugend (und stellenweilse auch ein wenig dumm.). Der Schluss wirkt auch etwas überstürzt.


    Alter Ego ist sicherlich kein schlechtes Spiel, aber einfach auch nichts besonderes.

    In 6-7 Stunden kann man es durchgespielt haben.

    Never Alone Arctic Collection ist ein ausgefuchster Puzzle-Platformer. Und ja, es kommt ein Fuchs vor. Genauer gesagt ein Polarfuchs, der mit einem Inuit Mädchen zusammen eine gefahrvolle Reise durch Alaska antritt. Darin werden Mythen und kulturelle Hintergründe der Inuit eingebaut und von kleinen Hintergrundvideos begleitet. Der Erzähler spricht die Geschichte in Inupiaq.


    Das Spiel bietet dabei Couch Co-op, wobei einer den Fuchs, der andere das Mädchen spielt. Als Einzelspieler wechselt man schlicht zu dem Charakter, den man gerade braucht, denn beide haben unterschiedliche Fähigkeiten, mit denen es gilt Hindernisse zu überwinden, vor Feinden zu fliehen und sie zu bezwingen.


    Während es dabei Abschnitte gibt, die für den jeweils anderen Spieler langweilig sein können, hat man allein manchmal Probleme mit dem knappen Zeitlimit, da man nichts parallel machen kann.

    Dabei hat man auch keine Kontrolle über den anderen Charakter. Man kann ihm keine Befehle geben a la "Bleib" und "Folge mir". Sie versuchen grundsätzlich einem zu folgen und wuseln dann auch gerne mal durcheinander, wenn man sie ruhig in einer Ecke stehen haben will. So habe ich mal den Fuchs mit einer Box erschlagen, weil ich ihn nicht weit genug wegbekommen habe.

    Grundsätzlich ist die KI aber recht schlau und folgt sehr sicher und selbständig nach. Viele ältere Reviews bemängeln, dass sie oft Sprünge nicht hinbekommt und für unnötige Tode sorgt. Dies wurde damals aber per Patch behoben, und jetzt kann sie auch gerne mal schlauer sein, als man selbst.


    Bei dem ständigen hind und her wechseln zwischen den beiden Figuren, gingen auch diverse Tode darauf zurück, dass ich gerade dachte, den einen zu steuern, während es tatsächlich der andere war. Und beim Respawnen wird die Kontrolle auf das Mädchen zurück gelegt, auch wenn man zuletzt den Fuchs gesteuert hat - Ups, direkt wieder tot.

    Die Steuerung kann sich etwas schwammig anfühlen, vor allem das Abschießen der Schleuder hat sich für mich nicht wirklich intuitiv angefühlt. Das wird vor allem zum Problem, wenn man mal wieder mit sehr knappen Zeitlimit unterwegs ist, und da kaum ein Schuss daneben gehen darf.

    Manchmal sind bei solchen Verfolgungen oder auch den Sprungpassagen, die recht präzise sein können, die Checkpoints etwas zu weit auseinander gesetzt.


    Die Kamera ist leider auch ein kleines Problem. Teils wirkt sie etwas träge, und man sieht nur wenig von der angrenzenden Umgebung. Bis man merkt, was als nächstes auf einen zukommt, kann man schnell schon mal tot sein. Sie folgt auch nur, wenn beide Charaktere zusammen sind. Mit einem vorlaufen, während der andere noch auf einer Plattform ist, geht also auch nicht.

    Man muss ohnehin sehr aufpassen, da es Plattformen gibt, die verschwinden, wenn der Fuchs sich von ihnen entfernt. Streunt man also zu sehr ab, um sich umzuschauen, droht der nächste Sturz in den Tod.

    Die Kollisionsabfrage ist auch so eine kleine Sache. Wirklich festgebuggt ist mir das Mädl aber nur einmal, so dass ich den Checkpoint neu laden musste. Sonst sind sie doch noch irgendwie wieder rausgeglitcht.


    Gerade bei den Boss Fights wusste ich oft nicht so recht, was das Spiel jetzt gerade von mir will. Aber da blenden sich nach kurzer Zeit dezente Hinweise ein, so dass man sich dann doch durchwuseln kann.


    Durch das Hauptspiel kommt man in 2 - 3 Stunden durch.

    Es gibt dann noch eine zweite kleine Geschichte, die max. 1 Stunde in Anspruch nimmt.

    Hier steht mehr das Rätseln im Vordergrund anstatt das Platforming. Mit Mädchen und Fuchs ist man mit einem Boot unterwegs und löst vor allem unter Wasser Puzzle, die das Umlenken von Strömungen umfassen.


    In beiden Segmenten schaltet man an diversen Stellen immer wieder kurze Videos frei, zu den Hintergründen der Kultur der Inuit. Die meisten kommen automatisch, für das ein oder andere muss man etwas abseits gehen oder eine kleine Herausforderung meistern.

    Zwar kann man nicht manuell speichern, aber es gibt eine Kapitelanwahl, wenn man später was nachholen möchte.

    Controller werden voll unterstützt. Das einzige, was mich irritiert hat, war, dass bei meinem D-Pad im Menü oben und unten vertauscht war.

    Wenn man sich eins der Videos angucken will, kann es sein, dass das Spiel in einem endlosen Schwarzbild festhängt. In dem Fall muss man kurz im Spieleverzeichnis im Codec Ordner die Installation der LAVFilters manuell starten. Aus Gründen passiert dies bei der eigentlichen Spielinstallation teils nicht. Danach sollte aber alles perfekt sein.


    Das Spiel ist wirklich sehr hübsch und knuffig, und vor allem durch den kulturellen Hintergrund hat es einen ganz besonderen Charme. Die Rätsel machen grundsätzlich auch Spaß und sind clever, trotzdem kommt zu oft einfach Frust auf, wenn die Figuren nicht so recht wollen oder man wieder eine Fluchtpassage mit knappen Zeitlimit hat.



    P.S.: Bei Slime Rancher bin ich mitlerweile im Endcontent angekommen. Was primär bedeutet: Grinden, bis der Arzt kommt. :|

    Ich bin jetzt auch unter die Slime Rancher gegangen! Allerdings macht mir das Erkunden der Welt mehr Spaß, als mir Slimes zu halten. Am liebsten dann Freilandhaltung, damit ich mich nicht kümmern brauch. :D Aber dazu an anderer Stelle mal mehr.


    Lasst mich euch zunächst von der Kuriosität Bernd das Brot und die Unmöglichen erzählen.

    Für dem Brot sein eigenes Point n Click Adventure wird er von seinen selbsternannten Freunden in ein dummes Kostüm gesteckt - das nicht atmungsaktiv ist - um als Superhelden Verbrechen zu bekämpfen. Das führt zu einer sehr dummen Geschichte, deren Dialoge den Humor der Figuren gut einfangen. Das Original Team der Serie hat daran gearbeitet, inklusive der Sprecher.

    Nicht jeder Gag zündet, aber ich musste immer wieder schmunzeln. Es wird auch ganz okayisch die 4te Wand gebrochen, und es gibt einige popkulturelle Referenzen.

    Nur die Unterhaltung mit dem Bettler, sowie der Yakk Shop Besitzer in Bikini mit Pride Flag an der Hauswand haben mich etwas irritiert zurückgelassen.


    Die Hintergründe sind handgemalt und sehen wirklich super hübsch aus, mit vielen Details. Es weht auch Staub über den Boden, und im Himmel finden sich Sternschnuppen.

    Die Animationen der Figuren sind allerdings nur ok.


    Leider ist das Gameplay ziemlich mäßig.

    Zunächst einmal gibt es kaum nützliche Hinweise, was genau zu tun ist, und Bernds Kommentare helfen meistens auch nicht. Es ist vor allem nervtötend, dass er nur um die 2 unterschiedliche Sätze hat, um auszudrücken, dass er etwas nicht machen kann, wenn man zB ein Item mit einem Hotspot probiert. Und das geht einem schnell auf den Keks.

    Vieles ist umherrennen und rausfinden, was geht und was nicht. Selbst wenn man das Ziel vor Augen hat, ist immer noch die große Frage, wie man es erreicht. Es hilft nicht, dass manche Sachen auch sehr gescripted sind.

    Es fühlt sich auf lange Sicht etwas repetetiv an. Zu oft muss man das gleiche in sehr ähnlicher Weise nochmal machen. Oder gar eine Aktion mehrfach hintereinander ausführen.

    Die meiste Zeit spielt man Bernd, aber kurz auch Chilli und Briegl (was das Spiel aber vorgibt, man kann nicht frei zwischen ihnen wechseln). Alle teilen sich die Items, und es gibt spielerisch keinen Unterschied zwischen ihnen.

    Mein größter WTF Moment war ein respawnendes Item, ein Ventil, das ich zweimal holen musste. Es wirkte total wie ein Bug, aber ich brauchte wirklich 2 Ventile, als ob es tatsächlich so gedacht ist. Sehr merkwürdig.


    Obwohl man sehen kann, das viel Herzblut ins Spiel geflossen ist, fühlt es sich trotzdem unfertig an.

    Breitbild wird unterstützt, aber das Hauptmenü ist fur 4:3 gedacht. Statt schwarzer Balken wird aber unten und oben ordentlich was abgeschnitten. (Zum Glück aber nichts wichtiges.) Ingame ist widerum auf Breitbild ausgelegt, wobei auch hier ein klein wenig oben und unten weggeschnitten wird.

    Untertitel sind kein Punkt in den Optionen. Ingame sind sie grundsätzlich aktiviert - in Cutscenes fehlen sie allerdings. Was soll das?

    Sie sind zudem in Textboxen zu sehen, mit einem kleinen Avatar des sprechenden Charackers daneben. Bei jedem neuen Satz, verschwindet diese Box kurz und erscheint wieder, selbst wenn immer noch die selbe Figur spricht. Das wirkt ein wenig so, als ob die Box flackert. Manchmal sind einzelne Sätze auch nicht vertont.

    Der Mauszeiger kann buggy sein und Kostüme an den Characteren verschwinden. Während ingame Action Szenen kann der Ton asynchron sein. Manchmal haben die Figuren etwas Probleme mit der Wegfindung, die Hotspotsanzeige zeigt Hotspots, die man noch gar nicht zur Benutzung freigeschaltet hat, Kommentare werden nicht angezeigt usw - kleine Fehler dieser Art lassen es billig wirken.


    Zur Spiele DVD gibt es noch einen separate Bonus DVD obendrauf - die absolut überflüssig ist.

    Sie enthält Artworks, die schlicht die Comic Panels sind, die man als Cutscenes im Spiel sieht, sowie ein paar Ulk-Lieder und 2 sehr kurze Clips mit Bernd, die ich eher mittelprächtig fand.

    Und all das befindet sich mit der Installation des Spiels schon längst dort mit im Verzeichnis. Also warum nicht einfach im Hauptmenü einen Punkt "Extras" einbauen, wie andere Spiele es auch tun, anstatt die zweite DVD?

    Sie haben darauf Geld verschwendet und die Spieleverpackung ist eine metallene Brotbox (was ein netter Gag ist, so ist es nicht), aber sie konnten nichtmal ein 4 seitiges Handbuch ausdrucken und dazu legen.


    Wenn man ein großer Fan von Bernd ist, kann man mit dem Spiel nicht viel falsch machen. Aber wenn man ein gutes PnC will, dann sollte man besser wo anders gucken.

    Die Spielzeit beträgt um die 4 Stunden.

    Mein letztes Spiel in 2019 war das PnC Kaptain Brawe.

    Es sieht alles sehr cartoonig aus. Die Charaktere sind nur wenig animiert, aber sie haben einen charmanten Weg gefunden, komplizierte Aktionen nicht zeigen zu müssen, ohne auf die sonst übliche Schwarzblende zurück zu greifen.

    Die Hintergründe sind teils recht einfach gehalten, dennoch aber sehr hübsch.

    Man wir von einem Roboter begleitet, und das Inventar sieht aus, wie das Fach in seinem inneren, als ob man alles in ihm aufbewahrt. Ein wenig wie Rincewind mit Truhe, was ein schönes Detail ist.


    Das Gameplay ist generell ok und fühlt sich gut an, ist aber eher einfach, mit ein paar Ausnahmen hier und da.

    Es kann zwischen 2 Schwierigkeitsgraden gewählt werden, wobei "Einfach" einen Context-sensitiven Mauszeiger beinhaltet und ein ingame Hintsystem.

    Im Verlauf spielt man mit 3 unterschiedlichen Charaktere, wobei die sich alle gleich anfühlen.

    Am meisten gestört hat mich, dass man die selbe Aktion so oder so ähnlich innerhalb kürzester Zeit wiederholt, wodurch sich die Rätsel nicht so kreativ anfühlen.

    Das Spiel ist auch nicht sehr lang, knapp 4 Stunden, was die Wiederholung noch mehr hervorstechen lässt.


    Geschichte und Humor sollen kindgerecht anmuten. Brawe ist der naive, überambitionierte Held mit einem starken Sinn für Gerechtigkeit. Aber auch ziemlich begriffsstutzig. Ich mag ihn nicht wirklich.

    Der erste Dialog im Spiel beinhaltet eine Star Trek Referenz, und dann ruft ein Raumschiff namens Roter Hering an.

    Der Bösewicht hat einen leichten Sprachfehler, so dass seine Handlanger ihn teils missverstehen. Einer von ihnen ist natürlich auch übelst dumm und versteht vieles generell nicht. Kann man lustig finden, muss man aber nicht.

    Im Verlauf trifft man zwei kleine Alien Kreaturen, die ich aber wirklich ganz urig fand.


    Aber das Ende schießt den Vogel ab mit einem - ohne Scheiß - Vergewaltigungs-Gag. Und das passt absolut gar nicht zu der angesprochen kindgerechten Aufmachung.

    Das Spiel kam Ende 2010 raus, und schon damals war ich etwas... irritiert.


    Der Entwickler hat versucht ein Sequel via Kickstarter zu finanzieren, was allerdings scheiterte. Und während Kaptain Brawe insgesamt ein okayes Spiel ist, kann ich nicht sagen, dass da groß was verloren ging.

    Hab die letzten Tage Disenchantment durchgekellert.

    Nach dem Absturz von Futurama und den Simpsons habe ich mich da lange nicht rangetraut, aber ich muss sagen, ich wurde wirklich positiv überrascht.


    Nicht jeder Gag zündet, der ein oder andere ist auch sehr vorhersehbar, genau wie mancher Storytwist, ich fühlte mich aber dennoch die ganze Zeit super unterhalten und habe immer wieder schmunzeln müssen.

    Dabei hat sich sehr schnell Dämon Luci als mein Liebling herausgestellt, dessen destruktiver Humor genau mein Ding ist. Und ich liebe die Katzenvergleiche. ^ ^

    Ich mag auch sehr, wie er sich optisch etwas abhebt. Was eine perfekte Überleitung ist.


    Die Optik der Figuren ist im altbekannte Stil der vorherigen Serien. Die Hintergründe sind aber deutlich detailreicher und oftmals sehr hübsch anzusehen. Ab und an fällt vor allem bei ausgefallenen Kamerafahrten die Nutzung von CGI störend auf, das ist aber selten und gut zu verschmerzen.


    Die Serie ist in 2 Teile a 10 Folgen aufgeteilt.

    Während sich im Hintergrund dezent ein roter Faden entlangzieht, sind die meisten Folgen in sich abgeschlossene Geschichten. Erst gegen Ende von Teil 1 entspinnt sich ein fortlaufender Plot, der sich bis in Teil 2 erstreckt. Dann geht es wieder in abgeschlossene Episoden über, um dann mit einem Cliffhanger zu Enden.

    Teil 3 und 4 sind schon angekündigt.


    9/10 do it, Do it, DO IT!

    Hab mir jetzt mal Chapter One der Neuverfilmung von ES angesehen und muss sagen, dass ich doch recht ernüchtert war.

    Die meisten Änderungen haben mir persönlich eher nicht gefallen.


    Das Blut im Bad fand ich ein wenig zu drüber. Beverlys große Erleichterung, dass die anderen es auch sehen können, kam gar nicht so rüber. Auch wenn ihr Vater dazu kommt hatte in der alten TV Verfilmung etwas mehr Kraft. Wie er unwissentlich Blut an die Hand bekommt und sie damit berührt.

    Dieses magische Band, das sie zusammen führt, habe ich ebenfalls etwas vermisst. Wie Mike zu ihnen kommt und sie mit einer Vorahnung schon Steine einsammeln.

    Ähnlich auch, wie sie in der Vorlage quasi Fantasie mit Fantasie bekämpfen und mit Silberkugeln auf einen Werwolf losgehen.

    Dass statt dem Apotheker (mit dem Beverly widerlich flirtet) eine Rotzgöre Ed über seine Meds aufklärt ist auch so eine Kleinigkeit.

    Piep Piep Richie wurde ja auch total an die Wand gefahren. Wird den ganzen Film über nie benutzt, um dann an einer Stelle zusammenhangslos zu fallen. Sehr merkwürdig.

    Was mir aber wirklich gestunken hat, ist die Änderung um Beverly im letzten Abschnitt.

    Pennywise wirkt insgesamt auch zu gruselig. Die Idee ist ja, als Clown für was positives zu stehen. Aber schon von Minute eins an, wenn er mit Georgie spricht, wirkt er absolut Psycho im Halbschatten gehalten. Wenn Georgie dann mitmacht und lacht, verstummt ES abrupt und verunsichert den Jungen total - das geht eigentlich total gegen die ursprüngliche Idee dahinter.

    Der Film hat trotzdem seine coolen Momente, und wenn man weder Buch noch alten Film kennt, gibt es da auch sicher wenig zu meckern.

    Aber das ist wie so oft einfach die Krux bei solchen Sachen und die ewige Glaubensfrage Remake vs Original (vs Vorlage).

    Angesichts der Tatsache, dass Chapter 2 allgemeinhin als schlechter gilt, hab ich ja was, worauf ich mich freuen kann... smile.png


    7/10 Do do dodo do do do do do do do

    StewTM - Damit bist du auch ganz klar in der Mehrheit. Ich hab ja auch einiges an Punkten aufgezählt, warum ich den ersten vorziehe. Allerdings hat auch Teil 2 seine starken Momente, die ich ihm nicht absprechen möchte. Ich bin auch immer wieder etwas überrascht, wie sehr Machine for Pigs tatsächlich abgelehnt wird.

    Vermutlich ist das aber auch eine Frage des Standpunkts. Ich wusste genau, wie die beiden sich voneinander unterscheiden, was schon eine ganz andere Erwartungshaltung kreiert. Ich konnte die guten Momente genießen, ohne über die Änderungen zu sehr enttäuscht zu sein.

    Das mit der Sanity-Mechanik habe ich so überhaupt nicht wahrgenommen. Mich hat nur sehr gestört, dass das Sichtfeld so unscharf wird, mit überzogenem Motion Blur, wenn die geistige Gesundheit zu weit runtergeht. Dann kann man nichts mehr so richtig erkennen, und sowas fördert auch schnell Motion Sickness.

    Was Insanity Effekte angeht ist und bleibt Eternal Darkness sowieso Spitzenreiter. ^ ^


    Der erste Penumbra Teil ist noch ziemlich sperrig, aber Black Plague mag ich auch total gerne! Es gibt ja sogar viele, die Peumbra besser als Amnesia finden, wobei ich Amnesia für die mehr poliertere und ausgereiftere Version halten würde.


    Anyway.


    Dreaming Sarah ist ein kleines Indiespiel im stark vereinfachtem Pixellook, das als seichtes Metroidvania bezeichnet werden kann. Man wandert umher mit leichtem Platforming und sammelt Gegenstände, die helfen, neue Areale zu erreichen.

    Es hat mich optisch sowie spielerisch stark an Treasure Adventure Game erinnert, falls das jemand kennt (nur ohne die Kämpfe).


    Man hat eine Form von Hub world, von der aus man die unterschiedlichsten Orte/Dimensionen besucht.

    Am Anfang erschien mir das recht verwirrend. Nachdem ich mein erstes Item hatte und das erste Rätsel gelöst habe, erschien ein Portal, das mich in eine andere Dimension brachte und von dort in eine weitere und dann...

    Am Ende schaltet man aber immer eine Verbindung/Abkürzung zum Hub frei und bekommt schnell einen Eindruck davon, was wie zusammenhängt.

    Hin und her zu rennen ist der größte Teil des Spiels. Das ist vor allem ärgerlich, wenn man lange Wege rennt, nur um zu merken, dass einem noch das passende Item fehlt, hier vollständig weiterzukommen.

    Man kann zwar jederzeit speichern, lädt man sein Spiel aber, erwacht man immer wieder am selben Startpunkt im Hub und muss zu seiner vorherigen Location zurücklaufen.


    Rätsel und Platforming sind nicht schwer, aber es ist gut genug, um nicht langweilig zu sein oder frustrierend.

    Einmal habe ich dennoch ein Walkthrough gebraucht - alleine hätte ich nie dein Eingang zur Unterwasserwelt entdeckt. Es ist mir ein Rätsel, warum das so unfindbar versteckt wurde.


    Es bleibt einem selbst überlassen, die Story zu interpretieren, aber ich möchte mal behaupten, allzu subtil sind die Hinweise über das grobe Ganze nicht. Das Ende hätte vielleicht auch etwas interessanter sein können. Aber insgesamt spielt sich alles gut weg und hat hier und da auch düstere Töne.

    Ich hab ungefähr 2 Stunden gebraucht.

    Was Steamworld Dig 2 alles an Verbesserungen gegenüber seinem Vorgänger hat, passt kaum auf eine Kuhhaut.


    Die Map ist zig mal nützlicher.

    Das Leveling / Upgradesystem wurde deutlich überholt. U. a. kann man nun diverse Perks nach Belieben ausrüsten oder auch deaktivieren, ähnlich der Charms in Hollow Knight. Auch den Schwierigkeitsgrad kann man sich darüber bei Bedarf anpassen.

    Die Mobilität wurde deutlich erhöht. Von Beginn an beherrscht man den Wandsprung, wodurch man an Wänden emporklettern kann. Das macht mit den größten Unterschied: Die Fortbewegung fühlt sich viel freier und besser an im Vergleich zum Vorgänger, der einen recht einschränkte. Im Verlauf schaltet man Upgrades frei, die die Mobilität noch erhöhen. Die Welt zu bereisen und auch Backtracking macht da gleich viel mehr Spaß.

    Auch die Schnellreise wurde verbessert: Das Röhrensystem erstreckt sich nun verteilt über die ganze Map, die Teleporter wurden abgeschafft.

    Natürlich wurde auch graphisch nochmal ein Schippchen drauf gepackt, und es gibt wirklich sehr hübsche Ecken im Spiel.


    Storytechnisch ist man jetzt mit Dot unterwegs, die nach Rusty sucht, dem Hauptcharakter aus Teil 1. Zu Spielbeginn wird einem rasch Fen als Begleitung zur Seite gestellt. Die schwebende Flamme hat mit ihren zynischen und destruktiven Kommentaren direkt mein Herz erobert.

    Das Menü, bzw die Beschreibungen aller Gegenstände, Upgrades etc, strotz vor Pop-kulturellen Anspielungen und Zitaten und hat mich ein ums andere Mal schmunzeln lassen.

    Die Welt hat insgesamt wieder ihren ganz eigenen, urigen Charme.


    Ein paar Altlasten gibt es aber dennoch.

    Gerade zu Beginn geht weiterhin die Lampe viel zu schnell aus und ist die Tasche viel zu schnell voll, so dass man alle 5 Minuten in die Stadt zurück kehren muss.

    Das Freischalten der Perks ist an das Upgraden der Items gebunden. Manche Perks schaltet man dabei so spät frei, dass man sich fast denkt, jetzt brauch ich das auch nicht mehr. (Z. b. eine Hilfe für mehr Platz in der Tasche, für die man die Basisgröße des Inventars aber schon extrem ausbauen muss.)

    Der finale Bossfight ist recht chaotisch und ein wenig fummelig.


    Ich habe von Beginn an recht gründlich und gemütlich gespielt und den Abspann nach nicht ganz 11 Std erreicht.

    Danach bin ich zurück und habe alle verbliebenen Mineralien abgebaut und Artefakte gesucht, was nochmal knapp 3 Std gedauert hat.

    Mit allen Artefakten im Inventar schaltet man dann eine zusätzliche Challenge frei. (Die mir aber zu hart war. Um bei den Hollow Knight Vergleichen zu bleiben, ist das quasi Steamworlds Path of Pain.)

    Mein persönliches Highlight war neben Fen das Gebiet Vectron, mit seiner überraschend gruselig bedrückenden Atmosphäre.


    Wer auch nur ansatzweise was mit Teil 1 anfangen konnte, sollte sich angesichts der eklatanten Verbesserungen auf jeden Fall die Fortsetzung holen.

    Nach den ersten Reviews habe ich Suicide of Rachel Foster von meiner Wunschliste gekickt und nur ein Walkthrough angeschaut.

    Es ist wirklich absolut enttäuschend, was sie mit der Story machen. Da gäbe es so viel zu kritisieren, ich wüsste gar nicht, wo ich anfangen soll. Ihre Logik hinter allem ganz am Ende konnte ich auch nicht wirklich nachvollziehen.

    Echt schade das ganze.

    Bad Dream: Fever ist ein weiteres PnC, das mich durch seinen handgezeichneten Look angezogen hat. Die ganze Welt sieht skizzenhaft aus, Zeichnungen auf bräunlichem Papier und mit Tintenklecksen versehen.


    Es beginnt mit einer düster-mysteriösen Atmosphäre, vergleichbar mit Fran Bow, mit ein paar merkwürdigen Dingen, die passieren. Nach einer Weile kommt dann aber immer mehr der Bruch der 4ten Wand hinzu, was mich an Pony Island erinnert hat.

    Die grundsätzliche Story schlägt ebenfalls eine andere Richtung ein.

    Während mir einige Ideen und der Look sehr gut gefallen haben, war das Gameplay ziemlich blah.

    Alles ist context sensitive. Klick Hotspots an und guck, was passiert. Nichtmal Items aus dem Inventar kann man selbständig verwenden. Der Cursour verändert sich von selbst, wenn du über einen Hotspots fährst, wo ein Item benutzt werden soll, das du bei dir trägst.

    Das Spiel ist extrem gescripted. Dinge erscheinen aus dem Nichts und anderes kann erst aufgehoben werden, nachdem ganz klar gesagt wurde, dass du es brauchst. So rennt man in erster Linie vor und zurück, um zu gucken, wo sich jetzt was verändert hat und wo man jetzt noch was mit irgendwas machen kann.


    Direkt am Anfang des Spiels lernt man eine junge Frau kennen, die als einen Art Guide fungiert. Sie ist auch das interne Hintsystem - man kann jederzeit mit ihr sprechen, dass sie eine Bemerkung abgibt, die einen in die richtige Richtung schubsen soll.


    Insgesamt ist das Spiel solide, und wenn man auf diese Ideen um den Bruch der 4ten Wand rum steht, würde ich es auf jeden Fall empfehlen. Ansonsten ist es aber nichts, das einem nennenswert im Gedächtnis bleibt. Hab's mal gespielt, war nett, Ende.

    Die Spielzeit beträgt ca 3,5 Stunden.

    Bleiben wir noch weiter im Bereich PnC mit The Little Acre.

    Das ganze Spiel sieht aus wie ein handgemachter Cartoon. Die Animationen sind flüssig und die Hintergründe bildhübsch. Das einzige, was mir etwas störend auffiel, ist, dass manche Dinge etwas unscharf erscheinen.

    Die Charaktere sind auch sehr niedlich, vor allem Lily. Und man trifft eine knuffige Katze!


    Das Gameplay war aber eher eine Enttäuschung. Ich wusste schon, dass es sehr einfach gehalten ist. Aber es ist wirklich sehr, sehr einfach.

    Man hat kaum mehr als einen Schauplatz zum erkunden und maximal 3 Items gleichzeitig im Inventar, die man nicht mal miteinander kombinieren kann. Also selbst wenn einen das Spiel ohne richtiges Ziel losschickt und die Lösung des Problems etwas unerwartet kommt, ist das altbekannte "Alles mit allem probieren" in einer Minute abgehakt.

    Nicht mal die Hotspots muss man suchen - sie sind mit einem pulsierenden Kreis markiert, was man auch nicht abstellen kann. Das hat mich wirklich am meisten gestört.

    Oben drauf gibt es noch ein Ingame Hintsystem (Das ich allerdings nicht ausprobiert habe).


    Man spielt abwechselnd Lily und ihren Vater, wobei man recht schnell zwischen den beiden hin und her schaltet, was ein wenig chaotisch schien. Man hätte die Abstände ruhig etwas länger machen können.

    Das Spiel selbst hätte insgesamt auch etwas mehr vertragen können - nach 1,5 Stunden ist der Spaß schon wieder vorbei.


    Die Story ist niedlich, erschien aber recht gehetzt hier und da. Vor allem das Intro lässt einen erstmal etwas verwirrt zurück. Aber wie schon zuvor erwähnt sind die Charaktere sympathisch und stellenweise lustig, und alles sieht sehr hübsch aus.