Wertungssysteme

  • Mich würde mal interessieren, was ihr von dern Wertungssystem der Videospielmagazine haltet, die auf Zahlen basieren. Als Beispiel nenne ich mal die Game Star, die ja ein Wertungssystem von 1-100 hat und diese noch in diversen Unterkategorien aufgeteilt ist. Ich halte diese Wertungssysteme für veraltet, denn ein Spiel kann man heutzutage einfach nicht mehr einer Zahl zuordnen. Die Dinge sind ja schon lange nicht mehr eindeutig, es gibt da kein schwarz und weiß mehr. Es gibt Spiele wie z.B. Drakengard 3, die man nicht einfach so als gut oder schlecht abtun kann. Technisch gesehen ist das Spiel so dermaßen demoliert, wie Mickey Rourkes Gesicht. Von der Geschichte her traut sich Drakengard viel und weiß durchaus zu beeindrucken. So ein Spiel kann man unmöglich einer Zahl zuordnen. Ich nehme mal an, dass jeder von mal ein Spiel gespielt hat, was man unter gewissen Vorbehalt weiter empfehlen kann. Am ende vieler Reviews findet sich oft eine Weiterempfehlung unter bestimmten Voraussetzungen wie z.B. das man ein Fan der Vorgänger oder des Genre sein muss, dass man gewisse Abstriche machen muss. Diese Weiterempfehlung negiert zugleich die Wertung, da die Zahl Außenstehenden erst einmal ein neutrale Meinung vermittelt. Wenn man das Spiel aber eher als Fan oder Kenner kaufen sollte und andere es sich zweimal überlegen müssen, dann kann man nicht von einer allgemeinen bzw. neutralen Meinung reden. Ich weiß "neutral" ist immer so eine Sache, man bringt immer Emotionen und Meinungen mit ins Spiel und genau aus diesen Grund sind Wertungen in Form von Zahlen keine gute Methode ein Spiel zu bewerten. Ich nehme ohnehin an, dass die meisten von euch eine Review wegen der Aussprache bzw. der Mimik anschauen. Wie der Tester über das Spiel redet, wie sich in dessen Gesicht die Freude oder der Frust wiederspiegelt. Das ist meiner Meinung viel wichtiger als irgendeine Zahl, man sollte sich auf eine Empfehlung oder Warnung besinnen, wie man es am Ende seiner Review ohnehin macht.


    Wie seht ihr das und gibt es eine Wertung abseits dieser Weiterempfehlung, die ihr begrüßt? Ab in die Kommentare, wir wollen ja hier reichlich Leben in die Bude bringen.

  • Nicht böse gemeint, aber Absätze zu nutzen würde die Lesbarkeit deines Textes durchaus fördern ;)


    Bezüglich des Themas:
    Ich finde, bei "normalen"* Spielen kann man durchaus Zahlenwertungen benutzen. Das Gamestar-System ist aber wie ein enges Korsett, es sind einfach zu viele einschränkende Parameter vorhanden. Noch dazu zieht es sich selbst immer enger, je mehr Vergleichswerte vorhanden sind.
    Ein gutes und vor allem aktuelles Beispiel dafür ist Hotline Miami 2.


    Wo solche Systeme allerdings komplett versagen, insbesondere das der Gamestar, sind dann die nicht "normalen"* Spiele. Spiele, die einzelne Teilwertungsbereiche komplett auslassen, wie z.B. Gone Home oder Dear Esther. Beide Spiele haben von der Gamestar keine Zahlenwertung bekommen, einfach weil das mit ihrem scheinobjektiven System völlig unmöglich gewesen wäre.



    Ich denke, Zahlenwertungen werden der Komplexität von Videospieln einfach nicht gerecht. Für den einen steht das Gameplay über allem, andere akzeptieren für eine gute Story auch schlechte Mechaniken. Wenn man jetzt aber Spiele aus beiden Extrembereichen mit einer ähnlichen Wertung versieht, hilft das doch keinem weiter. Natürlich steht bei der Wertung meist noch ein Fazit, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich eigentlich fast immer nur entweder das eine oder das andere wahrgenommen habe.


    Wer im ober verlinkten Tweet die Antworten aufmerksam gelesen hat, könnte meine Meinung zu Zahlenwertungen schon gelesen haben. Ich halte sie für antiquiert und finde, dass sie durch differenzierte Empfehlungen ersetzt gehören.





    *Nein, ich mache eigentlich keinen Unterschied diesbezüglich, mir fiel nur keine bessere Bezeichnung ein....

  • Also ich halte es da wie Robin und Tom und finde Zahlenwertungen eigentlich quatschig.


    Ganz besonders 1-100 oder 1-10 mit Dezimalstellen, was ja eigentlich verklausuliert eine Wertung von 1-100 ist.
    Desto objektivierter und kategorisierter es sein soll, desto unglaubwürdiger wird es. So kann man Kunst nicht bewerten.
    Das machen momentan ja noch die Gamestar und IGN.


    Wenn es denn Zahlenwertungen sein müssen, dann nur 1-10 wie es beispielsweise Giga immer noch macht. Polygon macht das ja in 0,5er Schritten, das finde ich schon grenzwertig.
    Die 5 Sterne vom Escapist finde ich auch noch OK.


    Die Wertung von Kotaku, also "Kaufen? Ja oder Nein", finde ich zu oberflächlich, da hätte man die Wertung auch sein lassen können.


    So sehr man Wertungen auch ablehnt, man darf nicht vergessen, dass viele danach verlangen, wenn man den Magazinen glauben darf. Das scheint also für viele eine wichtige Orientierungshilfe zu sein.


    Für mich ist eigentlich nur wichtig, dass die Art der Wertung auch immer erklärt wird. Giga hat ja damals eine Tabelle veröffentlicht, in der erläutert wurde, was 1/10, 2/10... 10/10 bedeutet.

  • Ich bin der selben Meinung das ne Zahlwertung nicht wirklich notwendig is. 10er System geht ja noch aber alles andere was ich bisher gesehn hab is quatsch. Da hab ich mal bei einem Magazin (weis nimmer welches) ein 5er System gesehn - wie soll man damit etwas gerecht bewerten?
    Ganz schlimm is auch das Aktuelle Computerbild s´Spiele System. Schulnoten mit prozentualen Kategorien (15% spieleinstieg, 25% Grafik/sound, 10% Steuerung (WTF???)... Oh mann. Aus Schulnoten könnte man ein einigermaßen vernünftiges System basteln aber doch nicht so.


    Ich für meinen Teil nehme Wertungsnummern nur so am Rande war. Da ist mir das Fazit wichtiger.
    Mir kommts eh so vor als ob man Apfel mit Birnen mit Zitrone mit Sellerie vergleicht. (um mal die Genres plastisch darzutellen).
    und wie schon @Matze in Sachen Komplexität und das sich manche Spiele unmöglich in Zahlen einzuordnen sind kann man sich das gleich komplett sparen

  • Ich schliess mich meinen Vorgängern an.
    Die 100er Wertungen sind mittlerweile dermassen ins Absurde abgedriftet wo ein Spiel mit ner 50er Wertung schon nicht mehr kaufbar sein soll und Spiele unter 70 schon zu den schlechteren gehören.


    Ansich mag ich Wertungen weil die mir ne Richtung zeigen wie gut das Spiel von anderen gefunden wird aber dann bitteschön im 10er System wo man weis das ne 3 grottenschlecht ist und ne 5 ein Spiel mit mängeln aber noch kaufbar ist und ne 8 ein wirklich super Spiel darstellen.
    In nem 10er system bleibt dann auch kein Platz für Spielereinen alles in Kategorien wie Technik, Sound und den ganzen Blödsinn aufzuteilen.
    Ich will bei nem Spiel wissen obs gut ist oder nicht.


    Just my two cents.

  • Ich bin großer Fan davon, wie die Wertungs-Systeme von Eurogamer abgeschafft wurden und durch Empfehlungen ersetzt wurden. Wertungen spiegeln NIE die Qualität eines Spiels wieder. Da finde ich es besser wenn man nur sagt "Muss man gespielt haben, lohnt sich oder lohnt sich nicht" ... Finde die Aussage eindeutiger als irgendeine Wertung. 100 ist Wahnsinn, 90 ist fantastisch, 80 ist super, 70 ist gut, alles darunter ist Scheiße. Das selbe gilt für 10, 9, 8, 7 und 6. Finde ich absurd.

  • Ich persönlich habe früher sehr viel von solchen Wertungssystemen gehalten. Bis ich mir denn ein paar "schlechtere" Spiele geholt habe. Seitdem schaue ich mir explizit die Spielefeatures an und überlege, ob mir diese gefallen und auch Spaß machen.
    Dennoch möchte ich Wertungssysteme nicht verteufeln. Gerade für Neueinsteiger in der Szene können diese sehr hilfreich sein. Sonst wird deren erstes Spiel Nier und spielen 10 Minuten, denken sich "Was soll das? Wann passiert mal was??" und das wars denn mit Videospielen.

  • Videospiele sind Kunst und Kunst kann man nur anhand von Emotionen bewerten, Videospiele sind aber auch Produkte, die in Massen produziert werden. Es fiel mir wirklich eine Zeit lang schwer, Wertungssysteme zu kritisieren, jedoch kann man Produkte anhand von Emotionen bewerten. Denn Qualität ist zwar wichtig, doch die Identifikation mit den Produkt ist wichtiger. Ich finde, dass Wertungen in Form von Zahlen, das Spiel viel zu sehr als Produkt bewerten. Das ist das grundlegende Problem, was ich mit diesen System habe.

  • Grundsätzlich bin ich erstmal gegen eine wertende Äußerung in jeglicher Form. Jegliche subjektivität hat in einer Erklärung eines Mediums nichts zu suchen. Leute sprechen ihre eigene Meinung wertend aus, versuchen gleichzeitig zu verallgemeinern, schieben sich Schwerpunkte hin und her etc. Das Konzept ging mir schon vor 15 Jahren als ich das erste Mal in Zeitschriften blätterte nicht in den Kopf und tuts heute ebenso nicht.


    Was ist denn gut? Was ist denn schlecht? Was macht spaß? Ab wann ist es Abwechslungsreich? .... Ich brauch keinen Tester der mir das erzählt, das habe ich gefälligst selbst zu entscheiden. Mir sollte einfach auf komplett neutrale Art und Weise das Spiel erläutert werden. Je umfangreicher und genauer desto besser kann man sich bereits eine eigene Meinung bilden. In einer Review erfährt man stellenweise mehr über den Tester als über das Spiel ...


    Der eine mag das nicht, der andere das und schon kommen Unterschiedliche Reviews zustande. Teilweise widersprechen sich gewisse Punkte komplett. Ein absolutes Unding. Wen kann man glauben und wen nicht? Wer hatte gerade einen guten Tag und wer bleibt sachlich und fair? Nahezu jeden Punkt einer Review ist anfechtbar und dann soll soetwas wertend sein? Soetwas geht doch einfach nicht mehr heutzutage ...


    Am besten erkennt man es an japanischen Titeln, wo manche dort drüben übelste abgehen und hier stellenweise hart kritisiert werden. FF13-2 hat dort zum Beispiel rekordwertungen. Perfektes Beispiel dass nicht das Spiel, sondern die Tester die Faktoren mehr beeinflussen.


    Tom meinte mal dass man den Tester kennen sollte, sich mit ihm indendifiziert und seiner Meinung einfach vertrauen sollte. Das klingt für mich einfach nach einer schwachen Rechtfertigung. Und der Rest der Tom nicht kennt? Wie siehts mit neuen Gesichtern aus die ihre ersten Reviews schreiben ( GIGA )? Leute die die Review nur nebenbei ( als Gast ) aufschnappen? Hat dann eine Review in dem Fall keine/ eine geringere Bedeutung? Von dem Spiel das eventuell auf eine Unparteiische Wertung angewiesen ist ganz zu schweigen ...


    Aber na ja von den aktuellen Wertungen die momentan im Umlauf sind würde ich behaupten dass unter den dementsprechenden Bedingungen die Gamestar meiner Meinung noch eines der besseren Verfahren hat. Jedes Spiel muss sich entsprechenden Unterkategorien stellen und wird so relativ gleich behandelt wie alle anderen. Auch die zweite oder dritte Meinung erfüllt zumindest ein breiteres Spektrum und ermöglicht ein viel ausgewogeneres Fazit.


    Die Zahlenspielereien werden zwar mittlerweile häufig kritisiert, sind aber gleichzeitig auch nötig unter solchen Bedingungen. Von einer Zahl von 1-10 kann man sich viel besser ein Bild machen als wenn der Tester einfach mit Wörtern wie "gut, besser, schlechter ... " um sich wirft. Wie und wann solche Zahlen gewählt werden ist zwar häufig willkürlich, aber das ist eine einfache Auffassung in Worten ebenfalls wenn man es sich mal genauer überlegt.


    Tom meinte ebenfalls mal dass die Gamestar sich ihre Wertungen dadurch manchmal erschummeln, das kann zwar stimmen, aber ich behaupte dass Vorfällen das (alte?) GIGA system sich Wertungen noch besser erschummeln könnte da dort die Schwerpunkte beliebig verändert ( unter den Teppich gekehrt ) werden konnten.


    Ach ein schönes thema

  • UiUiUi Plague1992... da haben wir aber ganz schön Dampf abgelassen. Ich gehe mal Abschnitt für Abschnitt durch.


    1. Kennst du Robins Video zur Scheinobjektivität der Spielepresse nicht? Es gibt einfach keine objektiven Tests, weil Spiele immer mehr als die Summe ihrer einzelnen Teile sind. Ein subjektiver Test, der sich auch als solcher zu erkennen gibt, ist wesentlich hilfreicher als ein Test der vorgibt objektiv zu sein, aber subjektiv ist.


    2. Ja. Man erfährt mehr über den Tester und das ist auch gut so, denn so kannst du die Vorlieben des Testers erfahren und somit den Test für dich einordnen. So schlimm, wie du es hier darstellst ist das aber auch nicht, zumindest bei den Magazinen, die ich verfolge.


    3. Ist es nicht schön, dass wir Menschen verschiedene Geschmäcker haben. Spielejournalisten sind auch Menschen und die können nicht einfach ihre Gefühle zu einem Spiel abschalten. Da testen keine Roboter.


    4. Das Spiel (FF 13-2) wird eben in einem anderen Kulturkreis anders bewertet, wo liegt das Problem?


    5. Nun. Leute die einfach irgendeine Seite googeln und sich dann auf den ersten Test verlassen sind selbst schuld.


    6. Das Gamestar-Wertungssystem ist so toll, dass die eigene Redaktion seit Monaten ein neues System erarbeitet, nachdem mehrere offensichtlich gute Indie-Spiele durch das objektivierte Wertungssystem schlecht bewertet (78 für Transistor) oder gar nicht (z.B. This War of Mine) bewertet werden konnten. Wie gesagt: Videospiele sind mehr als die Summe ihrer Teile.


    7. Wenn man eine Zahlenwertung benötigt ist das OK. Nur man sollte eben den Test auch lesen und eventuell, falls vorhanden, auch die Erläuterung des Wertungssystems. Und noch einmal: Den Tester und dessen Präferenzen zu kennen ist unglaublich vorteilhaft.

  • Ich bin kein Fan von Wertungen, meist kann man ein Spiel nicht einfach in irgendein Muster pressen und teilweise üben manche Spiele in einem Gefühle aus, die man auch nicht als Zahl ausdrücken kann.
    Wertungen werden Spielen so oft nicht gerecht.


    Es gab viel Gehate bei Giga gegenüber Annikas Review zu Assasins Creed Unity, dem sie eine 10/10 gegeben hat.
    Ich wette ca. 95% dieser Leute haben den Test nicht gelesen und nur die Wertung gesehen und sich sofort ans Flamen gemacht.
    Dabei hat Annika in ihrem Test genau erklärt, wieso sie das Spiel so fasziniert und begeistert hat und durchaus valide Punkte gennant.
    Ich selbst habe nicht das gleiche Gefühl gegenüber Unity, fand es sogar regelrecht schlimm teilweise, aber das ist meine Meinung.
    Was ich damit sagen will: Wertungen lenken davon ab, worum es eigentlich geht, nämlich die Review.

    Done.

  • Das grundsätzliche Problem was ich seit jeher habe ist ja einfach dass ich nicht verstehe warum mir jemand sagen sollte was an Punkt A und B gut ist und was nicht. Oder noch schlimmer, dass er stellvertretend für die Allgemeinheit spricht. Als ob ein Großteil der Zielgruppe sprichwörtlich zu blöd ist sich aus den gegebenen Informationen ( ggf mehr wenn das Konzept dementsprechend geändert werden würde ) eine eigene Meinung zu bilden.


    Es braucht eben nicht die Meinung eines "Erfahrenen Spieleredakteurs" um das Spiel als solches zu beschreiben. Mir ist die Person dahinter quasi komplett egal denn mich interressiert das Spiel um das es auch dementsprechend gehen sollte. Jeder Mensch ist unterschiedlich, jeder Tester ist unterschiedlich, jedes Spiel ist unterschiedlich ... deshalb sind onjektive Tests UND subjektive Tests totaler Blödsinn. Einfach das Spiel total kalt und sachlich beschreiben, sehr detailiert und dann kann sich JEDER selber eine Meinung drüber bilden. So passt man sich automatisch an + 7 Mrd Individuen an und jedes Spiel hat gleiche Chancen / Vorraussetzungen.


    Allein dass mein Beispiel mit FF13-2 so absurd krasse Unterschiede in den Wertungen aufweist macht es eigentlich deutlich. Die Kultur ändert sich zwar, aber DAS SPIEL NICHT. Tester bewerten nicht die Zielgruppe auf die das Spiel aktuell gerichtet ist, sondern das Spiel an sich. Und wie können so absurd unterschiedliche Einschätzungen oder komplette Wertungen entsehen. Dadurch fällt die gesamte Aussagekraft von Reviews gegen 0 wenn jeder was komplett anderes behauptet.


    Schaut euch doch mal unterschiedliche Reviews zu Spielen an, was für große Unterschiede da teilweise herrschen. Ganz aktuell Ori -> 4Players bemängelt das ungenaue springen und Gamestar lobt die präzise Steuerung. Ja was denn nun? Stellenweise sind selbst die Redakteure nicht perfekt ( logisch ), deuten vieles nicht richtig, übersehen noch mehr oder wissen gewisse Sachen nicht zu schätzen ... Stellenweise ziehen sie komplette Wertungen zurück weil irgentwas falsch gemacht wurde. Jeder kennt es bestimmt wennn er sich in einem Spiel, einer Reihe oder einen Genre bestens auskennt und dann eine ziemlich lückenhafte Review liest wo an allen Ecken und Enden nachholbedarf wäre. Das Fazit eines Spiels kann doch nicht einfach davon anhängen welche Person es zufällig testet, wie seine Vorlieben und Abneigungen sind, wie sein aktueller Gemütszustand ist, wie hoch sein Frustfaktor ist ... etc.


    Das grundsätzliche Kontra gegenüber die "Zahlenpresserei" kann ich komplett nachvollziehen, jedoch verstehe ich dann nicht warum man jegliche Meinungen trotzdem toleriert. Wo ist denn der Unterschied zwischen "Grafik 10/10" und "Grafik ist phänomenal!!!"? Es gibt keinen, das eine ist nur anders umschrieben. Wenn der Test eines Schreibers ( stark runtergebrochen ) folgendes umschreibt: "Gameplay ist okay, die Story gut, die Grafik schlecht, aber der Soundtrack ist Bombe ... ". Kommt er im grunde auf genau das selbe Raster wie zum Beispiel eine Zahlenwertung von 1-10.


    Ich sehe das aktuelle Problem von Tests eben nicht in den Zahlenspielereien, sondern in der subjektiven Art und Weise und den zu großen Einfluss des Testers.


    @ Kamilleroboter
    Mein persönliches Problem zu Annikas Test war nicht die 10/10 Wertung ( obwohl es mal wieder ein schönes Beispiel ist wie unterschiedlich/subjektiv Reviews heutzutage sind ) sondern der eigentliche Test an sich. Für mich bot er viel zu wenig Informationen, zu wenig Inhalt, zu viele Vorkenntnisse zur Serie wurden verlangt ... etc. Die 5-7 kurzen Absätze hätten mir ( wäre ich ein AC Vollnoob ) nie im Leben ausgereicht um mich vom Kauf eines ~70€ Spiels zu überzeugen.