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  • Meine wahrscheinlich recht unpopuläre Meinung zu Pre-Order:


    Ich bestelle jedes Jahr drei bis vier Spiele vor und zwar genau die, von denen ich weiß, dass ich sie unabhängig von Testberichten bzw. Testwertungen spielen möchte, um mir ein eigenes Bild zu machen. Nicht nur das: Ich tu es sogar mit der Eintauschaktion bei Gamestop! Warum? Ich bekomme ein neu releastes Spiel für knapp unter 40€. Solange es sich also nicht gerade um ein Bethesda-Spiel oder ein neues PES handelt, die im Allgemeinen sehr schnell im Preis fallen, kann ich im Fall der Fälle immer noch privat verkaufen (und bekomme durch uneingelöste Pre-Order-Boni sogar eher den Neu- als den Gebrauchtpreis).


    Ich bin mir durchaus dessen bewusst, dass ich damit neben den Pre-Orders selbst obendrein ein zweifelhaftes Geschäftsmodell unterstütze, bei dem unwissende Eltern und alte Omchen letzten Endes durch den Kauf von überteuerten Gebrauchtspielen meine Neuware subventionieren. Mit dem kleinen "moralischen Schandfleck" kann ich aber durchaus leben.


    Ich glaube übrigens, dass es physische Spiele für die nächste Konsolengeneration ohnehin nicht mehr geben wird und sich der Einzelhandel auf Merchandise, plattformunabhängige Collectors-Editions und Download-Codes beschränken wird. Damit würden Sony und Microsoft sehr "elegant" den ungeliebten Gebraucht-Markt ausschalten, ohne sich damit unbeliebt zu machen, dass physische Spiele (die es dann ja nicht mehr gäbe) nicht mehr getauscht werden können, wie es Microsoft bei der One vorhatte. Dann wird auch das aktuelle Geschäftsmodell von Gamestop nicht mehr aufgehen, sodass sie entweder komplett auf Merchandise umsteigen oder komplett verschwinden.


    Wenn jemand mit mir schimpfen will, sollte er das wohl besser im Gaming-Bereich machen, bevor man hier mit der Offtopic-Keule vermöbelt wird. :whistling:

  • Wtf, Titanic? Sowas soll noch Satire sein?
    https://twitter.com/titanic/status/919869569405259776


    Was ich schön fand' dabei:
    https://twitter.com/LPDWien/status/919893899509936128

    Ich finde die Titanic Werbung auch etwas, nun ja, ehm, bedenklich. Ist natürlich reine, gezielte Provokation. Das Ganze sollte wohl so einen Shitstorm auslösen um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. (um ehrlich zu sein: ich finds eigentlich recht lustig, wenn auch moralisch nicht ok, aber Humor ist halt ein zweischneidiges Schwert)

  • Also wenn ich unbedingt die Collectors Edition eines Spieles haben möchte, muss ich doch vorbestellen um sie zu bekommen....verstehe also nicht warum jemanden der gerne die Sammlereditionen haben möchte immer vorgeworfen wird Teil des Problems zu sein etc.
    Aktuelles Beispiel: South Park-Die rektakuläre Zerreissprobe.


    Hab mir die CE direkt nach der Ankündigung auf Amazon vorbestellt, bin aber grad ziemlich sauer dass Amazon sie noch immer nicht verschickt hat und habe heute deshalb bei allen Läden wie Saturn, Gamestop usw angerufen, in der Hoffnung es ist noch irgendwo eine CE übrig....Fehlanzeige.


    Ich krieg sie jetzt zwar viel zu spät, aber immerhin bekomme ich sie. Ohne Vorbestellung hat man da oft keine Chance mehr...gut, bei Ubisoft ist es eher selten der Fall da es die meisten Editions auch Monate nach Release noch auf ihrem eigenen Shop gibt, aber versucht mal jetzt noch eine CE eines Spieles zu ergattern, das vor längerer Zeit erschienen ist.
    Was ich damit sagen will...wenn ich ein Spiel als CE besitzen möchte bestelle ich ohne zu zögern vor und nichts wird sich daran jemals ändern.
    Warum man eine völlig normale Standardedition eines Spieles vorbestellen sollte, erschliesst sich mir aber nicht. :huh:


    Warum ich aber eigentlich in diesen Thread gekommen bin: South Park kommt statt heute wohl erst am Freitag bei mir an...zusammen mit meinem Besuch am Wochenende und einer Geburtstagsfeier nächste Woche sehe ich keine Chance mehr dieses Spiel noch vor dem Release von Super Mario Odyssey durchzuspielen...vorallem es stressfrei und auf 100% durchzuspielen kann ich mir damit abschminken und das macht mich grade echt sauer :cursing:
    DAS sind mal ernste Probleme!!! :P

  • Wtf, Titanic? Sowas soll noch Satire sein?
    https://twitter.com/titanic/status/919869569405259776


    Was ich schön fand' dabei:
    https://twitter.com/LPDWien/status/919893899509936128

    Werde nie verstehen warum manche glauben Satire wäre nur eine lustige form von Spott oder so und hätte sowas wie Grenzen.


    Satire ist ganz bewusst überspitzt und tut manchmal weh. Hier ist die Aussage "Wehret den Anfängen" würde aber sicher nicht durchs Netz gehen, wenn eben nur das da stände.


    Warum man eine völlig normale Standardedition eines Spieles vorbestellen sollte, erschliesst sich mir aber nicht.

    Weil Amazon mir nur so rechtzeitig am Releasetag mein Spiel zukommen lassen kann.

  • Warum man eine völlig normale Standardedition eines Spieles vorbestellen sollte, erschliesst sich mir aber nicht.

    Weil Amazon mir nur so rechtzeitig am Releasetag mein Spiel zukommen lassen kann.

    Mit etwas Glück bekommt man das Spiel sogar 1 Tag früher und man hat halt am Launch sicher eine Physische Kopie des Spiels und muss nicht vorm Laden campen oder so.

  • Weil Amazon mir nur so rechtzeitig am Releasetag mein Spiel zukommen lassen kann.

    Mit etwas Glück bekommt man das Spiel sogar 1 Tag früher und man hat halt am Launch sicher eine Physische Kopie des Spiels und muss nicht vorm Laden campen oder so.

    Ich bekomme hier Spiele immer schon n paar Tage vorm Release im Laden. Nicht alle, aber jetzt gerade erst South par 2 Tage vorher und Marvel vs. Capcom sogar ne Woche früher.

  • @InFlame :Achso daran hab ich natürlich nicht gedacht, da ich selbst nur Collectors Editions vorbestelle.
    Alle anderen Spiele hol ich mir dann meistens direkt am Releasetag bei Saturn da ich auf dem Heimweg von der Arbeit sowieso vorbei fahre :D


    Kleines Update zu meinem Amazon-Fiasko: Nachdem ich den Kundenservice gefragt habe wieso die CE nicht abgeschickt wurde kam eine Entschuldigung mit einem zusätzlichen Gratis-Monat für Prime und sie meinten sie tun alles um das Spiel noch heute abzuschicken.
    Naja hilft mir jetzt auch nicht sonderlich weiter aber immerhin etwas :P

  • Wtf, Titanic? Sowas soll noch Satire sein?
    https://twitter.com/titanic/status/919869569405259776


    Was ich schön fand' dabei:
    https://twitter.com/LPDWien/status/919893899509936128

    Werde nie verstehen warum manche glauben Satire wäre nur eine lustige form von Spott oder so und hätte sowas wie Grenzen.


    Natürlich kann Satire Grenzen haben, und zwar immer dann, wenn die Meinungsfreiheit oder Kunstfreiheit gegen andere rechtliche Bestimmungen abgewogen werden muss. Ich finde zum Beispiel, dass im Fall des Böhmermann-Gedichts genau gezeigt wurde, wie es von rechtstaatlicher Seite funktionieren soll: Erdogan beruft sich auf ein geltendes (wenn in dem Fall auch fragwürdiges und folgerichtig bald abgeschafftes) Gesetz, das Gericht entscheidet zu Gunsten der Kunstfreiheit. Besser kann es ja eigentlich nicht laufen.


    Stell dir jetzt aber vor, dass unter dem Deckmantel der Satire beispielsweise der Holocaust geleugnet oder verharmlost wird. Ist bestimmt schon in dem einen oder anderen Bierzelt von Seiten eines Politikers oder "Kabarettisten" vorgekommen. Es steht außer Frage, dass bei sowas eine Grenze überschritten würde.



    Ich glaube übrigens, dass es physische Spiele für die nächste Konsolengeneration ohnehin nicht mehr geben wird [...]

    Ich bin mir zu 101% sicher dass es auch in der nächsten Gen. noch Retailfassungen geben wird.


    Hoffe ich zwar persönlich auch, aber ich denke, dass die Akzeptanz von digitalen Einkäufen und "Code in the Box"-Retail-Versionen bei PC-Spielen inzwischen so hoch ist, dass die Konsolenhersteller da lieber auch mitziehen wollen, als in Zukunft zwei bis drei Blu-Rays in die Packungen zu legen oder gleich ein ganz neues Datenträgerformat zu entwickeln. Da inzwischen auch nur noch wenig über 20GB-Day-One-Patches gemurrt wird, würden höchstwahrscheinlich die Gegenstimmen der ländlichen Internet-Regionen auch nicht mehr wirklich aufkommen. Dazu kommt dann, wie gesagt, das gleichzeitige Ausschalten des Gebrauchtmarktes.


    Der einzige mir einfallende Grund, der von Herstellerseite gegen die Digitalisierung spräche, wäre dass weder Sony noch Microsoft (oder wer in Zukunft auch immer eine AAA-Konsole entwickeln wird) an der Stelle ein Argument für den anderen liefern will, falls dieser doch noch klassische Datenträger unterstützt. Es wäre generell sicher ziemlich schlecht für den Markt, wenn Microsoft mit der One X wieder außerhalb der USA keinen Fuß fassen sollte, sich womöglich aus dem Geschäft zurückziehen würde und Sony bei den "HighEnd"-Heimkonsolen den Alleinunterhalter spielen würde.

  • Ich bin mir zu 101% sicher dass es auch in der nächsten Gen. noch Retailfassungen geben wird.

    Hoffe ich zwar persönlich auch, aber ich denke, dass die Akzeptanz von digitalen Einkäufen und "Code in the Box"-Retail-Versionen bei PC-Spielen inzwischen so hoch ist, dass die Konsolenhersteller da lieber auch mitziehen wollen, als in Zukunft zwei bis drei Blu-Rays in die Packungen zu legen oder gleich ein ganz neues Datenträgerformat zu entwickeln. Da inzwischen auch nur noch wenig über 20GB-Day-One-Patches gemurrt wird, würden höchstwahrscheinlich die Gegenstimmen der ländlichen Internet-Regionen auch nicht mehr wirklich aufkommen. Dazu kommt dann, wie gesagt, das gleichzeitige Ausschalten des Gebrauchtmarktes.


    Der einzige mir einfallende Grund, der von Herstellerseite gegen die Digitalisierung spräche, wäre dass weder Sony noch Microsoft (oder wer in Zukunft auch immer eine AAA-Konsole entwickeln wird) an der Stelle ein Argument für den anderen liefern will, falls dieser doch noch klassische Datenträger unterstützt. Es wäre generell sicher ziemlich schlecht für den Markt, wenn Microsoft mit der One X wieder außerhalb der USA keinen Fuß fassen sollte, sich womöglich aus dem Geschäft zurückziehen würde und Sony bei den "HighEnd"-Heimkonsolen den Alleinunterhalter spielen würde.

    Der Shitstorm wäre viel zu groß, wenn von jetzt auf Gleich beim neuen Generationswechsel plötzlich Retail komplett fehlen würde. Viele mögen die komplette digitalisierung nicht da sie ja auch viel Risiko mit sich bringt. Was man in der Hand hat, hat man. Wenn son onlinedienst aufeinmal weg ist, sind auch all meine Einkäufe weg wenn ich pech hab. Manche Sachen die man gekauft hat kann man heute garnicht mehr runterladen.
    Den Gebraucht Markt ausschalten wollte Mcrosoft ja auch mal und wir haben ja gesehen wohin das führte.

  • Stell dir jetzt aber vor, dass unter dem Deckmantel der Satire beispielsweise der Holocaust geleugnet oder verharmlost wird. Ist bestimmt schon in dem einen oder anderen Bierzelt von Seiten eines Politikers oder "Kabarettisten" vorgekommen. Es steht außer Frage, dass bei sowas eine Grenze überschritten würde.

    Lügen hat nichts mit Satire zu tun. Dementsprechend sprichst du ja selber von "unter dem Deckmantel". Die Frage ob Satire etwas nicht darf und was Satire ist, sind eben 2 Paar Schuhe.

  • Erdogan beruft sich auf ein geltendes (wenn in dem Fall auch fragwürdiges und folgerichtig bald abgeschafftes) Gesetz, das Gericht entscheidet zu Gunsten der Kunstfreiheit. Besser kann es ja eigentlich nicht laufen.

    Das Gericht entscheidet zu Gunsten der "Kunstfreiheit"? Das Gericht hat entschieden, dass die Wiederholung des Großteils des Gedichtes verboten ist.
    Die rot markierten Verse dürfen nicht wiederholt werden:
    https://upload.wikimedia.org/w…zu_LG_HH_324_O_255_16.png

  • Zum Thema Satire: Satire reizt stets zwei Grundgesetze, die in jeder Demokratie vorkommen aus. Das ist einmal das Gesetzt der Meinungsfreiheit und das Gesetz zur Erhaltung der Menschenwürde. Satire spaziert fröhlich zwischen beiden hin und her und die Definition bzw. Einhaltung dieser beiden Gesetze ist schwer, da sie sich beide oftmals auch aushebeln. Die Existenz der Satire zeigt auch die Schwäche einer Demokratie und wie selbst Demokratie nicht frei von Widersprüchen ist. Doch neben der Satire reizt der Populismus diese Grenzen aus und das erschreckende ist, er macht es besser und kommt mit mehr durch. Beide Formen versuchen sich gegenseitig auszuspielen und das allein kann die Form der Demokratie in wanken bringen und es zeigt auch, wie ratlos wir sind.


    Ich mag das was die Titanic gemacht hat nicht, aber nicht weil es zu weit geht, sondern weil ich es zu plump und dumm fand. Für mich persönlich ging es aber nicht zu weit, da das Ziel nun einmal jemand ist, den Demokratie ein Dorn im Auge ist. Dieses geschützt durch die Demokratie zu sehen, auf der einen Seite ist das fair und ich kann das verstehen, auf der anderen Seite, nö. letztendlich entscheidet das Gesetz wie darüber verhandelt wird, doch die persönliche politische Gesinnung der Beteiligten übt nun einmal einen Einfluss darauf aus. Mein Fazit: Grenzüberschreitung, nein, nicht sonderlich gut ausgeführt, ja.



    Was Vorbestellungen angeht: Ich bestellte eh nur sehr selten vor und bei den vergangenen malen war es Duke Nukem Forever, Mercenaries 2 und FF XV und das hat ja nicht so gut geklappt. Warum ich aber nichts mehr vorbestelle ist nicht auf die Spiele selber zurück zu führen, sondern wegen den Investoren. Vorbestellungen sind nun einmal ein gängiges Mittel, um den Investoren der Aktiengesellschaft gute Zahlen zu präsentieren. Da ich die Investoren für einen wichtigen Faktor der Implementierung von Lootboxen, Pay2Win Modellen, DLC's, Microtransaktionen, Vorbestllungen, verschiedene Laden Versionen, Boni und andere unsägliche Deals sehe, kann ich sowas nicht mehr unterstützen.


    Ich finde das Nemesis- System in Shadow of War richtig geil, Star Wars Battlefront 2 sah vom Content und Gameplay dieses mal richtig gut aus und Assassins Creed Origins hatte mich richtig begeistert, all diese Spiele wollte ich mir unbedingt kaufen. Ich werde es aber nicht machen und ich werde diese Spiele nie spielen können, egal wie günstig diese sind. Denn ich kann es nicht mehr mit mir selber vereinbaren, so einen Trend wie Lootboxen zu unterstützen. Darum habe ich da endgültig die Grenze für mich gezogen. Bei Vorbestellungen selber zieh ich die Grenze dahingehend, dass ich nichts mehr vorbestelle. Ich habe grundsätzlich nichts gegen Vorbestellungen, denn man freut sich auf ein Spiel und will es sich schonmal garantiert sichern. Was aber daraus gemacht wurde gefällt mir nicht und ich will mich nicht schlecht fühlen, etwas vorbestellt zu haben, darum lasse ich es. Mir tut es auch weh, sehr weh sogar das neue Assassins Creed nicht spielen zu können, ich will aber durch meinen Kauf nicht dazu beitragen, das Beifügen von Lootboxen ein weiteres mal zu rechtfertigen.


    Ich verurteile Leute nicht, denen das egal ist, aber und da bin ich ganz ehrlich, bin ich auf diese Leute sauer. Denn sowas trägt nun einmal zu diesen Negativ- Trend bei und da ich das nicht supporten will, muss ich so doof das jetzt klingen mag Opfer bringen. Das nehme ich den Leuten dann schon übel, aber ich werfe es ihnen nicht vor, denn sie sehen es anders oder sind da weniger empfindlich als ich. Nur finde ich es halt nicht gut und ob sich das jemals wieder ändern wird hängt wohl eher davon ab, welcher Publisher sich mal einen riesigen Schnitzer erlaubt un viel zu weit geht, als dass sich die Leute plötzlich ändern.

  • Stell dir jetzt aber vor, dass unter dem Deckmantel der Satire beispielsweise der Holocaust geleugnet oder verharmlost wird. Ist bestimmt schon in dem einen oder anderen Bierzelt von Seiten eines Politikers oder "Kabarettisten" vorgekommen. Es steht außer Frage, dass bei sowas eine Grenze überschritten würde.

    Eben das. Verallgemeinerungen führen oft zu nichts und eine Verallgemeinerung, für die das meiner Meinung nach zutrifft ist "Satire darf alles". Niemand darf alles. Nicht Satire, nicht Politiker und Dimplomaten, nicht Franz aus der Bismarck-Straße Nummer 3.
    Und es wird Zeit, dass sich Satiriker bewusst werden, dass auch sie eine gewisse Verantwortung haben in dieser von Hass durchfurchten Welt, dass sie nicht mit ihrer "Kunst" (die in diesem Fall unkreativ, unwitzig und schlecht gemacht ist) diesen Hass zu einem immer stärker lodernden Feuer machen.

  • Stell dir jetzt aber vor, dass unter dem Deckmantel der Satire beispielsweise der Holocaust geleugnet oder verharmlost wird. Ist bestimmt schon in dem einen oder anderen Bierzelt von Seiten eines Politikers oder "Kabarettisten" vorgekommen. Es steht außer Frage, dass bei sowas eine Grenze überschritten würde.

    Eben das. Verallgemeinerungen führen oft zu nichts und eine Verallgemeinerung, für die das meiner Meinung nach zutrifft ist "Satire darf alles". Niemand darf alles. Nicht Satire, nicht Politiker und Dimplomaten, nicht Franz aus der Bismarck-Straße Nummer 3.Und es wird Zeit, dass sich Satiriker bewusst werden, dass auch sie eine gewisse Verantwortung haben in dieser von Hass durchfurchten Welt, dass sie nicht mit ihrer "Kunst" (die in diesem Fall unkreativ, unwitzig und schlecht gemacht ist) diesen Hass zu einem immer stärker lodernden Feuer machen.

    Bestes Beispiel: JuliensBlog mit seinem "schwarzen Humor"

  • Es ist doch ein schleichender Prozess. Heute darf 'Satire' in Deutschland wesentlich mehr als sie es vor 50 Jahren durfte, obwohl sich die Gesetze dahingehend nicht geändert haben.
    Dass die 'Würde des Menschen unantastbar sei', wird im Kontext der Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit immer weiter aufgeweicht und in einem schleichenden Prozess an US-amerikanische Verhältnisse angeglichen, wo eben die Meinungsfreiheit quasi über allem steht.
    Vor 30 Jahren musste die Fassung eines AIDS-Spots, in der gerufen wurde 'Rita, wat kosten die Kondome?' in 'Tina, wat kosten die Kondome?,' geändert werden, weil ein Bezug zur damaligen Gesundheitsministerin Rita Süssmuth nicht hergestellt werden durfte. Das nur wegen des gleichen Vornamens?!
    Wenn man mal dem entgegenstellt, was man heute alles unter dem Deckmantel der Meinungs- und Pressefreiheit in Deutschland sagen darf.
    Menschengruppen dürfen in ihrer Würde herabgesetzt werden, einzelne Personen dürfen diskreditiert werden, etc.
    Im Böhmermann-Fall hat das Gericht zwar noch mal Grenzen gezogen, mich hätte es in der heutigen Zeit aber auch nicht mehr gewundert, wenn das Gericht das Gedicht als Satire hätte durchgehen lassen.
    Artikel 1 des GGs ist die 'Die Würde des Menschen ist unantastbar', leider dürfen Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit diese Würde immer stärker angreifen, obwohl sie im GG klar dem unantastbaren Würdegrundsatz untergeordnet sind. Wie gesagt, ein schleichender Prozess der letzten Jahrzehnte, weshalb es mich eben nicht wundert, wenn wir in naher Zukunft hinsichtlich dessen sehr nahe an US-amerikanischen Verhältnissen sind.