Daniel Vavra, Game Two und Akkuratesse in Videospielen

Du suchst die Action? In unserem Forum ist es etwas still geworden, aber schau doch auf unserem gut besuchten Discord Server mit über 600 Mitgliedern vorbei!
  • Was mich persönlich interessiert, wie eine (eurer Meinung nach) angemessene Reaktion des Entwicklers aussieht?
    Sollen die im Nachhinein noch andere Ethnien einfügen oder reicht ein Disclaimer das dies ein fiktives Werk ist
    und keinen Anspruch auf vollständige Authentizität stellt? Denn allein schon der Disclaimer wäre ja eine Aussage gegen dem
    selbstgesteckten Ziel eine sehr "realistisches" Werk zu erschaffen.

  • Das Entwicklerstudio hat sich dazu schon geäußert und dies etwas geschickter gemacht als Vavra:



    Das Wegbleiden von verschiedenen Ethnien muss aufgrund ihrer geringen Anzahl damals in Mitteleuropa und der sehr geringen Wahrscheinlichkeit auf diese zu treffen, nämlich nichts an der Authentizität des Spiels ändern. Das ursprüngliche Problem war halt die Aussage Vavras und der Beweggrund, der dahintersteckt, keine anderen Ethnien einzubauen.

  • Warte mal! Der Entwickler wird aber nicht zum Rassisten ernannt, weil er ein Burzum Fan ist, oder? (Übrigens keine Band, sondern ein einzelner Musiker namens Varg Vikernes)
    Denn dann wären wohl 98% aller Black Metal/ Metal Nerds ebenso Nazis.

    Ähm, wie bitte? Als jemand, der selbst gerne unter anderem Metal hört, lese ich ab und an in Metal-Foren rein, um mich über aktuelle Bands und Alben zu informieren. Die Band "Burzum" wird dabei in mehreren Foren schon seit vielen Jahren höchst kritisch beäugelt. Wenn dieses Thema mal aufkommt, liest man immer wieder von Metal-Fans, die sich von dieser Band distanzieren und Vikernes in keinster Weise unterstützen wollen. Es ist für mich daher nicht nachvollziehbar, wie du auf die Aussage "Denn dann wären wohl 98% aller Black Metal/ Metal Nerds ebenso Nazis." kommst. "Burzum" definiert sich nun mal direkt über den Musiker dahinter und nur weil man das Musikgenre Black Metal mag, heißt das noch lange nicht, dass man jeden fragwürdigen Mist abnicken und sich ins Regal stellen muss. Natürlich gibt es diejenigen, denen alles egal ist und die sich "Burzum"-Platten aufgrund von nostalgischer Verbohrtheit und eiserner Verdrängung sämtlicher Äußerungen des Mannes dahinter kaufen, aber von so einer krassen Verallgemeinerung wie "98%" zu sprechen? Glücklicherweise darf das stark angezweifelt werden. Sorry, aber mit solchen Aussagen ziehst du viele Metal-Fans durch den Dreck.


    Des Weiteren finde ich es immer schwierig, wenn eine Repräsentativfigur einer Firma sich die Freiheit herausnimmt, kontroverse T-Shirts während eines Interviews mit diversen Berichterstattern zu tragen. Daniel Vavra dürfte bekannt sein, dass "Burzum" jetzt nicht gerade Katy Perry ist und dass diese Band u.a. Zusammenhänge mit rechtsextremer Gesinnung vorweist. Hinter Vavra stehen im Übrigen die Warhorse Studios - laut Wikipedia ca. 80 Angestellte (2016). An seiner Stelle würde ich mir also drei Mal überlegen, ob ich während Interviews T-Shirts von Bands wie "Burzum" oder "Bathory" trage.


    Ich meine, es dürfte doch nicht so schwer sein darauf zu kommen, welche Verbindungen dann zwischen Daniel Vavra, den Warhorse Studios und kontroversen Inhalten gezogen werden können. Von all den wenig hilfreichen und teilweise höchst törichten Aussagen Vavras ganz zu schweigen...

  • Warte mal! Der Entwickler wird aber nicht zum Rassisten ernannt, weil er ein Burzum Fan ist, oder? (Übrigens keine Band, sondern ein einzelner Musiker namens Varg Vikernes)
    Denn dann wären wohl 98% aller Black Metal/ Metal Nerds ebenso Nazis.

    Ähm, wie bitte? Als jemand, der selbst gerne unter anderem Metal hört, lese ich ab und an in Metal-Foren rein, um mich über aktuelle Bands und Alben zu informieren. Die Band "Burzum" wird dabei in mehreren Foren schon seit vielen Jahren höchst kritisch beäugelt. Wenn dieses Thema mal aufkommt, liest man immer wieder von Metal-Fans, die sich von dieser Band distanzieren und Vikernes in keinster Weise unterstützen wollen. Es ist für mich daher nicht nachvollziehbar, wie du auf die Aussage "Denn dann wären wohl 98% aller Black Metal/ Metal Nerds ebenso Nazis." kommst. "Burzum" definiert sich nun mal direkt über den Musiker dahinter und nur weil man das Musikgenre Black Metal mag, heißt das noch lange nicht, dass man jeden fragwürdigen Mist abnicken und sich ins Regal stellen muss. Natürlich gibt es diejenigen, denen alles egal ist und die sich "Burzum"-Platten aufgrund von nostalgischer Verbohrtheit und eiserner Verdrängung sämtlicher Äußerungen des Mannes dahinter kaufen, aber von so einer krassen Verallgemeinerung wie "98%" zu sprechen? Glücklicherweise darf das stark angezweifelt werden. Sorry, aber mit solchen Aussagen ziehst du viele Metal-Fans durch den Dreck.

    Ich ziehe niemanden in den Dreck, sondern hinterfrage das Abwerten einer Person nur weil diese eine Band/ einen Musiker mag oder diesen für sich wichtig findet.
    Und auch wenn sich jeder Metal-Fan mit Verstand von Vikernes und seinem Irrsinn distanziert, bleiben viele seiner Alben in Metalkreisen hoch angesehen.

  • Nur damit niemand, der sich nicht mit Metal/ Black Metal auskennt, denkt, dass ich mir die Beliebtheit von Burzum ausdenke:


    Top 30 Black Metal Alben mit 2 Burzum Alben (Loudwire): http://loudwire.com/top-black-metal-albums-of-all-time/


    Top 100 Black Metal Alben mit 3 Burzum Alben mit 'Filosofem' auf Platz 1 (Rate Your Music): https://rateyourmusic.com/cust…limit=none&countries=



    Die 10 besten Black Metal Alben Forum Post vom Metal Hammer Forum (Ihr könnt ja selber nachzählen wie of Burzum vorkommt :p): http://forum.metal-hammer.de/f…besten-black-metal-alben/


    Ihr könnt im Prinzip jedes Ranking der wichtigsten Black Metal Alben raussuchen und werdet dabei garantiert auf Burzum stoßen, weshalb ich es schwachsinnig finde, diesen Mann das Tragen eines Burzum Shirts böse anzurechnen.

  • Auch wenn wir langsam abschweifen...


    Ich ziehe niemanden in den Dreck, sondern hinterfrage das Abwerten einer Person nur weil diese eine Band/ einen Musiker mag oder diesen für sich wichtig findet.Und auch wenn sich jeder Metal-Fan mit Verstand von Vikernes und seinem Irrsinn distanziert, bleiben viele seiner Alben in Metalkreisen hoch angesehen.


    ... das verneine ich, denn dafür gibt es im Metal einfach zu viele Subgenre und auch Szeneabgrenzungen. In Black Metal-Kreisen mag das zu einem hohen Prozentsatz zutreffen (wobei ich auch hier nicht von über 90% ausgehe), in anderen Bereichen interessiert man sich schlicht nicht für Burzum, noch schätzt man die Alben besonders Wert.


    Gerade im eher links angehauchten Hard- und Metalcore-Bereich, würde keiner auf die Idee kommen ein Burzum-Shirt zu tragen, noch das musikalische Vermächtnis wertzuschätzen. Da nimmt man tatsächlich noch viel eher Abstand von solchen Künstlern und auch den Werken. Ausnahmen gibt es natürlich immer, aber meine vielen Jahre in der Hard- und Metalcore-Ecke haben mir immer wieder gezeigt, dass da weiter Abstand von solchen Bands und Musikern genommen wird :D

  • @MrLackMeier


    Du verallgemeinerst aber recht viel, wenn du von "Metalkreisen" sprichst und auf irgendwelche Rankings verweist. Ich könnte dir ebenso Metal Hammer und Deaf Forever Threads raussuchen, wo diese Band kategorisch abgelehnt wird und die Leute sich über die Absurdität der Person dahinter lustig machen.


    Und schwachsinnig finde ich die Vorwürfe keinesfalls - siehe zweiter Teil meines Beitrags. Als Repräsentativfigur einer Firma solltest du dir dessen bewusst sein, welche Schlüsse die Öffentlichkeit ziehen könnte, wenn du in Interviews "Burzum" oder "Bathory" T-Shirts trägst. Es sei denn, du willst diese Parallelen bewusst herstellen.

  • Ich halte den Artikel für schwach, denn die GameStar verbeißt sich zu sehr darauf, sich zu verteidigen und ich lese nicht, dass sie manche Sachen hätten besser machen können. Ich lese nicht wie sie ihre eigenen Aussagen zum Thema Realismus selbst reflektierend behandeln, generell lese ich keine Form von eigener Meinung, ich lese eine distanzierte Position heraus. Gerade bei Kingdom Come war GameStar mit Leidenschaft dabei und hat Persönlichkeit gezeigt, das lese ich hier nicht mehr raus, in welcher Form auch immer.


    Was mich an den Artikel stört ist, dass nicht darauf eingegangen wurde, den Leuten über solche Dinge zu informieren, da man über sowas durchaus bescheid wissen sollte. Auch wie die persönliche Ideologie einer Person die Kunst nachhaltig beeinflussen kann, einmal durch sich selbst, einmal durch die Meinung, die sich andere bilden. Ich lese auch keine Analyse, oder Meinung zu den Statemens. Ich hinterfrage auch, ob die GameStar ohne Aufschrei überhaupt im nachhinein etwas zu Daniel Vavras Person geschrieben hätte, auch die Eröffnung des Artikels halte ich für ignorant.


    Ich rede hierbei von den Satz - "Ungewöhnlich«, weil ein problematisches Spiel normalerweise erst nach Release zerpflückt wird"


    Das impliziert, dass da eine Methode bzw. Muster seitens der Berichterstatter vorliegt. Gerade im Jahr 2017 wurden viele Spiele vor dem Release kritisiert und man sollte auch fragen, wieso die Meinung besteht, es wäre anders. Wieso kommen solche Dinge spät raus, oder werden viel zu spät behandelt? Gründe gibt es viele und wenn man so eine Pauschale trifft, sollte man diese auch genauer erklären.


    Fazit: Ich lese in erster Linie Rechtfertigungen, ohne wirkliche Argumente heraus, die Verbindung zwischen Kunst und Künstler wird nicht genau hinterfragt. Es wird sich nur auf das Realismus- Argument, mit der Person Daniel Vavra eingegangen, aber nicht wieso solche bereits seit langen bekannte Ideologien nicht besprochen wurden. Auch die Journalistische Verantwortung, eine Klare Meinung und wieso das Thema Rassismus noch immer nicht so behandelt wird, wie es sollte. Wieso wird David Cages Fall in eine News abgehandelt, Vavras Fall aber in einen Artikel?


    Ich bin unzufrieden mit dem Artikel.


    Ich beziehe mich nur auf den Artikel, das Video habe ich noch nicht gesehen.

  • @Don Stylo


    Ich les da gar keine Rechtfertigung, im Gegenteil scheint mir das eine sehr nüchterne Aufarbeiter des ganzen zu sein. Und auch schön herausgearbeitet, dass weder die Person und schon gar nicht das Entwicklerteam zweifelsfrei in eine Rassismsuecke getsellt werden kann.


    Die GS ist auch nicht dafür da Spiele kaputtzuschreiben, weil ihnen irgendwer vermeindlich nicht passt.

  • Ich verlange und erwarte auch nicht, dass sie Spiele kaputt schreiben. Ich erwate aber, dass sie zumindest begründen, wo sie für sich selber die nötige Relevanz sehen bzw. wo genau sie hingehen wollen.


    Sich gegen Vorwürfe zu wehren rechne ich der GameStar auch nicht negativ an, sie haben bereits auf der ersten Seite diese Vorwürfe behandelt. Nur zieht sich das leider über den ganzen Artikel und differenziert an die Sache heran zu gehen mag legitim und eventuell auch richtig sein, nur liest sich das, als würden sie diverse Dinge abhandeln, aber nicht wirklich in die Tiefe gehen.,


    Bei den Video ist es schon besser, da wird mehr hinterfragt, wobei das Video kein Statement ist, sondern der Artikel. Das Video ist noch einmal mehr auf die allgemeine Diskussion bezogen.

  • Dann nachdem ich beides gelesen habe werde auch ich hier mal Stellung beziehen:

    Ich rede hierbei von den Satz - "Ungewöhnlich«, weil ein problematisches Spiel normalerweise erst nach Release zerpflückt wird"


    Das impliziert, dass da eine Methode bzw. Muster seitens der Berichterstatter vorliegt. Gerade im Jahr 2017 wurden viele Spiele vor dem Release kritisiert und man sollte auch fragen, wieso die Meinung besteht, es wäre anders. Wieso kommen solche Dinge spät raus, oder werden viel zu spät behandelt? Gründe gibt es viele und wenn man so eine Pauschale trifft, sollte man diese auch genauer erklären.

    Da hast du Recht, nur ist dies meiner Meinung nach ein typischer Fall von "Wie es in den Wald hineinbrüllt, so schallt es auch hinaus."


    Es wird sich nur auf das Realismus- Argument, mit der Person Daniel Vavra eingegangen,

    Weil es auch das einzige Argument ist, was sich faktisch überprüfen lässt. Dabei aber mit 2 kleinen Problemen: 1. Kann man das erst beurteilen wenn das Spiel draußen ist und 2. Kann man selbst bei einem Spiel, dass auf Authenität baut sich damit rausreden, dass es immer noch eine gewisse Abstraktion gibt.


    Wieso wird David Cages Fall in eine News abgehandelt, Vavras Fall aber in einen Artikel?

    Tja simpel, weil der Fall um Vavra jetzt nunmal mehr Aufmerksamkeit bekam. Das kann man jetzt der Gamestar vorwerfen, dass sie nicht ihre Aufmerksamkeit den Themen widmen, die relevanter wären. Genauso kann ich aber da einen Strick für Robin draus machen und sagen, dass durch seine Aufmerksamkeit er verhindert hat, dass weitaus besprechenswertere Themen behandelt werden. Pick your Poison.

    Was mich an den Artikel stört ist, dass nicht darauf eingegangen wurde, den Leuten über solche Dinge zu informieren, da man über sowas durchaus bescheid wissen sollte. Auch wie die persönliche Ideologie einer Person die Kunst nachhaltig beeinflussen kann, einmal durch sich selbst, einmal durch die Meinung, die sich andere bilden.

    Puh ich halte es nun nicht wirklich vonnöten das zu erwähnen, aber wenn du meinst: Ja die Einstellungen eines Künstlers können einen Einfluss auf seine Werke haben, wie groß dieser ist, oder überhaupt vorhanden (gerade in einem Werk mit vielen "Künstlern" entscheidend), und welche Teile seiner Überzeugungen einfließen, kann man wohl nur am Beispiel herrausfinden.
    Und das muss man wohl niemanden mitteilen, denn es ergibt sich logisch, dass Kunst halt nicht im Vakuum passiert.

    Ich lese in erster Linie Rechtfertigungen, ohne wirkliche Argumente heraus, die Verbindung zwischen Kunst und Künstler wird nicht genau hinterfragt.

    Die Verbindung zwischen Kunst und Künstler wird nicht hinterfragt, weil es da keinen klar richtigen Standpunkt gibt. Das sollte doch nun wirklich jedem der in diesem Forum sich herumtreibt so langsam klar sein. Es wird immer Leute geben, die Kunst absolut vom Künstler abstrahieren können und andere, die das nicht können. Keiner von beiden Standpunkten ist der Richtige.


    Und ich finde es wird auch klar auf welcher Seite da die Gamesstar steht, nämlich auf der Seite der Abstraktion von Kunst und Künstler. Im Video wird dies sehr offensichtlich, aber selbst im Artikel kann man dass meiner Meinung nach klar am Fazit herrauslesen.

    Auch die Journalistische Verantwortung, eine Klare Meinung und wieso das Thema Rassismus noch immer nicht so behandelt wird, wie es sollte.

    Und weil es wie oben beschrieben keinen klaren Standpunkt gibt es dementsprechend keine richtige Art mit diesem Rassismus umzugehen. Gamestar erfüllt da durchaus ihre Verantwortung, wie man zum Beispiel bei Hatred gesehen hat; aber in einem solchen Fall hat man da auch nichts falsch gemacht, wenn man die Ansichten des Entwicklers herrauslässt, sofern sie eben in der Kunst nicht vorhanden ist.
    Was ich aber sagen kann ist das Gamestar sich da so verhält wie der Rest der Welt im Normalfall auch. Man kriegt ja auch bei Filmereviews von Filmen mit Tom Cruise nicht eine Präambel die dich erstmal über seine Verbindung zu Scientology aufklärt oder vor einer Review zu Büchern von H.P. Lovecraft erstmal noch ein historsichen Abriss zu dessen Rassismus. Es ist also der Normalfall, dass bei Bewertung von Kunst (meist) lediglich das Werk herrangezogen wird und dann eben auch nur über die Dinge gesprochen wird die man im Werk lesen oder Herrauslesen kann.
    Deshalb sollten wohl alle, für die sowas ein Problem ist sich wohl daran gewöhnen müssen sich derartige Infos selbstständig besorgen zu müssen, oder Kanäle zu finden, wie Hooked, die dies mitliefern. Solche Infos jedoch von jedem zu fordern wäre denke ich kontraproduktiv.

    Ich hinterfrage auch, ob die GameStar ohne Aufschrei überhaupt im nachhinein etwas zu Daniel Vavras Person geschrieben hätte, auch die Eröffnung des Artikels halte ich für ignorant.

    Und wie oben geschrieben nein, wahrscheinlich wäre da nichts gekommen, außer diese Ideologie wäre klar im Werk, also Spiel vorhanden. Das wäre aber eben auch nicht unbedingt etwas Schlechtes/Falsches. Und selbst bei der jetzt entstandenen Kontroverse um das Realismusargument würde ich mal schätzen, dass man nicht herrausfinden kann, ob dies nun aus rechtem Gedankengut oder den Anspruch auf hisorische Korrektheit geschah und wir verurteilen nun mal Leute aufgrund von Fakten und dies sollte auch in der Gesellschaft mal wieder etwas mehr Fuß fassen.

  • @Don Stylo
    In dem Artikel setzten sie sich hauptsächlich mit den Vorwürfen gegen Vavra und Kingdom Come auseinander und besprechen halt die Antworten, die sie von Vavra auf ihre Nachfrage bekommen haben. Man kann jetzt den Antworten von Vavra Glauben schenken oder nicht, aber zumindest hat er sich erklärt und klar gestellt, dass er sich von dergleichen rassistischem und rechtsextremen Gedankengut distanziert und damit nichts zutun habe.
    Weiterführend wie die GameStar mit dem Thema Kunst/Künstler und Politik in und um Videospiele umgeht, haben sie in dem Video besprochen.


    Der Artikel ergänzt durch das Video, ist, wie ich finde, insgesamt recht gelungen.

  • In dem Artikel setzten sie sich hauptsächlich mit den Vorwürfen gegen Vavra und Kingdom Come auseinander und besprechen halt die Antworten, die sie von Vavra auf ihre Nachfrage bekommen haben.

    Ich wüsste auch nicht ob man als Gamestar da sonderlich mehr in die Tiefe gehen sollte oder könnte.
    Natürlich ist der Text für jeden unbefriedigend, der Vavra verbal aufs Maul hauen wollte, aber die Antworten von Warhorse und ihm sind halt erwartbar.


    -"Daniel Vavra, sind sie ein rechtsextremer Rassist?"
    -"Ja, natürlich bin ich das!"
    Wird man halt nicht hören.


    Im Grossen und Ganzen fand ich den Artikel von Gamestar vor allem eines: aufschlussreich, da es den Leuten leichter fällt sich eine eigene Meinung zu bilden.
    Was mich aber tatsächlich etwas genervt hat, ist die Erwähnung der Familiengeschichte oder Historie des Landes im Kontext des Nationalsozialismus, Faschismus und Kommunismus und die Nutzung dessen als Argument. Ich kann kein Nazi sein, mein Land und meine Familie litten doch unter den Nazis! Polen und Kroaten litten auch unter den Nazis, dennoch bildeten sich in beiden Ländern AfD-ähnliche Regierungen. Die aktuelle Zeit formt die Meinung und Persönlichkeit, nicht eine Vergangenheit, die man nicht erlebt hat.

  • Was mich aber tatsächlich etwas genervt hat, ist die Erwähnung der Familiengeschichte oder Historie des Landes im Kontext des Nationalsozialismus, Faschismus und Kommunismus und die Nutzung dessen als Argument. Ich kann kein Nazi sein, mein Land und meine Familie litten doch unter den Nazis! Polen und Kroaten litten auch unter den Nazis, dennoch bildeten sich in beiden Ländern AfD-ähnliche Regierungen. Die aktuelle Zeit formt die Meinung und Persönlichkeit, nicht eine Vergangenheit, die man nicht erlebt hat.

    Vielleicht solltest du dann einfach mal darüber nachdenken ob alle rechts-konservativen Meinungen direkt mit Nazis gleichzusetzen sind. Menschen, die keine Flüchtlinge aufnehmen wollen und/oder straffällig gewordene unter ihnen abschieben möchten mit einem Regime gleichzusetzen, welches systematisch Tötungslanger und Infrastruktur zum Töten erschaffen hat, ist nicht nur reichlich naiv sondern verharmlost auch das, was zwischen 1933 und 1945 in Deutschland passiert ist.


    Nazi brüllen ist einfach. Sich mit Dingen mal ein bisschen intensiver auseinanderzusetzen und sich mit der bewegten Geschichte Polens, welches bereits zwei mal von der Landkarte verschwunden ist und deswegen ein minimal anderes Nationalbewusstsein und ein anderen Selbsterhaltungstrieb vorzuweisen hat, ist nicht so einfach.


    Mittlerweile muss ich mich als Wähler von Die Linke fast schämen, die engstirnig und leichtfertig man andere Leute verurteilt ohne sich überhaupt ein komplettes Bild machen zu WOLLEN und wie man sich selbst auf der Linken Seite des politischen Spektrums als moralische Instanz aufspielt, die man nicht ist. Vor allem wenn es um Rechtsstaatlichkeit geht.


    Ich finde die GameStar hat hier den exakt richtigen Weg gewählt. Im Gegensatz zu Robin, der mir eh zunehmen mit seinem Finger Pointing und "Ich bin der Gute" unsympathisch wird. Robins Anschuldigungen gegen GameStar und GameTwo sind fast schon rufschädigend.

  • Vielleicht solltest du dann einfach mal darüber nachdenken ob alle rechts-konservativen Meinungen direkt mit Nazis gleichzusetzen sind. Menschen, die keine Flüchtlinge aufnehmen wollen und/oder straffällig gewordene unter ihnen abschieben möchten mit einem Regime gleichzusetzen, welches systematisch Tötungslanger und Infrastruktur zum Töten erschaffen hat, ist nicht nur reichlich naiv sondern verharmlost auch das, was zwischen 1933 und 1945 in Deutschland passiert ist.

    Keine Angst, da hab' ich genug Einblick in die Geschichten der Länder. Dass Polens Nationalismus nicht komplett gleichzusetzen ist mit dem, was in Deutschland geschehen ist, ist klar. Dass Polens rechtskonservative Bewegung teilweise aber rechtsradikale Züge annimmt ist leider Tatsache. Aufgrund einer angeblichen Islamisierung oder Afrikanisierung, die in ihrem Land gar nicht stattfindet. Damit meine ich primär die lächerlichen Fackelproteste in Warschau.
    Bei Kroatien handelt es sich um ein Land, welches im 2. WK eine faschistische Republik gegründet hat und sich heute oft darauf besinnt (inkl. faschistischem Gruss und Gedenktafeln)


    Mir ist überaus bewusst, dass man als jeweiliger Verteter einer politischen Ansicht schnell Gefahr läuft, sich selber als moralische Instanz zu sehen, gegenüber den aus unserer Sicht 'weniger fortschrittlich denkenden Rechtskonservativen'. Das ist etwas, was mich an Linksliberalen/progressiven selber enorm aufregt, also tut mir Leid falls mein eigener Post so wirkte.

  • REPOST AUS DEN YOUTUBE KOMMENTAREN

    Bei dem GamerGate Thema würde ich gerne auf Roland Barthes verweisen, der hat schon vor Ewigkeiten gefordert Autoren von ihren Machwerken zu trennen völlig unabhängig von deren politischer Gesinnung etc.. Dem würde ich mich nahezu uneingeschränkt anschließen, es ist völlig irrelevant für die Qualität von Kingdom Come und außerdem, meiner Meinung nach respektlos den einzelnen Mitarbeitern gegenüber die schließlich viel Zeit und Mühe in das Projekt investiert haben, was der Director für eine politische Gesinnung hat oder auch nicht.
    Zu GamerGate im Allgemeinen, ich finde Anita Sarkeesian ist eine absolut lächerliche Persönlichkeit, dennoch gibt das niemandem das Recht ihr Morddrohungen oder Ähnliches zukommen zu lassen, aber sie ist einfach nicht ernstzunehmen. Sie deaktiviert Bewertungen auf ihrem YouTube Kanal, schürt Hass gegen Männer und schreit grundlos Leute wie z.B. Boogie2988 oder andere auf Conventions zusammen die entweder nur Fragen stellen oder sich ihr gegenüber kritisch äußern. So jemand sollte auf keinen Fall für die Feministische Bewegung sprechen.

    Dazu wie Frauen in Videospielen dargestellt werden, ich mag überzeichnete Ecchi Clichees in Anime, Videospielen etc.. Ich suche aktiv nach solchen Spielen bei Steam oder ähnlichem und habe meist auch Spaß daran, bin ich deshalb jemand der Frauen als minderwertig ansieht oder zum Sexualstraftäter wird, ich glaube nicht. Es ist schon ein starkes Stück was sich manche Leute, z.B. Anita Sarkeesian rausnehmen. Wer ist sie Spiele an den Pranger zu stellen die bestimmten Leuten Unterhaltung bieten ? Wer ist sie mir vorschreiben zu wollen an was ich Vergnügen haben soll und an was nicht ? Es ist doch die, letztlich beste Form von Fantasieauslebung, es ist nicht möglich, dass jemand dabei zu Schaden kommt, da es nunmal rein virtuell ist, ob sich dabei jemand angegriffen fühlt sollte allen egal sein. Ein Beispiel, wenn sich jemand von Witzen über z.B. Suizid angegriffen fühlt, ist es eigentlich sein eigenes Problem, da ihm meine oder die Meinung dessen, der den Witz macht etwas bedeutet.

    TL;DR
    Man sollte auf keinen Fall Kaufentscheidungen treffen auf den Gesinnungen der Entwickler basierend. GamerGate ist mittelgroßer Schwachsinn.

  • Die Reaktion von GameStar: Kingdom Come: Deliverance - Die Reaktion auf die Rassismus-Vorwüfe.


    Ich selbst kam noch nicht dazu es zu lesen - hoffe jedoch, dass die Aufarbeitung nicht so "schwach" ausfällt wie bei 4Players :)

    Was soll, denn bitte schwache Aufarbeitung bedeuten ?! Es ist doch eigentlich überhaupt nicht notwendig, einen Kommentar abzugeben. Bin zwar niemand der die Gamestar oder 4players lesen würde, dennoch haben sie doch lediglich über das Spiel berichtet. Es ist völlig irrelevant welche politische Gesinnung der Director hat, vorallem für Videospielmagazine.