Einfluss von Entwicklern auf Trailer

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  • Hallo Zusammen!


    Da Robin im"Ultraviolence & häusliche Gewalt"-Video den Entwicklern eine Mitschuld an der fragwürdigen Vermarktung (c.a. 11:30 - Marke im Video -> "[...] bei den Sony und ihre Entwickler nicht so recht zu wissen scheinen, wie sie es vermarkten [...]".


    Auch wenn im Video größtenteils nur von Sony die Rede ist, frage ich mich, ob in diesem Nebensatz den Entwicklern vielleicht etwas zu unrecht nachgesagt wird. Vergleicht man das ganze nämlich mal mit der Filmbranche, wo beispielsweise Alan Tylor über die Trailer von Terminator Genisys auch nicht begeistert war (http://uproxx.com/movies/terminator-genisys-alan-taylor/). Oder Trevorrow über einem Jurassic World Trailer (https://www.theguardian.com/fi…-trailer-showing-too-much). In beiden Fällen hatten beide keinen wirklichen Einfluss auf die Trailer. Da stellt sich mir die Frage, ob das in unserer Gamingwelt anders ist.


    Weiß jemand wie es da in der Spielbranche aussieht? Ich weiß nur, dass Kojima seinen Tweets nach die Trailer mitproduziert. Bei allen anderen Spielen habe ich keinen Plan wie das abläuft.

  • Ich glaube was die Produktion von Trailern angeht ist es meistens so, dass das Marketing diese prüft und Änderungen den Videoeditor weitergibt. Also quasi die Entwickler bzw. ein Team schneiden Trailer, das letzte Wort hat aber die PR Agentur, diese geben auch vor wie er zu sein hat. Zumindest glaube ich wird das so gehandhabt, vielleicht schneiden manche PR Agenturen selber die Trailer und fordern nur das Rohmaterial an. Je nach Vertrag mit Publishern kann der Entwickler eventuell sogar ein Veto einlegen oder selber entscheiden wie der Trailer auszusehen hat, glaube ich aber weniger.

  • Nach meiner Erfahrung läuft Entwicklung und Vermarktung sehr getrennt ab. Selbst Indie-Entwickler benötigen häufig externe Publisher die Marketing, PR und Werbung übernehmen (-> wie Develover Digital). Natürlich redet man miteinander und kennt die Leute. Letztlich will natürlich jeder, dass das Spiel bestmöglich an den Kunden gebracht wird. Allerdings hat ein Publisher, grade im AAA-Bereich natürlich alle Fäden in der Hand und kann ein Spiel so vermarkten wie er will, auch wenn das gegen die eigentliche kreative Intention der Entwickler gehen sollte. Das kann auch durchaus einen starken Einfluss auf das Produkt an sich haben, siehe z.B. die westliche "Entschärfung" kritischer Themen in Drakengard.



    Je nach Vertrag mit Publishern kann der Entwickler eventuell sogar ein Veto einlegen oder selber entscheiden wie der Trailer auszusehen hat, glaube ich aber weniger.

    Im absoluten Normalfall nicht^^ Es zeichnet gutes, professionelles Marketing aus, das große Differenzen erst gar nicht vorkommen. Und selbst wenn, an dem Punkt an dem man mit Vertragsklausen argumentieren muss ist ein Vertrauensverhältnis und die Möglichkeit einer guten Zusammenarbeit sowieso über den Jordan.