Fortsetzungen, die gemeinhin als schlecht gelten, Ihr selbst aber total mögt

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  • Hallo. Kennt ihr das, wenn viele Leute Fortsetzungen von bestimmten Filmen absolut nicht mögen, aber euch selbst gefallen diese und ihr habt großen Spaß daran?


    Mir geht es so z.B. bei Gremlins 2, Jurssic Park 2 und 3, MIB 2, Home Alone 2 und noch ein paar, die mir jetzt nicht einfallen.


    Bei den Filmen kann ich überall anerkennen, dass die zum Teil nichts neues machen oder schwache Drehbücher haben, aber ich bin wegen der Erstlinge so gerne bei den Charakteren oder in dieser (Film)Welt unterwegs, dass ich auf diese Schwächen pfeifen kann.


    Ich finde solche Filme sind schwer einzuordnen, weil sie nicht schlecht genug für Guilty Pleasures sind, aber halt auch objektiv keine guten Filme sind.

  • Ich mochte Terminator 4 und 5.


    Terminator 4 hat das Universum von einer realistischeren und moderneren Seite gezeigt, auch wenn die Story jetzt nicht das beste war.
    Terminator Genisys hat mich sehr gut unterhalten und ich fand den (zugegeben) etwas schwer zu verstehenden Zeitreisen-Plot sehr interessant. Besonders die 1. Hälfte des Films fand ich super. Außerdem ist Arnie immer gut :D

  • 'Scrubs: Med School', das Spin-Off von 'Scrubs: Die Anfänger', was in Deutschland leider fälschlicherweise als Staffel 9 anstatt als Staffel 1 einer neuen Serie vermarktet wurde, ist gar nicht mal so übel.


    Es kommt lange nicht an Staffel 1 und 2 vom ursprünglichen Scrubs heran, aber das hat Scrubs selber danach auch nie mehr geschafft. Die Gags waren zwar immer noch gut, aber das Drama nicht mal ansatzweise auf dem Level. Das ist auch gar nicht schlimm, weil zum einen sehr schwer (die ersten beiden Staffeln von Scrubs sind da fast ungeschlagen), zum anderen war die Serie ja trotzdem immer noch sehr gut. Und "Staffel 9" als Serie mit ordentlichen Gags, zugegebenermaßen nur knapp überdurchschnittlichen Charakteren und einigen tollen Nostalgie-Momenten hatte in jeder Beziehung seine Daseinsberechtigung und ich hätte gerne mehr davon gesehen. Ich mag sie jetzt nicht total, aber die allgemeine Meinung ist ja eher "Tötet es bevor es Eier legt", von daher finde ich den Kontrast da schon gegeben.


    Der allergrößte Rotz war aber das neue Intro. :D

  • Wenn wir das auch auf Spiele anwenden, muss hier Bioshock 2 erwähnt werden. Der Twist vom ersten Teil ist nicht zu toppen, aber die Story im 2. funktioniert für mich. Das Gameplay ist sehr viel besser und das Leveldesign auch. Und auch der Teil hat seine Magic Moments; z.B. das Level in der Themenfahrt oder wenn man eine Little Sister spielt und die Welt aus ihren Augen sieht.
    Ausserdem hat dieser Teil einen sehr unbekannten aber grossartigen DLC. Nämlich "Minerva's Den" . Der hat dann auch wieder einen Twist, den man so schnell nicht vergisst.

  • Die Gags waren zwar immer noch gut, aber das Drama nicht mal ansatzweise auf dem Level.

    Staffel 8 Folge 2 "Mein bester Fall" aka. Steak Night.
    Case closed.

    Ja, die drei Drama-Folgen die es ab Season drei pro Jahr gab waren nie wirklich schlecht, meistens sogar gut. Ich sag ja nicht, dass die Macher das verlernt hatten. Aber in den 21 anderen Folgen pro Season hat es halt kaum eine Rolle mehr gespielt. Das war einfach nur noch reine Comedy. Richtig gute Comedy, zweifelsohne. Aber es gab keinen "Arc" mehr, die Zusammenhänge zwischen den Folgen fehlten so ein bisschen. Staffel 1 sollte man von Episode 1 bis 24 durchgucken. Ob man von Staffel 5 jetzt in der Reihenfolge 2, 10, 4, 9, 11 ... guckt, macht keinen großen Unterschied.


    Aber auch interessant, wie man von einer Folge auf sechs Staffeln schließen und dann auch einfach den case closen kann. :P


    StewTM ist gut in Dark Souls! Ich habe den Capra Demon besiegt. Case closed! (Die 20 gescheiterten Versuche hat es nie gegeben! hkdLol )

  • Staffel 8 Folge 2 "Mein bester Fall" aka. Steak Night.Case closed.

    Ja, die drei Drama-Folgen die es ab Season drei pro Jahr gab waren nie wirklich schlecht, meistens sogar gut. Ich sag ja nicht, dass die Macher das verlernt hatten. Aber in den 21 anderen Folgen pro Season hat es halt kaum eine Rolle mehr gespielt. Das war einfach nur noch reine Comedy. Richtig gute Comedy, zweifelsohne. Aber es gab keinen "Arc" mehr, die Zusammenhänge zwischen den Folgen fehlten so ein bisschen. Staffel 1 sollte man von Episode 1 bis 24 durchgucken. Ob man von Staffel 5 jetzt in der Reihenfolge 2, 10, 4, 9, 11 ... guckt, macht keinen großen Unterschied.
    Aber auch interessant, wie man von einer Folge auf sechs Staffeln schließen und dann auch einfach den case closen kann. :P


    StewTM ist gut in Dark Souls! Ich habe den Capra Demon besiegt. Case closed! (Die 20 gescheiterten Versuche hat es nie gegeben! hkdLol )

    Ist ein großer Unterschied ob du sagst "das Drama nicht mal ansatzweise auf dem Level." oder "Die Menge an Folgen, die sich weniger auf Comedy und mehr auf Drama fokussieren wurden weniger." Über Arcs sprichst du oben z.B. gar nicht...


    Und in diesem Fall reicht es doch ein Gegenbeispiel zu nennen, bei dem Drama eben groß geschrieben wird. :P

  • Aber gilt Bioshock 2 allgemein als schlecht? Ich glaube es verhält sich so wie bei Dark Souls 2, es wird allgemein hin gemocht, aber es war nicht das, was die Leute sich als Fortsetzung gewünscht hatten.

    Wenn du Spielejournalisten fragst, sagt fast jeder, dass Bioshock 2 ein tolles Spiel ist. Bei den Fans des 1. Teils wird das aber kaum gewürdigt und gilt als Enttäuschung. Und wenn etwas eine Enttäuschung war., wird das in der heutigen Zeit ganz schnell " Scheisse".

  • @Turbolu:
    Vielleicht ist das dann einfach Definitionssache. Drama ist für mich persönlich immer etwas, was mich länger beschäftigt. Da erlebe ich einen Arc, der über eine ganze Staffel geht, automatisch viel intensiver, als einen Arc, der nur eine einzige Episode umfasst. Unabhängig davon, wie gut es gemacht ist. Deswegen hat 'My Steak Night' auch nicht den Eindruck auf mich, wie es etwa Staffel 1 hat. Ich finde, es ist einfach die viel größere Kunst, so etwas über eine komplette Staffel aufrecht zu erhalten. Daher kann ich schon sagen, dass das Drama für mich nicht auf dem selben Level ist. Wenn der gesamte Arc stimmt, dann kann ich auch über einzelne Aspekte hinwegsehen. Ich fand den Konflikt zwischen Carla und JD zum Beispiel etwas zu sehr konstruiert. Aber im Gesamtkontext macht das eben nichts aus.


    Edit: Hier stand ein dummes Beispiel!


    Und genauso sind Staffel 1 und 2 so eine mitreißende Geschichte eines jungen Nerds, in dem ich mich selber auch immer schon wiedererkannt habe, dass für mich noch ein ganzes Level über Staffel 8 liegt, trotz einzelner guter Episoden wie 'My Steak Night' und trotz des herausragenden Endes.

  • Also ich persönlich mag ja auch die StarWars-Filme 1-3.
    Mir ist durchaus bewusst wie unbeliebt die sind bei vielen Leuten. Und auch deren Schwächen sind mir klar, aber insgesamt sind das für mich echt gute Filme. Aber ich mag auch das Politik-Bla-Bla.^^

    Mutig, gerade das als ersten Beitrag im Forum zu setzen :P
    Aber ja, mir geht's ähnlich. Bin auch mit der neuen Trilogie großgeworden und mag die nicht viel weniger als die alten Filme. Klar sind sie objektiv die schlechteren Filme, aber so hassenswert wie sie von allen gemacht werden nun auch wieder nicht. Dazu mag aber auch gesagt sein, dass ich keine tiefgehenden Gefühle zur alten Trilogie hege. Die find ich auch "nur" ganz gut. Von daher... ^^'

  • Mein größtes Problem mit den Prequels ist eigentlich, dass George Lucas eher versucht hat, sie ins Expanded Universe passen zu lassen, als zur alten Trilogie. Insbesondere die Darstellung des Jedi-Ordens nehme ich den Prequels nicht ab. Unter keinen Umständen wird der in 20 Jahren komplett vergessen.

  • Mein größtes Problem mit den Prequels ist eigentlich, dass George Lucas eher versucht hat, sie ins Expanded Universe passen zu lassen, als zur alten Trilogie. Insbesondere die Darstellung des Jedi-Ordens nehme ich den Prequels nicht ab. Unter keinen Umständen wird der in 20 Jahren komplett vergessen.

    Hier ist für mich dann halt immer die Frage, wie wichtig einem das Franchise und das dazugehörige Worldbuilding ist. Ich nehm Star Wars halt einfach nicht ernst und es ist mir ziemlich gleichgültig; ergo hab ich meinen Spaß.
    Wenn jemandem hingegen, wie dir, wichtig ist, eine konsistente Welt zu erhalten, deren Zusammenhänge für dich von Bedeutung sind und die du liebgewonnen hast, kann ich natürlich verstehen, dass einem die Prequels sauer aufstoßen.

  • Mutig, gerade das als ersten Beitrag im Forum zu setzen :P

    Ich hab über zwei Jahre auf so eine Gelegenheit gewartet! Endlich mal was so richtig kontroverses posten! :D



    Mein größtes Problem mit den Prequels ist eigentlich, dass George Lucas eher versucht hat, sie ins Expanded Universe passen zu lassen, als zur alten Trilogie. Insbesondere die Darstellung des Jedi-Ordens nehme ich den Prequels nicht ab. Unter keinen Umständen wird der in 20 Jahren komplett vergessen.

    Da geb ich dir völlig recht. Was die Logik innerhalb der Welt angeht, da hat er sich tatsächlich ziemlich verhaspelt. Aber als einzelne Filme funktionieren die Filme für mich trotzdem ziemlich gut und verdienen nicht die Verteufelung, die sie heute an vielen Stellen erfahren.

  • Mein größtes Problem mit den Prequels ist eigentlich, dass George Lucas eher versucht hat, sie ins Expanded Universe passen zu lassen, als zur alten Trilogie. Insbesondere die Darstellung des Jedi-Ordens nehme ich den Prequels nicht ab. Unter keinen Umständen wird der in 20 Jahren komplett vergessen.

    Prinzipiell finde ich das auch problematisch, die selbe Kritik kann man auch an Episode VII üben. Aber man muss bedenken, dass das Imperium natürlich Propagandaarbeit betreibt, und das sicher nicht zu knapp. Wenn jeder, der öffentlich von den Jedi erzählt, danach in Arbeitslagern verschwindet, werden die Leute vorsichtiger werden.


    Dazu: Vielleicht haben die Leute die Jedi nicht vergessen, sondern einfach nur nie gekannt? Grade im Outer Rim, wo schon die Republik quasi keine Kontrolle hatte (so sind ja auch die Seperatisten dort entstanden), wusste vielleicht nicht jeder von der Existenz des Ordens. Qui-Gon und Obi-Wan haben bei ihrem Besuch auf Tatooine ihre Fähigkeiten auch nicht gerade raushängen lassen. Und dass Luke selber nicht an die Jedi glaubte (bzw. nur Gerüchte von ihrer Existenz gehört hatte), liegt sicher auch daran, dass Tante & Onkel ihm das bewusst verschwiegen haben und ihm solche "Flausen" direkt ausgetrieben haben.


    Letztlich erleben wir die alten Star Wars-Episoden ja nur durch die Perspektive von Luke, Leia und Han. Vielleicht wusste ja auch jeder außer den dreien von der Existenz der Jedi? ^^ (Selbiges gilt auch für Rey und Finn. Finn wird als Stormtrooper sicherlich ordentlich indoktriniert worden sein, und Rey ist halt eine arme Schrottsammlerin auf einem Wüstenplaneten. Da bekommt man nicht so viel mit und interessiert sich auch nicht dafür, weil es in der eigenen Lebensrealität keine Rolle spielt, wenn man täglich um sein Essen kämpfen muss.)



    Ich habe insgesamt ein sehr zwiegespaltenes Verhältnis zu den Prequels. Episode I finde ich tatsächlich ziemlich mies. Nicht nur wegen Jar-Jar, der ist zwar dumm und unnötig, aber nicht kriegsentscheidend. Die anderen Hauptcharaktere funktionieren für mich nicht. Das liegt am Drehbuch und auch an der schauspielerischen Leistung. Ich finde Liam Neeson richtig schlecht in diesem Film. Auch Ewan McGregor (dessen Leistung ich in Epsiode II und III herausragend finde), bleibt hier noch blass. Der junge Anakin ist einfach nur langweilig (und trotz des Märchen-Charmes von Star Wars ist das was er leistet und rund um ihn geschieht schon seeeehr unglaubwürdig, all die Motive sind 'such a film thing to do'). Dazu der langweiligste aller Bösewichte im Star Wars-Universum. Da kann einfach kein guter Film draus werden.


    Zum anderen sieht Episode I einfach richtig schlecht aus. Die CGI-Effekte kann man sich heute nicht mehr geben. Das wird durch die fortschreitende Technik zwar bei Episode II und III besser (die Raumschlacht zu Beginn von Episode III ist sogar echt geil), aber den Filmen hätten mehr Masken und weniger CGI so gut getan. Die Herr der Ringe-Trilogie, die in der selben Zeit entstanden ist, sieht heute deutlich besser aus, weil sie eben auf Masken gesetzt hat. Die CGI-Effekte in HdR sehen ja auch total scheiße aus (Legolas auf dem Höhlentroll = Augenkrebs), aber es gibt halt kaum welche. Wenn ich ehrlich bin, sehen selbst die alten Star Wars-Episoden, die 20 Jahre älter sind, heute deutlich besser aus. (Wobei ich da ehrlich sein muss, wirklich kennen tue ich nur die überarbeitete Blu-Ray-Fassung.) Aber Yoda in Puppenform ist deutlich authentischer und hat einfach mehr Charme als das Ding in Episode I.


    Während Episode I also meiner Meinung nach echt schlecht ist, wird es besser. Episode II verbringt zwar auch zuviel Zeit mit unnötigem Krams (damit meine ich übrigens nicht die Senat-Debatten, dazu gleich), aber Episode III finde ich richtig gut. Der Bogen, den der Film macht, ist einfach super gelungen und gipfelt dann zum einen so wunderbar deprimierend (Jedi-Tempel, Order 66), andererseits im wahrsten Sinne des Wortes so episch (Duel of the Fates), dass der Film eine total runde, perfekte Überleitung zu Episode IV schafft. Und das klimaktische Duell zwischen Obi-Wan und Anakin ist halt echt richtig geil inszeniert und entschädigt für alle Senatssitzungen.
    Dazu die Bürgerkriegs-Thematik, wie Anakin von der Dunklen Seite zerfressen wird - die ganze Tragik, die der Film vermittelt finde ich sehr beeindruckend. Ich halte die Darstellung von Anakin im Gegensatz zu vielen auch für gelungen. Die ganze Trilogie verleiht dem Star Wars-Universum so viel Ambivalenz, und eben auch Darth Vader. Man kann der Meinung sein, dass ein solch märchenhaftes Epos diese Ambivalenz und diesen Realismus gar nicht braucht, aber für mich macht das alles glaubhafter, plastischer, geerdeter.


    Dazu zählt auch die ganze Sache mit den Handelskriegen, den Diskussionen im Senat, usw. Ja, inszenatorisch ist das nicht besonders spannend, Leuten beim Reden zuzugucken. Aber Bürokratie ist nunmal Teil der Realität. Und während das Imperium in der alten Trilogie zwar beeindruckend ist und als Bösewicht auch zweifelsohne richtig gut funktioniert, ist es eben einfach nur böse (natürlich abgesehen von Darth Vader himself). Durch die Prequels wird aber beleuchtet, wie es denn überhaupt zu dieser Regentschaft kommen konnte: Eben dadurch, dass ein cleverer, machtgieriger Mensch das alte, durch Bürokratie gelähmte demokratische System ausgetrickst hat, Leute zu seinen Gunsten gegeneinander ausgespielt hat usw. Biskurz vor Episode IV existierte der Senat ja noch, und die Senatoren glaubten, dass sie weiterhin in einer Demokratie leben würden. Erst mit der Fertigstellung des Todessterns hat der Imperator (der bis dahin halt einfach das demokratisch gewählte Oberhaupt der Republik war) die komplette Macht auch offiziell an sich gerissen. Und das finde ich so spannend, weil realitätsnah und nicht einfach aus der Luft gegriffen. Und die Parallelen zu Hitlers Aufstieg sind sicher genauso gewollt wie die Darstellung des Imperiums als Nazis von Beginn an. Während letzeres aber halt einfach nur die Rechtfertigung für die Helden war (die sind wie Nazis, die sind böse und deswegen ist es ok, Sturmtruppler abzuknallen), bekommt das alles durch die Prequels so viel spannende Ambivalenz.


    In dem Zusammenhang ist auch die Darstellung des Jedi-Ordens super interessant. Denn auch die arbeiten mit Indoktrinierung, wie man in den Prequels feststellt. Klar, sie haben gute Absichten und Ziele, aber letztendlich unterdrücken sie in ihrem Versuch, die perfekten 'Menschen' zu sein, andere Meinungen und Strömungen und haben dadurch Darth Vader in ihren eigenen Reihen erst erschaffen. Auch das finde ich einen super cleveren und interessanten Kommentar: Die Jedi sind nicht so einfach 'Gut', wie die Sith 'Böse' sind. Auch Jedi sind nicht unfehlbar. Das ist zwar das zweitälteste Motiv aller Zeiten (eben nach dem einfachen 'Gut' und 'Böse') aber halt auch einfach immer gut. Genauso spannend finde ich die Darstellung der gesellschaftlichen Position der privilegierten Jedi. Selbst Senatoren, die eigentlich gute Absichten haben, waren ja (aus ihrer Sicht vollkommen verständlicher Weise) gegen eine Machtausweitung der Jedi und für eine Regulierung dieser. Ist ja nur verständlich, denn Leute mit solchen Superkräften können eine Gefahr für alle darstellen, wie man an den Sith eben sieht. Die Jedi haben sich in ihrer friedfertigen Art und in ihrem Glauben an die Demokratie dem untergeordnet, dadurch aber so viel an Macht und Einfluss verloren bzw. sich angreifbar gemacht, dass dies zu ihrem Untergang geführt hat. Auch ein super interessanter Konflikt.


    Also: Die Prequels sind lange nicht so schlecht, wie sie gemacht werden. Wenn ich ehrlich bin, ist Episode III in seiner Gesamtheit zusammen mit Episode V für mich der beste der ersten sechs Star Wars-Filme. Und - Achtung, Ketzerei - Episode IV, V und VI sind auch längst nicht so gut, wie sie gemacht werden. Episode IV merkt man das Mini-Budget ein bisschen zu sehr an, Episode V ist insgesamt die rundeste der alten Trilogie, aber auch mit eigentlich unübersehbaren Schwächen, und Episode VI mochte ich persönlich nie sonderlich. Objektiv sind das halt einfach keine besonders herausragenden Filme, selbst aus der damaligen Perspektive. Natürlich sind sie auch keine schlechten Filme, aber sie erzählen eben auch 'nur' Standardgeschichten mit Standardmotiven. Was sie so faszinierend macht, ist das Universum, die sie aufbauen, die Illusion. Und das schaffen die Prequels ebenfalls (mit Ausnahme des erstens, der sieht halt so scheiße aus, dass einen das total rausreißt). In meinen Augen erweitern sie nicht nur das Universum auf ihre eigene Art, sie vertiefen sogar noch die alten Episoden. Episode IV bis VI werden besser, wenn man die Prequels kennt! Und das ist doch eigentlich das beste, was Prequels leisten können.