Die Ratsherren #30: Nazis hauen, etwas klauen, ins Kloster abhauen… (und Episode #29)

  • Quelle: https://www.hookedmagazin.de/2…r-abhauen-und-episode-29/

  • Eigentlich wollte ich diese Diskussion nicht wieder aufmachen, aber es geht jetzt nicht anders. Ich finde @Robins Meinung zum Thema "Gewalt gegen Rechte" nicht nur nicht so treffend wie die von @Mats, sondern ic h würde so weit gehen zu sagen, dass diese Ansicht gefährlich und unverantwortlich ist. Robin stellt es ja dar als sei Gewalt ein legitimes Mittel, sobald Argumente versagen. Wenn ich annehmen würde, Robins Meinung würde gesellschaftlich anerkannt und zur Norm werden, was für eine ethisch-moralische Betrachtungsweise eines Problems oft ein sehr sinnvoller Weg ist, hätten wir ein gewaltiges Problem. Schließlich sieht Robin es als in Ordnung an, Gewalt zur Verbrechensprävention einzusetzen. Wenn der Nazi ein Flüchtlingsheim anzündet oder Ausländer beleidigt o.ä. ist es ja genau das. Wenn jetzt also die Gewalt zur Verbrechensprävention anerkannt wird, würden mit der Zeit komplett die Grenzen verschwinden, wann Gewalt okay ist. Am Anfang schlägt man nur Nazis, die von "Ausländer raus" und "White Supremacy" reden. Dann kommt jemand daher und sagt "Der ist psychopathisch veranlagt, da kann man auch nicht dagegen diskutieren. Dann lass ihn verschlagen." Im nächsten Moment sehen die Rechten diese Praktik und gehen davon aus, sie dürften jetzt Robin schlagen, weil er Gefahr läuft, gegenüber einem Nazi ein Gewaltverbrechen auszuüben. Und plötzlich schlagen sich alle gegenseitig, bis einer keine Lust mehr hat und die Knarre rausholt. Das klingt sehr nach Apokalypse der Menschlichkeit, aber genau das wäre möglich, wenn Robins Meinung gesellschaftliche Norm werden würde.
    Mal ganz abgesehen davon gebe ich Mats recht wenn er sagt "Du hast nichts davon."
    Schön. Hast du dem Nazi in die Fresse gehauen. Und jetzt? Er steht auf, muss vielleicht zwei Tage ins Krankenhaus und läuft dann rum und erzählt allen "Ey, Leute, diese linksradikalen Antifa-Spinner haben mich verschlagen. Scheiß Linke!"
    Jetzt hat er seine Meinung, wie davor auch, und er hat plötzlich ein Argument, warum er richtig lag.

  • Die Diskussion "Gewalt sei legitim gegen Nazis" erinnert mich an die 68er und RAF-Zeit. Für den Frieden auf die Straßen gehen, sich eine gewaltfreie und humane Welt wünschen, um dann weniger später selbst den bewaffneten "Klassenkampf" anzutreten :whistling:


    Ernsthaft, ich kann nicht verstehen, wie man Gewalt als Problemlösung hier vorziehen kann. Egal wie viel Hass sich in Sachen Rechtspopulismus und Nazi-Propaganda in mir aufstaut, ziehe ich es vor der "bessere" Mensch zu sein. Wer sich zur Gewalt verleiten lässt, hat schon verloren!


    Jegliche Argumentation zur "Befürwortung" von Gewalt gegen Nazis prallt an mir ab - gewaltfreie Aufklärung, aus Prinzip!

  • Eigentlich wollte ich diese Diskussion nicht wieder aufmachen, aber es geht jetzt nicht anders. Ich finde @Robins Meinung zum Thema "Gewalt gegen Rechte" nicht nur nicht so treffend wie die von @Mats, sondern ic h würde so weit gehen zu sagen, dass diese Ansicht gefährlich und unverantwortlich ist.

    Um dann doch noch mal etwas was ich sehr interessant im Gespräch fande hinzuzufügen.


    Zum einen den kleinen Ausrutscher mit der NPD: Es gab mehrere Untersuchungen der NPD wegen Verfassungsfeindlichkeit, dass hat aber nichts mit derren Rassismus zu tun. Eine Partei wird dann verboten und als verfassungsfeindlich erklärt, wenn sie, um ihre Ziele zu erreichen, versucht die Demokratie abzuschaffen oder prinzipiell gegen das System Demokratie vorgeht, nicht wegen Rassismus. Das war also in dem Kontext einfach nur falsch, du darfst natürlich Nazi sein auch in Deutschland, musst dann nur damit leben dafür auch wegen Volksvehetzung angezeigt werden darfst, aber die NPD wurde deswegen nicht verboten.(In den ganzen Quatsch mit den V-Männeren steige ich hier jetzt nicht weiter ein)


    Zum Anderen wurde angebracht,dass reden und Argumente ja gegen einen Nazi nichts bringen, da er ja sowieso jegliche Argumente ignoriert. Das stimmt, lässt aber wieder einen wichtigen Punkt aus. Ich und viele andere diskutieren mit Nazis nicht, weil wir sie überzeugen wollen(denn so realitisch sind auch wir um zu wissen,dass das nur sehr selten klappt), sondern um eine Gegenbewegung zu erzeugen, denn Extremisten nehmen immer gerne an,dass wenn ihnen niemand widerspricht sie Recht haben und das wollen wir verhindern.
    Es geht nicht um den Nazi auf der Gegenseite, sondern die anderen, die vielleicht, wenn es keine Gegenargumentation gibt, denken das der Nazi dann Recht hat oder die Mehrheit der Leute hinter ihnen stehen. Für diese Leute führen wir die Diskussionen,damit die nicht auf die falsche Bahn geraten oder sich das zumindest nochmal überlegen.

  • Es geht nicht um den Nazi auf der Gegenseite, sondern die anderen, die vielleicht, wenn es keine Gegenargumentation gibt, denken das der Nazi dann Recht hat oder die Mehrheit der Leute hinter ihnen stehen. Für diese Leute führen wir die Diskussionen,damit die nicht auf die falsche Bahn geraten oder sich das zumindest nochmal überlegen.

    Sehr richtig, ich kenne auch eine, die am Anfang noch meinte, die AfD wäre doch nur eine europakritische, wirtschaftsfokussierte Partei (mit Lucke und so), als dann aber Höcke bei Jauch komplett demontiert wurde hat sie erkannt, was das für ein Blödsinn ist, den der verzapft hat. Vermutlich wählt sie jetzt FDP oder ALFA, aber besser das als die AfD.


    Man könnte noch viel mehr sagen, aber irgendwann wird's auch langweilig

  • Die Diskussion "Gewalt sei legitim gegen Nazis" erinnert mich an die 68er und RAF-Zeit. Für den Frieden auf die Straßen gehen, sich eine gewaltfreie und humane Welt wünschen, um dann weniger später selbst den bewaffneten "Klassenkampf" anzutreten :whistling:

    Die 68er Bewegung war auch wenn die Bild sie anders darstellte Friedlich. Die RAF hatte sich von der 68er-Bewegung abgespalten und wurde von vielen 68ern abgelehnt.


    Back to topic. Ich bin Pazifist, würde jedoch jemanden, der einen Nazi geschlagen hat jederzeit Schutz gewähren.

  • Die 68er Bewegung war auch wenn die Bild sie anders darstellte Friedlich. Die RAF hatte sich von der 68er-Bewegung abgespalten und wurde von vielen 68ern abgelehnt.
    Back to topic. Ich bin Pazifist, würde jedoch jemanden, der einen Nazi geschlagen hat jederzeit Schutz gewähren.


    Ich beziehe mein Wissen und meine Quellen nicht von Bild, die 68er zu umreisen würde den kurzen Einwurf von mir auch nicht gerecht werden. Wie du aber schon selbst geschrieben hast, entstand die RAF aus der 68er-Bewegung, aus dem Grund die Erwähnung im gleichen Atemzug. Was ich damit ausdrücken wollte, schien jedenfalls klar zu sein.


    Dennoch ist dein Hinweis natürlich korrekt.

  • Ich fand den Anfang des Podcasts wirklich unerträglich. Ernsthaft, was haben Thor und Odin mit Nazis zu tun? Ich habe den Eindruck bekommen dass Robin da einfach krampfhaft versucht diesen Namen den Nazi Stempel aufzudrücken. Und das ist einfach falsch. Thor und Odin sind auch Teil der deutschen Geschichte und Kultur. Ob ihr wollt oder nicht, und nein, damit meine ich nicht das dritte Reich. Man munkelt es habe da mal solche Völker gegeben die von den Römern "Germanen" genannt wurden... 8o
    Ich bin sehr enttäuscht und finde es extrem Schade dass ihr nicht weiter gedacht habt als zu den Nazis, die diese tollen Mythen und Geschichten für ihre kranke Ideologien missbrauchten und es immer noch missbrauchen. Wenn man sich mal anschaut wie Himmler & Co. sich die Geschichte zurechtgebastelt haben... Spätestens dann merkt man das die nicht alle Tassen im Schrank hatten.


    Und ja, ich beschäftige mich auch gerne mit der germanischen Mythologie. Nicht weil ich Nazi bin, sonder weil ich ein generelles Interesse an Geschichte habe und es mich interessiert was die Menschen damals geglaubt haben könnten, wie sie gedacht haben...
    Aussagen, wie die euren geben dem ganzen ein extrem schlechtes Image und führen nur dazu dass die Nazis das ganze noch mehr für sich einnehmen können. Und das darf nicht sein!


    Ich würde mein Kind jetzt auch nicht unbedingt Thor oder Odin nennen, aber ich wüsste nicht was daran falsch sein sollte. Jemand deswegen als Nazi zu verurteilen halte ich schlichtweg für falsch.
    Es gibt heutzutage auch Leute die Jesus, Moses, Abraham oder Mohammed heissen. Und nun? Ist jeder Mohammed nun ein Taliban oder gehört dem IS an? Oder wird er in die Richtung "gedrängt"?! Zwei meiner Arbeitskollegen heissen so und und gehören zu den liebsten und nettesten Kollegen mit denen ich zusammen arbeiten durfte.


    Oh, übrigens: Mein Hund heisst Ares, benannt nach einem griechischen Gott. War nicht meine Idee, der Besitzer wollte es so. Jeder der mich nun dafür verurteilen will, soll es tun. Mir Wurst. Ich habe von allen möglichen Leuten NOCH NIE eine Negative Reaktion auf diesen Namen erhalten. Komisch oder?!



    Oder bin ich vielleicht ein griechischer Nazi? Wer weiss...

  • Ich habe einen Cousin namens Thore (nicht ganz Thor, aber gleicher Ursprung) und natürlich ist germanische Mythologie nicht gleichbedeutend mit Nazitum, aber es lässt sich nicht abstreiten, dass eine gewisse Affinität vohanden ist. Zugegeben, meine *hüstel* "große" Mythologiezeit ist vorbei (habe mal recht viel Pagan Metal gehört und dazu ein paar Wiki-Artikel gelesen) und es gibt genügend Mythologie-Fans bzw. ernsthaft Praktizierende, die mit National(sozial)ismus nichts am Hut haben, aber ich kann auch nicht leugnen, dass ich zumindest getriggert werde, wenn ich eine Geburtsanzeige mit dem Vornamen Thor lese. Man sollte aber freilich nicht sofort abstempeln.


    Was ich an dem Podcast interessant finde, ist @Mats Meinung zum Thema Gewalt gegen Nazis. In o.g. Diskussion hat sich das ja noch etwas anders angehört. Wurde der Podcast vor oder nach dieser Diskussion aufgenommen? Ich begrüße ja die im Podcast geäußerte Meinung von Mats. Ansonsten Zustimmung an @FullMetalJensen.



    /edit Robin, lass doch den Mats mal ausreden, da wird man ja ganz kirre^^
    /edit 2 Die Band heißt Samsas Traum. Nicht mein Ding, ist mir zu prätentiös.
    /edit 3 Es heißt selbstverständlich "Lob-Hoden-Ei". Und im Buddhismus gibt es keine Götter. Allerdings ist die westliche Vorstellung vom Buddhismus als einzig dogmenfreie und friedliche Religion, die man vor allem durch Facebook-Sprüche und Buchcover mit dem Dalai Lama drauf kennt, sehr oberflächlich. Das Leben als Praktizierender ist durchaus mit großen Anstrengungen, viel Geduld und absoluter Hingabe verbunden.


    /edit 5 Habe Matze und Mats verwechselt, der zweite Absatz hat also keine Gültigkeit.

  • Eigentlich wollte ich diese Diskussion nicht wieder aufmachen, aber es geht jetzt nicht anders. Ich finde @Robins Meinung zum Thema "Gewalt gegen Rechte" nicht nur nicht so treffend wie die von @Mats, sondern ic h würde so weit gehen zu sagen, dass diese Ansicht gefährlich und unverantwortlich ist. Robin stellt es ja dar als sei Gewalt ein legitimes Mittel, sobald Argumente versagen. Wenn ich annehmen würde, Robins Meinung würde gesellschaftlich anerkannt und zur Norm werden, was für eine ethisch-moralische Betrachtungsweise eines Problems oft ein sehr sinnvoller Weg ist, hätten wir ein gewaltiges Problem. Schließlich sieht Robin es als in Ordnung an, Gewalt zur Verbrechensprävention einzusetzen. Wenn der Nazi ein Flüchtlingsheim anzündet oder Ausländer beleidigt o.ä. ist es ja genau das. Wenn jetzt also die Gewalt zur Verbrechensprävention anerkannt wird, würden mit der Zeit komplett die Grenzen verschwinden, wann Gewalt okay ist. Am Anfang schlägt man nur Nazis, die von "Ausländer raus" und "White Supremacy" reden. Dann kommt jemand daher und sagt "Der ist psychopathisch veranlagt, da kann man auch nicht dagegen diskutieren. Dann lass ihn verschlagen." Im nächsten Moment sehen die Rechten diese Praktik und gehen davon aus, sie dürften jetzt Robin schlagen, weil er Gefahr läuft, gegenüber einem Nazi ein Gewaltverbrechen auszuüben. Und plötzlich schlagen sich alle gegenseitig, bis einer keine Lust mehr hat und die Knarre rausholt. Das klingt sehr nach Apokalypse der Menschlichkeit, aber genau das wäre möglich, wenn Robins Meinung gesellschaftliche Norm werden würde.
    Mal ganz abgesehen davon gebe ich Mats recht wenn er sagt "Du hast nichts davon."
    Schön. Hast du dem Nazi in die Fresse gehauen. Und jetzt? Er steht auf, muss vielleicht zwei Tage ins Krankenhaus und läuft dann rum und erzählt allen "Ey, Leute, diese linksradikalen Antifa-Spinner haben mich verschlagen. Scheiß Linke!"
    Jetzt hat er seine Meinung, wie davor auch, und er hat plötzlich ein Argument, warum er richtig lag.

    Weil ich das Gefühl habe, dass ein Like hier nicht ausreicht:


    Ich stimme Jensen und Mats hier in allen Punkten zu. Wenn wir anfangen Gewalt zur Abgrenzung von Meinungen zu tolerieren, ist das letztendlich auch Feuer für die Argumente der Rechten.


    Davon bin ich absolut überzeugt und ich denke, dass Robins Ansicht brandgefährlich ist und zu einer Verschlimmerung der ohnehin schon gefährlichen Lage führt. Wenn auf diese Worte Taten folgen, sind solche Vorkommnis am Ende der letzte Tropfen der fehlt um Ausschreitungen auszulösen.

  • Aus meiner Sicht ist Gewalt nur dan legitim, wenn es darum geht sich selbst oder andere vor Gewalt zu schützen. Gewalt ist das Mittel derer welche nicht mit Worten umgehen können. Wenn man mit Worten nichts mehr ändern kann, dann ist in einer Demokratie schon vieles schief gelaufen und Gewalt wird daran auch nichts mehr ändern können.

  • Für mich ist das der erste richtige Skandal rund um Hooked. Da Hooked rein zu bringen, mag etwas komisch sein, aber Robin ist ein Teil davon. Und jener hat in der neuesten Ratsherren-Folge Äußerungen getätigt, die mich zutiefst empört, erschrocken und zum Teil (das beschreibe ich später) auch abgestoßen zurückgelassen haben. Ich habe die Folge gerade auf einem Spaziergang gehört und wäre bei den Äußerungen von Robin fasst vor einen Baum gelaufen. Ich bin irgendwie richtig enttäuscht von ihm.


    Ich bin kein Pazifist. Militärische und zivile Gewalt kann in bestimmten Situationen angebracht sein. Allerdings, egal ob im Völkerrecht und in den Genfer Konventionen (was militärische Gewalt angeht) oder in den Bürger- und Strafgesetzen der Länder der westlichen Welt (was zivile Gewalt angeht), es ist immer ein Verteidigungsrecht und NIE!!! ein Angriffsrecht. Beispielsweise Notwehr und Nothilfe, das dürfte jeder kennen.


    Wer Gewalt gegen Menschen anwendet, die einen nicht unmittelbar körperlich bedrohen (Notwehr) oder jemand anderen körperlich bedrohen (Nothilfe), begeht eine schwere Straftat, die alle ethischen Grundsätze des Miteinanderseins verletzt und mich an jeglicher moralischen Integrität dieser Person zweifeln lässt. Dass es sich um eine Straftat handelt, dürfte hinlänglich bekannt sein.


    Es ist dabei vollkommen unabhängig, welche Gesinnung diese Menschen haben und wie abstoßend man es findet.


    1. Sorgt bereits unser Gesetz dafür, dass Volkshetze verboten ist. Also der deutsche Staat (und nur das ist für Robin maßgebend), duldet das nicht. Selbstjustiz ist völlig unangebracht.
    2. Besteht weder für Robin, noch für die ethnischen Minderheiten in allen westlichen Staaten (besonders in Deutschland), keine allgemeine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben. Es gibt Hetzer und die sind laut und maximal eklig. Wir haben aber hier Verfassungen (Menschenrechte), unabhängige Gerichte und eben auch eine Zivilgesellschaft, die es zu 99,9& ablehnt. Und es gibt nun einmal einen Unterschied zwischen diskriminieren und ausrotten wollen. Beides ist eklig und gehört sich nicht, aber es gibt da einen Unterschied.


    Mit anderen Worten: Dieser angebliche tugendhafte zivile Ungehorsam, oder bestenfalls Zivilcourage, die Robin zur Legitimation heranzieht gibt es nicht.
    Robin befürwortet Gewalt anzuwenden, um Gewalt zu vermeiden. Dieselbe Paradoxie, wie bei der Todesstrafe.
    Robin verteidigt niemanden, das ist ein Deckmantel. Er will bestrafen. Er erfährt dadurch Befriedigung, dass jemand mit einer anderen Gesinnung körperliche Gewalt erfährt. Das ist abstoßend.


    Wenn man so wie Robin in der Öffentlichkeit steht und einen gewissen Einfluss auf nicht wenige Menschen hat, ist das fatal und gefährlich.
    Wer ist ein Nazi? Schön, dass Robin so fein trennen kann, aber kann das jeder der Robin hört?
    Was ist Gewalt? Wie schon von Mats angedeutet, wäre ein Schlag ins Gesicht ja nicht konsequent, man müsste ihn ja schon umbringen, um nichts mehr von ihm zu hören. Du Robin, machst diesen Schritt nicht, aber was ist mit dem nächsten, der dich hört? Für viele wird es kein so großer Gedankensprung sein von: "Ich schlage Nazis" zu; "Ich schlage jeden, der anderer Meinung ist".


    Ich finde Robins Aussagen durchaus justiziabel, denn:


    § 111 StGB lautet:
    (1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3 StGB) zu einer rechtswidrigen Tat auffordert, wird wie ein Anstifter (§ 26 StGB) bestraft.
    (2) Bleibt die Aufforderung ohne Erfolg, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Die Strafe darf nicht schwerer sein als die, die für den Fall angedroht ist, daß die Aufforderung Erfolg hat (Absatz 1); § 49 Abs. 1 Nr. 2 StGB ist anzuwenden.


    Wenn ich die Ressourcen hätte, würde ich Robin anzeigen. Ich verlange (auch wenn das lächerlich ist , weil ich kein Druckmittel habe), die entsprechenden Passagen im Podcast zu löschen.


    Dass man dazu noch die Rechten zu Märtyrern macht und sich dann Linke, wie ich einer bin, anhören müssen, sie seien doch genauso schlimm wie Rechte, haben schon andere hier beschrieben.


    Wenn ich Tom wäre, müsste ich mir echt überlegen, ob ich mit jemanden wie Robin weiter zusammen arbeiten könnte.



    Sehr schade alles. Mein Patreon seid ihr jedenfalls los. Sorry Tom, aber politischen Extremisten gebe ich kein Geld.

  • Meine Meinung dazu habe ich schon im anderen Thread kundgegeben, in mehreren Posts. Bin noch nicht dazu gekommen, den Podcast zu hören, deswegen belasse ich es erstmal bei dieser Verlinkung.


    @meisterlampe_1989
    Ich finde es ziemlich unangebracht, wie persönlich du hier wirst. Du kannst deine Meinung dazu kundtun, und natürlich auch dein Patreon deswegen kündigen. Aber Robin vorwerfen, er würde Befriedigung aus Gewalt ziehen und Tom vorwerfen, wie man mit ihm arbeiten könnte? Das ist schon ziemlich beleidigend.

  • Das ist nicht beleidigend, sondern meine Meinung. Hart formuliert, aber im Rahmen. Wie man beleidigend argumentiert, kannst du u.A. von Robin lernen, mit seinen Fickt-Euch-Anfällen.


    Ich werfe Tom gar nichts vor, sondern überlege nur, was ich an seiner Stelle tun würde.


    Dann sag mir doch mal, was Robin damit bezweckt, dass er es befürwortet einen Nazi zu schlagen. Es bringt null. Aber dazu habe ich (und auch andere) genug geschrieben.

  • Dann sag mir doch mal, was Robin damit bezweckt, dass er es befürwortet einen Nazi zu schlagen. Es bringt null. Aber dazu habe ich (und auch andere) genug geschrieben.

    Wie gesagt hab ich den Podcast noch nicht gehört, könnte also sein, dass ich Feinheiten grade nicht weiß. Meine Meinung zu diesem Zweck hab ich aber wie gesagt verlinkt, und bezieht sich auf die USA. In Deutschland? Da bringt ne Anzeige wegen Volksverhetzung deutlich mehr.

  • Ich will wirklich keinen persönlich beleidigen. Aber ich bin wirklich sehr aufgeregt gerade, weil ich soeben in einem Podcast gehört habe, dass 50% meines Lieblings-Spielemagazins öffentlich zur Gewalt aufgerufen haben.


    Wie gesagt. Es bringt objektiv nichts und gibt den Rechten sogar noch Auftrieb. Und Robin ist auch schlau genug, um das zu wissen. Deswegen der Satz mit der "Befriedigung". Bei der Meinung bleibe ich, auch wenn sie hart ist.

  • Was ich an dem Podcast interessant finde, ist @Mats Meinung zum Thema Gewalt gegen Nazis. In o.g. Diskussion hat sich das ja noch etwas anders angehört. Wurde der Podcast vor oder nach dieser Diskussion aufgenommen?

    Kann es evtl. sein, dass du grade @Mats und @Matze verwechselst? Kann mich nämlich nicht erinnern, dass Mats an der Forendiskussion beteiligt war.

  • Normalerweise höre ich die Ratsherren nicht aber durch die Diskussion hier wollte ich dann doch mal wissen was der @Robin so von sich gegeben hat.
    Man weiß ja mittlerweile, dass Robin gerade bei dem Thema Nazis immer sehr emotional wird. Diesmal hat er den Vogel aber wirklich abgeschossen. Ich muss seine Aussagen jetzt nicht nochmal wiederholen. Die Story mit Thor geht ab Minute 14 los, die mit den Nazis schlagen ab Minute 18. Seine Meinung hat mich tatsächlich entsetzt. Gut, dass @Mats dem Ganzen etwas entgegensteuert.


    Am meisten mitgenommen hat mich Robins Ansicht, dass in dem Moment, wo ein Nazi seine "Meinung" kundtut, das Recht nebensächlich sei. Er will sich also das geltende Recht so zurechtbiegen, wie es ihm gerade passt und anderen Menschen Schaden zufügen. Solche Dinge sollten nicht in einem Podcast geäußert werden. Außerdem finde ich seine Argumentation sehr schwach. Vielleicht wäre es auch ratsam, so weit es möglich ist, private Ansichten von der öffentlichen Arbeit (Hooked) zu trennen. Ich könnte mir vorstellen, dass Eskapaden in dieser Art durchaus geschäftsschädigend sein könnten. Zumindest ich überlegen gerade, ob ich die finanzielle Unterstützung aussetze. Besonders weil ich @Tom und Robin immer sehr sympathisch fand und ihre Weltanschauung teile (dachte ich zumindest), bin ich seit Anfang an dabei.
    Robin sollte nochmal in sich gehen und reflektieren, was er in dieser Ratsherren-Folge gesagt hat und anschließend überlegen, ob es nicht vielleicht besser wäre Folge 30 zu löschen.


    Ich finde es an dieser Stelle ganz passend an Artikel 1, Absatz 1 unseres Grundgesetzes zu erinnern:


    Zitat

    Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

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