Star Wars - The Last Jedi

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  • Dazu muss ich sagen, wenn man 20 Jahre lang in den Expended Universe investiert und einen dann gesagt wird, dass all das keinen Platz bzw. Relevanz mehr hat, dann fühlt man sich vor dem Kopf gestoßen.


    Das was meiner Meinung nach Star Wars so vielseitig und interessant gemacht hatte waren unter anderen diverse Autoren, die frei die Lizenz nutzen und ihre Geschichten schreiben durften. Durch diesen Konsens entstanden viele gute Werke und Geschichten. Bei Disney fehlt mir da jetzt diese Vielseitigkeit, wobei ich aber froh bin, dass sie viele verschiedene Projekte mit neuen Leuten starten, auch wenn diese nicht unabhängig sind.

    Ich denke da z.B. an Marvel oder DC.Es gibt 1239812309813098 Spiderman-Timelines, die sich in vielen Punkten gegenseitig ausschließen, teilweise Parallelen aufweißen und an anderen aufeinander treffen. Eines dieser Universen ist das Film-Universum. (Bei Spiderman gibt es auch davon mittlerweile 3.) So ist es mit fast allen großen Superhelden und keine davon wird durch die Existenz der anderen irgendwie an Wert genommen.
    Warum ist das bei Star Wars nun so ein absurdes Riesending? Nichts verliert an Relevanz. Die Geschichten bleiben da und die Qualität dieser ändert sich auch nicht.

    Einmal weil bei Marvel neben den Filmen die Comicreihen weiterführt und sie sich durch die verschiedenen universen diverse Wege offen lassen. So können sie es so gut wie jeden recht machen, da es eine Reihe zu den jeweiligen Bedürfnissen gibt.


    Bei Star Wars wird man dazu nichts mehr mehr bekommen, sofern es nicht wieder kanon wird. Ich schrieb ja, dass ich die Geschichten noch habe und damit leben kann. Nur wird man halt keine weitere Geschichte zu Kyle Katarn haben, keine zu Revan, keine zu Starkiller. Das ist schon sehr schade.

  • Nur wird man halt keine weitere Geschichte zu Kyle Katarn haben, keine zu Revan, keine zu Starkiller. Das ist schon sehr schade.

    Da wäre ich mir gar nicht so sicher. Revan sollte ursprünglich in the Clone Wars vorkommen (George Lucas war damals nicht einverstanden), Starkiller in Rebels (ist doch nicht passiert, da die Macher keinen guten weg fanden, ihn in die Geschichte einzubauen).


    Darth Bane gibt es im neuen Kanon, und Thrawn seit kurzem auch. Ich bin mir sicher, es werden noch viele weitere Charaktere aus dem EU folgen.


    Natürlich ist es schade, aber ich kann Disneys Entscheidung, den alten Kanon aufzulösen, vollkommen verstehen. Sie wollen ja noch viele Jahre neue Star Wars Geschichten erzählen, also brauchen sie Freiheiten und Platz in der Timeline.
    Außerdem sind im neuen Kanon schon großartige Geschichten erschienen, allen voran die Bücher von Claudia Gray, die Darth Vader Comic Reihe, das Prequel-Buch zu Rogue One und Thrawn.

  • Zur Erläuterung, ich habe The Last Jedi nicht gesehen und habe es auch nicht vor, da mir bereits der 7. Teil nicht gefallen hat und ich mir diesmal den Plot angesehen habe (mache ich seit ME 3 nun immer, wenn mich ein Vorgänger von irgend etwas enttäuscht hat) und wenn der mich nicht überzeugt ich dem Erschaffer kein Geld geben will, aber ich habe einige Fragen und Dinge im Kopf die mich nicht loslassen:



  • https://twitter.com/saudumm/status/943381697487429633


    Und zu der ganzen Snoke-Sache antwortete Rian Johnson auf die Frage nach dessen Backstory:


    "Telling it himself in The Last Jedi would have felt like he was shoehorning information on the audience that would have become a distraction. “It would have stopped any of these scenes dead cold if he had stopped and given a 30-second speech about how he’s Darth Plagueis,” Johnson said. “It doesn’t matter to Rey. If he had done that, Rey would have blinked and said, ‘Who?’ And the scene would have gone on.”


    Ich finde das ist ein sehr nachvollziehbarer Gedanke. Einerseits ist Fanservice nicht gewollt, andererseits dann aber wieder doch, wenn es irgendeine Fantheorie bestätigt, obwohl es für die Charaktere im Universum überhaupt keine Bewandnis hat?


  • @Yoodge


    Kann mir gerade gut vorstellen, dass wir irgendwann ein Spin-off zu genau diesem Thema bekommen. Rogue One dient ja ebenfalls als Bindeglied zwischen Episode III und IV. Wieso also nicht in einigen Jahren - mit genügend Abstand zur neuen Trilogie - ein First Order-Spin-off veröffentlichen, der zeigt, wie sie entstanden ist und woher Snoke kommt? So eine Art Bindeglied zwischen Episode VI und VII. ^^

  • wie sie entstanden ist und woher Snoke kommt?

    Woher die First Order kommt, kann man sich ja irgendwo durchaus logisch denken. Aus den Resten des Imperiums. Nur, weil der Todesstern in Episode VI vernichtet wurde und danach, aufgrund des Todes des Imperators, eine gewisse Unordnung entstand, heißt es ja nicht, dass sofort alle Schiffe, Werften, Stützpunkte und Kommandeure des Imperators wie in Der Herr der Ringe zerstört sind und tot umfallen.
    Die Situation war ja in Episode VII eben vielmehr so, dass es halt die Neue Republik gibt, die selbst keine offizielle Armee hat, der Widerstand, der sich als freiwillige Schutzarmee der NR sieht und die First Order, die im Geheimen die Starkiller-Basis baut und damit ihr großes Comeback plant. Im Prinzip waren die Rollen etwas vertauscht. First Order jetzt die Rebellen und NR quasi das Imperium.
    Und zwar konnte die First Order den Regierungssitz der NR zerstören, aber hat letztendlich am Ende von Episode VII verloren.
    Jetzt in Episode VIII ist es aber wieder komplett rumgedreht. Die First Order sind die starken, der Widerstand auf der Flucht, der sogar wieder als Rebellen bezeichnet wird.
    Für mich wirken da Episode VII und VIII nicht wie aus einem Guss, sondern passen in der Kontinuität nicht ganz aneinander. Hier haben zwei Regisseure zwei verschiedene Visionen einer Geschichte gehabt. Rian Johnson wollte was anderes als Abrams; er hatte aber halt die Aufgabe ein Sequel zu drehen. So sehr man Episode VIII vielleicht als "Stand-Alone"-Film für seinen Mut loben möchte, so sehr kritisiere ich aber auch, dass sich der Film nicht wie ein logischer Nachfolger zu VIII anfühlt und zudem auch etwas ungelenk im Star-Wars-Universum anfühlt.
    Hier gab es anscheinend keinen Handlungstechnische Richtschnur für 7-9, die von Disney oder den Produzenten vorgegeben wurde. Und daher merkt man, dass die Geschichte von VIII nicht in einem Guss mit VII geplant wurde.

  • Ich glaube das wird deswegen nicht passieren weil sich niemand so recht für die Geschichte von snoke interessieren wird. Ich persönlich will wissen woher er gekommen ist aber in 5 Jahren wird sich niemand mehr für einen Antagonisten interessieren der getötet wurde bevor er interessant gemacht werden konnte

  • Ich finde die neu eingebrachten Konzepte in Episode VIII auch eher spannend und nicht verleumderisch gegenüber dem etablierten Universum, obwohl ich mich als Fan bezeichnen würde und auch ein wenig mit alten Expanded Universe auseinandergesetzt habe, insbesondere mit dem ganzen Prä-Film-Ära-Kram (KOTOR I+II, Darth Bane-Trilogie, Darth Plagueis-Roman etc.).


    Es ist ja nicht so, dass im Legacy-Kanon mit Neuerungen, was die Möglichkeit der Machtnutzung angeht, gespart wurde. In KOTOR konnten die Jedi einer Person plötzlich mit der Macht das Gedächtnis und die eigene Verbindung zur Macht nehmen, Darth Bane und Plagueis finden jeweils Möglichkeiten zum Verlängern des Lebens und bei Bane gibt es auch noch diese ominöse "Gedankenbombe". Dann ist da natürlich noch Kreia aus KOTOR II, die telepathisch mit drei Lichtschwertern gleichzeitig kämpft.^^
    Generell finde ich es ganz interessant, dass Kreia und Luke gewisse Story-Parallen aufweisen:

  • Ich bin eigentlich auch Fan von Star Wars, aber langsam möchte ich mich am liebsten davon distanzieren.
    Was die Macher des Films über sich ergehen lassen müssen ist unverschämt.
    Der Film hat Schwächen, dazu schreibe ich heute Abend noch etwas längeres, aber dass quasi eine Hexenjagd auf Rian Johnson und Disney (und ja, ich verteidige gerade einen Grosskonzern) veranstaltet wird... das versauert mir irgendwie Star Wars.

  • Ja... wo fange ich an.
    Gleich vorneweg: Ich bin Star Wars Fan, aber kein Hardcore-Fanatiker. Für mich hat beispielsweise "Herr der Ringe" eine viel höhere Bedeutung als Star Wars. Deswegen konnte ich an die neue Trilogie mit einer gewissen Toleranz gehen und nicht gleich, wie anscheinend 4/5 des Internets beschließen, die neuen Filme gleich aus Prinzip zu hassen.
    Dennoch bedeutet mir die alte Trilogie sehr viel. Ich bin mit ihr, durch die VHS-Kassetten, aufgewachsen. Ich bin einer derer, der die Prequels, bis auf Teile des 3. Films, absolut nicht ausstehen kann.


    Die Episode 7 fand ich unterhaltsam. Sie hat gute neue Charaktere eingeführt. Der Film hat sich durch sein Design endlich wieder nach Star Wars angefühlt. Es gab ein Wiedersehen mit Han Solo, die Effekte waren fantastisch. Aber es war eben auch eine Kopie von Episode 4. Die "First Order" vermag es nicht die Fußspuren des Empires zu füllen. Ich fand ihn aber mehr gut, als schlecht.


    Episode 8, hat mehr Stellen, an denen ich mich reiben kann, als Episode 7, dennoch finde ich Episode 8 deutlich besser als Episode 7.


    Zunächst mal Spoilerfrei das Positive:
    -Man macht endlich mal was Neues.
    -Der Film ist unvorhersehbar
    -Durch seine Unvorhersehbarkeit, ist er wesentlich spannender als Episode 7
    -Er hat visuelle Momente, die absolut überwältigend sind.
    -Was sicher ein Streitpunkt ist, mir aber gefallen hat: Er versucht bestehenden Charakteren andere Seiten abzuringen
    -Dadurch treibt er auch so ein bisschen das Märchen aus Star Wars aus. Es wird menschlich nachvollziehbarer. Auch hier: Gerade das hassen viele, aber ich fand es interessant.


    Jetzt das Negative:
    -Der Film ist "tone deaf". Egal wie episch oder ernst eine Szene ist, es muss unbedingt ein Witz eingestreut werden. Das hat viele Szenen lächerlich gemacht.
    -Bis auf einen neuen Nebencharakter, waren die neuen Nebenfiguren, alle etwas flach.
    -Captain Phasma... Dazu im Spoiler-Teil mehr
    -Und Episode 8 verändert zwar vieles, aber die letzte Konsequenz fehlt dann doch. Man sieht das Rian Johnson neues probieren wollte, aber die große Geschichte eben schon von Kennedy und Abrams festgelegt wurde.
    -Der Film ist an vielen Stellen antiklimaktisch. Hier wusste ich nicht, in welche Kategorie ich es stellen sollte. Weil Rian Johnson macht das bewusst. Auch dazu im Spoiler-Teil mehr.


    Jetzt zum Spoiler-Teil:



    Auch wenn der Film, wie im Spoiler-Teil beschrieben quasi darum bettelt, dass ihn die Hardcore-Fans Scheiße finden, hat er diesen allumfassenden Hass nicht verdient.
    Der Film beweist wieder einmal, dass Fantheories eine Seuche sind, weil sie die Erwartungen ins Unermessliche schrauben und Menschen sich um ihre Arbeit, eben diese Fantheories zu erstellen oder auch nur über sie mitzudiskutieren, betrogen fühlen, wenn diese nicht eintreffen.
    Der Hauptkritikpunkt an Episode 7 war, dass es zuviel gleich gemacht hat. Jetzt ist es aber auch nicht gut, wenn man mal was Neues macht.


    Die Macher tun mir mittlerweile fast schon leid. Und solche Gefühle, sollte man für einen Großkonzern wie Disney eigentlich nicht entwickeln.


    Der Film ist nicht perfekt, aber ich mochte ihn dennoch sehr.

  • @meisterlampe_1989


    Erst einmal Respekt für den vielen Text und das du versucht sachlich mit den Film umzugehen , aber leider glaube ich das du die Kritik an den Film nicht 100% verstanden.


    Nehmen wir mall 2 beispiele zu dem Thema Erwartungen .


    Reys Herkunft:
    Die wenigsten regen sich über den Twist selber auf und viele wie ich finden ihn sogar im "Kern" gut , das Problem hängt aber mit Episode 7 zusammen.
    Erstens hat Episode 7 es aufgebaut das Reys Herkunft zentral wichtig ist und Disney und J.J waren sich bewusst das fans und normale zuschauer 2 Jahre lang spekulieren werden.
    Zweitens OK es ist mutig das Rian den Zuschauer Quasi den Mittelfinger zeigt aber nach wie vor kannst du es niemanden verübeln das sie neugierig waren.
    Und Drittens und das ist der Wichigste Punkt !!!!!!!
    Mit der Erklärung das Ray keine besondere Herkunft und Geschichte hat ist es in Stein gemeißelt das sie endgültig Mary Sue Ist !
    Überlege zurück an Episode 7 , sie beherrscht Jedi kräfte , sie ist ein klasse Pilot , sie kann sehr gut kämpfen , sie ist ein perfekter Mechaniker usw , und mit Episode 8 kann sie jetzt auch Perfekt mit dem Lichtschwert kämpfen.
    Das alles wäre kein Problem wenn sie eine Hero Juarney hätte , hat sie aber nicht den sie erleidet keine Niederlagen , sie Trainiert nicht und lernt nix (denk zurück was luke hat ihr fast nix beigebracht)
    Das ist das entschiedene Problem ohne Hero Journey und Erklärung für all diese Super Talente ist sie nur noch ein Plot Device für viele zuschauer und kein Charakter mehr.


    Das selbe thema mit Snoke:
    Du kannst exakt die ersten beiden punkte auch zu Snoke sagen +
    Bei Snoke haben wir 2 weitere Probleme , er ist die Zentrale Figur um die Erste Ordnung und Kylo Ren zu verstehen.
    Viele wissen bis heute nicht was es mit der First Order auf sich hat und wie sie nach Episode 7 enstehen konnte , Episode 7 hat es nicht geschafft zu vermitteln wie Groß sie ist oder warum man sie ernst nehmen sollte.
    Und mit Kylo Ren haben wir nach wie vor das Problem das wir nicht verstehen warum er böse wurde.
    In beiden Filmen wird immer gesagt und nicht gezeigt das Snoke ihn bekehrt hat .
    Snoke war wichtig für viele um zu verstehen was es mit der First Order oder Kylo auf sich hat ,und nun ist er endgültig wie Rey nur noch ein Plot Device aber kein Charakter mehr.
    Sagen wir in Episode neun kommt der 4te Todes Stern , Snoke hat ihn Bauen lassen
    Darth Vader Lebt wieder und Kämpft für die First Order , Snoke hat ihn wiederbelebt
    Jar Jar binkes............ Snoke war es .


    Das und noch viele weitere Punkte sorgen dafür das Episode 7 und 8 nicht funktionieren und das diese Trilogie scheinbar keinen Roten Faden hat.
    Ich verstehe Disney will Star Wars Rebooten aber es war der falsche weg es mit FORTSETUNGEN zu machen und ohne klaren Konzept wie die Story verlaufen soll.


    Das dich diese punkte nicht stören ist natürlich OK und keiner will dir das Streitig machen , nur bitte verstehe das Kritik gegenüber diesen Filmen nicht aus Fanboytum ensteht sondern das sie Hand und Fuß hat.
    Zudem schau dir Diskussionsrunden an wie die von Gamestar , Rocketbeans , Easy Allies ,Red Letter Media oder What Culture und du wirst sehen das dieser Film wirklich spaltet und das es keine Bots sind so wie es Vanitty Fair oder andere Presse mitglieder sagen (oder auch Robin auf Twitter vermutet)
    Ich wäre hier eher der Presse böse die Genau das machen und alle Kritik nur als Unsinn hinstellen und versuchen jede News zu Star Wars als Positiv hinzustellen (thema Boxoffice).
    Und bedenke viele dieser Magazine geben Episode 8 Perfekte Wertungen und das obwohl der Film teilweise die Selben Fehler hat wie BvS oder Justice League diese aber wiederum zerrissen wurde.


    Und es ist bekannt das Disney Deals mit der Presse hat (Grace Randolf hat das oft bestätigt) ,es gab auch schon fälle wo Presse mitglieder der New York Times gesperrt wurden von Film Aufführungen wegen Negativen Artikel.
    Man muss Disney natürlich nicht übertrieben Hassen aber Kritik ist mehr als nur berechtig .

  • Das dich diese punkte nicht stören ist natürlich OK und keiner will dir das Streitig machen , nur bitte verstehe das Kritik gegenüber diesen Filmen nicht aus Fanboytum ensteht sondern das sie Hand und Fuß hat.

    Gegen solche Kritik habe ich auch nichts. Wie du gelesen hast, finde ich auch nicht alles toll. Ich glaube sogar, dass mein Beitrag eigentlich sogar sehr negativ rüber kommt.
    Nur es gibt halt im Internet viel unausgegorene Frontalkritik. Bis hin zu Verschwörungstheorien, dass Star Wars SJW-Propaganda wäre.


    So eine Sicht auf die neue Trilogie, wie du sie skizzierst, kann man sicherlich haben. Allerdings arbeitet man in der Kunst auch bewusst mit Auslassungen. Übrigens hat die Ur-Trilogie auch mit Auslassungen gearbeitet. Man sieht beispielsweise nicht einmal in der gesamten Trilogie, wie das Leben unter der Herrschaft des Imperiums tatsächlich aussieht. Die Republik, der Senat, das wird alles nur erwähnt.


    Dass Lucas in den Prequels alles übererklärt hat, wurde und wird ihm dagegen bis heute übel genommen.


    Ich denke daraus hat Disney Lehren gezogen. Und deswegen wird auch nicht mehr alles erklärt.

  • So langsam nimmt die ganze Situation echt lächerliche Züge an:


    Alt-Right Group Takes Credit for ‘The Last Jedi’ Backlash, Bashes ‘Star Wars’ For Including More Women
    [...]
    A moderator for the alt-right group has broken his silence to The Huffington Post to claim that the group has been using bots to significantly bring down the film’s Rotten Tomatoes user score.


    The moderator explained to The Huffington Post that the group is upset with “Star Wars” for “introducing more female characters into the franchise’s universe.” The group is also not happy that Poe Dameron (Oscar Isaac) has become a “victim of the anti-mansplaining movement” and that characters like Poe and Luke Skywalker (Mark Hamill) are in danger of being “turned gay.” The moderator said men should be “reinstated as rulers of society,” and expressed distaste for the way “The Last Jedi” disrespects the franchise’s history.


    Es ist einfach unfassbar wie dumm die alt-right ist und wie weit sie geht um gegen angebliche "Agendas" anzukämpfen hkdFacepalm

  • nur bitte verstehe das Kritik gegenüber diesen Filmen nicht aus Fanboytum ensteht sondern das sie Hand und Fuß hat.

    Gerade das finde ich auch sehr schade. Mir ist an Filmen gerade auch die Kommunikation und Diskussion über den Film sehr wichtig, oft sogar wichtiger als der eigentliche Film. Mir hat TLJ nicht gefallen und gerade deswegen versuche ich zu ergründen, warum der Film doch so vielen anderen gefallen hat. Dieses Verständnis für 'den' Anderen und 'die' andere Ansicht, finde ich bei der Kunst und eben dann gerade auch bei 'Populärkunst' wie dem Hollywood-Kino mit am Spannendsten, weil hier gesellschaftlich so viel aufeinander trifft. Viele andere Kunstrichtungen bewegen sich aus dem Diskurs der Öffentlichkeit hin in die intellektuellen Kreise bzw. in die jeweiligen Liebhaber-'Blasen'. Selten wird doch noch öffentlich über ein Gemälde diskutiert, selbst bei Büchern nehme ich das immer weniger wahr (wenn, dann muss es ein Buch sein, was sich mit Provokation und Tabubruch in die Öffentlichkeit katapultiert alla Fifty Shades of Grey) und auch Diskussionen über Videospiele bewegen sich oftmals sehr in der speziellen 'Blase' ihrer Konsumenten, der 'Gamer'.


    Das Kino, der Film, gerade das 'Populärkino' wird von nahezu allen Schichten konsumiert. Im Kino sitzen die Jüngsten und die Ältesten, die Reichen und die Armen. TLJ ist einer dieser Filme, der quasi von 'allen' (bewusste Übertreibung) geschaut wird. Umso interessanter sind für mich die Rezeptionen, die Ansichten und die Diskussion innerhalb der Zuschauerschaft.
    Wie gesagt, mir hat der Film nicht gefallen und daher beschäftige ich mich auch sehr damit und interessiere mich dafür, warum der Film so vielen anderen gefallen hat.


    Ich verliere dann aber leider die Lust an der Diskussion und auch die Lust am Verständnis für 'den' Anderen, wenn eben, wie du schreibst @Devocrank die Kritik an TLJ von der Befürworterseite so sehr damit abgetan wird, man sei ja ein verblendeter SW-Fanboy, der in seiner Nostalgie verfangen sei und einfach mit den Umbrüchen nicht klar komme.
    Natürlich sind auch das Aspekte mit denen man sich beschäftigen kann und auf dieser Eben kann man sich auch mit dem Film auseinandersetzen (wie auch bereits in diesem Thema getan), aber deswegen kritisiere ich dem Film an wenigsten bzw. würde dies dem Film am geringsten anlasten.


    Mir geht es um tiefgehender Probleme dieses Films auf Basis seiner narrativen Struktur.
    Wenn man als 'Fan' dieses Films sich dann aber in eine Blase begibt und die Kritik an dem Film mit den verblendeten Fanboys abtut und impliziert, dass die 'Kontroverse' um diesen Film (siehe Rottentomatoes oder Metacritic User-Wertungen), von einem prozentual geringen Anteil an Fanboys künstlich geschaffen sei, dann versucht man der sachlichen Kritik und Diskussion von Beginn an seinen Boden zu entziehen.


    Robins Twitter-Post darüber hat mich da dann auch etwas geärgert, weil dieser nirgends hinführt außer komplett unnötig eine sachliche Diskussion über diesen Film zu vergiften. Wenn man sich Robins verlinkten Beitrag in dem Tweet dann auch mal durchliest, erfährt man, dass der Ersteller des Beitrags selbst zugibt, dass die Zahlen auf denen seine Vermutungen basieren, höchst vage sind und für die Wertungen auf den Portalen eigentlich auch nicht repräsentativ sind. Und selbst, wenn man annehme 1/3 aller negativen Wertungen auf Rottentomatoes für TLJ seien 'fake', dann hätte der Film dennoch nur einen User-Score von 69%, was in Relation zu den Kritikern und insbesondere zu TFA immer noch sehr kontrovers wäre. Daher ist es wohl nicht zielführend sich an abstrakten Zahlen festzuklammern, sondern die Tendenz zu akzeptieren (ich denke, dass wir das alle beobachten können), dass dieser Film sehr kontrovers aufgenommen wird, kontroverser als TFA und dass es gerade deswegen so interessant ist, sich inhaltlich mit dem Film auseinanderzusetzen, warum dieser Film so sehr die Lager spaltet. Von absolutem Hass bis zu Liebe.


    Und wenn die Lager sich gegenseitig nur vorwerfen, "Ja, ihr seid doch nur verblendete Fanboys" und "Ihr mögt doch nur, dass der Film alles anders macht, egal ob das auch wirklich gut ist", dann kommt am Ende wohl niemand weiter.

  • Wobei das mit den verblendeten Fan-Boys eh nicht so ganz stimmt, da es genug Fans auch von der alten Garde gibt, denen der Film im Ganzen gefallen hat, die sich aber auch meistens an den Selben Themen stören, und es dafür auch normale Besucher gibt, die den Film gar nicht mögen.


    Ich meine alleine an der Verfolgungsjagd im Weltall scheiden sich bei einigen die Geister, wenn man sich einigermaßen mit den Gesetzmäßigkeiten und Entfernungen im Weltall auskennt.
    Im Weltall kann man einfach nicht ausser Waffenreichweite kommen, weil es außer in der Nähe von Himmelskörpern keine Einflüsse gibt, die ein Projektil vom Weg abbringen oder verlangsamen können. Und auch das Problem mit dem Treibstoff will mir nicht in den Kopf, da ein auf eine gewisse Geschwindigkeit beschleunigter Körper im Weltall auch mit der gleichen Geschwindigkeit weiterfliegt, bis er bewusst abgebremst wird, von daher würde Treibstoff nur zur Kurskorrektur gebraucht.
    Und da sie unterhalb der Lichtgeschwindigkeit durchs All reisen, bräuchten sie Jahre um einen Planeten zu finden, vor allem, wenn er nichtmal in Sicht ist.


    Normalerweise würde ich vermutlich darüber hinwegsehen, aber wenn man in einer Reihe in der es "nie" zu solchen Problemen mit Treibstoff gekommen ist plötzlich so ein reales Problem daraus macht, dann muss man sich die ganze Szene mit mehr realismus ansehen und das ganze selbst ein wenig "entzaubern".


    Dann wird Snoke immer wieder mit Palpatine verglichen, und dass man Anfangs auch keine Informationen zu ihm hatte. Das stimmt auch, allerdings gab es damals auch keine Vorgeschichte zu irgendwas. Und man darf nicht vergessen, dass die erste Trilogy Teile 4-6 waren und wir inzwischen die Teile 1-3 ebenfalls haben, sprich für George Lucas gab es immer eine Vorgeschichte zu Anakin und Palpatine und zwar in der Hauptreihe, auch wenn die lange Zeit nicht verfilmt wurde, weil für George der technische Stand der Filmindustrie nicht seinen Erwartungen entsprach, um die auf die Leinwand zu bringen.


    Nach Teil 6 sind nun 30 Jahre ins Land gegangen, und die Flotte der Resistance ist trotz all der Zeit verdammt klein und wird von einer von einem Mann aus dem boden gestampften Flotte bereits nach kurzer Zeit so gut wie vollkommen ausgelöscht und wir sind innerhalb von vielleicht 2 Wochen Filmzeit wieder da, wo wir am Ende von Teil 5 waren, und dafür hat das Imperium 5 Filme und die Kohle eines ganzen Sternenimperiums gebraucht.
    Wenn die First Order wirklich schon so mächtig war, dann hat Teil 7 einen verdammt schlechten Job gemacht, uns dies zu erläutern, denn in Teil 7 sah es noch nach einer kleinen aufstrebenden Fraktion aus, deren Finanzen in eine kleine Flotte und einen fetten Todestern 2.0 geflossen ist. Und in Teil 8 erfährt man plötzlich, dass sie noch mehr Schiffe und die Supremacy haben, ein Sternenzerstörer der 60 km breit ist!
    Wo hat Snoke die ganze Kohle her um das alles in gerade mal 30 Jahren aus dem Boden zu stampfen und die Resistance kann sich nichtmal eine vernünftige Flotte leisten. Hätte man daraus Teil 7 gemacht und diese beiden Teile wären Teil 8+9 gewesen, hätten sie prima in die nächte Trilogy starten können, da Teil 9 sowieso entweder mit einer Niederlage endet, wenn er direkt an Teil 8 anknüpft oder es eh einen Timeskip geben wird, wenn man sich die Ausgangssituation ansieht und den hätte man auch gut für die nächste Trilogy nutzen können.


    Ich meine mal schauen was JJ da noch zaubern kann, allerdings gibt es für mich wenig, was in Teil 9 interessant sein könnte, da in diesem Film keine Erwartungen wie für Teil 8 gebracht wurden. Im Grunde gibt es nur noch die Story zwischen Kylo und Rey, dann vielleicht noch ein bisschen Luke als Geist, aber was soll der Rest machen?
    Wenn es keinen Time Skip gibt, wird es höchstens ein Katz und Maus Spiel werden und ich weiß nicht, wie interessant das für den letzten Teil einer Trilogy sein kann. Werden sie Phasma "nochmal" ausgraben um Finn was zu tun zu geben? Leia wird sowieso off Screen getötet und mal sehen, was mit Chewy passiert (auch wenn es ein wenig witzig ist, dass im EU Chewy der einzige vom Cast war, der gestorben ist und nun der Einzige ist, der noch lebt^^).
    Und selbst wenn es einen Timeskip gibt, dürfte nichts zu krasses passieren, da zumindest Kylo und Rey vermutlich noch in der nächsten Trilogy eine Rolle spielen werden. Ausser Rey schließt sich am Ende doch Kylo an, das wäre dann mal was interessantes, gibt ja dann noch den Sklavenjungen, der die Galaxie mit seinem Besen retten kann :D

  • Hier noch ein Video zum "Rey is a Mary Sue" - Problem, in dem der Youtuber auch "ein bisschen" auf die Buchversion von Das Erwachen der Macht eingeht:



    Das Problem ist für mich auch nicht, dass Rey ansich ein starker Charackter ist, sondern dass ein wirklicher Grund dafür fehlt. Bei Anakin wussten wir später, dass er quasi von der Macht selbst geschaffen wurde, bei Rey ist es die Macht selbst (laut TLJ), welche für Balance zwischen ihr und Kylo sorgen will. Das ändert aber nichts daran, dass Rey einfach kein wirkliches Training im Umgang mit der Macht bekommen hat, welches jeder andere Machtnutzer (einschließlich Anakin) einfach brauchte, um mit seinen Käften auch vernünftig umgehen zu können.
    Rey hingegen kann auch ohne Training nicht nur Kylo (wenn auch verwundet), sondern auch Luke und Snokes Wachen besiegen und schlägt sich bei den Wachen sogar besser als Kylo, welcher diese eigentlich hinwegfegen sollte, da er ja angeblich genauso stark wie Rey sein sollte laut Filmlogik, nicht mehr verwundet ist und jahrelanges Training nicht nur unter Luke, sondern auch unter Snoke hinter sich hat.
    Deshalb ist Rey für mich persönlich der langweiligste Charakter des neuen Casts und ich habe mehr interesse an Finn (welcher eher die Heldenreise durchläuft) und Kylo.


    Hier dann noch ein Video von Troy Levitt, in dem er 12 kleine Skript Änderungen anspricht, welche den Film für einige Fans hätten besser machen können, ohne den Film ansich groß zu ändern:




    Einige der Skriptänderungen gingen mir selbst schon durch den Kopf, wie zum Beispiel die Zusatzszene am Anfang oder die mit Admiral Ackbar, oder die Verfolgungsszene, oder die Idee mit Finn und sie hätten zumindest für mich den Charakter von Rey ein wenig interessanter gemacht.

  • Ich meine alleine an der Verfolgungsjagd im Weltall scheiden sich bei einigen die Geister, wenn man sich einigermaßen mit den Gesetzmäßigkeiten und Entfernungen im Weltall auskennt.

    Sobald Fans bei Star Wars Physik verwenden, um den Filmen einen Strick zu drehen, steige ich immer aus der Diskussion aus. Du hast übrigens noch die Bomben am Anfang vergessen, die einfach wie Steine auf die Dreadnought fallen, das ist auch totaler Quatsch. Aber haben wir nicht mal in einer Zeit gelebt, in der wir wegen "Quatsch" ins Kino gegangen sind?
    Die Grenze, bis wann etwas wissenschaftlich inkorrektes akzeptiert wird, ist übrigens absolut willkürlich. Lichtschwerter sind auch Quatsch, Fellwesen, die mit einer Laser-Armbrust schießen, Stadtplaneten, Raumbasen so groß wie Planeten oder Monde, die "Macht".
    Star Wars ist Science-Fantasy und also solche, sollte man sie behandeln. Oder hat sich in "Der Herr der Ringe" jemand über Gandalf beschwert, dass der zaubern kann?

  • Sobald Fans bei Star Wars Physik verwenden, um den Filmen einen Strick zu drehen, steige ich immer aus der Diskussion aus. Du hast übrigens noch die Bomben am Anfang vergessen, die einfach wie Steine auf die Dreadnought fallen, das ist auch totaler Quatsch. Aber haben wir nicht mal in einer Zeit gelebt, in der wir wegen "Quatsch" ins Kino gegangen sind?
    Die Grenze, bis wann etwas wissenschaftlich inkorrektes akzeptiert wird, ist übrigens absolut willkürlich. Lichtschwerter sind auch Quatsch, Fellwesen, die mit einer Laser-Armbrust schießen, Stadtplaneten, Raumbasen so groß wie Planeten oder Monde, die "Macht".
    Star Wars ist Science-Fantasy und also solche, sollte man sie behandeln. Oder hat sich in "Der Herr der Ringe" jemand über Gandalf beschwert, dass der zaubern kann?

    Darum geht es ja gerade.
    Mich juckt es normalerweise nicht die Bohne, eben weil ich Star Wars als Space Fantasy oder Herr der Ringe im Weltall betrachte. Aber wenn die Macher des Films "Treibstoff" als einen Plot point nehmen, um künstlich Spannung zu erzeugen, obwohl gerade Treibstoff nie eine Rolle gespielt hat und man damit Probleme aus der Realität in seine Space Magie mit einbringt, dann muss man sich gefallen lassen, dass Leute dann eben auch ein wenig Realität in ihre Gedankengänge mit einbringen.


    Ich meine, sie hätten zum Beispiel Troys Weg gehen können und anstelle des Ortungsgerätes den Punkt nutzen können, dass Finn mal ein Soldat der First Order war und man ihn und damit die Rebellen deshalb jederzeit anhand seiner Biosignatur orten konnte und stattdessen einen Sprung Nullifier einbauen können.
    Ich meine da muss man sich doch fragen wie schlecht es der Resistance schon vor dem ganzen Kampf ging, dass sie bereits mit zu wenig Treibstoff aufgebrochen sind, dass dieser zu einem Problem werden konnte.


    Aber wie ich schonmal sagte, mal sehen was JJ jetzt macht.