Star Wars - The Last Jedi

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  • Also ich hatte sehr viel Spaß mit The Last Jedi.
    Ich fand ihn an einigen Stellen zu lustig, auch wenn ich doch oft gelacht habe und die Finn-Storyline führt etwas ins nichts. Ansonsten hatte ich aber sehr viel Spaß, mache mir aber auch nicht aus "der großen Legacy von Star Wars" sondern möchte wie bei jedem Film einfach gut unterhalten werden und tolle Bilder (wie den Coop-Kampf gegen die Praetorian Guards oder die Schlacht auf Crait) sehen.


    Auf viele hier gestellte Fragen, wird übrigens in diesem Artikel auf Kotaku eingegangen.


    Und zum Thema "Bruch mit alten Konventionen" habe ich die gleiche Meinung wie in jedem anderen Fall auch. Wenn euch The Last Jedi nicht gefällt, ist das schade. Es macht die alte Trilogie aber kein Stückchen schlechter und hier wurde bestimmt kein Vermächtnis zerstört. Ich persönlich hätte es sogar besser gefunden, wenn er mit noch ein paar mehr alten Konventionen gebrochen hätte.

  • Oh weh oh weh, wo soll ich da nur anfangen? (Am besten oben)



    Leia hat die Macht nie aktiv genutzt, sondern immer passiv, zum Beispiel, als sie Hans Tod spürt oder die Zerstörung von Hosnian Prime. Das heißt aber nicht, dass sie nicht sehr stark in der Macht ist.
    In einer Notsituation greift sie instinktiv nach dem einzigen, was sie erreichen kann, der Macht. Ich finde das zutiefst logisch und gut eingesetzt.



    Erkläre mir doch bitte, was an den neuen Fähigkeiten konträr gegenüber irgendetwas anderem sein soll. Und nein, dass man diese Fähigkeiten noch nicht gesehen hat, ist kein Argument. Und Lukes Abbild hat ihn letzten Endes so viel Kraft gekostet, dass es ihn getötet hat, warum setzten diese Macht dann wohl nicht mehr Leute ein?



    Qui-Gon Jinn konnte sich anfangs noch nicht manifestieren, hat dies aber im Laufe der Zeit gelernt, warum sollte Yoda dann nicht lernen, mit der Welt zu interagieren?



    Luke war ein Farmer und hatte höchstens drei Wochen Training bei Yoda, keine Ahnung, wie du auf mehrere Monate kommst (edit: Achja, außerdem hatte Luke kein Lichtschwerttraining bei Yoda). Rey hat ein Leben lang um ihr Überleben gekämpft, merkste hoffentlich selbst, was?



    Der Kamikaze-Angriff hat ne Wirkung, weil ein Schiff einer vergleichbaren Größe ihn ausführt, siehe auch den Kamikaze-Angriff in Rogue One gegen den Planetaren Schild. Und warum das bislang noch nicht passiert ist, ist ja wohl auch klar: Niemand will ein kapitales Schiff aufgeben, wenn es nicht die allerletzte Möglichkeit ist.



    Wir haben bei der Verfolgungsjagd die Situation, dass die Rebellenschiffe gerade schnell genug sind und starke Schilde haben. Der Hyperraum funktioniert aber schlicht und einfach nicht so, wie du dir das vorstellst. Finn und Rose kommen von der Rebellenflotte weg, aber die erste Ordnung müsste einfach direkt durch die Schiffe des Widerstandes durchfliegen, um sie zu überholen und dann wären wir wieder beim vorherigen Punkt.



    Die Karte, die Lor San Tekka hat, ist keine Karte zu Luke, sondern eine Karte nach Ach-To, wo Luke sich aufhält, wir wissen aber schlicht und einfach nicht, seid wann er diese hat und damit ist, bis wir hier weitere Infos haben, auch dein letzter Punkt hinfällig.




    tl;dr:
    In meinen Augen bricht kein Einziger der von dir angemerkten Punkte die Kontinuität der Reihe.

  • Das nimmt alles erstaunlich lächerliche Züge an. Hier - natürlich - eine Petition, den Film aus dem Kanon zu streichen und komplett neu zu drehen. Ich hasse Fandom.


    https://www.change.org/p/the-w…i-from-the-official-canon


    Mein Vorschlag: Von jedem Star Wars-Film soll es ab sofort ca. 100 Versionen geben, damit sich die "Fans" die für ihren Kopfkanon gemütlichste Fassung herauspicken können.

  • Ich möchte hier bitte Anmerken, dass ich mich im Star Wars-Kanon nur bedingt auskenne und die Filme mehr als Unterhaltung ansehe und weniger als "Religion", wie das bei manchen Menschen auf Twitter & Co den Anschein macht :3


    Tatsächlich hat mich The Last Jedi besser unterhalten, als ich es erwartet hätte. Endlich Szenen in einer neueren Star Wars-Verfilmung, die man nicht gleich wieder vergisst, sobald man sich aus dem Kinosessel erhebt. Der Bruch mit Bekannten hat mir hier echt gut gefallen - in wie weit das logisch ist, kann ich natürlich nur bedingt nachvollziehen, weil eben kein wirklicher Star Wars-Kenner ¯\_(ツ)_/¯


    Ein Punkt, den Matze selbst schon angesprochen hat, irritiert mich hier aber immer wieder...


    Gibt's hier ein Regelwerk, welches besagt, dass die Jedi-Fähigkeiten hier schon völlig ausgereizt oder erschlossen sind? Was spricht dagegen die Geschichte mit vielleicht noch unentdeckten Fähigkeiten zu erweitern? Oder wer sagt, dass die Fähigkeiten nicht schon anderen bekannt sind, nur eben nie zum Einsatz kamen (aus welchen Gründen auch immer)?


    Ansonsten gilt für mich persönlich das gleiche Argument, was Matze schon geschrieben hat...


    Und nein, dass man diese Fähigkeiten noch nicht gesehen hat, ist kein Argument.


    ... am Ende fange ich noch an, mich dort einzulesen. Help hkdGitgud

  • Ein direktes Regelwerk gibt es nur was die Definition der Jedi, Lichtschwertbau und deren Philosophie angeht. Eine Regel zu den Kräften besagt nur, dass gewisse Fähigkeiten nicht eingesetzt werden sollten, da diese missbraucht werden können und zur Dunklen Seite führen. Diese Regel wurde aber regelmäßig entfernt und wieder zurückgebracht. Wenn sind es eher unterschiedliche Fraktionen, die nur die Basis- Kräfte aus den Filmen akzeptieren und andere die aus den Expended Universe mit zählen.


    Um mal ein Beispiel zu nennen, Palpatine kann im Film Blitze schießen, aber im Expended Universe kann er ganze Armeen und Flotten durch Raum und Zeit mit der Fähigkeit Machtsturm überall in der Galaxie transportieren.

  • Wenn sind es eher unterschiedliche Fraktionen, die nur die Basis- Kräfte aus den Filmen akzeptieren und andere die aus den Expended Universe mit zählen.


    Um mal ein Beispiel zu nennen, Palpatine kann im Film Blitze schießen, aber im Expended Universe kann er ganze Armeen und Flotten durch Raum und Zeit mit der Fähigkeit Machtsturm überall in der Galaxie transportieren.

    Das ist für mich hier das Problem, über das ich schon so oft gestolpert bin.
    Dass sich Leute darüber aufregen, dass 1. Disney das Extended Universe gestrichen hat und 2. nun neue Sachen hinzu packt.


    1. Ein massenkompatibler Film der voraussetzt, dass man zuvor 280 Bücher gelesen hat? Glaubt ihr ja selbst nicht.
    Zudem heißt "streichen" in dem Fall nicht, dass es das nicht gibt, sondern dass das im neuen Film Universum noch nicht etabliert ist.


    2. Denn eine Fortsetzung fügt bitte auf jeden Fall neue Dinge zum Universum hinzu. Denn sonst ist der Film inhaltslos oder maximal eine Wiederholung von Altbekanntem und damit in meinen Augen für die Tonne. Und warum hier dann nicht auf das Extended Universe zurück gegriffen werden kann, verstehe ich nicht.


    Der einzige Fakt ist, dass Dinge, die im EU passiert sind kein Fakt im Film-Universum sind. Sie können aber in Zukunft übernommen, adaptiert oder verneint werden.


    Je früher man das akzeptiert, desto mehr Spaß wird man in Zukunft mit Star Wars Filmen haben.



    PS: Ich finde es gerade sehr bezeichnend, wie sich bei TFA so viele darüber aufgeregt haben, dass es eine Iteration von A New Hope ist und sich nun darüber echauffiert wird, dass TLJ vieles anders als die Vorgänger macht.
    Für mich war TLJ eher ein ungemütlicher Befreiungsschlag. Ich freue mich nun viel mehr auf Teil 9 als zu vor.


    PPS: Dieser Tweet von Robin.

  • @Matze An dieser Stelle ist es, denke ich, wenig gewinnbringend darüber zu reden, warum du in den Punkten Unrecht hast. Wenn es für dich schlüssig ist, dann ist dem so. Es geht halt auch um Fakten im SW-Kanon, dass Luke einige Monate auf Dagobah war, während der Millenium Falke mehrere Monate vom Imperium verfolgt wurde. Und natürlich hätte sich die First Order in den Hyperraum begeben können. Dann eben in ne leicht andere Richtung im anderen Winkel, um sich dann wieder zurück zu bewegen. Müssen ja nicht sonderlich weit fliegen. Die Prämisse einer solchen Verfolgungsjagd im offenen Universum ist halt einfach absurd, wenn der Verfolger mehrere Schiffe hat. Es hat seine Gründe, warum man in Episode V sich was überlegt hat und die Verfolgungsjagd in ein Asteroidenfeld gesetzt hat. Für einen Großteil der SW-Fans ist es halt nicht schlüssig und nicht in Übereinkunft mit dem SW-Universum. Und wenn am Ende des Films deswegen ein schlechtes & negatives Gefühl gegenüber des Filmes besteht, dann ist das nun einmal da.


    Und noch einmal: Nicht deswegen finde ich den Film schlecht, sondern weil er einfach auf narrativer Ebene ein schlechter Film ist.

  • Es geht halt auch um Fakten im SW-Kanon, dass Luke einige Monate auf Dagobah war, während der Millenium Falke mehrere Monate vom Imperium verfolgt wurde. Für einen Großteil der SW-Fans ist es halt nicht schlüssig und nicht in Übereinkunft mit dem SW-Universum.

    Bitte, beweise das einfach. Nur diesen einen Punkt. Mit Kanon-Quellen.


    Alles, was ich finden kann, ist eine Angabe von einigen Tagen, jede weitere Zeit wird mit dem jeweils nächsten Tag angegeben.

  • Ich bemerke gerade, da ja der alte Kanon fallen gelassen wurden, alle Sekundärquellen nicht mehr zählen und für diese Frage daher nur noch der Film an sich von Relevanz ist und dort könnte die Dauer der Ausbildung zwischen einigen Tagen und einigen Monaten liegen. Nichts desto trotz sieht man wie Luke aktiv von Yoda ausgebildet wird und er selbst auch verschiedenen Übungen nachgeht. Da es in der Natur eines Filmes liegt, werden nicht explizit alle Ausbildungssequenzen gezeigt werden und die im Film gezeigten nur ein paar exemplarische gewesen sein.
    Luke hält Rey dagegen aber nur ein paar Lektionen ohne große direkte Ausbildung und Übung. Unter'm Strich finden dies dann halt sehr viele Zuschauer unglaubwürdig und sehen es als lahmes und faules Writing an. Es stört und reicht dem Film daher zum Negativen.

  • tl;dr:
    Du stellst eine Behauptung auf, die nicht belegbar ist, um eine zutiefst subjektive Ansicht zu stützen und lässt zusätzlich dazu auch alle Fakten weg, die im Widerspruch zu deiner Ansicht stehen, bzw. belegen, dass die Behauptung nicht einmal deine Ansicht stützt, weil Lukes Training völlig unabhängig von der Dauer nie den Kampf mit dem Lichtschwert beinhaltet hat, um den es dir aber ging.

  • Also, der Vorgänger heißt ja wortwörtlich "Das Erwachen der Macht" (hat Snoke sogar in Episode 7 kommentiert). Allein das kann die Spielregeln doch auch dahingehend verschieben, dass eine intuitive Machtnutzung wahrscheinlich ist (siehe Rey, siehe den kleinen Jungen am Ende).
    Ich verstehe daher wirklich nicht, warum der neuen Trilogie so etwas nicht gestattet wird und man sich kleinlichst auf alten Kanon beruft (der eigentlich ebenso mal neu gewesen ist). Außerdem fehlt uns ja immer noch ein Teil der Trilogie.


    Dass man den Film auf filmischer Ebene nicht mag, geschenkt, das ist möglich und da habe ich selbst einige Kritikpunkte.
    Aber am Ende versuchen viele "Fans" im Moment einfach nur zu objektivieren, dass sie subjektiv butthurt sind.

  • Also ich hatte sehr viel Spaß mit The Last Jedi.
    Ich fand ihn an einigen Stellen zu lustig, auch wenn ich doch oft gelacht habe und die Finn-Storyline führt etwas ins nichts. Ansonsten hatte ich aber sehr viel Spaß, mache mir aber auch nicht aus "der großen Legacy von Star Wars" sondern möchte wie bei jedem Film einfach gut unterhalten werden und tolle Bilder (wie den Coop-Kampf gegen die Praetorian Guards oder die Schlacht auf Crait) sehen.

    Das alles ist dein gutes recht und ich werde dir nicht widersprechen. Aber genau hier unterscheidet sich meine Meinung mit der von vielen anderen. Ich möchte von Star Wars nicht nur gut unterhalten werden sondern eine große Geschichte erzählt bekommen und da ärgern mich auch relative kleine Ungereimtheiten im SW Kanon.
    Nichts desto Trotz, wie schon zuvor geschrieben mir hat der Film (anders als Ricutor) trotzdem gut bis sehr gut gefallen, aber einige Fehler von TLJ kann man meines Erachtens nach schwer leugnen.




    Viele der hier aufgezählten Fehler (oder eben nicht Fehler) sind meiner Meinung nach nicht deswegen problematisch weil sie mit Star Wars Konventionen brechen sondern weil sie im Film nicht gut umgesetzt.


    -) Das Leia schon immer die Macht benutzen konnte stimmt, aber wieso diese Szene von den anderen Charakteren im Film nie kommentiert wird macht für mich keinen Sinn. Außerdem stellt sich die Frage, wieso Leia, wenn sie die Macht benützen kann (und das wohl gemerkt auch eindeutig nicht nur im geringen Maße), nicht probiert das öfter zu tun. Dass Leia das potential zum Jedi hat wurde schon in der Original Trilogie angedeutet, somit ist das alles andere als ein Bruch mit der Reihe, aber Sinn macht an dieser Szene für mich trotzdem einiges nicht.


    -) Ich kann mich an die Prequels nicht mehr gut erinnern, deswegen muss ich nachfragen. Qui Gon konnte sich wirklich als Machtgeist manifestieren? Gut, dann war das eben doch kein Fehler von Rian Johnson sondern von George Lukas. Kein Bruch mit der Reihe aber einfach eine dumme Idee. Ein Machtgeist der immer noch die Macht verwenden kann ist ein unsterbliches wahnsinnig mächtiges Wesen. Plötzlich stelle ich mir die Frage wieso nicht alle existierenden Machtgeister von Jedis einfach alles Böse so schnell wie möglich vernichten, denn wer sollte sie bitte aufhalten?


    -) Das Luke mit kaum Training so gut mit dem Lichtschwert umgehen kann fand ich schon in Episode V dumm, das rechtfertigt für mich persönlich insofern nicht, dass man diesen Fehler noch einmal macht.


    -) Ich geb dir recht, dass so ein Kamikazeangriff absolut Sinn macht und auch nicht wirklich mit irgendwelchen Regeln im Kanon bricht, allerdings ist die Tatsache, dass Raumschiff nie als Waffe verwendet werden schon immer ein Plothole gewesen, dass am besten nie aufgegriffen worden wäre, denn jetzt da man weiß, dass diese Angriffe funktionieren stelle ich mir die Frage wieso das in der Vergangenheit nicht immer gemacht wurde wenn ein Raumschiff direkt vor der Zerstörung steht.


    Und von diesen Punkten abgesehen finde ich serwohl, dass es Momente gibt die die Kontinuität der Reihe stören.
    -) Ich habe jetzt schon oft gelesen, dass man von der Macht immer wieder neue Facetten kennen lernen muss damit sie nicht langweilig wird. Dem widerspreche ich komplett. Das Luke sein Abbild auf einen anderen Planeten projizieren kann ist ganz einfach bulls*it. Wenn das möglich ist, wieso wurde diese Technik zuvor nie verwendet, und selbst wenn es möglich wäre, riecht diese Szene für mich viel zu sehr nach deus ex machina. (man muss mir nicht erklären, dass das kein wirklicher deus ex machina Moment war, aber es hat sich ein bisschen so angefühlt) Du kannst so eine elementare "Macht Technik" nicht ohne sie jemals zuvor zu erwähnen in einen Film einbauen. Luke hätte sich genau so gut auch auf den Planeten teleportieren und dort wirklich gegen Kylo Ren kämpfen können. Gab es in SW Filmen auch noch nie aber es gibt schließlich auch keine Regel die sagt, dass Jedis das nicht können. Kann Rey dann im nächsten Teil Luke wieder zum leben erwecken? Denn man zeige mir die Regel die sagt, dass Jedis das nicht können.
    Sachen wie die Macht funktionieren deswegen gut weil sie den Zuseher zwar faszinieren können aber trotzdem halbwegs abgesteckte Regeln haben. In Harry Potter kommt fällt so weit ich mich erinnere auch nie im entscheidenden Moment einem Charakter plötzlich ein komplett übermächtiger Zauberspruch ein, und Frodo kann sich durch den Ring der Macht auch nicht irgendwann in Herr der Ringe plötzlich teleportieren weil der Autor nicht mehr weiter wusste.


    -) Was du über dem Hyperraum schreibst stimmt auch nicht so ganz. Natürlich kann die erste Ordnung nicht durch das Rebellenschiff durchfliegen um sie zu überholen. Laut Logik des Films müsste es aber serwohl möglich sein erst auf den Kasinoplaneten zu fliegen und von dort zurück direkt vor das Raumschiff der Rebellen. Wie man's dreht und wendet, man kann mir nicht einreden, dass es keine Möglichkeit gab die Rebellen zu überholen.


    Wie gesagt finde ich den Film trotzdem gut, aber wenn man wie ich von Star Wars eine große Geschichte erzählt bekommen will, war TLJ zumindest teilweise eine Enttäuschung. Vielleicht war das von mir auch einfach die falsche Herangehensweise an den Film, aber basierend auf den Reaktionen des Internets war ich wohl nicht der einzige mit dieser Meinung.

  • Ich persönlich wäre eigentlich die Ideale Zielgruppe für The last Jedi.
    Ich mag Star Wars und bin damit aufgewachsen aber ich fühle mich im Gegensatz zu richtigen Fans nicht nostalgisch verpflichtet zum Franchise aber dennoch schaue ich mir seit Episode 1 jeden Film im Kino an.
    Leider muss ich aber auch sagen........The Last Jedi hat mir nicht gefallen , aber nicht weil er anders ist (was auch nicht ganz stimmt) oder Traditionen bricht sondern weil er sogar als eigenständiger Film teilweise nicht Funktioniert.
    Ich fange aber erstmall mit den Positiven Punkten an:


    - rian johnson mag zwar kein guter Drehbuch Autor sein aber er weiß wie man einen Film auf Kamera einfängt.
    Die Action ist grandios Inszeniert und man kann ihr immer folgen und das Filmset ist immer grosartig eingefangen


    - Sehr gute Perfomance von vielen schauspielern wie Mark Hamill und Adam Driver.
    Vor allen Hamill weiß zu begeistern weil er endlich mall richtig gut spielt und zudem 100% gibt obwohl das Drehbuch ihn teilweise innerlich zerstört


    - Die Scene mit Yoda war Grandios , der Dialog war gut (vor allen die Botschaft) und auch die Pupe hat mir gefallen auch wenn sie zuerst etwas deplatziert wirkte.
    Und auch der Kampf im Thron raum war Klasse


    - Die Dynamik zwischen Kylo und Ray war spannend auch wenn sie leider nicht konsequent war zum Schluss


    Nun die zwiespaltigen Punkte


    - Das Radikale entfernen von Plot Elementen die J.J eingeführt hatte wie Snoke oder Rays Eltern
    Snoke war kein Interessanter Charakter in TFA und die Befürchtung war nah der er nur Imperator 2.0 ist , das entfernen von ihn war aber zwiespältig zum einen weil Rian die Chance vertan hat Snoke zu was anderen zu machen als Imperator 2,0.
    Zum zweiten weil er nun endgültig nur noch ein plot device ist für die Story und das ist schlecht für eine Zentral wichtige Figur in der Story , zudem er der Grund sein soll warum wir glauben sollen das Kylo böse geworden ist in frühen Jahren.


    - Die Auflösung um Reys Eltern gefällt mir zwar auch wegen der Botschaft aber das bringt wieder Probleme mit sich.
    A die Art und weiße wie der Twist gelöst wird ist albern gemacht worden , ok sie konnte es sich nicht eingestehen aber warum weiß es Kylo und warum passiert es an einer stelle wo dies nicht dramaturgisch rein passt.
    Und B das alte Mary Sue Problem , mit der einzige grund warum viele akzeptiert haben das Ray overpowerd war im Vorgäner war die Vermutung das sie sehr mächtige Gene vererbt bekommen hat von anderen Mächtigen Macht Usern.
    Nun wissen wir wieder das was viele bereits damals wußten , The Force Awakens war einfach nur schlecht geschrieben.
    Ach ja und Rians Auflösung warum Ray so mächtig ist ...............nun ja sagen wir mall nix zu diesen Unsinn .


    -Luke Skywalker
    Ich mochte ihn zwar im Film aber ich kann jeden Fan und Mark Hamill verstehen warum sie sich betrogen fühlen , dieser Charakter hat nicht mehr viel mit dem Original zu Tun.


    Und oh boy die Richtig schlechten Punkte.


    -Der Humor
    Auch ich kann nur bestätigen was viele bereits gesagt haben: Zu viel , zu schlecht , erinnert sehr an Space Balls , ruiniert das Pacing und wichtige scenen.


    -2 Sinnlose Sideplots
    Wir haben 2 Nebengeschichten die fast nix zur Geschichte beitragen und nur sehr gezwungen enstehen weil Holdor ihren plan nicht verrät .
    Es gibt viele Argumente ob ihr verhalten Sin macht oder nicht , aber der Punkt ist dennoch das der Grund für die Sidplots trotzdem sehr erzwungen ist.


    -Super Princes Mary Poppins............punkt.


    -Keine klare Struktur zur Timline des Films.
    Der Film fängt nach TFA an und hat trotzdem 3 verschiedene Timlines die nicht passen.
    Die Rebellen können nur 12 stunden lang fliehen , während zur selben zeit bei Ray mehrere Tage vergehen ,und ja beide Timelines sollen paralell laufen weil Kylos scenen mit beiden sich überschneidet.
    Und bei den letzten 6 stunden fängt der Finn Sideplot an.............das es keinen sinn macht das dieser plot unter 6 stunden geht sollte jeden klar sein.


    - Die Weltraum Karte.
    Im Vorgänger Film war die Karte zu Luke Skywalker ein zentrales plot element und Luke hat sie selber erstellt...........nur um den Finder zu sagen das er alleine Sterben wollte ???????


    - Captain Phasma
    .........................................................mehr verdient dieser Witz nicht.


    -Apropo Witz............. Die Neue Order
    Es gibt einfach keine Figur die man ernst nehmen kann unter den Villians.
    Zudem ist immer noch nicht klar wie Groß oder wie Gefährlich sie sind und allgemein warum es sie gibt nach der alten Trilogie.
    Im Prinzip sagt Disney hier nur das es das Imperium ist und das die Helden versagt haben in der Alten Trilogy , nicht schön aber Disney könnte das wenigsten klarer in der Story Sagen.


    -Letzen Endes Erzählt der Film auch nur wieder die Rebellen gegen Imperium Geschichte
    Rian Johnsen hat zwar viele Story Elemente vom Vorgänger Film über den haufen geworfen aber am ende hat er trotzdem eine Geschichte erzählt die am ende WIEDER die selbe Ausgangslage hat wie die Alte Trilogie (in diesen Fall ESB)
    Bis auf die Tatsache Kylo jetzt der Chef des Semi Imperium ist hat sich nix geändert in der Story.
    Man kann sagen was man will über die Prequels aber sie haben wenigsten eine zusammenhängende Geschichte erzählt und Star Wars bereichert.


    Ich könnte leider noch mehr schreiben aber um es kurz zu machen : The last Jedi hat gute Momente , ist handwerklich toll gemacht , aber leidet unter einen schlechten Skript , schwachen Pacing und schlecht gesetzten Humor + er funktioniert nicht mit der Story des Vorgänger Films.
    6.0 / 10


    und als Star Wars Film 4,5/10
    (das schreib ich nochmal weil der Film vielen Fans scheinbar sehr wehgetan hat :-( )

  • Das früher oder später beide Welten durch die Filme miteinander kollidieren war schon immer ein Problem. Das bestehende Expended Universe für nicht kanon zu erklären schien ein notwendiger Schritt zu sein, nur kommt das viel zu spät. Ich persönlich finde das Expended Universe besser, weil da mehr erzählt wird und ich mehr über bestehendes erfahre. Wenn mir das genommen wird, dann erwarte ich eine andere gute Erzählung, die gibt mir Disney nicht. Disney bringt bis jetzt ca. 50% des Expended Universe zurück, was ich für inkonsequent halte und es erzählt in meinen Augen eine schlechtere Geschichte. Dazu muss ich sagen, wenn man 20 Jahre lang in den Expended Universe investiert und einen dann gesagt wird, dass all das keinen Platz bzw. Relevanz mehr hat, dann fühlt man sich vor dem Kopf gestoßen.


    Das was meiner Meinung nach Star Wars so vielseitig und interessant gemacht hatte waren unter anderen diverse Autoren, die frei die Lizenz nutzen und ihre Geschichten schreiben durften. Durch diesen Konsens, der aus der Vielseitigkeit entstand, entstanden viele gute Werke und Geschichten. Bei Disney fehlt mir da jetzt diese Vielseitigkeit, wobei ich aber froh bin, dass sie viele verschiedene Projekte mit neuen Leuten starten, auch wenn diese nicht unabhängig sind.


    Ich fand Episode 7 nicht gut, weil meiner Meinung nach zu sehr auf Nummer Sicher gemacht wurde und die Hauptcharakter nahezu die gleiche Persönlichkeit hatten und ich nicht wirklich das Gefühl für diese Welt bekam. Episode 8 war konsequenter, was ich gut finde, doch mir kam das Gefühl, als würde man schon fast trotzig alles über den Haufen werfen wollen, was Episode 7 aufbaute. Das ging mir persönlich zu weit und darum kann ich den Film auch nicht wirklich gut finden. Ich halte den Film auch nicht für clever genug, diesen Umsturz zu tragen bzw. ihn vernünftig zu etablieren.


    Mein größtes Problem sind aber nicht die neuen Epsioden und nicht mal unbedingt die neue Geschichte, die mir nichts bieten. Mein Problem ist, dass mir die Seele und Identität fehlt. Ich vermisse den Märchen Aspekt und die teils klassische Heldengeschichte. Das heutige Kino hat so gut wie keine Helden mehr, die Filme sind kurzlebig und hinterlassen kaum einen bleibenden Eindruck. Da braucht es wieder eine Heldengeschichte bzw. Heldenmärchen. Ich finde es schade, dass Disney, der Konzern, der Märchen wieder groß machte nicht ein neues Märchen erzählt. Gerade Star Wars wieder als Märchen zu erleben wäre ein krasser Gegenentwurf zum heutigen Kino und da es Star Wars ist würde es viele Leute erreichen. Das könnte wieder das Märchen Salonfähig machen und wir könnten so vielleicht wieder ein klassisches Heldenkino haben.


    Das mit dem Expended Universe ist halt so eine Sache für mich, ich habe viel Investiert und finde es schade, dass vieles keine Kanon mehr ist. Mir kann aber keiner den Spaß und die Zeit wegnehmen, darum kann ich Disney jetzt auch nicht böse sein. böse bin ich auf Disney für deren Geschäftspraktiken. Ich kann mit der neuen Trilogie zwar nichts anfangen, trotzdem gebe ich ihr zumindest eine Chance und lasse die neue Geschichte auf mich wirken.


    Meine Erfahrung diesbezüglich ist da eher negativ, aber jetzt auch nicht wirklich so drastisch. Vielleicht können mich Episode 10, 11 und 12 catchen und ja es ist schon absurd, einen Teil 12 im Kino zu sehen.

  • Ist auch so ein Punkt, den ich nicht verstehe:


    "Luke ist nicht mehr derselbe wie früher". Naja, that's the point? Es liegen mehr als 30 Jahre dazwischen, da können sich Menschen auch schon mal ändern. Auch bei dem, was Mark Hamill sagt, würde ich nur bedingt zustimmen. Ein Jedi sei immer opimistisch oder würde sich nicht in die Einsamkeit zurückziehen, kann man so überhaupt nicht sagen. Das hat Yoda doch höchstselbst bewiesen. Luke hingegen wird kein Character Development gestattet, weil "er war ja früher auch nicht so".


    Hierzu im Übrigen eine sehr schöne Analyse:


    https://hype.my/2017/149941/star-wars-last-jedi-analysis/

  • Viele der hier aufgezählten Fehler (oder eben nicht Fehler) sind meiner Meinung nach nicht deswegen problematisch weil sie mit Star Wars Konventionen brechen sondern weil sie im Film nicht gut umgesetzt.

    Absolut korrekt, nur ging es Ricutor darum nie.
    Ich würde dennoch einigen deiner Punkte widersprechen, aber da geht es dann um Meinungen und nicht um Fakten.


    Zu einigen deiner angesprochenen Punkte sind die folgenden Video vielleicht hilfreich:


  • Dazu muss ich sagen, wenn man 20 Jahre lang in den Expended Universe investiert und einen dann gesagt wird, dass all das keinen Platz bzw. Relevanz mehr hat, dann fühlt man sich vor dem Kopf gestoßen.


    Das was meiner Meinung nach Star Wars so vielseitig und interessant gemacht hatte waren unter anderen diverse Autoren, die frei die Lizenz nutzen und ihre Geschichten schreiben durften. Durch diesen Konsens entstanden viele gute Werke und Geschichten. Bei Disney fehlt mir da jetzt diese Vielseitigkeit, wobei ich aber froh bin, dass sie viele verschiedene Projekte mit neuen Leuten starten, auch wenn diese nicht unabhängig sind.

    Ich denke da z.B. an Marvel oder DC.
    Es gibt 1239812309813098 Spiderman-Timelines, die sich in vielen Punkten gegenseitig ausschließen, teilweise Parallelen aufweißen und an anderen aufeinander treffen. Eines dieser Universen ist das Film-Universum. (Bei Spiderman gibt es auch davon mittlerweile 3.) So ist es mit fast allen großen Superhelden und keine davon wird durch die Existenz der anderen irgendwie an Wert genommen.
    Warum ist das bei Star Wars nun so ein absurdes Riesending? Nichts verliert an Relevanz. Die Geschichten bleiben da und die Qualität dieser ändert sich auch nicht.


    -) Das Luke mit kaum Training so gut mit dem Lichtschwert umgehen kann fand ich schon in Episode V dumm, das rechtfertigt für mich persönlich insofern nicht, dass man diesen Fehler noch einmal macht.

    Meines Wissens nach, muss man keine besondere Gabe haben um ein Lichtschwert zu führen. Es ist schlichtweg eine Variante eines Schwertes, die Jedi/Sith zugeordnet wird. Die Funktionsweise ist rein mechanisch/"elektrotechnisch" bestimmt und wird primär nicht durch die Macht beeinflusst. (siehe Jedipedia)
    Warum sollte Rey, die vor den Ereignissen von TFA bereits alleine gelebt hat und den Kampf mit einer Stabwaffe gelernt hat, so unglaubliche Probleme mit dem Lichtschwert haben?
    Wenn überhaupt ist es für mich total sinnig, dass sie es schneller beherrscht als Luke damals, da sie sich eigentlich "nur" an das andere Gewicht, die andere Länge und die anderen Griffpunkte gewöhnen muss, statt erstmal zu lernen, wie man richtig mit einer Stabwaffe im Allgemeinen umgeht.


    Das Luke sein Abbild auf einen anderen Planeten projizieren kann ist ganz einfach bulls*it. Wenn das möglich ist, wieso wurde diese Technik zuvor nie verwendet

    Weil es so erschöpfend war, dass er daran verdammt nochmal gestorben ist?! Das wurde hier nun schon mal gesagt. Ich finde das ein ziemlich gutes Argument...


    Ansonsten kann man sich noch einreden, dass die Schriften der Jedi gewisse Arten von Machtnutzung verboten hat? Nachdem Lukes Meister Yoda diese Schriften aber "zerstört", als Machtgeist also Einfluss auf die reale Welt hat und damit eines dieser Tabus bricht, akzeptiert Luke, dass diese Regeln nicht in Stein gemeiselt sind und "missbraucht" seine Mächte ebenfalls.


    Das ist nun natürlich auch nur random Fantheorie aber ich finde es gerade unfassbar schade, dass von einigen (nicht nur hier) zu keinem Punkt auch nur ein derartiger Denkansatz gesucht wird. Das Argument ist leider viel zu oft "Es ist anders, es ist falsch!" und das ist zumindest für mich absolut keine Lösung.

  • 1. Ein massenkompatibler Film der voraussetzt, dass man zuvor 280 Bücher gelesen hat? Glaubt ihr ja selbst nicht.
    Zudem heißt "streichen" in dem Fall nicht, dass es das nicht gibt, sondern dass das im neuen Film Universum noch nicht etabliert ist.

    Dann sollen sie es halt nicht Star Wars nennen, wenn es kein Star Wars ist...
    Und man wird wohl kaum nachträglich etablieren können, dass...


    Wie gesagt: Ich mag die neuen Filme sehr, aber "Star Wars" und "Star Wars" sind für mich seit Disney zwei völlig verschiedene Dinge.

  • Es ist anders, es ist falsch!

    Es übersteigt einfach so immens die Fähigkeiten der Macht, wie wir sie bisher in den Filmen kennengelernt haben, dass es halt vielen sehr negativ aufstößt. Der Punkt ist eher, mir gefällt es halt nicht. Es ist doch ein gutes Recht zu sagen, dass einem dieses Handlungselement nicht gefällt. Unabhängig davon, ob es eventuell logisch erklärbar ist, weil es vielleicht eine geheime Fähigkeit ist, die man einsetzen kann, wenn man sein Leben dafür opfert. Das ist halt ein typisches Handlungselement was ich weder in Naruto, Dragonball oder sonstwo mag. In den Filmen war die Macht bisher halt ein spirituelles Hilfsmittel, was durchaus stark war, aber jetzt den Weg nicht alleine bestritten hat. In Episode I waren zwei anrollende Droidekas für Obi-Wan und Qui-Gon immer noch eine Gefahr und sie sind geflohen. An diesem Punkt gefällt es mir halt auch nicht, wenn in Clone Wars die Macht zur Superwaffe wird, mit der Horden von Droidekas mit einem simplen Machtwinken weggehauen werden. In den Filmen hat sich zum Glück diese Macht aber immer in diesem begrenzen Rahmen bewegt. Das jetzt dermaßen in The Last Jedi aufzuplustern gefällt mir halt nicht. Ich will lieber Überraschungen auf narrativer Ebene und Entwicklungen in der Erzählung als sowas.


    Was mich aber viel mehr stört ist die Tatsache, dass so getan wird, dass dieser Film so mit Konventionen brechen würde und Star Wars in neue Bahnen lenken würde. Sorry, aber das tut er halt eben gerade leider nicht.
    Star Wars ist Gut vs. Böse und genau das macht der Film so weiter.