Star Wars - The Last Jedi

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  • Jetzt ist er ja draußen und ich habe ihn gesehen. Ich hoffe, niemand nimmt es mir übel, wenn ich mich einfach mal selbst von Letterboxd zitiere. Und vermutlich hat meine Idee/Theorie zum Film sowieso zwanzig Löcher, aber nehmt es als unkontrollierten Gedankenstrom direkt nach dem Film wahr.


  • Spoilerfreie "Kurzkritik":


    The Last Jedi ist nicht mehr mein Star Wars. Hätte nicht erwartet, dass ich Hoffnung darin hegen würde, dass Abrams Episode IX macht.
    Rian Johnson zeigt dem Star-Wars-Universum und jeglicher Kontinuität den Mittelfinger, ist sich dessen bewusst und hält es mir sogar noch im Film vor Augen mit seinen "lasse das alte hinter dir"-Dialogen und meint mich als Star-Wars-Fan damit befrieden zu können. Wenn man keinen Respekt vor dem Ausgangsmaterial hat und auch kein Interesse hat dem gerecht zu werden, dann soll er bitte seinen eigenen Film machen und nicht den Namen Star Wars für seine persönliche Vision missbrauchen.
    Davon aber mal abgesehen fühlt sich der Film für mich ein wenig wie X-Men: Apocalypse an. Viel zu verfasert, nur Nebenfiguren, die keinem Protagonisten Raum lassen können & zu allem Überfluss auch noch eine Gagdichte, die den Ton des Films gänzlich zerstört. Ich habe sogar durchaus bei vllt. 2/3 der Gags gelacht oder zumindest geschmunzelt; nichts desto trotz finde ich sie nicht gut. Nicht, weil die Gags an sich schlecht sind, sondern weil sie in einer Quantität eingesetzt werden, die dem Film jegliche Stimmung rauben.
    Dazu kommt noch eine nicht zu verachtende Masse an einfach albernen Kram, den ich vielleicht aus Lego Star Wars, aber nicht in einem echten Star Wars Film, erwartet hätte.
    Zudem hat der Film eine absurde Länge, die inhaltlich durch nichts gerechtfertigt ist und nur entsteht, weil sich der Film in nonsene Nebenhandlungen verstrickt, die zu nichts führen.


    The Last Jedi ordnet sich bei mir noch hinter Revenge of the Sith, eventuell neben Attack of the Clones ein. Ich war selten nach einem Kinofilm so enttäuscht und wütend; das letzte Mal nach The Last Airbender. In dieser Stimmung hätte ich dem Film vielleicht 3 oder 4/10 gegeben, aber man kann dem Film doch zumindest ein paar Dinge positiv anrechnen:
    Der Beginn des Films baut sofort eine enorm intensive & spannende Stimmung auf.
    Kylo Ren ist die herausragende Lichtblick dieses Film. Nicht nur hervorragend gespielt, ist er quasi auch der einzige, der eine Ark durchläuft die irgendwo hinführt, der sich entwickelt und dessen Motivation & Handlung man nachvollziehen kann + dessen Handlungen im Kontext der Geschichte auch etwas bewirken.
    Rian Johnson schafft es einige großartige Sequenzen und Bilder zu inszenieren. Künstlerisch bewegt sich der Film da auf einem sehr hohen Niveau, wenngleich das mit dem Inhalt leider nicht koaliert.


    Unter'm Strich gibt's von mir ne 5/10.


    Zwei Tage vorher hatte ich noch 'Logan' nachgeholt. Was ein großartiger Film. Im direkten Vergleich habe ich dann gemerkt wie schlecht doch The Last Jedi ist.

  • Ich hab den Film inzwischen schon vor ein paar Tagen am Donnerstag gesehen. Ich war mir damals schon nicht sicher wie ich den Film bewerten soll und bin seitdem eigentlich immer nur noch unentschlossener geworden. Direkt nachdem ich aus dem Kino gegangen bin war ich begeistert. Episode VIII hat einfach wahnsinnig epische Szenen, ist oft extrem bildgewaltig und die vielen Überraschungen die der Film parat hat haben mir zumindest größtenteils gefallen. Was mich da schon gestört hat war, dass einige Szenen und Charaktere mMn keinen Sinn ergeben, dass einige Szenen einfach nicht in die große Star Wars Geschichte passen und somit vielen Fans des Franchises den Mittelfinger zeigen, dass es teils unnötigen Fanservice gab und obwohl ich den Humor teilweise großartig fand stimme ich den Leuten zu die sagen, dass er oft in den falschen Momenten eingesetzt wurde.


    In den letzten Tagen sind mir dann noch immer mehr Dinge aufgefallen die mir sauer aufstoßen. Mein größtes Problem ist, dass die große Geschichte die erzählt wird eigentlich nichts neues macht. Von vielen Leuten habe ich gehört, dass sie es positiv finden, dass der Film neue Dinge macht und das stimmt in gewisser Weise auch, nur wird mit diesen innovativen Ideen nur das immer gleiche Resultat erreicht.


    Und im Endeffekt ist das für mich das Hauptproblem des Films. Rian Johnson geht unkonventionelle Wege um etwas konventionelles zu erreichen. Dabei f*ckt er durch seine unkonventionellen Ideen die Star Wars Fanbase ab, ohne dabei etwas zu erreichen, dass die Serie mal wirklich verändert. Ich glaube das war ganz einfach der genau falsche Weg. Wieso macht man nicht eine Geschichte in der man seinen Charakteren treu bleibt dafür aber die große Film übergreifende Geschichte auf den Kopf stellt. Die Möglichkeit hätte man gehabt. Es gibt mehrere Momente in denen Johnson einen für die ganze Serie innovativen Schritt machen könnte, aber ausgerechnet in diesen Momenten traut er sich das nicht.


    Das alles hört sich jetzt negativer an als es ist, aber bei einem Film bei dem man auf Perfektion hofft fallen einem solche Dinge einfach stark auf. Um abschließend noch etwas positives zu sagen, ich freue mich jetzt schon sehr auf Episode 9, denn obwohl The last Jedi viele Probleme hat bereitet es mMn sehr gut potentielle Konflikte für den nächsten Film vor. Das Ende fand ich außerdem extrem gut und die Schlusssequenz hat mich sogar etwas emotional gemacht. Der Film ist sehr sehenswert, aber wie schon Episode 7 hat er einfach seine Schwierigkeiten.


    Ps: Ich entschuldige mich im Vorhinein für vermutlich sehr viele Rechtschreibfehler, hab gerade aber leider keine Zeit das alles durchzulesen.

  • Hatte eigentlich gedacht, dass ich mit meiner recht negativen Einstellung zum Film zur Minderheit gehöre, aber auf Metacritic und Rottentomatoes sind die Zuschauervotings doch überraschend negativ. Glaube, dass eins der Hauptprobleme ist, dass Johnson nicht nur die Kontinuität zu Episode VII egal ist, sondern ihm der gesamte Star-Wars-Kanon egal zu sein scheint.

  • Hatte eigentlich gedacht, dass ich mit meiner recht negativen Einstellung zum Film zur Minderheit gehöre, aber auf Metacritic und Rottentomatoes sind die Zuschauervotings doch überraschend negativ. Glaube, dass eins der Hauptprobleme ist, dass Johnson nicht nur die Kontinuität zu Episode VII egal ist, sondern ihm der gesamte Star-Wars-Kanon egal zu sein scheint.

    Selten so einen polarisierenden Film gesehen.

  • Bin auch immer noch etwas zwiegespalten, habe insgesamt aber doch mehr positive als negative Gefühle.
    Allein, dass der Film nicht genau das war, was ich erwartet habe (ein Episode V Remake), ist für mich ein großer Pluspunkt.
    Der für mich größte Kritikpunkt ist wohl der Humor. Star Wars war für mich zwar nie der Gipfel der Ernsthaftigkeit, aber das manche Sachen so dermaßen ins lächerliche gezogen werden, fand ich gerade in der ersten Hälfte ziemlich störend.
    Der ganze Finn/Rose Teil gefiel mir eigentlich echt gut. Über DJ kann man sich auf jeden Fall streiten, aber auch hier überwiegt für mich der positive Aspekt, dass der Handlungsstrang nicht so endet, wie man es die ganze Zeit über erwartet.
    Was ich nicht verstehe ist, wie oft dem Film mangelnde Kontinuität gegenüber dem restlichen Star Wars Universum vorgeworfen wird.
    Disney haben schon kurz nach Übernahme der Marke (und somit lange vor Episode VII) verkündet, dass 99% des Kanons im Mülleimer sind. Als großen Fan der Bücher hat mich das damals sehr enttäuscht und ich war lange am Überlegen, ob ich die neuen Filme nicht komplett ignoriere. Dazu fehlte mir dann natürlich die Willenskraft, aber wenigstens hab' ich dadurch jetzt ein paar gute Filme gesehen.

  • @NightLcD Es geht um eine Kontinuität zum bestehenden Star-Wars-Kanon, d.h. zu den Filmen und da gibt es halt echt ne MENGE.



    Aber diese ganzen Logiklücken bzw.Probleme mit dem bisherigen Universum wären für mich verschmerzbar, wenn denn der Film an sich wenigstens gut wäre.

  • Ich finde aber, bei vielen Beschwerden über die mangelnde Kontinuität wird mit dieser Argumentation sehr oft verhindert, dass ein Star Wars-Film überhaupt noch überraschen können kann, würde man all dies beherzigen.


  • Ich finde aber, bei vielen Beschwerden über die mangelnde Kontinuität wird mit dieser Argumentation sehr oft verhindert, dass ein Star Wars-Film überhaupt noch überraschen können kann, würde man all dies beherzigen.

    Genau das. Episode VII mochte ich zwar, es gab aber so gut wie keine neuen Ideen oder eine überraschende Geschichte.
    Ich bin auch nicht mit jeder Entscheidung einverstanden, aber mich freut es riesig, dass Rian Johnson das Star Wars Universum mit tollen Ideen weitergebracht, und einen Star Wars Film gemacht hat, über den ich seit Tagen nachdenke und über den heiß diskutiert wird.
    Daran habe ich nach Force Awakens und Rogue One ehrlich gesagt nicht mehr geglaubt.

  • Ich finde aber, bei vielen Beschwerden über die mangelnde Kontinuität wird mit dieser Argumentation sehr oft verhindert, dass ein Star Wars-Film überhaupt noch überraschen können kann, würde man all dies beherzigen.

    Das finde ich doch wirklich eine sehr lahme Begründung. Man kann auch spannende und innovative Geschichten erzählen und dennoch der Logik des Universums und der Vorlage treu bleiben. Man kann auch allen typischen Tropen und Erwartungen ausbrechen, dagegen habe ich nichts, aber es ist nun einmal ein Sequel und da muss man sich auch an die Gesetzmäßigkeiten halten, die in den Vorgängern eingeführt wurden. Sonst wird es halt unglaubwürdig und die Welt wirkt in sich nicht mehr konsistent.
    Aber wie gesagt: Wenn es nur das wäre, fände ich das gar nicht so unglaublich schlimm. Dann wäre ich vielleicht als Star-Wars-Fan etwas brüskiert, würde mich aber über einen guten Film freuen, aber leider ist selbst Letzteres The Last Jedi für mich nicht. Ungeachtet des Universums und der Welt, die es vielleicht nicht konsequent weiterführt ist es für mich kein guter Film.

  • Dass der Film seine Makel hat, ist ganz klar.


    Ich finde aber halt nicht, dass der Film sich zwingend an alte Gesetzmäßigkeiten halten muss. Er hat als Teil der Hauptreihe durchaus das Recht, auch neue Gesetzmäßigkeiten zu schaffen oder die bestehenden abzuändern oder zu verschärfen, wie eben diesen

  • Ich finde aber, bei vielen Beschwerden über die mangelnde Kontinuität wird mit dieser Argumentation sehr oft verhindert, dass ein Star Wars-Film überhaupt noch überraschen können kann, würde man all dies beherzigen.

    Genau das. Episode VII mochte ich zwar, es gab aber so gut wie keine neuen Ideen oder eine überraschende Geschichte.Ich bin auch nicht mit jeder Entscheidung einverstanden, aber mich freut es riesig, dass Rian Johnson das Star Wars Universum mit tollen Ideen weitergebracht, und einen Star Wars Film gemacht hat, über den ich seit Tagen nachdenke und über den heiß diskutiert wird.
    Daran habe ich nach Force Awakens und Rogue One ehrlich gesagt nicht mehr geglaubt.

    Aber wie bringen diese Neuerungen Star Wars weiter. Welche Neuerung, die mit der Kontinuität der Serie bricht und somit für so viel Aufregung gesorgt hat ist für die Serie wirklich innovativ und war nicht nur in dem Moment überraschend?