Das Trump-Desaster

  • Sag doch einfach direkt: Links ist genauso schlimm wie Rechts. Das ist es nämlich was du mit dieser Aussage implizierst.

    Ich finde Rechtsradikale definitiv schlimmer als Linksradikale, aber das ist eine persönlich gefärbte Meinung. Ich finde nur, dass man Linksextremismus nicht als objektv besser als Rechtsextremismus darstellen kann.

    Ich denke, es ist schon recht eindeutig, dass die Intention von linker Seite deutlich "besser" ist, an der Hirnrissigkeit von Gewalt zum jetztigen Zeitpunkt ändert das aber nichts.

  • Sag doch einfach direkt: Links ist genauso schlimm wie Rechts. Das ist es nämlich was du mit dieser Aussage implizierst.

    Ich finde Rechtsradikale definitiv schlimmer als Linksradikale, aber das ist eine persönlich gefärbte Meinung. Ich finde nur, dass man Linksextremismus nicht als objektv besser als Rechtsextremismus darstellen kann.

    Doch, definitiv. Rechtsextreme geben Leuten auf die Fresse, weil sie anders aussehen. Linksextreme geben Rechtsextremen auf die Fresse, weil diese anderen Leuten auf die Fresse geben. Quasi wie Todesstrafe, nur mit auf die Fresse statt umbringen und mit Bürgern statt Staat.

  • Ich finde Rechtsradikale definitiv schlimmer als Linksradikale, aber das ist eine persönlich gefärbte Meinung. Ich finde nur, dass man Linksextremismus nicht als objektv besser als Rechtsextremismus darstellen kann.

    Ich denke, es ist schon recht eindeutig, dass die Intention von linker Seite deutlich "besser" ist, an der Hirnrissigkeit von Gewalt zum jetztigen Zeitpunkt ändert das aber nichts.

    Hm, ich tu mir selber einfach schwer das zu sagen. Was ich probiert habe auszudrücken ist, dass es definitiv Leute gibt die Links- und Rechtsextremismus gleich schlimm finden. Daher bin ich der Meinung, dass man keine Aussagen machen sollte die bereits im Vorhinein davon ausgehen, dass Linksradikale besser sind als Rechtsradikale.

  • Ich finde Rechtsradikale definitiv schlimmer als Linksradikale, aber das ist eine persönlich gefärbte Meinung. Ich finde nur, dass man Linksextremismus nicht als objektv besser als Rechtsextremismus darstellen kann.

    Doch, definitiv. Rechtsextreme geben Leuten auf die Fresse, weil sie anders aussehen. Linksextreme geben Rechtsextremen auf die Fresse, weil diese anderen Leuten auf die Fresse geben. Quasi wie Todesstrafe, nur mit auf die Fresse statt umbringen und mit Bürgern statt Staat.

    Das ist eben die Aussage die man meiner Meinung nach nicht machen darf. Diese Argumentation funktioniert nur bei tendentiell linken Personen. Ein Rechter behauptet schließlich einen Grund zu haben einem Ausländer auf die Fresse zu geben. Somit hätte auch ein Linker keinen berechtigten Grund ihm auf die Fresse zu geben.
    Somit sind die einzigen Personen bei denen die Argumentation funktioniert bereits Linke Leute, bei denen die Argumentation somit gar nicht nötig wäre

  • Ein Rechter behauptet schließlich einen Grund zu haben einem Ausländer auf die Fresse zu geben.

    Aber de facto hat er ja keinen. Das ist wie wenn der Polizist behauptet "Der wollte mich erschießen." aber tatsächlich besaß der erschossene Afro-Amerikaner gar keine Waffe. Ob das Rechte verstehen oder nicht ist nicht die Frage. Die Frage ist, ob das rechte Gewalt schlimmer macht und ich sage "definitiv", weil ihre einzige tatsächliche Begründung in Rassismus oder ähnlichem begründet liegt.

  • Ich denke, es ist schon recht eindeutig, dass die Intention von linker Seite deutlich "besser" ist, an der Hirnrissigkeit von Gewalt zum jetztigen Zeitpunkt ändert das aber nichts.

    Hm, ich tu mir selber einfach schwer das zu sagen. Was ich probiert habe auszudrücken ist, dass es definitiv Leute gibt die Links- und Rechtsextremismus gleich schlimm finden. Daher bin ich der Meinung, dass man keine Aussagen machen sollte die bereits im Vorhinein davon ausgehen, dass Linksradikale besser sind als Rechtsradikale.

    Wir sind uns einig, dass Ausländerfeindlichkeit und Intoleranz grundsätzlich falsche Ansichten sind oder? Und auch, dass es eine gute Sache ist, solche Ansichten abzulehnen. Oder? Das wollte ich nämlich ausdrücken.


    Ebendiese Intentionen sind verschieden zu bewerten. Gewalt als Mittel der Durchsetzung ist dagegen von Grund auf falsch, aber aus verschiedenen Gründen. Gewalt im Namen des Nationalismus und der Intoleranz ist falsch, weil sie versucht, Unrecht durchzusetzen und dabei die Grundrechte der Betroffenen verletzt. Gewalt um genau das zu verhindern ist - zum jetzigen Zeitpunkt - falsch, weil damit die rechte Position gestärkt wird, weil dadurch Gewalt als legitimes Mittel zur politischen Auseinadersetzung etabliert wird und weil eben auch hier die Grundrechte der Betroffenen verletzt werden (körperliche Unversehrtheit). Nicht falsch ist aber die Absicht dahinter, nämlich Unrecht zu verhindern.

  • Hm, ich tu mir selber einfach schwer das zu sagen. Was ich probiert habe auszudrücken ist, dass es definitiv Leute gibt die Links- und Rechtsextremismus gleich schlimm finden. Daher bin ich der Meinung, dass man keine Aussagen machen sollte die bereits im Vorhinein davon ausgehen, dass Linksradikale besser sind als Rechtsradikale.

    Wir sind uns einig, dass Ausländerfeindlichkeit und Intoleranz grundsätzlich falsche Ansichten sind oder? Und auch, dass es eine gute Sache ist, solche Ansichten abzulehnen. Oder? Das wollte ich nämlich ausdrücken.
    Ebendiese Intentionen sind verschieden zu bewerten. Gewalt als Mittel der Durchsetzung ist dagegen von Grund auf falsch, aber aus verschiedenen Gründen. Gewalt im Namen des Nationalismus und der Intoleranz ist falsch, weil sie versucht, Unrecht durchzusetzen und dabei die Grundrechte der Betroffenen verletzt. Gewalt um genau das zu verhindern ist - zum jetzigen Zeitpunkt - falsch, weil damit die rechte Position gestärkt wird, weil dadurch Gewalt als legitimes Mittel zur politischen Auseinadersetzung etabliert wird und weil eben auch hier die Grundrechte der Betroffenen verletzt werden (körperliche Unversehrtheit). Nicht falsch ist aber die Absicht dahinter, nämlich Unrecht zu verhindern.

    ja da sind wir uns einig.

  • Ich spiele hier nun ein mal als Moderator und Administrator den Miesepeter.


    Ich werde in diesem Forum Aufrufe zur Gewalt nicht länger dulden, egal ob diese von Rechts oder Links herrühren. Ich glaube an unsere Rechtsstaatlichkeit und diese sieht keine Selbstjustiz vor. Es ist keine Frage von Auslegung, ob ein Aufruf zur Gewalt in Deutschland legal oder illegal ist und aus diesem Grund beende ich die Diskussion rund um "Schlagt Nazis, wenn ihr sie seht."


    Vielen Dank für euer Verständnis.


    Edit: Der Thread wird für den Rest des Tages geschlossen.

  • War der Berkley Riot etwa eine Auktion um essenzielle Grundrechte zu verteidigen wie etwa bei den Stonewall Riots ?
    Ich kann auch nicht sagen dass Gewalt nicht in wichtigen Bewegungen eine Rolle gespiellt hat aber Gewalt ist da nicht die gleiche gemeinsamkeit.


    In Stonewall haben sich Schwule gewehrt und das gute Recht verteidigt nicht von der Polizei niedergeknüppelt zu werden, wenn man an eine Bar geht.


    In Berkley hingegen hat man gegen dass Recht zu sprechen protestiert, zusammenhangslos Banken,Starbucks Caffes und etc. vandaliert und ach Unschuldige wurden nebenbei auch verprügelt. Egal worüber Milo gesprochen hätte, (Nach seiner Aussage über culture appropriation) wie steht nun die linke/demokratische Bewegung da ?
    Milo hat daraufhin internationale Nachrichten Abdeckung bekommen und sein Buch wurde quasi über Nacht zum Bestseller.
    Nach dazu kann er jetzt noch mehr gegen Social Justice und co. hetzen, schon allein wegen den Effekt der dieser Ausbruch auf Außenstehende hat, die vielleicht keine Ahnung haben,wer Milo ist.


    Zu dem Thema hab ich letztens ein interessantes Video gefunden und denke immer noch drüber nach




    Wenn man bedenkt das Thoreau MLK sehr inspiriert hat kann man schon ganz andere Schlüsse ziehen wen er mit "moderaten" anspricht.

  • Natürlich kann es keine Toleranz gegenüber Intoleranz geben,

    Doch das kann es nicht nur geben, sondern muss es sogar. Wenn man an das Ideal der Toleranz glaubt und sein Leben danach richten will, dann muss man dieses Ideal auch dann hochhalten, wenn es unangenehm wird und gegenüber denjenigen, die nicht daran glauben.


    Der Wert deiner Ideale (und die jedes anderen) lässt sich daran messen, ob du ihnen auch dann noch folgst, wenn es für dich schwer wird sie immer noch hochzuhalten.

    Wann soll man anfangen, sich dagegen zu wehren?

    Von Anfang an! Es gibt kein zu früh für gewaltlose Demonstrationen und Kritik. Ich will nur nicht dass diese irgendwann in Gewalt ausarten, denn das hilft niemanden.

    Rechtsradikale sind schlimmer als Linksradikale

    Das ist wie immer eine eher Pseudo-rationale Diskussion.


    Was man defintiv sagen kann ist, dass, zumindest in Deutschland, Rechtsradikale mehr Verbrechen begehen, und somit mehr Schaden verursachen, als Linksradikale. Warum? Man kann in jede Kriminaltitätsstatistik der letzten Jahre gucken und man wird sehen, dass weit mehr Straftaten von Rechts- begangen wurden als von Linksradikalen.


    Alles andere ist eure Meinung. Ob es ethisch vertretbarer ist Banken anstelle von Flüchtlingsheimen anzuzünden könnt ihr gerne bis zum Sanktnimmerleinstag diskutieren. Ich für meinen Teil halte Extremismus, egal von welcher Seite er kommt, für falsch und nicht gerechtfertigt.


    Wir sind an dem Punkt, an dem wir nur mit diskutieren weiterkommen, schon längst vorbei. Das hier ist nur ein Beispiel von vielen, die es in den kommenden Jahren geben wird. Wie weit muss es kommen, dass ihr einseht, dass man mit Reden vielleicht doch nicht so weit kommt?

    Gewalt wird nichts bringen und ist von allen Parteien, außer vielleicht der Opfer (und auch da lässt sich über das Maß lange diskutieren), nicht gerechtfertigt. Das ist Angelegenheit des Staates bzw. des Rechtsapparates, die sollen sich um den Fall kümmern und darüber richten und wir sollten jetzt nicht erklären, das damit Gewalt von unserer Seite gerechtfertigt wäre.


    Desweiteren müssen wir mal wieder anfangen mit den Menschen zu reden, nicht mit solchen extremen Einzelfällen, sondern mit der Mehrheit der Leute die für diesen Rechtsruck verantwortlich sind. Die sind nämlich nicht alle Nazis oder "white supremacists". Wenn man die wieder mit Worten überzeugt und nicht beschimpft und in irgendeine Ecke stellt, werden wir sie auch überzeugen können, dass zumindest einige ihrer extremen Ansichten unvertretbar sind.


    Und am Ende könnten wir damit sogar solche Taten verhindern, denn wenn diese extremen Beispiele auch wieder die kleine Minderheit sind und sich nicht mehr akzeptiert fühlen, werden solche Fälle zumindest seltener werden.

  • Doch das kann es nicht nur geben, sondern muss es sogar. Wenn man an das Ideal der Toleranz glaubt und sein Leben danach richten will, dann muss man dieses Ideal auch dann hochhalten, wenn es unangenehm wird und gegenüber denjenigen, die nicht daran glauben.

    Nein. Einfach nein.
    Toleranz gegenüber Intoleranz stärkt nur die Intoleranz, nicht die Toleranz und führt langfristig zum Ende der Toleranz. Es mag absurd klingen, aber als toleranter Mensch kann man Intoleranz nur mit Intoleranz begegnen.
    Ich spreche hier aus Erfahrung. Einem Nazi tolerant zu begegnen verhindert nicht nur nicht, dass er sich wie ein Nazi verhält, es gibt ihm zusätzlich die Möglichkeit, seinen Hass zu verbreiten und damit die Toleranz zu schwächen.


    Rassismus ist keine Meinung, die man halt haben kann oder nicht, Rassismus ist eine menschenfeindliche Ideologie, die bekämpft werden muss, wo man kann und aus diesem Grund ist Rechtsextremismus objektiv schlimmer als Linksextremismus, völlig unabhängig von Statistiken.


    Und abgesehen davon:
    Ich rede nie davon, dass man nicht mehr mit den Menschen reden sollte, ich sage ausdrücklich, dass das nicht mehr der einzige Weg sein kann. Und nein, es sind nicht alle Nazis, aber wer mit Nazis und Nazi-Themen sympathisiert ist Nazi-Sympathisant und mit den Nazi-Sympathisanten von Pegida zu reden, hat ja auch großartig funktioniert. Abgesehen davon, dass es nicht funktioniert hat.


    /edit:
    Ich halte das Reden als "Hauptmaßnahme" praktisch nur in der Vorbeugung für wirksam, wenn jemand soweit ist, dass er entweder selbst als Nazi agiert, oder Nazis für sich agieren lässt, steigt der Aufwand, aktiv Leute da rauszuholen extrem an, auch wenn es nicht unmöglich wird (Link). Natürlich muss man reaktiv Hilfe anbieten, aber ich glaube halt, dass man die Anstrengungen auf die Vorbeugung konzentrieren sollte. Sowohl im Sinne politischer Bildung, als auch im Sinne der Aufklärung und Hilfe in gefährdeten Gruppen.


    Und zum Nazi-kloppen-Part hätte ich zwar noch ein paar Erläuterungen, zu denen ich gestern nicht mehr gekommen war, aber da Teranas das nicht möchte, lasse ich das mal sein.

  • Nein. Einfach nein.
    Toleranz gegenüber Intoleranz stärkt nur die Intoleranz, nicht die Toleranz und führt langfristig zum Ende der Toleranz. Es mag absurd klingen, aber als toleranter Mensch kann man Intoleranz nur mit Intoleranz begegnen.
    Ich spreche hier aus Erfahrung. Einem Nazi tolerant zu begegnen verhindert nicht nur nicht, dass er sich wie ein Nazi verhält, es gibt ihm zusätzlich die Möglichkeit, seinen Hass zu verbreiten und damit die Toleranz zu schwächen.

    Nun da haben wir doch endlich das Problem gefunden... Anscheinend gibt es hier unterschiedliche Ansichten was Toleranz ist.


    Nun um mal Google zu bemühen: "Achtung und Duldung gegenüber anderen Auffassungen, Meinungen und Einstellungen."


    Das wichtige hierbei ist dann wohl der Unterschied zu Akzeptanz. Toleranz verlangt von dir "nur" anzuerkennen das es Nazis gibt und das auch sie Menschen sind und menschenwürdig behandelt werden sollten. Was Toleranz nicht ist, ist eben Akzeptanz, dass du ihre Meinung akzeptieren musst und nicht dagegen reden/agieren kannst.


    Anderes Beispiel: Ich bin bekennender Atheist, also solcher muss ich von zum Beispiel Christen toleriert werden, was heißt, dass sie mich nach den Menschenrechten behandeln müssen. Was sie aber durchaus dürfen ist mich scheiße finden, mich kritisieren (selbst mit nicht-rationalen "Argumenten") oder sich auch öffentlich gegen mich aussprechen. All das macht sie nicht intolerant .


    Das würde anfangen wenn sie vorschlagen würden mich wegen meiner Meinung zu töten oder aus der (generellen) Gesellschaft auszugrenzen oder mich aus dem Land zu verweisen.


    Kurz: Wenn sie anfangen mich nicht mehr als gleichberechtigten Menschen zu behandeln, sondern mich auf eine Stufe unter sie stellen.


    Deshalb ist Toleranz indiskutabel. Jeder Mensch hat Toleranz verdient und sie zu erhalten, auch der schlimmste Nazi, der sie selbst niemanden schenkt, denn auch er sollte von uns als gleichberechtigter Mensch gesehen werden. Das schliesst aber eben Kritik oder auch Maßnahmen gegen diese Einstellung nicht aus.


    Edit: Dieser Irrtum ist sogar so weit verbreitet das ich auf der deutschen UNESCO Seite selbst diesen Fehler fand. Zitat: "Toleranz bedeutet Respekt, Akzeptanz und Anerkennung der Kulturen unserer Welt". WIe oben beschrieben hat Toleranz rein gar nichts mit Akzeptanz zu tun und dieses Verwechseln der beiden Begriffe ist eben ein großes Problem.

    Rassismus ist keine Meinung, die man halt haben kann oder nicht, Rassismus ist eine menschenfeindliche Ideologie, die bekämpft werden muss, wo man kann und aus diesem Grund ist Rechtsextremismus objektiv schlimmer als Linksextremismus, völlig unabhängig von Statistiken.

    Wie oben beschrieben das "bekämpfen" von Rechtsextremismus ist nicht unvereinbar mit Toleranz, zumindest solange es in gesitteten Bahnen verläuft. Diese wird überschritten sobald du allen Rechten Gewalt androhst, den da überschreitest du die Grenze zur Intoleranz. Und Linksextremismus ist nicht besser und genau so menschenverachtend wie der von Rechts. Der einzige Unterschied ist das Linksextremismus den Vorteil hat, dass sie nicht offen sagen diese Personen finden wir doof, sondern sie "gegen das System" sind, dass das von ihnen gewollte System dabei genauso menschenverachtend ist, wenn nicht noch schlimmer, wird dabei erstmal verschwiegen.


    Natürlich muss man reaktiv Hilfe anbieten, aber ich glaube halt, dass man die Anstrengungen auf die Vorbeugung konzentrieren sollte. Sowohl im Sinne politischer Bildung, als auch im Sinne der Aufklärung und Hilfe in gefährdeten Gruppen

    Niemand hat behauptet, dass Reden allein das schaffen kann, aber Gewalt wird gar nichts schaffen, es wird eher dazu führen, dass es noch mehr Rechte gibt. Natürlich muss aufgeklärt werden, politisch gebildet werden, aber dafür muss man erstmal offen sein und tolerant gegenüber den anderen sein. Da liegt auch in Deutschland zum Teil das Problem, den ähnlich wie in den USA(auch wenn nicht ganz so extrem), wurden die Anhänger der AFD alle in eine Ecke gestellt und als dumm, Nazis, sonstiges bezeichnet. Man ging nicht auf sie zu,sondern war aggresiv ihnen gegenüber und das muss sich eben erstmal ändern, damit man dann das Problem angehen kann.

  • Rechtsradikale sind schlimmer als Linksradikale

    Das ist wie immer eine eher Pseudo-rationale Diskussion.

    Da gebe ich dir tatsächlich recht. Ich bin mir bewusst, dass es unmöglich ist etwas objektives zu schreiben wenn man eine nicht objektive Meinung von einem Thema hat. Aber ich probiere es, denn wenn ein eher Linker probiert Links und Rechts gegenüber zu stellen und dabei nicht einmal versucht objektiv zu denken, dann kann man sich die gesamte Gegenüberstellung gleich sparen.

  • Ein Rechter behauptet schließlich einen Grund zu haben einem Ausländer auf die Fresse zu geben.

    Aber de facto hat er ja keinen. Das ist wie wenn der Polizist behauptet "Der wollte mich erschießen." aber tatsächlich besaß der erschossene Afro-Amerikaner gar keine Waffe. Ob das Rechte verstehen oder nicht ist nicht die Frage. Die Frage ist, ob das rechte Gewalt schlimmer macht und ich sage "definitiv", weil ihre einzige tatsächliche Begründung in Rassismus oder ähnlichem begründet liegt.

    Aber in der Aussage aus der mein Zitat kommt ging es nicht darum ob der Grund berechtigt ist. Es ging nur darum, dass die Rechten behaupten einen Grund zu haben und die Argumentationskette wieso Linksradikale besser sind als Rechtsradikale nur bei bereits Linken funktioniert.

  • Toleranz gegenüber Intoleranz ist ein schwieriges Thema.


    Ich tolleriere Meinungen solange, wie sie nicht menschenverachtend sind, dass bedeutet, dass ich jemanden der andere Pläne zum Thema Reichensteuer hat frei sprechen und demonstrieren lasse aber trotzdem gerne mit ihm diskutiere und mir mehrere Meinungen anhören.
    Bei menschenverachtenden Äußerungen ist das anders. Nicht ohne Grund gibt es den Spruch ,,Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen."
    Der nächsten zwei Sätze sind rein Fiktiv.
    Wenn Nazi demonstrieren bin ich bei der Gegendemo. Egal ob es eine legale Demo ist, die vorher angekündigt wurde, oder ich mit einigen anderen den Nazis den Weg blockiere und mich somit Nazis als Ziel anbiete. Trotz dieser Einstellung wende ich keine Gewalt an! Ich bin Pazifist außer zur direkten(!) selbst- und fremdverteidigung.
    Wenn sich jemand fremdenfeindlich außert gehe ich darauf ein und versuche die Person zu verstehen und aufzuklären.
    Sollte sich die Person nicht einsichtig zeigen weise ich Bekannten von der Person darauf hin und entferne die Person aus meinem Freundeskreis.


    Der Punkt ist aber gar nicht wie man etwas gegen Nazis tut, sondern dass man etwas tut. In einem Forum, wo alle gegen Nazis sind zu diskutieren bringt gar nichts!
    Ich habe eine Person aus der Hooked-Community, welche sich immer negativ zur AfD im Forum geäußert hat zu einer bürgerlichen Demo gegen die AfD und zum Flyer verteilen (ebenfalls gegen die AfD) eingeladen. Die Person lehnte beides ab (,ist nichts für mich, sorry').
    Ich mache der Person keinen direkten vorwurf, jedoch zeigt dies erneut, welchen Wert Diskussion in solchen Foren haben. Bei der letzten Antitrump Demo, bei der ich war waren mindestens 1000 Menschen. Das ist gut, jedoch sind wir beim Protest gegen den örtlichen Pegida-Ableger manchmal weniger als 50.
    Mein Punkt ist, dass es wichtig ist etwas gegen Nazis zu tun und dabei sollte man sich nicht gegenseitig fertig machen, weil einem das Vorgehen und die Meinung anderer nicht passt. Ich demonstriere an der Seite von Kommunisten und Anarchisten gegen Nazis nicht weil ich an ihre Ideen glaube, sondern weil sie es schaffen umgangssprachlich den Arsch hoch zukriegen. Natürlich ist der Großteil meistens so wie ich für Demokratie. Trotzdem schicke ich weder die Kommunisten weg, noch den SPDler oder Leute, die Gewalt als legitimes Mittel ansehen (auch wenn ich hier versuche präventiv Gewalt zu verhindern). Ich habe sogar schon mal mit einer CDU Politkerin zusammen einen AfD Stand lahmgelegt.
    Unsere Gesellschaft erlebt einen Rechtsruck. Nazis zünden Fluchtlingsheime an, der Brexit belastet ganz Europa und mit Trump ist ein rassistischer, sexistischer, islamophober Demagoge an der Macht, welcher dem IS in die Hände spielt.
    Dagegen müssen wir alle einstehen, brüderlich egal welche Hautfarbe, Religion, Parteiangehörigkeit oder Vorstellung einer perfekten Welt. Lasst uns gemeinsam dagegen ankämpfen und dem ein Ende bereiten, statt immer nur auf einander loszugehen.


    ,,Schulter an Schulter Hand in Hand gegen Faschismus in jedem Land." (Ursprünglich türkischer Demospruch)

  • Aber in der Aussage aus der mein Zitat kommt ging es nicht darum ob der Grund berechtigt ist. Es ging nur darum, dass die Rechten behaupten einen Grund zu haben und die Argumentationskette wieso Linksradikale besser sind als Rechtsradikale nur bei bereits Linken funktioniert.

    Ich weiß schon, sage aber, dass die Argumentation Linksradikale > Rechtsradikale nicht nur bei Linken, sondern eben, und das ist entscheidend, auch bei einer objektiven Betrachtungsweise, da rechte Gewalt objektiv gesehen weniger moralisch begründbar ist als linke Gewalt

  • Ich möchte mich nur noch kurz hier zu äußern:


    Dass man in Berkley gegen das Recht zu sprechen protestiert hätte, ist grundweg falsch. Volksverhetzung ist kein Teil von Free Speech. Du selbst meintest letztens noch, dass du die Gesetze in Deutschland dazu richtig findest. Und weils in Amerika nicht im Gesetz ist, ist es auf einmal richtig? Solch grundlegende Moral sollte sich nicht durch Ortswechsel ändern. Gesetze haben ihre Lücken oder können mit böser Absicht implementiert werden, siehe hier oder hier.
    Stonewall war natürlich ein ganz anderes Kaliber von Ereignis, aber Berkley war nur ne Ausrede für Randale? Nicht mal drüber nachgedacht, dass da Leute gegen Einschränkung ihrer Rechte protestiert und gegen Ende auch randaliert haben? Diese Einschränkung ist keine Jahre entfernt oder so, sie passiert jetzt gerade. Auch wenn der Bann erstmal ausgesetzt wurde, wurden trotzdem viele Muslime einfach deportiert. Mehr von dieser Art Politik wird sicher noch kommen. Und dann ist es unmoralisch, gegen Milo zu protestieren und auch zu randalieren? Jemand, der einer Bewegung angehört, die "Black Genocide" als richtig ansieht, und am liebsten alle Schwarzen sterilisieren würde? Ihm zu glauben, er würde über irgendeine wertvolle politische Diskussion reden, weil er dem Thema nen anderen Namen gibt, ist extreme Leichtgläubigkeit. Statt dagegen ein Zeichen zu setzen, soll man lieber aufpassen, weil sein Buch dann ja besser verkauft wird? Da kommt der Kontext ins Spiel. Steve Bannon, der wahrscheinlich die letzte Zeit dafür gesorgt hat, dass Juden in den Holocaust Statements des Weißen Hauses nicht einmal erwähnt werden, sitzt in diesem Weißen Haus.
    Das ist keine Randbewegung, die man ignorieren kann oder sollte. Sie hat ihre eigene Propaganda und ist in Machtpositionen. Sie ist im amerikanischen Mainstream weit verbreitet. Ein Bestseller Buch macht da keinen Unterschied mehr. So weit ist es schon gekommen.
    In diesem Kontext einen zur Randale ausgeweiteten Protest als "Silencing von Free Speech" zu kritisieren ist absurd. Zumal ich kaum jemanden ein Wort zu der Tatsache verlieren sehe, dass bei der letzten Milo Rede an einer Uni ein Gegenprotestant von einem Milo-Anhänger angeschossen wurde. Glaubst du wirklich, dass die Provokationen und Gewalt da von nur einer Seite ausgehen?
    Es ist sehr einfach, solche zu Gewalt ausartenden Proteste zu verurteilen, wenn man weit entfernt vom Problem ist. Es ist nicht so einfach, sich in diejenigen hineinzuversetzen, die systematischen Rassismus und Polizeibrutalität auf täglicher Basis erleben und sich nicht anders dagegen wehren können, geschweige denn in manchen Fällen überhaupt wählen können, da es für eben diese Leute dann einfach zu teuer ist, um sich Wahlregistrierung leisten zu können.

    "In order for a mediocre man to defeat a genius, he has to become a demon."

    Einmal editiert, zuletzt von Muffin ()

  • Volksverhetzung ist kein Teil von Free Speech.

    Und abgesehen davon ist Free Speech auch nicht "Du kannst sagen, was du willst, wo du willst", sondern höchstens "Du kannst sagen, was du willst". Eine Veranstaltung abzusagen, aus welchen Gründen auch immer, kann niemals ein Verstoß gegen die Redefreiheit sein, weil diese sich ausschließlich um das Verhältnis von Bürger und Staat kümmert.


    Dazu auch xkcd:


  • Sorry, wenn ich gerade zu faul zum Zitieren bin, aber zum Thema "Toleranz vs Intoleranz vs Akzeptanz":


    Auch mit der Definition von @Phazonis kann es eben keine Toleranz gegenüber Intoleranz geben. Ich kann nicht tolerieren, dass jemand andere diskriminiert, denunziert und schädigt oder dazu aufruft. Solche Handlungen sind in einer toleranten Gesellschaft nicht zu dulden. Punkt.


    Ein anderes Thema ist, was nur in den Köpfen der Menschen vorgeht. Jeder darf natürlich heimlich Nazi sein (obwohl ich seine oder ihre Einstellung natürlich falsch finde), solange er oder sie nicht danach handelt. Versteht mich nicht falsch, auch dagegen sollte vorgegangen werden durch Aufklärung, Erziehung, Bildung ect., aber eine Geisteshaltung zu haben ist zum Glück nicht verboten, auch wenn sie vielleicht scheiße ist und das Handeln danach moralisch falsch oder sogar strafbar.