• Jo, habe einfach den erstbesten Trailer verlinkt, sorry. Bei sowas geht es mir meistens um die Info an sich, weil ich danach ohnehin extra auf YouTube gehe und mir den Trailer im Original ansehe. ^^"


    Der neue Ready Player One Trailer sieht zumindest schon mal deutlich besser aus als der erste Trailer. Mein Problem bleibt dabei dennoch die Buchvorlage. Solange der Film sich von den darin verwendeten Dialogmustern löst und etwas erwachsener auftritt, könnte das aber nettes CGI-Popcorn-Kino werden. Auch wenn ich mir das in 3D kaum antun könnte.

  • Puh, das muss man erstmal verdauen. Demnach gibt es jetzt nur noch fünf Major Studios:

    • Walt Disney Motion Pictures Group
    • Warner Bros. Entertainment
    • Universal Studios
    • Sony Pictures Entertainment
    • Paramount Pictures

    Bald kommt auch noch der Disney-Streaming Dienst zustande und dann besitzt Disney mit all den Marken, Produktionsstätten und Plattformen richtig heftige Einnahmequellen. Die irre klingenden 52 Milliarden Dollar wird man damit auf kurz oder lang wieder einnehmen.


    Disney steht möglicherweise nicht unbedingt für Innovationen, aber ich denke schon, dass die führende Riege dort sich dessen bewusst ist, welches Franchise man wie anzupacken hat. Nach der Übernahme von Star Wars hat man sich ja gut Gedanken gemacht, wen man an den Regie-Stuhl lässt und welches Drehbuch man verfilmt. Mit J. J. Abrams, Gareth Edwards und aktuell Rian Johnson hat man bewiesen, dass gute Regisseure ausgesucht werden. Und wenn man den ersten SW VIII-Kritiken Glauben schenken darf, hatte vor allem Rian Johnson einige Freiheiten trotz riesigem Franchise.


    Skeptisch sollte man bei dieser Übernahme-Meldung dennoch bleiben...

  • Gareth Edwards

    Naja mit ihm hatte Disney ja ein böses Erwachen und musste den halben Film nachdrehen. Edwards wird definitiv keinen Job mehr bei Disney bekommen.


    Mit VII hat Disney ein gutes Händchen gezeigt. Aber Star Wars war halt auch schon immer ein Kinder/Familienfilm und das passt zu Disney ohne da die DNA der Franchise verbiegen zu müssen. Aber gerade was Disney mit dem MCU macht ist halt nicht mein Ding. Ja, die Filme sind unterhaltsam, aber sie holen nicht das aus der Superheldenthematik heraus, was in ihr steckt.
    Da fehlen Visionäre, die sich ethischen & moralischen Themen annehmen möchten und die Tiefe dieser Figuren ergründen wollen.
    Disney fährt da halt die sichere Schiene des unterhaltsamen Popcorn-Kinos.


    Gerade die X-Men-Filme von 20th Century Fox waren z.T. sehr ernst. Da fängt ein Comic-Film in einem Konzentrationslager an und behandelt die Ausgrenzung der Mutanten in der Gesellschaft behandelt philosophische Fragen, etc.
    Sowas wie Logan wird man aber unter Disney, denke ich, nicht sehen und das finde ich sehr schade.


    Abseits dessen finde ich die Machtverschiebung hin zu Disney aber viel gefährlicher. Ist ja jetzt schon schlimm, was sie für einen Druck auf die Kinos nur durch Star Wars ausüben.

  • Nein, aber ich kann mir schwer vorstellen, dass Hugh Jackmann seine Darstellung in Logan toppen kann.


    Außerdem tue ich mich schwer mit der Prämisse von "The Greatest Showman". In diesen Kuriositätenkabinetten wurden damals Menschen mit genetischen Defekten und physiologischen Missbildungen unter eklatanter Verletzung ihrer Menschenwürde für Profit quasi "ausgestellt". Ein unfassbarer Vorgang.
    Dass Hollywood da seine Standardphilosophie "Jeder ist anders und das muss man akzeptieren und auch für sich annehmen, wenn man anders ist" rein packt, ist an Zynismus kaum zu überbieten. Und dann den Menschen, der das betreibt, von Hugh Jackman gespielt, als Philanthrop darstellt...oje... <X


    Der Elefantenmensch mit John Hurt hat zu dem Thema schon alles gesagt.

  • Nein, aber ich kann mir schwer vorstellen, dass Hugh Jackmann seine Darstellung in Logan toppen kann.


    Außerdem tue ich mich schwer mit der Prämisse von "The Greatest Showman". In diesen Kuriositätenkabinetten wurden damals Menschen mit genetischen Defekten und physiologischen Missbildungen unter eklatanter Verletzung ihrer Menschenwürde für Profit quasi "ausgestellt". Ein unfassbarer Vorgang.
    Dass Hollywood da seine Standardphilosophie "Jeder ist anders und das muss man akzeptieren und auch für sich annehmen, wenn man anders ist" rein packt, ist an Zynismus kaum zu überbieten. Und dann den Menschen, der das betreibt, von Hugh Jackman gespielt, als Philanthrop darstellt...oje... <X


    Der Elefantenmensch mit John Hurt hat zu dem Thema schon alles gesagt.

    Das sind halt Urteile, die ich mir (habe den Film ebenfalls nicht gesehen) nicht erlauben würde, wenn ich es nicht gesehen habe.

  • Das sind halt Urteile, die ich mir (habe den Film ebenfalls nicht gesehen) nicht erlauben würde, wenn ich es nicht gesehen habe.

    Der Film wird als Fell-Good-Movie vermarktet und jeder Trailer weist auch darauf hin.
    Wenn es jetzt ein komplexes Drama um die Ausbeutung dieser Menschen wird, dann hat die PR um den Film halt versagt.

    Okay mit den Trailern kann man das sagen. Hab mir jetzt auch mal einen davon angeschaut. Dann bin ich doch bei dir.

  • Der Film wird als Fell-Good-Movie vermarktet und jeder Trailer weist auch darauf hin.

    Also sollen wir die Qualität eines Filmes bzw. die eines Schauspielers in diesem Film jetzt an dessen Vermarktung bewerten? Am besten wir schauen uns gar keine Filme mehr an, die Trailer reichen ja, die Zeit spart man sich am besten...


    Sorry, aber ich finde es gegenüber der Filmkunst schon mehr als respektlos so an die Bewertung eines Filmes bzw. der schauspielerischen Leistung in diesem heranzugehen. Wohl möglich magst Du Recht haben, dass Hugh Jackmanns Leistung in Logan "nominierenswerter" gewesen wäre als die in "The Greatest Showman", aber ohne Letzteren auch gesehen zu haben, finde ich ein Urteil darüber mehr als unangebracht.

  • Also sollen wir die Qualität eines Filmes bzw. die eines Schauspielers in diesem Film jetzt an dessen Vermarktung bewerten? Am besten wir schauen uns gar keine Filme mehr an, die Trailer reichen ja, die Zeit spart man sich am besten...

    Ich habe den Film unter ideologiekritischen Gesichtspunkten kritisiert. Und dazu reicht die Prämisse und die emotionale Ausrichtung des Films aus. Und die kann man sehr wohl aus Trailern, PR und Interviews herauslesen.


    Es kann ein grandioser Film sein, aber ich habe denke ich gut erläutert, warum ich ihn trotzdem problematisch finde.


    Filme sind mehr als die Zusammensetzung ihrer Einzelteile. Ideologiekritik muss sich ein Film gefallen lassen. Ich denke das wird der Filmkunst mehr als gerecht und ist nicht respektlos.

  • Selbst hinsichtlich einer ideologiekritischen Herangehensweise sollte man den Film letztendlich doch gesehen haben!
    Nebst dessen ist Hugh Jackmann aber sowieso aufgrund seiner schauspielerischen Leistung nominiert, die Prämisse des Filmes ist da nicht so ausschlaggebend (oder eben leider doch, wenn Hugh Jackmann deshalb für diesen Film nominiert wurde, weil es ein ideologischer Film mit Message ist, was eher in ein Format wie die, der Golden Globes passt, aber um das zu beurteilen, müsste man den Film halt auch gesehen haben ;D ).

  • Also sollen wir die Qualität eines Filmes bzw. die eines Schauspielers in diesem Film jetzt an dessen Vermarktung bewerten? Am besten wir schauen uns gar keine Filme mehr an, die Trailer reichen ja, die Zeit spart man sich am besten...

    Ich habe den Film unter ideologiekritischen Gesichtspunkten kritisiert. Und dazu reicht die Prämisse und die emotionale Ausrichtung des Films aus. Und die kann man sehr wohl aus Trailern, PR und Interviews herauslesen.

    Nein, aber ich kann mir schwer vorstellen, dass Hugh Jackmann seine Darstellung in Logan toppen kann.

  • Ihr versmischt meine Aussage zur Schauspilleistung von Jackman mit meiner Ideologiekritik.


    Die Aussage, dass ich GLAUBE Hugh Jackman kann seine Leistung in Logan nicht übertreffen, ist tatsächlich reine Spekulation von mir, solange ich den Film nicht gesehen habe.
    Und auch sonstige Aussagen über den Film konkret, ob er spannend ist, ober er handwerklich gut ist, ob er Emotionen weckt, verbitten sich für mich. Die habe ich aber auch nicht getroffen.


    Ich kritisiere einzig und allein die Herangehensweise und Nein, dazu brache ich den Film nicht gesehen haben.


    Man kann nicht etwas aus humanistischer Sicht so fragwürdiges wie ein Kuriositätenkabinett nehmen, mit so einer historisch eklatanten Belastung und daraus einen Happy-Go-Lucky Film machen, mit der leicht verdaulichen Hollywood-Toleranzbotschaft.


    Ich kann sogar noch weiter gehen: Man exkulpiert damit sogar die Betreiber solcher Shows früher.
    Das war ein richtig ekelhaftes menschverachtendes Geschäft, dem dieser Film Zuckerguss überzieht.


    Übrigens sieht das jetzt so aus, wie wenn ich mir diesen Film zum Verprügeln raus gepickt habe, aber ich würde mir wünschen, dass man öfters mal unabhängig von der Qualität des Films seine Botschaft überprüft, die er gewollt oder ungewollt vermittelt.

  • Ich kann sogar noch weiter gehen: Man exkulpiert damit sogar die Betreiber solcher Shows früher.
    Das war ein richtig ekelhaftes menschverachtendes Geschäft, dem dieser Film Zuckerguss überzieht.


    Übrigens sieht das jetzt so aus, wie wenn ich mir diesen Film zum Verprügeln raus gepickt habe, aber ich würde mir wünschen, dass man öfters mal unabhängig von der Qualität des Films seine Botschaft überprüft, die er gewollt oder ungewollt vermittelt.

    Erlaubst du dir, rein moralisch, Spaß an sowas wie Fluch der Karibik zu haben? Piraten waren allesamt und ausnahmslos widerliche und verachtenswerte Menschen, aber Fluch der Karibik ist ja trotzdem eine Happy-Go-Lucky-Serie, und ich persönlich habe damit auch keinerlei Problem.
    Oder vielleicht Heist-Filme, bei denen man auf Seiten der Gesetzesbrecher und gewalttätigen Egomanen ist? Passt für mich auch.
    Indiana Jones, der selbstgerechte Grabräuber? Klar, kein Ding.
    Diese Filme haben alle eines gemeinsam: sie romantisieren ihre Antihelden, weil gute Menschen weniger Biss und Konflikt haben, weniger aufregend sind - das ist normal. Solange diese Filme aber nicht in erster Linie und mit ganzer Inbrunst schreien "Schaut, wie gut das alles hier ist", sehe ich da persönlich keinerlei moralisches Problem.
    So, und jetzt geh ich wieder unschuldigen Menschen die Köpfe in Videospielen zertrümmern. Moral und so.