Fall Season 2016

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  • Fall Season 2016


    Es ist nicht mehr lang, bis die (Anime) Fall Season 2016 beginnt und es wieder jede menge tolle neue Anime gibt.


    Eine ausführliche Übersicht welche Anime in den nächsten Monaten laufen, bekommt ihr unter anderen auf:


    Livechart
    Anchichart
    MyAnimeList
    Neregate


    Welche neuen Anime sprechen euch den an und welche lassen euch kalt?

  • Im Großen und Ganzen stimme ich den Podcastern zu. Ich verstehe nur nicht, warum manche meinen, in Videos oder Podcasts schreien zu müssen.
    Am Anfang, als Geoff nur die OP Analysen gemacht hat, fand ich das richtig gut. Mittlerweile kann ich mit seinen Videos nur noch wenig Anfang. So ähnlich ging es mir mit Digibro. Irgendwann fand ich den nur noch unerträglich.


    Die größten Überraschungen für mich sind bis jetzt Flip Flappers und Girlish Number. Die Actionszenen In Flip Flappers sehen einfach klasse aus. Ich befürchte nur, dass die Story nicht so gut sein wird. Die ersten 4 Folgen waren ziemlich random. Gerade die erste Folge hat mich sehr an FLCL erinnert.
    Girlish Number sieht auf den ersten Blick wie ein typischer Moe Slice of Life Anime aus. Mich hat aber überrascht, was für eine scheiß Persönlichkeit alle haben. Hier wird die ganze Anime-Industrie extrem aufs Korn genommen.


    Die beste erste Folge hatte auf jeden Fall 3-gatsu no Lion. Hier wird die Hauptperson ganz ohne Text charakterisiert. Auch der Kontrast zwischen seinem Profi-Shogi-Leben und das der Familie kommt hier wunderbar rüber. Es wäre so toll, wenn sich mehr Anime die Mühe geben würden die Charaktere und die Welt ordentlich einzuführen.

  • Es kommt natürlich darauf an, was du gerne schaust.
    Angefangen habe ich bis jetzt folgende:

    • Yuri!!! on Ice - Nicht so mein Ding. Ich finde jetzt auch nicht, dass der Anime besonders gut aussieht oder animiert ist. Gerade Episode 5 hat mich in dieser Hinsicht sehr enttäuscht.
    • Shuumatsu no Izetta - Sehr gute gut CG Flugzeuge und Panzer aber sonst? Unnötiger Fanservice, standard Plot und stereotype Charaktere.
    • Sangatsu no Lion - :thumbsup:
    • Hibike! Euphonium 2 - Staffel 1 fand ich klasse. Die zweite Staffel hat auch ihre Momente und ist wieder mal super inszeniert aber die Story plätschert so vor sich hin. Überzeugt bin davon nicht.
    • Flip Flappers - Sehr farbenfroh, interessante Settings, teilweise sehr gut animiert. Die folgen sind aufgebaut wie einzelne Märchen. Ist jetzt nichts weltbewegendes aber ich mag es. Außerdem ist das Ending super.
    • All Out!! - Ich dachte ein Anime über Rugby wäre mal ganz interessant. Leider ist alles total vorhersehbar und deshalb sehr langweilig. Die Charaktere sind ebenfalls nichts besonderes.
    • Girlish Number - Hier weiß ich einfach nicht in welche Richtung der Anime geht. Anfangs sehr zynisch. Ich hoffe mal, dass in der Story alles den Bach runter geht. Dann wäre der Anime richtig gut.
    • Udon no Kuni no Kemari - Obwohl ich Amaama to Inazuma gemocht habe, finde ich diesen Anime sehr langweilig und generisch. Schaue ich nicht weiter.
    • Long Riders! - Ich fahre selbst gerne Rad, weshalb ich auch Long Riders! schaute aber der Anime ist wirklich nicht gut. Das einzige was detailliert ist sind die Fahrräder, eine richtige Story gibt es nicht und die Charaktere sind extrem langweilig.
    • Kubikiri Cycle: Aoiro Savant to Zaregototsukai (OVA) - Keine Ahnung in welche Richtung sich das entwickelt. Sah zumindest ganz interessant aus.
    • Mahoutsukai no Yome: Hoshi Matsu Hito (OVA) - So richtig weiß ich nicht worum es geht. Die erste Folge war aber super. Kam mir ein bisschen wie Kikis kleiner Lieferservice in modern oder Little Witch Academia vor. Hat aber einen ganz anderen Stil.

    Sonst gibt es doch noch die zweite Staffel von Ajin. Über Ajin hört und liest man zumindest viel Gutes.


    Wie ich das sehe hat aber nur Sangatsu no Lion (3-gatsu no Lion) das Potential großartig zu werden. Sehr schöner Stil und Charaktere mit Tiefe. Der Regisseur (Akiyuki Shinbou) hat auch bei Madoka (einer meiner Lieblingsanime), der Monogatari Serie und der Sayonara Zetsubou Sensei Serie Regie geführt. Der Manga kommt von Chika Umino, die auch Hachimitsu no Clover (der Anime soll ebenfalls sehr gut sein) gemacht hat. Außerdem mag ich das Studio Shaft.


    Sonst gibt es doch bestimmt auch zahlreiche YouTube-Videos über die einzelne Seasons. Irgendein Youtuber gibt den Anime immer ein Rating in der Form: Drop it, consider it, watch it. Ich weiß aber gerade nicht mehr, wer das ist. Die Videos fand ich immer ganz hilfreich.


    Edit:
    All Out!! vergessen.

  • Die Fortsetzungen:


    Ajin - 2te Staffel
    Die staksige CGI Optik ist weiterhin gewöhnungsbedürftig, und auch inhaltlich geht dem Anime nach hinten heraus jetzt die Luft aus. Was an sich auf einer interessanten Idee fußt, verheddert sich immer mehr in ein nicht enden wollendes Katz und Maus Spiel mit dem typischen Psycho, der immer einen Schritt voraus, und durch nichts zu stoppen ist. Vor allem die Vergleiche und Metaphern, dass für Sato alles nur wie ein Videospiel ist, werden bis zum ermündenden Exzess gemacht.
    Das offene Ende mit Hinweis auf eine 3te Staffel fühlt sich da fast anstrengend an.


    Chi's Sweet Home - 3te Staffel
    Leider ist auch dieser Anime dem neuen Trend CGI zum Opfer gefallen und kommt im kalten Plastiklook daher. Zwar zieht Chi noch die selben Grimassen und hat ihre bekannt niedliche Stimme, dennoch fehlt sofort der Charme und die Schönheit, die ein gezeichneter Anime hat. Und auch inhaltlich ist die Luft raus.
    Konnte man sich als Katzenbesitzer noch in vielen "katzentypischen Dingen" wiederfinden, kann man hier oftmals nur diei Hände über den Kopf zusammenschlagen, wie unrealistisch alle Beteiligten sich verhalten. Trauriger Höhepunkt ist die Diskofete der Katzen bei Nacht im Park.


    Natsume Youjinchou - 5te Staffel
    Nach all den Jahren ungeduldigen wartens muss ich feststellen, dass mich Natsume nicht mehr so begeistern kann, wie erhofft. Schon bei der 4ten Staffel hatte ich das Gefühl, dass etwas auf der Stelle getreten wird, was sich jetzt nochmal verstärkt hat. Während es in den ersten 3 Staffeln noch eine deutliche Entwicklung von Natsume gab, bleibt nicht mehr viel neues zu erzählen. Dabei blitzen immer wieder gute Ideen auf; wie die rivalisierenden Exorzisten; mehr über die Vergangenheit von Reiko oder Natsumes Zieheltern und seine erste Zeit bei ihnen. Mehr als kleine Ausblicke bekommt man aber nicht, und alles andere wirkt ein stück weit alt bekannt.
    Und Nyanko kommt viel zu kurz!
    Es ist immer noch eine schöne Staffel, aber auch nicht der erhoffte Anime des Jahres.


    Die Neuen:


    Yuri on Ice
    Der erfolglose, jap. Eiskunstläufer Yuri steht kurz davor, seine Karriere hinzuschmeißen, als durch einige Wirrungen plötzlich sein Idol, der rus. Eisläufer Viktor vor seiner Tür steht und sich zu seinem Trainer ernennt. Ihr Ziel: Gold beim Grand Prix Finale.
    Der Anime hat in jüngster Zeit viel Wellen geschlagen, und ist tatsächlich auch unter Eisläufern bekannt. Schon gleich das Intro lässt viel hoffen, go gut, so flüssig, so realistisch sind die Bewegungen der Läufer animiert. Immer wieder werden in den Folgen ganze Küren gezeigt, wenn dort die Qualität vergleichsweise mal schwankt. Statt unsinniger Fantasieaktionen wird sich an echten Sprüngen und Elementen und existierenden Wettkämpfen orientiert, was einen angenehmen Realismus suggeriert, der sonst nur zu gern in Sportanimes weit, weit weg ist.
    Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. So sieht man schnell, wo zum Ausgleich bei der Animation gespart werden musste - das klatschende Publikum sieht aus, wie aus grauer Vorzeit.
    Wenn ein Läufer eine Pirouette dreht, bewegt sich der Hintergrund weiter, als ober der Läufer sich zur Seite bewegt - ein absolutes No Go bei Pirouetten, die starr auf der Stelle gedreht werden müssen. Ein Detail, was bei der Liebe zur Choreographie, überrascht.
    Auch wenn keine fiktiven Elemente vorkommen, drückt man an vielen Stellen dennoch ein Auge zu. Viktors Kür mit allen Sprüngen in 4fach ist doch deutlich von der aktuellen Eislaufszene entfernt. Dass Plisetski alle Sprünge, sogar den 4fachen, mit erhobenen Armen springt - hanebüchen. Und auch der Aufbau der Küren, eine 4fach-3fach Kombination ganz ans Ende zu packen, würde keinem Eisläufer einfallen. Mehr Punkte hin oder her.
    Mein größter Kritikpunkt ist aber das, was den Anime für viele erst richtig interessant macht: die ständigen, plakativen homoerotischen Anspielungen.
    Ich hätte kein Problem damit, wenn wirklich eine der Figuren schwul wäre. Aber dieser aufgezwungene Blödsinn, der wie Fanservice nur für Zuschauer sorgen soll und reine Effekthascherei ist, kotzt mich grundsätzlich an. Hier wird kein Spielraum gelassen, wie bei Free, wo man, wenn man will, etwas reininterpretieren kann, aber nicht muss. Da wird nichts forciert. Yuri on Ice macht das Gegenteil und reibt dir die Gedanken an Viktor-Yuri Fanfiction quasi unter die Nase.
    Zumal männliche Eiskunstläufer schon seit jeher damit zu kämpfen haben. als unmännlich und schwul auf Grund des Sports abgestempelt zu werden.
    Darüber hinaus hat die Serie die typischen Schwächen eines Sportanimes: Zu überdrehte/überzeichnete Charaktere; zu überzogene Monolge in den Köpfen. Da kommt man ums Fremdschämen an vielen Stellen nicht drum rum.
    Eine eigentlich schöne Serie, die viel richtig macht, was andere vergeigen - zugleich aber auch so frustrierend viel falsch! Ich würde sie wirklich viel lieber mögen, als ich es unterm Strich tue. :/

    Und so beginnen die Mühlen des Schicksals zu mahlen - für Menschen, Dämonen und die Männer, die beides sind.