• Es isch na lustig: in Züri seit mer z.b für "Pfütze": Glungge. oder für Butter Anke. Oder min Favorit: Für "Brotanschnitt" Aahau oder Gupf.

    "Brotanschnitt" ist eh ein lustiges Teil. Ich glaube fast jede Mundart hat ein eigenes Wort dafür.
    Wir im Norden nennen es "Knust" ^^


    Ich konnte notaldas schwizerdütschen Text übrigens ohne Probleme verstehen. Die gesprochene Variante wäre aber eine ganz andere Geschichte. ^^

  • Am unsympathischsten sind aber eindeutig Sächsisch, Bayerisch und Österreicherisch.

    Oje, dann bin ich wohl der unsympathischste Mensch hier von allen :D


    Komme ja aus Sachsen, seit 2007 wohne ich aber in Bayern. Am Anfang hatte ich natürlich einen sehr Sächsichen Dialekt, zwar nicht nicht so stark wie ein Leipziger, aber man hörte es. Hab mir dann angewöhnt etwas hochdeutsch zu reden, aber auf Dauer schlichen sich dann auch Bayerische Dinge ein. Manchmal passiert es auch das beides vermischt wird, Und Sächsisch kommt immer mal durch, entweder als Dialekt oder Wörter die dort geläufiger sind :D


    Ich finde das Dialekte und auch wenn es Sächsisch ist, einen Menschen sympathischer machen, diese gestelzte Hochdeutsch wie z.b. in Den Nachrichten so redet niemand.


    Und ja Sächsisch und auch Bayrisches haben was komisches für mich, besonderes ersteres wenn ich mal wieder in er Heimat bin, denke ich mir manchmal auch "Hast du früher auch so geredet?" :D


    Was mich in Bayern bei einigen nur stört ist wenn man sie nicht versteht (Ur-Bayrisch) und nochmal nachfragt dann fühlen sie sich gleich missverstanden, wenn man aber selber ihnen einen Dialekt um die Ohren haut dann reagieren einige als hätte man sie gerade beleidigt D:

  • Dann geb ich hier jetzt auch mal noch meinen Senf dazu: Wir sprechen hier (Konschdanz am Boddesee) Bodenseealemannisch, was ehrlicherweise ein badisch ist, was relativ weit in Richtung des schwäbischen geht ( ;( ), was aber auch vergleichsweise nah am schwiizerdütschen dran ist. Leider können die meisten jungen Leute kaum noch Dialekt wie vermutlich überall in Deutschland. Auch bei mir könnte er ausgeprägter sein, meist rede ich so, dass man die Herkunft zwar merkt aber nur mit Einschlag, weil ich mich automatisch an mein Umfeld anpasse und das eben leider nur selten richtig konschdanzerisch schwätzt.
    Interessant finde ich noch, dass es an Fasnet was komplett anderes ist. Die alemannische Fasnet ist ein richtiges Heimatding auch bezogen auf die Sprache. Alle Dinge mit Fasnetbezug werden mit Dialekt-Namen bezeichnet, die Narrensprüche sind Dialekt und die Verkleideten (sagt man das so an Fasnet?) reden oft deutlicher Dialekt als sie es den Rest vom Jahr tun.

  • Ich hab mal nicht den ganzen Thread in aller Ausführlichkeit gelesen. Meine Meinung/Erfahrung/whatever möchte ich dazu dennoch kurz einbringen.


    Ich habe keine Probleme mit Dialekt, sofern ich so gut wie alles verstehe.
    Spreche selbst aber Hochdeutsch, obwohl das hier fast keiner macht, Verwandte auch nicht. Aber wie kommt das, dass ich umgeben von Dialekt Hochdeutsch spreche?
    Ich habe seit ich denken kann auch mit Leuten/Kindern/Menschen zu tun die kein perfektes Deutsch können oder es gerade noch lernen. Für die sind Dialekte nur weitere Steine. Ich habe relativ schnell begriffen, dass diese Leute Probleme haben Dialekt zu verstehen. Daher kommt die Angewohnheit mit dem Hochdeutsch.

  • das leicht gerollte "R"

    Ich hoffe, du kannst mir verzeihen, dass ich deinen Post ab da mit dem klischeehaftesten Russisch-Akzent, den man sich nur vorstellen kann in meinem Kopf gehört habe hkdLol

    Dass an Schulen Hochdeutsch (bzw. Standarddeutsch) unterrichtet werden sollte, ist sowieso klar, alleine schon, weil Dialekt nicht geschrieben wird (oder zumindest nicht geschrieben werden sollte).

    Aus welchem Grund sollte Dialekt nicht geschrieben werden?

    Ich finde, man sollte zumindest in der Lage sein, Hochdeutsch einigermaßen zu beherrschen, wenn es die Situation erordert (etwa im Beruflichen, bei einer Präsi an der Uni o.ä.). Trotzdem fände ich einen Dialekt-Unterrricht (Herkunft, Aussprache ect.) auch in der Grundschule, verstärkt aber in den mittleren bis höheren Klassen sinnvoll. So würde tatsächlich Kultur vermittelt und gleichzeitig auf ein eventuelles Studium in der Richtung vorbereitet. Wenn ich Dialekt dagegen lese, sträubt sich mir auch alles. Zum Glück schreibt ier niemand mittelfränkisch, das gäbe böse Flashbacks in meine Jugend, in der man - auch ich - in meinem Freundeskreis SMS und Einträge in sozialen Medien grundsätzlich im tiefsten Dialekt geschrieben hat. :S


    Nun zu mir. Ich lebe in Erlangen und bin auch in Mittelfranken geboren, weshalb man zumindest an vielen Kleinigkeiten meine Herkunft heraushört (z.B. "ned" statt "nicht"). Trotz geographischer Nähe zu Nürnberg ("Nemberch") unterscheidet sich der typische nürnberger Dialekt doch noch mal deutlich von meinem. "Allmächd" bzw. "Allmächdnaa" hört man hier beispielsweise eher selten. Allerdings ist Erlangen als Studentenstadt generell recht hochdeutsch, während in Nürnberg trotz ähnlich vieler Studenten viel mehr Dialekt gesprochen wird. Zumindest empfinde ich persönlich das so, man möge mich gerne orrigieren. Es kann durchaus sein, dass ich Nürnberg vor allem von den zig stattfindenden Volksfesten kenne, auf denen mehr Dialekt gesprochen wird, als etwa im erlanger Uni-Alltag. (Fun fact: obwohl hier in Erlangen selten "Nemberch" für Nürnberg gesagt wird, ist "der Berch" (die Bergkirchweih) ein feststehender Begriff.)
    Ich würde behaupten, dass ich bis auf die erwähnten Kleinigkeiten durchaus hochdeutsch spreche, habe aber auch die Angewohnheit, den Dialekt in meinem Umfeld zu assimilieren. Das äußert sich durch verstärktes Mittelfränkisch, wenn ich Leute aus meinem alten Dorf treffe, aber auch durch einen starken schwäbischen Einschlag, wenn ich Bekannte oder Verwandschaft (und davon habe ich dort eine Menge) aus dem "Ries" (Landkreis Donau-Ries), also die Ecke Nördlingen, Donauwörth, Wassertrüdingen, Dinkelsbühl, Ansbach treffe. Falls sich jemand in der Gegend auskennt: nicht alle genannten Ortschaften sind Teil des Landkreises, sind aber vom Dialekt sehr ähnlich. Jedenfalls adaptiere ich aber auch recht schnell berliner Dialekt und in kleinen Dosen sogar das Thüringische (Thüringerische?), wenn wir die Verwandschaft meiner Freundin besuchen.
    Stichwort thüringisch: ich nehme den Dialekt immer als "sanftere" Version des Sächsischen wahr (ortsansässige Lokalpatrioten mögen mir vergeben) und mag die beiden vom reinen Klang her auch nicht sonderlich. Und ja, gerade in den letzten zwei Jahren hat sich in den Medien das Bild des "osselnten" AfD-Wählers etabliert (von den erwähnten Reality-TV-Formaten halte ich mich inzwischen fern) und ich kann nicht hunder prozentig ausschließen, dass meine Abneigung gegen den Klang auch davon beeinflusst ist (es ist auch nicht gerade hilfreich, dass der Großteil der dort von uns Besuchten in genau diese Kategorie fällt... hkdFacepalm ). Trotzdem schließe ich vom Dialekt bzw. dessen Ausprägung natürlich nicht auf die Persönlichkeit meines Gegenübers. Und außerdem stehe ich auch nicht besonders auf hessischen Dialekt und der ist soweit ich weiß nicht mit dem Stigma des Assis behaftet. Von daher denke ich, dass meine Sym- und Antipathien eher akustisch ästhetischer Natur sind.


    Übrigens habe ich von einigen Jahren mal ene kleine Reportage (oder Galieo) gesehen, in der nicht Deutschsprachigen verschiedene deutsche Dialekte vorgepielt wurden und sie dann bewerten sollten, welche am angenehmsten klingen. Sächsich war ganz oben mit dabei, eventuell sogar auf Platz 1, da die häufigen Umlaute als ansprechend und exotisch empfunden wurden.



    Ach ja, eine Sache stört mich dann doch an Dialekten: wenn die Grammatik verballhornt wird. Ein mittelfränkisches Beispiel wäre "dengd" ("gedenkt") für "gedacht" <X

  • @Klekcspomon_Oxofrmbl - Aus welcher Ecke von Thüringen kommt deine Freundin, wenn ich Fragen darf? Eventuell haben wir hier einen ähnlichen Dialekt-Einschlag. Genaugenommen spreche ich selbst Vogtländisch und nicht Sächsisch, was quasi eine Mischung aus Fränkisch und Sächsisch ist (das klingt jetzt schlimmer, als es sich anhört - glaubt mir :D ). Jedenfalls hört man diesen Einschlag auch noch vereinzelt in der Südostthüringischen Ecke.


    Was mir allerdings schwer fällt, ist zu beurteilen wie stark ausgeprägt mein Dialekt wirklich ist. Hochdeutsch klappt bei mir sicherlich auch nur bis zu einem gewissen Grad, die Ortszugehörigkeit wird man aber sicher immer raushören :P

  • Sie kommt aus Altenburg. Die genauen Bezeichungen der einzelnen Dialekte aus der Gegend kenne ich leider nicht ;) mir ist aber aufgefallen, dass dort auch einige Leute "Servus" sagen, was ich bisher für eine streng bayerische/fränkische/österreichische Sache hielt.


    In meinem Kopf hört sich die Fränkisch-sächsiche Mixtur tatsächlich einigermaßen furchtbar an :D:P

  • Ich bin heute zufällig über diesen Test hier gestolpert und war dann doch fasziniert, wie präzise er für mich funktioniert hat. Für mich wurden die Städte
    1. Helmstedt
    2. Salzgitter
    3. Wolfenbüttel
    4. Hannoversch Münden
    5. Keine Ahnung mehr, irgendwas im Nordwesten.


    Und wenn man bedenkt, dass ich in Göttingen (also nahe 4.) vom fünften bis zum zehnten Lebensjahr und danach in Braunschweig (also nah an 1., 2. und 3.) gewohnt habe, ist das verdammt nah dran an der Wahrheit ^^


  • Das Ding funktioniert wirklich ziemlich gut, auch wenn ich Oberwart als 4. Vorschlag bei mir als schwere Beleidigung erachte :D

  • Hab das eben paar mal gemacht, einmal für mich selbst, was wohl ne Mischung aus dem tiefsten Bayrisch und gleichzeitig noch Sächsisch ist... ;__;
    Dann für meine Oma, bei der ich aufgewachsen bin, da ich von ihr wohl auch die meisten Einflüsse habe...
    Der Geburtsort ist schonmal dabei, sowie der Ort an dem sie aufgewachsen ist und schließlich die nächstgrosse Stadt, bei der wir 15 Jahre gelebt haben.
    Erstaunlich wie akurat das ist. D:

  • Also ganz korrekt ist das Teil bei mir nicht, aber immerhin relativ gut. Das Problem sind halt die vielen Fragen, bei denen man gerne Mehrfachnennungen machen würde. Das geht halt blöderweise nicht. Schlecht ist es trotzdem nicht, meine echte Region kommt auf Platz 4, auf Platz 1-3 halt Städte in Mittelbaden oder Südwürttemberg.

  • Also ganz korrekt ist das Teil bei mir nicht, aber immerhin relativ gut. Das Problem sind halt die vielen Fragen, bei denen man gerne Mehrfachnennungen machen würde. Das geht halt blöderweise nicht. Schlecht ist es trotzdem nicht, meine echte Region kommt auf Platz 4, auf Platz 1-3 halt Städte in Mittelbaden oder Südwürttemberg.

    Ja, das Problem mit der Mehrfachnennung hatt' ich auch. Vor allem bei solchen Dingen wie plaudern/ quatschen oder Kruste/ Ende.