Pre-Orders - Satan oder legitimes Mittel?

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  • Ich bin schon jemand der vorbestellt: Das sind häufig Spiele von denen ich weiss, dass ich sie unbedingt spielen werde, wo ich Fan der Reihe oder des Entwicklers bin. Das geht mir zum Beispiel bei allen Paradox-Spielen so, bei der Witcher- oder Forza-Reihe. Ich habe dort immer sehr grosses Vertrauen in die Reihe und den Entwickler und das Risiko von Enttäuschungen sind für meine Person sehr gering.
    Gäbe es die Vorbestellungen nicht, dann würde ich diese Spiele day-one kaufen. Vorbestellungen sind für mich, in dem Rahmen, eher conviencence, da ich dann nicht auf konkrete release dates aufpassen muss.


    Auf der anderen Seite sehe ich natürlich schon, dass man im Detail nicht weiss was einen erwartet. Wenn das Beworbene (oder die eigene Vorstellungskraft) zu stark abweichen vom eigentlichen Produkt, dann ist man natürlich enttäuscht. Mir ist das auch schon passiert, zum Beispiel mit Destiny (vorab viel Vertrauen in Bungie) und Assassins Creed 3 (weil ich Teil 2 und Brotherhood so sehr mochte).
    Wegen Destiny geb ich @Turbolu immer eine harte Zeit, aber am Ende des Tages blame ich mich für die Entscheidung nur selbst. Ausserdem soll es ja jetzt viel besser sein - aber den Schritt das rauszufinden mach ich jetzt einfach halt nicht mehr. ;)


    Am Ende des Tages muss das meiner Meinung nach jeder für sich selbst entscheiden. Für manche Personen ist es wirtschaftlich einfach nicht sinnvoll den Vollpreis zu zahlen; manche brauchen auch vielleicht das Feedback aus den Medien oder sichtbares Gameplay bevor sie sich entscheiden ein Spiel zu kaufen. Ist auch okay.


    Auf der anderen Seite ignoriere ich auch immer alle "Vorbestellungen sind aus Prinzip böse"-Reden; ganz einfach weil ich erwachsen und wirtschaftlich voll handlungsfähig bin, mein eigenes Geld verdiene und gerne Geld für meine Hobbys ausgebe. Ich kann sehr gut damit leben auch mal einen Fehlgriff zu machen.

  • Als ich noch zur Schule gegangen bin, habe ich locker 3 mal so viel gespielt wie heute, habe mich viel länger mit einzelnen Titeln beschäftigt und auch mehr Titel gespielt. Jetzt fehlt mir einfach die Zeit dazu oder ich möchte diese anders nutzen.
    Ich glaube nicht, dass "Casual" mit dem Alter zusammenhängend und wenn dann sind Schüler und Studenten also jüngere Leute meist krasser drin.

    Bei mir ist das ganze anders herum. Früher habe ich weniger gespielt als heute. Wenn ich Kinder spielen sehe dann haben sie so gut wie nie einen umfassenden Konsum wie ein Erwachsener. Kinder haben einfach noch nicht die Gedankenkapazität für komplexere Titel. Deshalb spielen sie auch einfachere Titel wie Call of Duty und Fifa (nicht persönlich nehmen Fifa Fans), da diese für sie einfacherer zu spielen sind. Sie kaufen auch nur solche Spiele. Ich habe noch nie auf der Straße sich Kinder über z.B. The Last of Us unterhalten hören, aber schon wie oft über was sie gerade für Karten bei Ultimate Team gezogen haben oder wie krass sie in einer Runde CoD doch waren. Damit will ich halt sagen, dass es ganz klar Spiele gibt, welche sich primär auf Kinder fokussieren, aber dieser Fokus langsam auf alle Spiele ausbreitet und das einen negativen Einfluss hat. Pre Order Boni sind davon nur ein Teil. Wenn man sich mal genau überlegt wie diese Kostüme oder Missionen funktionieren dann sind das wohl nur flache Erfahrungen mit ein bisschen Bling Bling um potentielle Kunden anzulocken. Man sollte sich nur Fragen bei wem funktioniert das eigentlich ? Hier im Forum scheint keiner davon angesprochen zu werden. Wenn einer vorbestellt, dann nur wenn er zum einen großes Vertrauen in das Produkt legt oder zum anderen sich eine limitierte Auflage sichern will. Andere Punkte fallen mir nicht ein für undere Personengruppe der Core-Spieler. Da bleibt eigentlich nur noch die Casualgruppe , die leichtere Unterhaltung wollen. Daran ist erstmals nichts verwerfliches zu sehen, aber da diese Gruppe größer ist als die Core-Gruppe wollen Publisher diese gerne auch abgreifen. Jedoch geht dieser Schuss gerne nach hinten los (Fuze, WiiU), weil diese bei weiten nicht so viel konsumieren, wie es sich der Publisher erhofft hat. Trotzdem werden viele Spiele immer mehr vereinfacht, um weitere Kunden anzulocken. Bestes Beispiel ist wohl Battlefield 1. Es gibt da fast nur Automatikwaffen. Ich erinnere das Setting ist der erste Weltkrieg. Da gab es noch lange kein Sturmgewehr in dieser Zeitperiode. Sie sagen sie machen das um den Spielspaß zu erhöhen. Leider existieren Spiele wie Red Orchester 2 und Call of Duty 2, die dieses Argument seltsam erscheinen lassen. Für mich ein klares Zeichen für eine Vereinfachung des Spieldesigns ( Battlefield 1 wäre ja fast nie erschienen, da die CEOs gedacht haben Kinder kennen sich nicht mit dem 1. Weltkrieg aus) . Zusammenfassend glaube ich, dass Pre Order Boni nur ein Aspekt des zunehmenden Fokus auf die breite Masse ist und im großen und ganzen zu einer Verschlechterung in der Qualität von Spielen führen kann (siehe Battlefront).



    Sehen wahrscheinlich die Wenigsten, aber wie schon erwähnt, wurde die Diskussion hier einfach zu einseitig begonnen und zu allgemein auf Vorbestellungen "geschimpft"

    Ich empfinde das gar nicht mal so schlimm. So kann jeder den anderen auf seine Argumente überprüfen ( er will ja den anderen von seiner Gegenmeinung überzeugen) und somit können alle wissen, was Hand und Fuß hat. Natürlich darf das keiner dann als persönlichen Angriff ansehen.

  • Ich zweifle aber daran ob die Kaufkraft von Kindern als Zielgruppe ausreicht, um bei einem Spiel wie Battlefield Profit zu erziehlen

    Deshalb spielen sie auch einfachere Titel wie Call of Duty

    Merkste selber, hm? :D



    Zudem würde ich Casual und Core nicht auf die gespielten Spiele sondern eher auf die Art des Spielens beziehen.
    Ich kenne Leute, die Last of Us und Dark Souls spielen und die das einfach als gemütliche Abendunterhaltung machen. Die sind nciht in Foren, die informieren sich nicht übers Spiel hinaus. Sie kaufen Spiele, weil der Trailer hübsch war oder die Bilder auf Amazon cool aussehen. Und nein das ist nicht üertrieben. Die Spielen halt einfach, statt nach der Arbeit TV zu schauen.
    Genau so gibt es extrem viele Hardcore Call of Duty Spieler, die den exakten Damage-Wert jeder Waffe kennen und was weiß ich.

  • Naja die kaufen halt nur einmal im Jahr ihr Call of Duty und Fifa. Damit meinte ich halt alle Spiele die auf sie zugeschnitten sind im Jahr sollten sie nach der Ansicht der Publisher kaufen. Das können sie aber nicht. Deshalb sind nur CoD und Fifa profitabel der Rest ist es nicht.
    Call of Duty ist aber ein Twitch-Shooter. Das einzige was zum Erfolg führt ist wer als erstes reagiert. Casual und Core ist aber daraus ausgelegt wie viele Leute mit diesem Spiel Spaß haben und wie sehr es zugänglich für viele ist. Last of Us und Dark Souls sind es aber definitiv nicht. Um ein Spiel zugänglicher zu machen, müsste es vereinfacht werden und stell dir mal ein vereinfachtes Dark Souls vor. Damit meine ich aber kein einfaches. Eher wie die ganzen Systeme in einander greifen. Nächstes Dark Souls kommt dann mit Questlog und einer direketen Story, welche jede halbe Stunde durch Cutscenes ergänzt wird.

  • Ich glaube, dass es so ein Thema ist, wo es ganz stark auf den Zusammenhang ankommt. Prinzipiell sollte jeder mit seinem Geld das tun, was er will. Wenn ich arbeite, Geld verdiene und es dann für ein Preorder-Game ausgebe, ist das mein gutes Recht und die Qualität des Endprodukts muss dadurch nicht zwangsläufig sinken.
    Auf der anderen Seite gibt es natürlich ein gewisses Muster hinter der ganzen Aktion, das beinahe eine "Maschinerie" erahnen lässt. Wie oft sieht man einen 15-Sekunden-Reveal-Teaser (komplett in CGI) und danach sofort die Einblendung "Preorder now and get XY"? Das hinterlässt zumindest bei mir stets einen unschönen Nachgeschmack.


    Wenn ich auf die letzten Jahre der Videospielgeschichte zurückblicke, muss ich sagen, dass es nur überschaubar viele attraktive und sich lohnende Preorder-Aktionen gab. Meist profitieren davon dann doch nur die Entwickler bzw. Publisher, da sie dadurch nicht nur ungefähr einschätzen können, wie das Spiel bei der Masse ankommt, sondern ihr Spiel auch potentiell zu einem Vollpreis verkaufen können. Das Ganze hat definitiv seine Begründung (siehe Posts weiter oben), ist aber natürlich stets zu hinterfragen.


    Alles andere als toll finde ich diesen ganzen Boni- und Extra-Content-Quatsch. Ich rede jetzt nicht von einem beiliegenden Soundtrack oder Artbook, sondern von Ingame-Items. Bestelle bei Game Stop vor und deine Batman-Spielfigur kriegt zusätzlich einen rosanen Umhang. Bestelle bei Media Markt vor und du kriegst direkt am Anfang des Spiels die stärkste Wumme, sodass du an dem Spiel keinen Spaß mehr hast, da du jeden Gegner gleich umlegst. Bestelle bei Amazon vor und du kriegst Zugang zu einer 15-Minuten-Extra-Mission, die dich nach Abschluss zum Held vom Erdbeerfeld macht.


    Ich weiß nicht, das ist so ein Schnickschnack, der einfach nur lästig ist.


    Wenn man natürlich weiß, dass man auf ein "Uncharted 4" mächtig Bock hat und es direkt zum Release haben möchte, kann ich es nachvollziehen, wenn man es vorbestellt. Schwierig finde ich es eher bei Videospielen, wo selbst die Entwickler noch keine feste Vorstellung vom Gameplay haben, im Teaser aber schon zu Vorbestellungen aufrufen. Klar, die brauchen auch Geld von Investoren & Co., aber gebt den Leuten doch wenigstens irgendetwas zum Greifen, etwas, wodurch man zumindest einen Hype auch rechtfertigen könnte und nicht eine große Seifenblase.


    Was das Thema Lieferengpässe angeht, so muss ich aus meinen eigenen Erfahrungen sagen, dass ich das noch nie erlebt habe. Selbst bei der Fire Emblem Gesamtpackung dachte ich zuerst "Wow, die ist bestimmt schon überall vergriffen." und habe sie drei Wochen später im Saturn um die Ecke im Zehnerpack noch im Regal liegen gesehen.
    Ich meine, bestimmt gibt es sowas und gerade die Sammler müssen rechtzeitig vorbestellen, wenn sie hinterher nicht das Doppelte zahlen wollen, aber zu den Leuten gehöre ich nicht. Meistens hole ich mir selbst die krassesten Hype-Spiele ein paar Monate später, wenn sie günstiger sind und ich darauf mehr Lust habe.


    Aber ja, muss man schon selber wissen, nicht wahr? ^^

  • Was das Thema Lieferengpässe angeht, so muss ich aus meinen eigenen Erfahrungen sagen, dass ich das noch nie erlebt habe. Selbst bei der Fire Emblem Gesamtpackung dachte ich zuerst "Wow, die ist bestimmt schon überall vergriffen." und habe sie drei Wochen später im Saturn um die Ecke im Zehnerpack noch im Regal liegen gesehen.

    Das ist aber halt auch immer ne Sache vom Ort, bei uns im Expert hatte es halt, als ich zwei (?) Tage nach Release da war, gar keine. Und auch der MediaMarkt etwas weiter weg hat wohl keine bekommen...