Ist Pokemon Go gefährlich?

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  • Ja. Man kann es leicht als Angst vor dem Neuen abtun, als Alarmismus und, eben besonders was die deutschen Medien betrifft, German Angst nennen. Aber Pokemon Go ist mir aus einem Sicherheitsaspekt heraus gesehen nicht ganz geheuer.


    Der vermeldete Leichenfund vor einigen Tagen war ein blöder Zufall, der leider passiert ist. Aber Berichte von per Pokemon Go in die Falle gelockten Raubopfern haben mich sehr betroffen gemacht. Außerdem ist dieses Spiel ein Förderer für unbefugtes Betreten. Was passiert wenn mir ein Pokemon auf einem Privatgrundstück angezeigt wird oder auf einem Firmengelände? Besonders in den USA mit der Waffenproblematik sind Meldungen von erschossenen Pokemon-Trainern nur eine Frage der Zeit.


    Was, wenn es in einer einsturzgefährdeten Industrieruine angezeigt wird? In unwegbaren Gelände, wo man stürzen kann? Im Wald, wo man sich verlaufen kann?


    Außerdem wird das Phänomen der Smartphone-Zombies noch verstärkt und es kann zu mehr Verkehrsunfällen führen.


    Ich will keinem den Spaß verderben, aber man muss sich schon der Kritik stellen. Was ist eure Meinung dazu?

  • Wie bei allem muss man darauf hoffen das die Menschen ihren "gesunden Menschenverstand" einsetzten und sich nicht in Gefahr begeben. (Das wird nicht immer klappen, aber Hey der Sicherheitswahn würde durch ein bisschen mehr nachdenken gar nicht nötig sein.


    Das mit der Leiche war Zufall, sie hätte auch von einem Wanderer gefunden werden können.


    Das mit den Raubüberfällen ist aber wirklich Besorgnis erregend, allerdings kann einem das Theoretisch immer passieren, auch hier gilt Aufpassen und Abwägen.

  • Ich sehe das im Großen und Ganzen so wie Pauli. Das meiste davon kann dir einfach immer passieren.


    Die Portale sind ja die gleichen wie bei Ingress und da gab es kaum Unfälle, zumindest fand ich bei einer kurzen Google-Suche nicht viel.


    Worüber ich mir am ehesten Sorge mache, ist die Zielgruppe. Ich denke, dass die bei Pokémon GO deutlich stärkere Ausschläge nach unten hat. Da ist die Wahrscheinlichkeit von Unfällen durch Unachtsamkeit vermutlich höher, aber das liegt dann halt auch an der Medienkompetenz und wie die gefordert und gefördert wird.


    Aber ganz ehrlich: Das Wissen, dass man nicht in Ruinen o.Ä. rumturnen oder ungefragt fremde Grundstücke betreten sollte, sollte man auch von Teenagern erwarten können.

  • Das mit dem Fund der Leiche ist, wie gesagt, geschenkt.


    Natürlich kann jeder einem Raubüberfall zum Opfer fallen, aber das die Räuber quasi wie die böse Hexe aus Hänsel und Gretel ihre Opfer mit "Brotkrumen" ins Lebkuchenhaus locken können, ist neu.


    Mit dem gesunden Menschenverstand zu argumentieren finde ich übrigens wirklich schwach. Wer, wenn nicht wir hier im Forum, weiß, dass man sehr schnell in ein Spiel hineingezogen werden kann und die Umwelt vergisst. Und wenn man dann nicht im Wohnzimmer sitzt, sondern auf dem Time Square in New York ist oder in Berlin Mitte, wird es gefährlich.


    Es gab schon Berichte von Kindern, die nachts um 3 Uhr im Park von der Polizei nachhause gefahren werden mussten, die erst dachte
    dort würde mit Drogen gehandelt.


    Das junge Zielpublikum sollte man auch bedenken, wenn man mit dem gesunden Menschenverstand argumentiert.


    Wenn es nicht so morbide wär, würde ich darauf wetten, dass es demnächst den ersten Toten wegen Pokemon Go gibt.


    Ich hör mich an wie der Opa mit dem Stock, aber ich mache mir da echt Sorgen.

  • Wie gesagt: Medienkompetenz. Dass die bei vielen Leuten fehlt, ist völlig unabhängig von Pokèmon GO ein gewaltiges Problem.
    Ich glaube eben nicht, dass das ein Problem des Spiels ist, (immerhin ist Ingress im großen und ganzen sehr ähnlich aufgebaut, da gibt es aber kaum Probleme) sondern vor allem eines der Zielgruppe.


    Und ganz ehrlich: Wenn Kinder Nachts um drei im Park rumrennen, dann ist das nicht die Schuld von Pokémon GO, sondern von Eltern die einfach in ihrer Elternfunktion versagt haben.


    Also nochmal:
    Das Problem besteht völlig unabhängig von Pokémon GO. GO ist gewissermaßen der Katalysator, der das Problem sichtbar macht. Aber es ist weder dafür verantwortlich, noch wäre das Problem ohne GO verschwunden.
    Statt über die Gefährlichkeit von Pokémon GO sollte man also besser über die Gefahren von Smartphone-Nutzung im öffentlichen Raum allgemein diskutieren und sich vor allem um Aufklärung und Gegenmaßnahmen kümmern.

  • Ich habs noch nicht gespielt, kann deshalb da leider nicht allzu viel sagen. Ich denke aber, dass bei allen Menschen ab etwa 15, 16 schon davon ausgegangen werden kann, dass sie sich bewusst machen können, was sie da tun und dass sie auf echten Straßen etc. rumlaufen. Wenn ich merke, ich werde vom Spiel in den Bann gezogen, muss ich halt in den Park, die Fußgängerzone oder den Wald. Den sehe ich übrigens absolut nicht kritisch, wer sich mit Handy verläuft hat entweder Maps etc. installiert und kann sich deshalb nicht verlaufen oder ruft halt zur Not irgendwo an. Alterlich drunter ist es vielleicht schwieriger. Da denke ich aber, dass Pokemon Go bei sehr investierten Kindern auch von den Eltern wahrgenommen werden wird. Da könnte meiner Meinung nach halt ein Appell an die Eltern raus, dass sie etwa dem Kind den Gebrauch von Pokemon Go in der Stadt verbieten oder ihm die Gefahren deutlich klar machen. Es ist aber mMn kein größeres Risiko als das mit dem Hören von Musik beim laufen verbundene und daran hat sich unsere Gesellschaft auch gewöhnen können

  • Ist das nicht (wo wir gerade so schön beim Thema sind) nicht dieselbe Argumentation, wie die der Waffennarren in den USA? "Waffen töten nicht, es sind die Menschen". Der Vergleich ist polemisch, aber die Struktur des Arguments ist dieselbe.


    Natürlich wurde die Problematik der Smartphone-Nutzung im öffentlichen Raum nicht durch Pokemon Go geschaffen, aber ist es nicht allein kritisierenswert, wenn man ein Katalysator für das eigentliche Problem ist? Es gar verstärkt, was Pokemon Go macht, Augmented Reality ist noch eine weitere Stufe, als nur im WhatsApp rumzuhängen, während man auf der Straße läuft.


    Außerdem ist Augmented Realtiy sehr neu, da schon eine perfekte Medienkompetenz der Nutzer zu fordern ist utopisch.


    Die ganze Verantwortung auf den Konsumenten abzuladen ist mir zu eindimensional.

  • Ich kann die Sorgen durchaus nachvollziehen. Auch ich hab mich schon (teils scherzhaft) gefragt, wie viele dumme Teenager nachts allein in abgesperrte oder private Gebiete/Grundstücke gehen, weil dort vielleicht ein Pokémon getracked wurde. Auf meiner ersten längeren Route bin ich alle Pokéstops im örtlichen Wildpark abgelaufen, um zu schauen, worum es sich bei ihnen handelt...
    In manchem Gelände wurden mir sogar Wege angezeigt, die offensichtlich nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind, da sie eben nur durch Privatgelände erreichbar sind. Eben Nachts fürchte ich auch, dass das Ganze für die Menschen die an so einem Ort leben, an denen Kinder versuchen können Abends ihren Weg mit Taschenlampen zu finden, mindestens störend und im schlimmsten Fall gar beängstigend sein kann. Jedenfalls würde ich es mir das nicht gerade angenehm vorstellen, wenn fremde Menschen mit Taschenlampen durch meinen Hintergarten laufen...
    Auch in einer Art Bauernhof-Viertel an denen einige angekettete Wachhunde sind, frag ich mich bei vielen Jugendlichen, wo die Grenze bei ihnen anfängt...
    Gesunder Menschenverstand sollte eine Sache sein, auf die man sich verlassen können sollte... Nach Erfahrung kann man das nicht. Es gibt immer Menschen, die zu weit gehen. Es gibt immer Kinder, deren Eltern ihnen nicht oft genug erklärt haben, dass Hausfriedensbruch verboten ist, Privatgrundstücke zu betreten aus gutem Grund nicht erlaubt ist und Nachts in den Wald zu gehen meist keine sonderlich gute Idee ist. Oder Teenager, die mit etwas zu viel Euphorie und etwas zu wenig Gefahrenbewusstsein, einen Scheiß darauf geben, wenn sie ein Pikachu in der Nähe sehen.
    Allerdings weiss ich nicht, inwiefern eine Diskussion dazu etwas bringen kann. Ja es ist gefährlich. Aber das ist nicht die Schuld der App, sondern die Schuld schlechter (im Falle von den Raubüberfällen) oder, sich unnötig in Gefahr begebender, Menschen. :/
    Auch dazu: Ich hab beim Starten der App keinerlei Wanrhinweise dazu gesehen... Vielleicht wär das wenigstens eine Sache, die man tun könnte...

  • Waffen mit Pokemon Go zu vergleichen ist sehr fragwürdig finde ich. Klar kann und wird die App Fehlverhalten fördern.
    Aber ich bin kein Fan davon etwas zu verbieten weil Menschen nicht wissen wie man es einsetzt, bis zu einem gewissen Grad. Es muss eine Rote Line geben, aber die fängt doch nicht bei einer App an sondern bei Waffen o. ä.


    Wenn du als Mensch mit einer Situationnicht umgehen kannst, aber trotzdem einfach weitermachst ist das deine Eigene Verantwortung und Mneschen diese nicht zuzutrauen ist zwar oft begründet, aber eben auch fragwürdig. Überregulierungen und Unterregulierungen sind gefährlich.


    Wie immer entscheidet das richtige Maß.

  • Der Vergleich mit den Waffen ist überaus polemisch, was ich bereits in dem Post selbst betone. Aber zu Polemisieren um etwas auf den Punkt zu bringen, ist in einer Diskussion nicht verboten. Es geht mir hier nur um die Struktur des Arguments, dass der Konsument am Ende ja für alles die Verantwortung trägt. Das ist zu eindimensional.


    Vielleicht ist es ja ein Pawlowscher Reflex aus alten Killerspiel-Zeiten, aber ich habe hier in keinster Weise ein Verbot gefordert. Ich kritisiere nur, dass man nicht erst für mehr Sicherheit gesorgt hat und es dann erst veröffentlicht.


    Wie wäre es denn damit, wenn man einfach eine rote Ampel im Spiel angezeigt bekommt, wenn man Wohngebiet betritt, oder unwegsames Gelände. Das muss doch bei der heutigen Technik drin sein?

  • Das mit der Ampel stell ich mir schwierig vor, wenn man bedenkt, dass mir sogar Wege angezeigt werden, die offensichtlich schon seit paar Jahren nicht mehr existieren... Ich denke nicht, dass sie sich dann die Mühe machen werden , nachzuschauen, wo Privatgelände sind und wo nicht...

  • Was egal ist, weil man sich nicht auf Highways stellen muss um Pokemons auf Highways zu fangen...

    Nur halten anscheinend gerne Leute auf diesen an um sie zu fangenoder sie spielen es halt beim fahren
    was nicht gut ist

    Gut, man kann sicherlich einiges auf PokemonGO zurückführen und man kann sicherlich einiges kritisieren, aber das ist einfach nur Dämlichkeit. PokemonGO unabhängig.

  • Nur halten anscheinend gerne Leute auf diesen an um sie zu fangenoder sie spielen es halt beim fahrenwas nicht gut ist

    Gut, man kann sicherlich einiges auf PokemonGO zurückführen und man kann sicherlich einiges kritisieren, aber das ist einfach nur Dämlichkeit. PokemonGO unabhängig.

    PokéMongo triffts in dem Fall sogar ganz gut.

  • Nur halten anscheinend gerne Leute auf diesen an um sie zu fangenoder sie spielen es halt beim fahrenwas nicht gut ist

    Gut, man kann sicherlich einiges auf PokemonGO zurückführen und man kann sicherlich einiges kritisieren, aber das ist einfach nur Dämlichkeit. PokemonGO unabhängig.

    Ja leider scheint es nichts zu bringen darauf zu hoffen das die mal ihr Hirn einschalten
    Und wenn Auto gefahren wird werden immer auch unbeteiligte in Gefahr gebracht
    Und wie sehr ich auch gegen Bevormundung bin
    Irgendwas sollten sie schon abändern