Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

Du suchst die Action? In unserem Forum ist es etwas still geworden, aber schau doch auf unserem gut besuchten Discord Server mit über 600 Mitgliedern vorbei!
  • Die Nackte Kanone
    Musste mal wieder sein. Einfach immernoch großartig! In manchen Szenen bei manchen Gags vielleicht n bisschen schlecht gealtert/zu plump, aber im Großen und Ganzen einfach unfassbar witzig. Selbst die vielen Slaptstick Momente haben eben noch irgendwie etwas an sich, was sie witzig macht, was in heutigen Filmen so es einfach nicht mehr wäre. Vielleicht einfach der Charme und die Trockenheit. Zum Teil auch einfach die tolle deutsche Synchro. Tell Todd äh toll Tedd.
    Als nächstes Die Nackte Kanone 2 1/2 (beide auf Amazon Prime)

  • Kong. Skull Island:
    Den fand ich dann doch erschreckend schlecht. Man hat John Goodman, Samual Jackson, Tom Hiddleston und Brie Larson und die haben es geschafft, dass mir keiner auch nur annähernd sympathisch ist. So schwache Charaktere habe ich in einem Film lange nicht mehr gesehen. Wirklich furchtbar. So flach, so klischeehaft, so belanglos.


    Der Plot passt auf einen Bierdeckel, was ich Monsterfilmen manchmal verzeihen kann, aber das ist echt dünn, was das "Drehbuch" da hergegeben hat.


    Visuell ist es ganz schick; darauf lag merklich das Hauptaugenmerk in der Produktion.


    Die nackte Kanone:
    Dafür bist du verantwortlich, Nahkampfnase. Es gibt dazu nicht viel zu sagen. Der lustigste Film aller Zeiten.


    Cast Away
    Den hatte ich lange nicht mehr und noch nie im O-Ton geschaut. Als der kam, war ich 11, also ich habe nostalgische Gefühle. Die konnten aber nicht darüber hinwegtäuschen, was für ein krasses Product Placement in dem Film gemacht wird. Das ist ja quasi ein Werbefilm für FedEx, und auch der beliebte Volleyball "Wilson" ist ja eigentlich eine Produktplatzierung.
    Zemeckis scheint dafür ja Spezialist zu sein, denn auch Zurück in die Zukunft war ja vollgeknallt mit Werbung.


    Ansonsten: Tolle One-Man-Show von Tom Hanks.

  • Oldboy: ... holy fucking shit. Ich habe den Film jetzt wirklich erst gerade gesehen, also es kann sein, dass ich gerade noch zu geflasht bin, um hier was zu schreiben... aber scheiß drauf...


    Ich hatte immer Angst, dass mir der Film overselled wird, weil Robin ihn schon seit ich ihn verfolge so sehr hoch lobt und die Menschen, die Fans von Oldboy sind dann auch gleich immer richtige Hardcore-Fans sind. Es scheint nur zwei Reaktionen auf Oldboy zu geben: "Was ist Oldboy" oder "Bester Film aller Zeiten".


    Ich habe es so lange aufgeschoben den Film zu gucken, aber jetzt mit der neuen Blu-ray war es endlich an der Zeit und ich muss wirklich zu meiner Überraschung sagen: Erwartungen erfüllt!


    DAS nenne ich mal ein Thriller-Drama. Der Film ist einfach "rund", ich finde kein besseres Wort dafür. Alles was der Film machen will, klappt. Die Darsteller sind toll, die Kamera ist verspielt, der Schnitt ist genial, es wird ein Mysterium aufgebaut, er traut sich an heiße Themen, er hat einen Twist, der einen dermaßen in die Magengrube haut und ein wahnsinnig mutiges Ende. Und Filme dieser Welt: Bitte schaut euch mal den "Bösewicht" von Oldboy an... so wird ein vernünftiger Antagonist gemacht.


    Ich tue mich oft mit der Theatralik im asiatischen Kino schwer, aber hier passt es einfach zur emotionalen Wucht der Geschichte.


    Mehr darf man über den Film nicht verraten.


    Ich würde nicht so weit gehen und ihn als besten Film aller Zeiten bezeichnen, aber jeder, der sich für Filme interessiert muss Oldboy gesehen haben. Ein Meisterwerk.

  • Oldboy: ... holy fucking shit. Ich habe den Film jetzt wirklich erst gerade gesehen, also es kann sein, dass ich gerade noch zu geflasht bin, um hier was zu schreiben... aber scheiß drauf...

    Dann hast du wohl die Originalfassung gesehen. Ja der Film ist schon etwas...naja, sagen wir...intensiv. :D



    Alien: Covenant - Ich war eigentlich sehr sehr positiv überrascht. Na gut, man könnte kritisieren, dass die Entstehung der Aliens entmystifiziert wird, aber der Spagat aus Prometheus und Alien war eigentlich sehr gelungen. Nach Alien 4 hatte ich schon die Hoffnung verloren. AvP war peinlich, AvP 2 eine absolute Beleidigung für alle Fans (ach was für die Menschheit!). Prometheus war ok und interessant, aber eben nicht Alien.
    Bei Alien Covenant gibt es endlich wieder gute Ansätze für die Reihe und viele Möglichkeiten für neue Geschichten. Es lässt auch sehr verdächtig viel Zeit und Lücken für weitere Teile von Prometheus offen. Mal sehen ob und was da noch kommt.

  • Also ich war heute mal in IT, diesem Remake der Geschichte von Steven Spielberg aus den 80ern.
    Irgendwie hatte ich das aber ganz anders in Erinnerung. Aus dem freundlichen Außerirdischen wurde ein gruseliger, mordender Clown und nach Hause wollte er auch nicht telefonieren. Ganz komisch.


    An sich aber ein sehr guter Coming-of-Age/Horrorstreifen, der mir von vorne bis hinten sehr sympathisch war. Das ein oder andere Mal empfand ich zwar die Musik als etwas unpassend eingesetzt, aber die Verbindung von jugendlicher Abenteuerlust, Zusammenhalt und der Begegnung mit dem persönlichen Grauen wurde gut ausgespielt. Ich freue mich auf den Nachfolger.

  • Ich hab mir nun endlich Dragonball Z-Resurrection F angesehen und muss leider sagen, dass ich einfach maßlos enttäuscht bin.
    Um mir den Frust von der Seele zu schreiben, muss ich wohl weiter ausholen ...wer eine sehr nerdige und auschweifende Kritik nicht lesen will, sollte sich das auch nicht antun...


    Ich bin jemand der mit Dragonball und Dragonball Z aufgewachsen ist und diese gesamte Franchise seit damals vergöttert und auch wirklich jeden existierenden Film und jedes Special größtenteils mehrfach gesehen hat...dementsprechend habe ich mich natürlich damals extrem auf Battle of Gods gefreut und wurde, obwohl ich den Film auch nicht gerade als sehr gut bezeichnen würde, zumindest extrem gut unterhalten.
    Bei Resurrection F habe ich mich dann natürlich umso mehr gefreut, da bereits eingeführte neue Charaktere wie Beerus und Whis quasi schon Teil der ''Z-Gruppe' sind und man sich mit einem bekannten Villain wie Freezer auch ewig lange Einführungen hätte sparen können und der Film noch mehr mit Nostalgie hätte punkten können.
    Tja....leider fängt der Film noch langweiliger und schlechter an als Battle of Gods und bis man nach fast 30 Minuten(!!!!!!!!) zum ersten mal Son Goku und Vegeta sieht, muss man sich mit dem peinlich synchronisierten Freezer abquälen...zur Synchro später noch mehr. Klar...wenn man sich von einem Dragonball Z Film von vorne herein kein Meisterwerk erwartet, kann man diese Punkte als Nitpicking abhaken und vergessen...aber was diesen Film für mich u.a. nochmal deutlich schlechter macht als Battle of Gods, ist der neue und verdammt hässliche Artstyle, der sich in seiner lieblosen ''undetailliertheit'' immer mehr an Dragonball Super annähert, während Battle of Gods und vor allem ALLE anderen Dragonball Z Filme + die Serie einfach deutlich schöner gezeichnet sind.
    Wenn man sich auch damit anfreunden kann...schön und gut, aber dann kommen noch diese absolut furchtbaren Dialoge und langweiligen und uninspirierten Kämpfe dazu. Wow ist das alles schlecht und so weit davon entfernt was Dragonball Z ausmacht.


    Dass eine neue Sayajin Form damals in der Serie ein absolutes Highlight war und einfach unzählige Stunden an ''Vorbereitung'', Erfahrung und Training gebraucht hat, wird hier auch einfach mit Füßen getreten. Kleiner Spoiler der aber sowieso schon durch das Cover usw. verraten wird: Goku kann sich natürlich völlig ohne Erwähnung und ohne es innerhalb des Films irgendwie verdient zu haben, in eine neue Gott-Sayajin Form verwandeln. Ok...in Battle of Gods gab es ja schon die neue Gott-Sayajin Form die nur durch ein bescheuertes Ritual mit 5 im Kreis stehenden Sayajins erreicht werden konnte (was für ein Bullshit ey), aber hey...Goku kann das jetzt auch einfach so, aber hat halt blaue Haare...who cares.
    Als wäre das nicht alles schon schlecht genug kommt die deutsche Synchro und kotz nochmal auf alles. Kaze musste sich damals, nachdem sie angekündigt haben dass der Sprechercast von Super nun auch die Filme auf Deutsch synchronisiereen wird, mit einem massiven Shitstorm rumschlagen und i gebs gern zu dass ich auch einer derjenigen war der extrem wütend über diese Entscheidung war und umso glücklicher als sie sich (gezwungenermaßen) umentschieden und sich doch wieder den Originalcast geholt haben. Leider rettet auch das den Film nicht mehr...sogar im Gegenteil...neben neuen Sprechern wie z.B. die absolut peinliche und schlechte Synchro von Freezer, liefert nicht mal mehr Tommy Morgenstern (Son Goku) ab. Keine Ahnung ob es Unterbezahlung, Druck durch die Fanbase oder schlichtweg fehlendes Interesse an der Rolle seines Lebens war....aber so emotionslos und Out-of-Character wie Son Goku hier gesprochen wird, ist einfach furchtbar. Abgesehen davon dass auch noch 90% seines Textes wie total gelangweilt und für eine Zielgruppe im Alter von 8-10 jährige abgelesen klingt, wirkt Son Goku eben durch diese lieblose Synchro als hätte er einen Schlaganfall und nebenbei Alzheimer bekommen und ist nun nicht mehr derselbe Charakter....sorry aber das war einfach furchtbar.
    In Battle of Gods hatte man diese Synchroprobleme nicht, aber soweit ich weiß war da ja noch Universum und nicht Kaze verantwortlich.
    Auf die Tatsache dass Freezer während er nicht nur tot, sondern auch noch wehrlos in einem Kokon in der Hölle eingesperrt war und trotzdem nebenbei eine neue Form ''gelernt'' hat die mit einem Fingerschnippen einfach mal 3 Sayajin Formen überspringt und dem Gott-Sayajin fast ebenbürtig ist, gehe ich nicht mal mehr ein....
    Hier kritisiere ich nicht einfach die fehlende "Logik" oder "Glaubwürdigkeit" in einem Anime...nein, es ist einfach nur schlecht und die Serie hat das vor über 20 Jahren 100000 mal besser gemacht.



    Puh...der Endkampf war dann zumindest ok inszeniert, was aber nicht mehr wirklich relevant ist, da die gesamte Story und vor allem Freezer so unfassbar uninteressant sind, dass ich einfach nie mitfiebern konnte. Ich habe den Film übrigens mit 2 Freunden gesehen die genau derselben Meinung sind....wenn mir jemand erzählen will wie falsch ich liege und wie großartig diese Beleidigung für Fans....*hust* dieser Film ist, würde ich gerne die Gründe dafür hören...


    Btw. gibt es noch auf YouTube das Special Dragonball Z Yo! Son Goku and his friends return, welches noch vor Battle of Gods das wahre Comeback von Akira Toriyama war und noch dazu Kanon ist. Dieses Special fühlt sich einfach wie Dragonball Z an...als wäre keine Zeit vergangen und damit kann ich es im Vergleich zu Resurrection F jedem Dragonball Fan nur wärmstens empfehlen ^^

  • Blade Runner 2049


    Ridley Scotts "Blade Runner" von 1982 gilt als ein Meilenstein des Science-Fiction-Films. Er etablierte eine dreckige, düstere und triste Zukunftsvorstellung mit einem vom Cyberpunk inspirierten Design. Die drückenden Synthesizer-Klänge und ein extrem langsames Erzähltempo verliehen diesem Film seinen ikonischen Charakter und machten ihn zum Klassiker der Filmgeschichte. Zugegeben, nicht jeder mag diese spezielle Mischung und auch ich finde diesen Film stellenweise sehr zäh und anstrengend. Was man "Blade Runner" aber lassen muss, ist das visionäre Weltbild und die Immersion, die die Atmosphäre des Films auf den Zuschauer ausübt. Inmitten des Films befindet sich zudem ein hartgesottener Harrison Ford und der geniale Antagonist Rutger Hauer. Wer "Blade Runner" also nicht kennt, sollte sich irgendwann mal die Zeit nehmen und diesem Film eine Chance geben - schließlich ist das auch der Schlüssel zu "Blade Runner 2049".


    Klären wir gleich die Frage: Muss man den ersten Teil gesehen haben? Gegenfrage: Muss man "Der Herr der Ringe" gesehen haben, um "Der Hobbit" nachvollziehen zu können? Nicht wirklich und doch fehlt einem sonst eine gewisse Bindung zu dieser Welt und den Charakteren. Wenn man also die Möglichkeit hat, sollte man sich Ridley Scotts Kultfilm auf jeden Fall ansehen.


    Ohne weitere Umschweife kommen wir also zu "Blade Runner 2049". Worum geht es? Officer K (Ryan Gosling) ist ein kontrollierter Blade Runner, dessen Aufgabe es ist, Replikanten zu jagen und umzubringen. Eines Tages macht K, nachdem er seinen Auftrag erledigt hat, eine interessante Entdeckung, die sein Weltbild grundlegend erschüttert. Was dann folgt, ist eine philosophische, bittere und brutale Auseinandersetzung.


    Ich beschreibe die Geschichte natürlich extra sehr allgemein und undurchsichtig, damit man als Zuschauer selbst die Gelegenheit bekommt, das Gezeigte auf sich wirken zu lassen. "Blade Runner 2049" lebt nämlich von seinen grundverschiedenen Charakteren, deren Schicksalen, der hypnotischen Atmosphäre und der brachialen visuellen Opulenz. Beim Schauspiel kann ich diesem Film nur Lob aussprechen, denn sei es ein Ryan Gosling, eine Ana de Armas oder ein Jared Leto - alle machen ihren Job mit Bravour! Ich bin außerdem immer wieder fasziniert davon, wie wandelbar Herr Gosling ist. Mal ist er ein heruntergekommener Motorrad-Stuntfahrer, mal ein klavierspielender Gentleman und nun ein Einzelgänger, der nicht vor Blut und Dreck zurückscheut. Eine klasse Besetzung für "Blade Runner 2049"!


    Mit 164 Minuten ist dieser Film lang. Mit einem langsamen Erzähltempo und langen Kameraeinstellungen auch noch so richtig Anti-Mainstream lang. Doch die Atmosphäre dieser Welt zieht einen so schnell in ihren Bann, dass man bereits nach wenigen Minuten jegliche Länge des Films akzeptiert. Flankiert wird das Ganze von etlichen penibel durchdachten Einstellungen, sodass man nie das Gefühl hat, der Film lässt sich unnötig viel Zeit.


    Kommen wir also zur audiovisuellen Darbietung und meine Güte, ist dieser Film ein Epos! Die drückenden Synthesizer- und Bass-Wände sind der Hammer (sucht euch ein Kino mit Dolby Atmos!) und visuell bin ich immer noch hin und weg, was Regisseur Denis Villeneuve und sein Team hier auf die Beine gestellt haben. Die Sets sehen atemberaubend und so detailverliebt aus, dass dieser Film nur als Augenweide bezeichnet werden kann. Licht, Kamera, ästhetisches Design - "Blade Runner 2049" steht seinem Vorgänger in nichts nach!


    Und dann wären wir auch schon beim eigentlichen Punkt. "Blade Runner 2049" ist keine simple Fortsetzung. Es ist ein Film, der seine Wurzeln ernst nimmt, die Geschichte ausbaut, visuell auf einem meisterlichen Niveau hantiert, interessante Charaktere vorstellt und einige philosophische Thematiken aufgreift. Denis Villeneuve ist erneut ein Brett von einem Film gelungen!


    Ein wenig Kritik kann ich "Blade Runner 2049" dennoch entgegenbringen. So interessant die Charaktere auch sind - die eigentliche Geschichte erfindet das Science-Fiction-Rad nicht neu und zitiert hier und da lediglich bereits etablierte Werke. Die Geschichte steht hier also ein wenig im Schatten der Inszenierung. Weiterhin bietet für mich dieser Film gegen Ende etwas zu wenig Konsequenz, wenn es um die Seite der Antagonisten geht. Bei näherer Betrachtung offenbaren sich außerdem Momente, wo man "Blade Runner 2049" anmerken kann, dass er lediglich zitiert anstatt selbst visionär voranzuschreiten.


    Unter'm Strich bleibt aber zu sagen: Das ist endlich mal wieder ein Epos von einem Kinofilm! Geht da rein, taucht in diese Welt ab und lasst euch 164 Minuten lang audiovisuell treiben. "Blade Runner 2049" ist ein Muss!

  • Blade Runner 2049


    Es wäre unnötig dieses Meisterwerk weiterhin mit Lob zu überschütten, nachdem @Rekhyt mir bereits aus der Seele gesprochen hat. Dieser Film hat mich so derartig mit seiner audiovisuellen Magie in diese Welt und den Bann gezogen, dass ich fast schon heulen musste.
    Kennt noch jemand dieses Gefühl? Man guckt einen Film zum ersten mal und ist durchgehend so begeistert, sprachlos und fasziniert dass das Einzige was einem vom Film ablenkt der ständige Gedanke ist: ''Mein Gott...ich liebe Filme so sehr!''.
    So fühlte sich für mich jede Sekunde während Blade Runner 2049 an....und das sage ich nebenbei bemerkt als jemand der das Original zwar für all seine Leistungen, die Atmosphäre und den Ideen die ihrer Zeit weit voraus waren sehr respektiert, aber den Film an sich trotzdem nicht als Meisterwerk bezeichnen würde.
    Diese Bezeichnung trifft für mich aber auf allen Ebenen auf Denis Villeneuve's Schöpfung zu....Blade Runner 2049 ist ein filmisches Meisterwerk!


    Was allerdings noch auf den Film zutrifft, ist ebenfalls etwas das @Rekhyt bereits angesprochen hat: Anti-Mainstream.
    Ich habe diesen Film mit meinem Bruder und einem Kumpel gesehen....beide lassen sich bedenkenlos in die Kategorie Mainstream einordnen....alle 2-3 Wochen wird mal irgendein Blockbuster oder Actionfilm geguckt und danach auch schnell wieder vergessen...alle anderen Genres usw. existieren in ihrer Welt nicht einmal und wie ich es leider befürchtet habe, fanden beide den Film einfach nur langweilig.
    Einer ist sogar kurz eingeschlafen und das bricht mir das Herz... wenn man sich für Filme einfach nicht wirklich interessiert und man auf nichts ausser coole Action-Szenen und One-Liner von muskelbepackten Typen wert legt, kann ich das bei diesem Film aber irgendwie auch verstehen. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber man sollte sich gut überlegen mit wem man sich diesen Film ansehen möchte :P

  • Get Out: Well, I didn´t get it...


    Was war das denn? Der Film wurde ja sehr durchgehypt und ich muss tatsächlich mal sagen, dass ich absolut nicht verstehe, was die Kritiker so an dem Film gefeiert haben und feiern... Ich muss tatsächlich sagen, dass ich den als Psychothriller unterdurchschnittlich gut fand. Keine totale Katastrophe, aber du meine Güte, ist das ab einem bestimmten Zeitpunkt konventionell und vorhersehbar.


    Die Schauspieler machen ihre Sache gut und der Film baut am Anfang eine unangenehme Stimmung auf, die ich bei einem Psychothriller erwarte. Und dann... man kann es ja leider nicht öffentlich schreiben, aber ab einer bestimmten Stelle fällt der Film sowas von in sich zusammen.


    Hierzu ein kleiner Spoiler-Teil:


    Ja, das Rassismus-Thema ist interessant, wenn auch mit dem Holzhammer aufgetragen

    . Besonders weil es "Liberal Racism" thematisiert, also Menschen die glauben sie seien total liberal, aber trotzdem Alltagsrassismen in sich tragen.

  • Mir hat der einfach sehr gut gefallen. einer der besseren Filme dieses Jahr wie ich finde. Fand den sehr spannend und hatte ihn auch gesehen bevor er so "gehyped" (ich hasse diesen Begriff und dass viele Leute dadurch immer wieder mit einer "so jetzt überzeug mich mal!" Einstellung an Dinge rangehen. Auch absolut ausgelutscht und wird viel zu schnell in die Runde geworfen wenn mal ein paar Leute etwas gut finden... so das dazu) wurde, da er in einer Sneak Preview kam und da hatte er mich ziemlich überrascht, da ich auch nicht viel von dem Film wusste.

  • Einerseits hast du Recht, andererseits ist es heute schwer möglich unbefangen an einen Film heranzugehen. Und selbst wenn man unbefangen herangehen will, ist man nicht vor seinem Unterbewusstsein sicher.


    Ich habe mich nicht zu Get Out informiert, nichts darüber gelesen und dennoch habe ich die allgemeine Rezeption mitbekommen. Ein komplettes Blackout zu einem Film zu machen, ist mir zu viel Arbeit und man lebt dann ständig in der Angst zu viel zu erfahren, wenn man nur das Internet an macht.


    Ich habe aufgrund des Rufs des Films geadacht, dass er etwas innovatives, neues und vielleicht sogar etwas subversives im Genre macht, aber das kam einfach nicht.


    Ich lasse mich vielleicht noch auf ein "solide" hoch handeln, aber da hört es auf.


    Ich habe den Twist nach 20 Minuten kommen sehen, der Film baut aber 2/3 seiner Lauflänge die Spannung auf. Das Pacing ist katastrophal. Das war für mich unfassbar ermüdend. Die einzige Hoffnung, der Twist-Twist, kam nicht.

  • Einerseits hast du da natürlich Recht, andererseits weiß ich aus meiner Erfahrung mit Nerve, dass selbst ein Film von dem man denkt alles im Trailer gespoilert zu bekommen noch die eine oder andere Überraschung auf Lager hat...
    (Auch wenn ich persönlich Nerve trotzdem nicht so gut fand).
    Und klar kann es auch vorne rein passieren dass man sich selber den Film überhyped, aber selbst da kann es passieren dass der Film trotzdem die Erwartung erfüllt. Z.B. hatte Baby Driver in den Himmel gehyped und er ist jetzt auch mein persönlicher Film der Jahres und ich einer meiner Lieblingsfilme.

  • [...] "gehyped" (ich hasse diesen Begriff und dass viele Leute dadurch immer wieder mit einer "so jetzt überzeug mich mal!" Einstellung an Dinge rangehen. Auch absolut ausgelutscht und wird viel zu schnell in die Runde geworfen wenn mal ein paar Leute etwas gut finden... so das dazu) [...]

    Sag das doch bitte mal den Leuten, die bei jedem neuen guten Film vom second coming of Jesus sprechen, ja? ;) Ich finde es nämlich ganz im Gegensatz total anstrengend, wie sehr Filme heutzutage gehyped werden, während sie einfach nur gute Filme sind, und nicht mehr. Das führt dann nämlich dazu, dass keine differenzierte Meinung mehr möglich ist und aus Sympathisanten Fanatiker werden, die nicht zulassen wollen, wenn jemand ihre Meinung bezüglich eines Films nicht teilt. Wir leben heutzutage nun mal in einer künstlerischen Welt der Extreme, und wer extrem positive Wertungen sät, erntet dementsprechend auch rantartige Verrisse - weder das eine noch das andere hat eine Daseinsberechtigung, aber bedingt sich eben einfach...

  • Ich muss mal so die letzten 3 Sneaks hier abarbeiten, welche -SPOILER- alle nicht so dolle bis mies waren.



    Simpel
    Ein deutsches Drama in dem es darum geht dass ein Mann sich um seinen geistig behinderten Bruder kümmern will nachdem die Mutter gestorben ist, er aber das Sorgerecht nicht bekommt und daher mit ihm vor der Polizei flüchtet um den geschiedenen Vater aufzusuchen. Der Film versucht sehr viel auf die Tränendrüse zu drücken, ist dabei auch garnicht immer so steif, aber so richtig zünden will das ganze dann doch irgendwie nicht. Zu viele viel zu unglaubwürdige Situationen und ein Hauptdarsteller der nur die Emotionen "Ernst" und "Wütend" kennt. Ich wollte immerhin schon irgendwie wissen wie es ausgeht und fühlte mich auch nicht komplett genervt oder gelangweilt aber man muss ihn nicht gesehen haben.



    Liebe zu Besuch
    Eine Rom-Com mit Reese Witherspoon. Mehr braucht man garnicht zu wissen. Belangloser denn je. Wow war das ein Krampf. Glaub es gab einen netten Gag, aber an den kann ich mich nun auch nicht mehr erinnern.



    Schneemann
    dieser eine Thriller mit Fassbender und Val Kilmer, wo der trailer schon seit einiger Zeit durch die Kinos spuckt und auch garnicht soooo uninteressant war. Ich mag auch Fassbender eigentlich sehr. Aber dieser Film war nix. Junge hat sich da alles gezogen und war unglaublich langweilig. Überhaupt kein Spannungsbogen, Fassbender mit nur einem Gesichtsausdruck: Verschlafen skeptisch.
    Die Jagd nach einem Killer der aber irgendwie trotz des Markenzeichens so garkeinen Charakter hat und sich auch nicht als das große Ziel anfühlt, welches es zu schnappen gilt. Alles dümpelt so rum und macht wenig spaß.
    Er sieht trotzdem wenigstens gut Produziert aus und hat schöne Landschafftsaufnahmen aus dem kalten Norwegen. son bisschen Stimmung kommt da teilweise schon auf. Aber nicht genug um irgendwas zu retten.
    Fazit: Darf gemieden werden.



    Ja manchmal wird man in der Sneak einfach nur noch gefi**t ... und ich geh nächsten Montag wieder hin!

  • Simpel
    Ein deutsches Drama in dem es darum geht dass ein Mann sich um seinen geistig behinderten Bruder kümmern will nachdem die Mutter gestorben ist, er aber das Sorgerecht nicht bekommt und daher mit ihm vor der Polizei flüchtet um den geschiedenen Vater aufzusuchen. Der Film versucht sehr viel auf die Tränendrüse zu drücken, ist dabei auch garnicht immer so steif, aber so richtig zünden will das ganze dann doch irgendwie nicht. Zu viele viel zu unglaubwürdige Situationen und ein Hauptdarsteller der nur die Emotionen "Ernst" und "Wütend" kennt. Ich wollte immerhin schon irgendwie wissen wie es ausgeht und fühlte mich auch nicht komplett genervt oder gelangweilt aber man muss ihn nicht gesehen haben.

    Ich hab vor einigen Jahren den französischen Roman Simpel, auf dem dieser Film basiert, gelesen und muss sagen, dass ich etwas enttäuscht bin zu lesen, dass der Film nicht all zu gut geworden ist, denn die Vorlage ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Allerdings wurde so viel ich weiß auch wirklich nur die Grundprämisse des Romans übernommen und die tatsächliche Geschichte komplett geändert, denn im Buch ist der Bruder noch ein Schüler der zusammen mit Simpel in eine WG zieht und die Handlung beschreibt eigentlich nur das tägliche Leben der beiden. Auch wenn der Film nicht gut geworden ist, das Buch würde ich also absolut jedem weiterempfehlen.

  • The Void: eigentlich ein richtiger cooler Setup und die erste halbe Stunde ist das auch ein perfekter Lovecraft-Horrorstreifen. Nach 30 Minuten aber verkommt das Ganze zu einem übelst blutigen Dungeoncrawler, wo viel zu viel Horror flöten geht und viel Potenzial verschenkt wird. Wenn ich den Film mit Lovecraftgeschichten vergleichen soll: zu viel Reanimator, zu wenig Schatten über Innsmouth. Generell aber ein ganz guter Streifen, wenn man Bock darauf hat einen Horrorfilm anzuschauen und mit ein bisschen Frust und verschenkten Potential leben kann, kann sich den mal ruhig anschauen.

  • Die Schöne und das Biest (mit Emma Watson)


    Hat echt Spaß gemacht. Knallbunt, manchmal düster, oft komisch, aber auch tieftraurig und ergreifend. Ein typischer Disneyfilm. Grandiose Kostüme, tolle Songs und sehr sehr gute Schauspieler. Luke Evans als Gaston ist eine Offenbarung, so einen Schmierfink muss man erst mal darstellen können. Und Emma Watson als Belle ist zuckersüß.


    Die eigentlichen Stars waren für mich aber die Einrichtungsgegenstände u.A. gesprochen von Ian McKellen und Ewan McGregor. Das sind einfach nur Gegenstände, wie z.B. ein Kerzenständer, aber die schaffen es Lebensfreude und Tragik dieser Figuren sehr gut darzustellen. Nur über die grandiose Vertonung und mit der Mimik, die man diesen Gegenständen mit CGI einhauchen kann. Große Klasse.


    Und am Ende die Frage: Gibt es etwas, das Emma Watson nicht kann?


    Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen


    Ein Animationsfilm von Sony. Dieses Genre hat nun einmal in Disney/Pixar seinen absoluten Herr und Meister, an den für mich nur noch Dreamworks und Illumination heranreichen. Der Standard ist also sehr sehr hoch. WmAaF (das kürze ich lieber ab :D ) ist dennoch sehr gut, auch wenn es nicht ganz an den hohen Standard der genannten Studios heran kommt.


    Ein Tüftler auf einer besiedelten Insel baut eine Maschine, mit der er Wasser in Essen verwandeln kann. Bei einem Unfall wird dieses Gerät in die Wolken geschossen und fortan regnet es über der Insel Essen. Anfangs wird das gefeiert und die Stadt wird zur Touristenattraktion, aber mit der Zeit gibt es Probleme.


    Der Film ist von 2009, hat aber sehr beachtliche Animationen.


    Es gibt zum Teil Slapstick, der wirklich zum Totlachen ist. Ich musste manchmal echt laut lachen. Die Charaktere sind sehr liebenswert und in der englischen Fassung toll gesprochen (u.A. von Bill Hader). Der Plot selbst ist jetzt nicht überwältigend, allerdings hat der Film diese zweite Ebene für Erwachsene, die z.B. Pixar Filme zu echten Meisterwerken werden lassen können. Es geht nämlich um Dekadenz und Gier. Der Film hat eine Botschaft.


    Sehenswert.

  • Maudie
    Ja ich hörte schon von Oscarreifer Darstellung der Maud gespielt von Sally Hawkings reden. Und ja sie spielt auch wirklich großartig soweit ich das beurteilen kann. Aber der Film an sich ist so unglaublich langweilig. Gehört für mich so in etwa in die Ketagorie "Man muss nicht alle wahren Geschichten verfilmen". Muss man meines Erachtens nach nicht gesehen haben.

  • The Void: eigentlich ein richtiger cooler Setup und die erste halbe Stunde ist das auch ein perfekter Lovecraft-Horrorstreifen. Nach 30 Minuten aber verkommt das Ganze zu einem übelst blutigen Dungeoncrawler, wo viel zu viel Horror flöten geht und viel Potenzial verschenkt wird. Wenn ich den Film mit Lovecraftgeschichten vergleichen soll: zu viel Reanimator, zu wenig Schatten über Innsmouth. Generell aber ein ganz guter Streifen, wenn man Bock darauf hat einen Horrorfilm anzuschauen und mit ein bisschen Frust und verschenkten Potential leben kann, kann sich den mal ruhig anschauen.

    Ich wollte mir den schon lange mal reinziehen, bin echt gespannt o ich deine Meinung teilen werde:)