Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

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  • Alles steht Kopf von Pixar. Die Jungs haben es einfach drauf. Ich finde bei Animationsfilmen kann keiner so gut Anspruch und Klamauk miteinander verbinden. Die treffen dieses "für Alt und Jung" einfach perfekt. Der Film visualisiert quasi, was im Gehirn eines Kindes los ist, wenn es aus seiner gewohnten Umgebung gerissen wird. Die Metaphern und Anspielungen, die dafür verwendet werden sind herrlich abgedreht.


    Die Animationsqualität ist bahnbrechend. Die Echtwelt wirkt trotz comicstil wahnsinnig realistisch. Und der Detailgrad etwa bei Haaren oder Partikeln ist umwerfend. Über die Sprecher braucht man gar nichts zu sagen, denn das Niveau ist hier auch bei kleineren Produktionen eigentlich durchweg gut, natürlich schafft das auch Pixar, z.B. mit der wundervollen Amy Poehler.


    Übrigens ist mir aufgefallen, dass dieser Film fast schon ein bisschen frech ist, was die Sprache anbelangt. Es fällt sogar mal ein "What the heck". Gefällt mir, wenn es nicht allzu Disney-blumig ist.

  • Ich habe in einer Sneak
    Baby Driver
    gesehen. <:
    Und ich bin entzückt. Bereue den 5€ Kino-Besuch keineswegs. Ich wurde hinsichtlich Action wirklich sehr gut unterhalten und das ist erst mal der wichtigste Aspekt dieses Films. Hinzu kommt minimal Romantik, weil für irgendwas im Leben muss man ja kämpfen, in den richtigen Momenten Comedy und es wurde diesbezüglich mehrmals im Kino gelacht. Und ein weiterer wichtiger Aspekt des Films ist der Soundtrack, der meiner Meinung nach zwar nicht modern, aber ein Guardians of the Galaxy hat ja bereits gezeigt, dass man auch mit Klassikern einen Film gut füllen kann, aber dennoch on Point, kann da wirklich nicht meckern. Ich persönlich hab sehr auf wenigstens ein neumodisches basslastiges Lied gehofft, aber dann halt nicht, damit haben sie wahrscheinlich mehr Menschen einen Gefallen getan, als ich meinen mag. :shrug: Auch die Schauspieler machen ihren Job meiner Meinung nach wirklich gut und anders als wohl im neuen Transformers Teil, sind die Kamerafahrten nie ZU schnell oder unpassend etc. Bin echt rundum zufrieden mit dem Film, er wird zwar nicht zu meinem neuen Lieblingsfilm, aber wie gesagt, ich wurde gut unterhalten, die Laufzeit mit nicht ganz 2 Stunden hat rückblickend gepasst. Yo. Will gar nicht viel zum Film verraten tbh, ist halt im Vordergrund ein Action- und wohl ein bisschen Autofilm, aber echt nicht so, dass ich als Mädchen, dass nur circa die Hälfte der F&F Filme gesehen hat, aus mangelndem Interesse, genervt davon wäre, nicht im Ansatz.
    Könnte mir vorstellen, dass ich mir den mal schick als Steelbook-Blu-Ray für 10€ hole und dann noch mal, mit Freude, sehe. <:

  • Vor einer Woche hatte ich einen "netten" Filmabend. Dabei habe ich dann diese Filme geguckt:
    Nerve
    Ja, war jetzt nicht der Oberkracher, aber so richtig schlecht fand ich ihn auch nicht. Kann man sich mal geben, wenn man nichts zu tun hat. Aber wenn man ihn nicht schaut, hat man auch nichts verpasst. Halt total durchschnittlich.
    Transporter
    Dieser Film hat mich sehr gewundert. Jason Statham, nicht viel Rumgeplänkel und viele coole Autofahrten. Ein Actionfilm genau für mich. Trotzdem fand ich ihn sehr uninteressant, habe ich doch die letzten 15 Minuten lieber auf meinem Handy geguckt, anstatt den Film weiterzuverfolgen. Kann mir gut vorstellen, dass der eigentlich richtig Spaß macht, aber mich hat er überhaupt bekommen. Schade.
    Orphan - Das Waisenkind
    Den Film fand ich wiederum richtig gut! Ich habe einen 0815 Horrorfilm, mit 1-2 netten Jumpscares erwartet, aber einen tollen Thriller bekommen. Ich war den ganzen Film über dabei, wir haben die ganze Zeit spekuliert, was noch passiert und wie der Film enden wird. Dann haut der so einen überraschenden, aber auch richtig guten Twist noch raus, dass fand ich schon so richtig stark. Ebenfalls gefiel mir die Gewalt. Sie war immer schön On Point und echt nicht schön besonders:


    Das Ende war etwas überzeichnet, aber alles in allem wurde ich sehr positiv überrascht :)
    The Ring
    The Ring war ebenfalls gut, allerdings hatte er sich etwas gezogen angefühlt. Ich weiß, dass es zumindest Stellen gab, wo ich mir dachte, dass man das auch etwas beschleunigen könnte. Vielleicht war meine Wahrnehmung aber um 5 Uhr morgens nicht mehr die Beste^^. Definitiv ganz nett gemacht, wie das Mysterium aufgearbeitet wird und auch schön das es nicht einfach ein Happy End hat, sondern versucht einem noch was reinzudrücken. Aber auch hier hatte ich das Gefühl, dass das Ende etwas langatmig war. Ich könnte mir vorstellen, dass ein paar Minuten weniger dem Film geholfen hätte. Aber ein gepflegter Horrorfan sollte sich The Ring definitiv mal angucken, wenn man es nicht bereits getan hat

  • Aufstand in Trollness hab ich vor Kurzem für meine VWA angesehen. Es handelt sich dabei um einen 2. Weltkriegs-Propaganda-Film der Amerikaner, wo es um einen Aufstand in einem kleinen Dorf in Norwegen gegen die Nazi-Besatzer geht. Überraschenderweise ist der Film recht gut gealtert und heute auch noch relativ unhaltsam. Mein Highlight war aber das: https://youtu.be/6s7kmWLKDRg?t=1h41m

  • Ich habe gerade endlich mal Logan nachgeholt. Das ist ein grandioses Roadmovie, aber mir wurde der Film etwas "overselled". Also ich fand ihn dann doch nicht so gut wie sein Ruf.
    Die Schauspielleistung von Hugh Jackman, Patrick Stewart (gebt dem Mann dafür einen Oscar!) sind der Wahnsinn und auch das Mädel ist toll.
    Allerdings störe ich mich an den Bösewichten, denn das sind wieder nur Abziehbilder. Das geht doch besser.
    Der Film verlässt sich meiner Meinung nach zuviel auf sein R-Rating. Mich stört es wirklich, dass jeder Satz mindestens ein "Fuck" oder "Motherfucker" enthalten muss, einfach weil man es kann. Dass man sogar Patrick Stewart unbedingt Schimpfwörter in die Dialoge schreiben muss, obwohl er als Chales Xavier immer der English Gentlemen war, finde ich grenzwertig.
    Und auch das Gemetzel ist mitunter das Schwächste am Film.


    Der Film hat seine stärksten Momente im Zwischenmenschlichen , z.B. das Abendessen bei der Familie. Oder als Logan Charles auf die Toilette begleitet.


    Allerdings hatte ich heftigste Gänsehaut als

    . Man ist dann schon seit 2000 dabei und das war ja der Schlusspunkt der alten X-Men Garde.

  • @meisterlampe_1989


    Logan ist ein guter, aber kein sehr guter Film - da hast du recht. Sein enorm positiver Ruf stützt sich bei vielen Leuten auf die Tatsache, dass er kein typischer Marvel / DC-Superheldenfilm mit bunten CGI-Effekten ist. Logan präsentiert sich viel mehr als eine Charakterstudie bzw. Drama mit einem sehr geerdeten Look und einem viel greifbaren Wolverine - etwas, das man von heutigen Marvel-Streifen so gar nicht gewohnt ist. Und dann wäre da natürlich die unverblümte Gewaltdarstellung, die den Film nochmal markanter und erwachsener macht. Das reicht bereits vielen Zuschauern, um den Film ordentlich abzufeiern.


    Probleme hat Logan aber trotzdem. Ich fand das Pacing ab der Mitte des Films holprig (Längen in der Mitte und dann ein wahnsinnig schnelles, beinahe abruptes Ende), das Vater-Tochter-Verhältnis war mir etwas zu konstruiert und (wie du richtig anmerkst) die obligatorischen Antagonisten hätten austauschbarer nicht sein können, wobei der "eigentliche Bösewicht" hier ja jemand anderes ist, was aber auch nicht jedem gefällt. Es gibt außerdem noch andere Kleinigkeiten, die man anmerken könnte.


    Ich mag Logan trotzdem sehr. Wenn hier jemand einen Oscar verdient hätte, dann wäre es Hugh Jackman aufgrund seiner fantastischen Leistung. Die Action hat mir ebenfalls unheimlich gut gefallen, da man Wolverine endlich mal so kämpfen sieht wie er es hätte schon längst tun sollen. Bei vielen Kampfszenen saß ich im Kino richtig angespannt da und fand es spannend, dass man Wolverine nun als gebrochenen Mann präsentiert. Hinzu kommt natürlich noch die bedrückende Roadtrip-Atmosphäre.


    Ich glaube, wir sind langsam an einem Punkt angekommen, wo die typische Marvel-Formel nicht mehr jeden begeistert. Klar, so ein Guardians of the Galaxy 2 zieht die Massen trotzdem wie blöde an, aber ich höre von immer mehr Bekannten, dass sie den nächsten Marvel nicht mehr unbedingt im Kino brauchen. Zu gleich sind die One Liner, zu inkonsequent die Action, zu universell die Formel. Da stechen Filme wie Logan, Kick Ass oder Scott Pilgrim vs. the World eben positiv heraus und dementsprechend ist das Feedback freudiger und verzeiht mehr Fehler.

  • Spider-Man: Homecoming
    Im Grunde ein coming of age Film mit dem Twist dass der Protagonist in seiner Freizeit Superheld ist und lernen muss, wie er mit allem gleichzeitig klar kommt. Wir hatten eine ganze Menge Spaß mit dem Film u. a. da hier auch mehr auf Situationskomik, als die anderen Marvel Filme setzt. Selbst die Geschichte hat mich das ein oder andere mal überrascht und fühlt sich sehr frisch an.
    Von mir kriegt er auf jeden eine Empfehlung!


    PS: Bleibt auf jeden Fall bis ganz zum Ende der Credits, lohnt sich auf jeden Fall ;)

  • Ich mag Logan trotzdem sehr. Wenn hier jemand einen Oscar verdient hätte, dann wäre es Hugh Jackman aufgrund seiner fantastischen Leistung.

    Ich finde, wie ich bereits gesagt habe, dass Patrick Stewart den Oscar verdient. Ich fand seine Darstellung unfassbar berührend. Das war für mich seine stärkste Leistung in einem Film, die ich bis jetzt gesehen habe.


    Man kann ja beiden einen geben. Jackman den für den Hauptdarsteller und Patrick Stewart den für Nebendarsteller.


    Ich fürchte nur, dass der Film gar nicht berücksichtigt wird. Erstens kam er für die Award-Season ziemlich blöd heraus, nämlich quasi kurz nach der diesjährigen Oscarverleihung. Da gerät man schnell in Vergessenheit für die nächste. Zweitens ist es ein Superhelden-Film. Das heißt er hat auf den ersten Blick kein aktuell gesellschaftsrelevantes Thema (was es bei X-Men ja unterschwellig eigentlich gibt, Stichwort: Xenophobie). In letzter Zeit werden quasi nur Filme über Rassismus ausgezeichnet. Das ist ein schönes Zeichen und auch richtig, aber langsam wird mir das zu einseitig, Aber das ist ein anderes Thema.
    Und ich weiß auch nicht ob den aufgrund des tierisch brutalen Gemetzels und dem ständigen Gefluche jeder als feinfühliges Drama und Charkterstudie versteht, Das wird die Jurys bei den Awards sicher auch abschrecken.

  • Valerian- Die Stadt der tausend Planeten


    Ein optisch sehr schöner Film mit einigen beeindruckenden Szenarien. Alllerdings war die Geschichte nicht so super, aufgrund
    einiger Plotholes. Generell gab so manche Story-Elemente die auf mich eher Random wirkten, als ob sie nicht so ganz nen Plan hatten
    wie man die Ereignisse logisch miteinander verknüpfen sollte.


    Trotzdem ein ganz unterhaltsamer Film.





    [spoiler]
    Bei einer Szene musste ich aber ziemlich lachen, allerdings nicht weil die so lustig war. Gegen Ende des Film dropt Laureline eine "epische" Rede darüber, dass die Liebe ja so stark sei und alles überwinden könne... hkdFacepalm


    Das hat weder in den Film, noch zum Charakter gepasst.

  • Ich habe mir letzens mal Final Fantasy 7: Advent Children angeschaut.
    Das ist der Filmspinoff zum Spiel FF7 und der spielt von der Handlung her 2 Jahre danach.
    (Den gibt es auch auf Netflix, leider aber iwie nicht mit englischer Synchro ;/ )


    Und ja, ich fand ihn okay... Der Film hat leider ein furchtbares Pacing
    bzw. ne schlechte Erzählstruktur weil oft für den Zuschauer nicht ersichtlich ist, wann eine Szene
    genau spielt, ob sie jetzt ein Flashback ist oder genau zur gleichen Zeit, wie eine andere
    Szene passiert. Das ist oft total verwirrend. Wer den Film mal selbst schaut, weiß sicher was ich meine


    Was schade ist, denn der Film sieht visuell wirklich toll aus und nutzt auch den stets wunderbaren
    Uematsu-Soundtrack echt gut. Zudem sind die Action- bzw Kampfszenen ein Highlight, weil die
    schön over the top-anime-mäßig sind - also wer auf sowas steht :) .
    Aber so auf Storyebene - die Story ist eigtl auch okay, aber eben schlecht erzählt, was ich etwas schade finde :/

  • Mr. & Mrs. Smith


    Mit der Actionkomödie "Mr. & Mrs. Smith" hat Regisseur Doug Liman ein interessantes Experiment gewagt, denn wie zum Geier soll ein Film, der spannende Action, scharfe Dialoge und eine Portion Liebeskomödie zusammenmischt, funktionieren? Die Antwort ist: man braucht lediglich sympathische Stars als Hauptcharaktere und in diesem Fall handelt es sich um Brad Pitt und Angelina Jolie.


    Beide spielen hier wirklich wunderbar, machen eine Menge Spaß und liefern sich mit Zynismus und Ironie geladene Mini-Dialoge. Insofern kann man schon mal sagen: ja, Pitt und Jolie können den Film größtenteils alleine tragen. Etwas anderes bleibt dem Film auch gar nicht übrig, denn leider ist der Rest belangloser Quatsch.


    Die Geschichte ist bestenfalls hanebüchen, die Action dermaßen überladen und lächerlich durchchoreographiert, dass der Film oftmals unfreiwillige Slapstick-Züge annimmt. Das ist eben nichts anderes als BAMM BAMM, coole Slow-Mo, BAMM, mit ausgestreckten Armen und coolen Sprüchen rennen und wieder BAMM BAMM. Man wird nie getroffen, ballert aber 1000 Typen ab. Und natürlich explodiert am Ende alles in der traditionellen Michael Bay-Manier.


    Tja, im Grunde setzt der Regisseur sein ganzes Vertrauen auf Pitt und Jolie, die beide zum Glück so sympathisch sind, dass man dem Film einige Fehler verzeiht. Damit macht "Mr. & Mrs. Smith" durchaus Spaß, verschenkt aber am Ende jegliches Potential, womit er hätte länger im Kopf des Zuschauers bleiben können.


    Kubo and the Two Strings


    Können westliche Animationsfilme den Zuschauer in Zeiten, in denen gefühlt alle fünf Wochen ein "Ich - Einfach unverbesserlich", "Zoomania", "Vaiana" oder "Alles steht Kopf" im Kino startet überhaupt noch überraschen und berühren? Oder besser gefragt: was können das Animationsstudio Laika und Regisseur Travis Knight, was wir von Disney, Pixar und Illumination nicht gewohnt sind?


    Die Geschichte von "Kubo and the Two Strings" dreht sich um einen Jungen, der seit Jahren nichts anderes macht, als für seine kranke Mutter zu sorgen, indem er im Dorf mit seinem Shamisen (dreisaitige Laute) Origami-Figuren zum Leben erweckt und dadurch Geld verdient. Der namensgebende Held Kubo präsentiert den anderen Dorfbewohnern die abenteuerlichsten Geschichten, ahnt aber nicht, dass ihm selbst eines Tages eine ebenso spannende und gefährliche Reise bevorsteht.


    Das Großartige an "Kubo and the Two Strings" ist natürlich das Art-Design und der ungewöhnliche Animationsstil, der hin und wieder an Stop Motion erinnert. Der ganze Look des Films ist sehr pastellfarben-artig und bietet enorm viele Details. So etwas kennt man selbst von den ganz großen Animationsstudios nicht wirklich.


    Die Geschichte und die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz und zeigen sich wesentlich geerdeter, ehrlicher und greifbarer als die durchgeknallten Minions oder viele andere Disney / Pixar-Figuren. Kubo braucht kein Farben-Feuerwerk mit etlichen Partikel-Explosionen und hat es auch nicht nötig, alle drei Sekunden einen Gag abzufeuern. Nein, der Film nimmt sich viel Zeit für seine Charaktere und möchte lieber eine kleine, aber feine Geschichte erzählen. Wer also auf Quatsch, "lustige" One Liner und bunte Action vom Fließband steht, sollte sich eher sowas wie "Ich - Einfach unverbesserlich 3" ansehen.


    Ganz fehlerfrei ist Kubo dann aber leider doch nicht. Der Animationsstil ist über jeden Zweifel erhaben, aber am Ende hatte ich das Gefühl, dass man hier noch ein wenig mehr hätte rausholen können. Mir ist nämlich aufgefallen, dass der Film immer dann, wenn es zu einem Kampf kommt, sich sehr wenig Zeit für diesen lässt und lieber wegschneidet bzw. diesen überspringt. Hier kann ich mir gut vorstellen, dass das Budget wahrscheinlich zu knapp war, sodass man keine Ressourcen mehr für große, super animierte Kämpfe hatte.


    Aber auch die Geschichte war für meinen Geschmack ein wenig zu klassisch und sogar etwas zu kitschig. Vor allem die letzte Einstellung bricht auf eine sehr unbefriedigende Art und Weise mit der aufgebauten Melancholie und präsentiert dem Zuschauer ein unnötiges Kitsch-Ende.


    Nichtsdestotrotz kann ich "Kubo and the Two Strings" jedem weiterempfehlen, der von den gängigen Animationsfilmen müde geworden ist und aus diesem Bereich etwas mit mehr Anspruch haben möchte. Hätte ich Kinder, würde ich ihnen jedenfalls viel lieber diesen Film zeigen als das siebenundzwanzigste "Ice Age".


    PS: Für die Dunkirk Kritik bin ich gerade zu faul. ^^"

  • Samstag hatte ich mal lust auf ein bisschen Gehirn abschalten. Das habe ich einfach mal gebraucht. Also viel die Wahl auf den Film "We are the Millers" mit Jennifer Aniston , Jason Sudeikis und Emma Roberts. Es ist eine dieser amerikanischen R-Rated Comedys, die seit Hangover so populär geworden sind (in Deutschland freilich alles ab 12). Also es wird unter die Gürtellinie gehauen, bis die Schwarte kracht. Wie gesagt... hab ich mal gebraucht.


    Es geht um einen kleinen Gras-Dealer (Sudeikis), der von seinem Boss den Auftrag bekommt eine Lieferung über die mexikanische Grenze zu bringen. Um an der Grenze nicht aufzufallen beschafft er sich eine Schein-Familie. Also nimmt er seine Nachbarin mit, die Stripperin ist (Ansiston) , eine junge Versagerin, die keinen festen Wohnsitz hat (Roberts) und einen Nachbarsjungen, dessen Mutter davongelaufen ist.


    Worauf der Film am Ende hinausläuft, riecht man nach 5 Minuten. Es geht eher um das Wie. Und das war erstaunlich lustig. Es ist ein sehr respektloses Roadmovie, voller Probleme, Missverständnisse und komischer Momente.


    Die Chemie zwischen den Darstellern ist klar hervorzuheben und ich glaube auch, dass allein deswegen der Film funktioniert. Selbst Jennifer Aniston, die neulich anscheinend eine zweite Seite in R-Rated Komödien an sich entdeckt hat und nicht mehr die vierhundertste Romcom macht, hat mir echt super gefallen. Ich mag die verruchte Aniston irgendwie.


    Man muss auf derben Humor stehen, sonst kommt man bei dem Film nicht weit. Es gibt echt harte Stellen. Also: Trigger-WARNUNG.


    Kleine Kostprobe:

  • @meisterlampe_1989


    Puuh, so etwas kann ich mir nicht ansehen... ^^"


    @topic


    Contratiempo (dt.: Der unsichtbare Gast)


    Ein spanischer Thriller, den es aktuell auf Netflix zu sehen gibt. Die Handlung dreht sich um den sehr erfolgreichen Unternehmer Adrián, der auf seiner Dienstreise in einen Autounfall verwickelt wird und bei dem der andere Fahrer scheinbar ums Leben kommt. Doch anstatt direkt die Polizei zu rufen, entledigt sich Adrián der Leiche auf eine andere Art und Weise, um seine kurz zuvor stattgefundene Affäre geheimhalten zu können. Was dann folgt, ist ein intensives Kammerspiel mit zahlreichen Rückblenden, Intrigen und Fragezeichen.


    "Der unsichtbare Gast" ist ein grundsolider Thriller mit einigen Mystery-Elementen, der seiner Handlung viel Zeit schenkt und allgemein sehr ruhig daherkommt. Die Darsteller können im Großen und Ganzen überzeugen, auch wenn ich Hauptdarsteller Mario Casas nicht jede Charakternote abgenommen habe. Zugegebenermaßen ist seine Figur aber auch vielschichtig. Die Auflösung der Handlung war für mich nicht gänzlich vorhersehbar, jedoch fand ich die entscheidenden Momente weniger spektakulär als es mir die Inszenierung (mitsamt Klangkulisse) klar zu machen versuchte.


    Alles in allem ein netter Thriller für den ereignisarmen Nachmittag, der von seiner intensiven Atmosphäre lebt, insgesamt sich aber abmüht, mehr zu erreichen als Story und Charaktere hergeben.