Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

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  • Her

    Ich hab diesen Film jetzt auch endlich auf Netflix gesehen und weiß gar nicht genau, was ich dazu schreiben kann, aber ich muss irgendwie für mich in Worte fassen, was dieser Film mich hat fühlen lassen! Dieser Film erzählt eine solch intime Geschichte, wie ich sie sehr lange nicht erlebt hab und man fühlt in jedem Moment sehr mit dem sehr gut von Joaquin Phoenix verkörperten Hauptcharakter mit! Ich fühlte mich fast, als würde ich selbst durch ihn diese Beziehung mit dem OS Samantha führen, dem natürlich mit Scarlett Johansson die perfekte Stimme verliehen wurde! Dies ist eine sehr getreue Darstellung eines Beziehungsverhältnisses, wie sie es möglicherweise in der Zukunft geben kann, wenn die Entwicklung von künstlicher Intelligenz und der Nachbildung von menschlichen Gefühlen weiter vorangetrieben wird! Dies ist auf jeden Fall ein unglaublich guter Film, der mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird und der wohl auf lange Zeit unvergleichlich bleibt mit allem, was es sonst noch da draußen gibt!

  • Ich hab über die letzten drei Abende verteilt die dreiteilige Fernsehproduktion "kleine Tragödien" (1979), zusammengesetzt aus diversen Werken Puschkins, geschaut. Geniale Schauspieler (zumindest die meisten) und schöne Bilder. Musik kam von Schnittke und war größtenteils toll, manchmal aber leider schrecklich. Insgesamt absolut sehenswert, aber Russischkenntnisse sind absolut unverzichtbar, denn der Film lebt von den Dichtungen Puschkins :)

  • La Haine


    Erzählt auf radikale Weise von den sozialen Problemen der Einwohner französischer Vorstädte. Eindrucksvoll und in Schwarz-Weiß gefilmt sowie geschnitten bringt der Streifen die Hoffnungslosigkeit und Brutalität des Lebens in der handlungstragenden pariser Vorstadtsiedlung dem Zuschauer mit einer Intimität nahe die einfach unbglaublich ist. Sehr, sehr empfehlenswert.
    Danke and dieser Stelle für die Empfehlung durch @BenniArt


    Detour


    Einer der Klassiker des Film Noir schlechthin. Ein schlecht gelaunter Mann sitzt in einem Diner irgendwo in Amerikas Westen und resümiert im Stillen die lange Kette unglücklicher Umstände die zu seiner jetzigen Misere geführt haben. Ohne zu spoilern kann über den Plot nicht viel mehr geschrieben werden, gesagt sei jedoch, dass er düster und pessimistisch wie sonst nichts ist. Eine dichte, flott erzählte Handlung, überzeugende Darsteller und der schwere, erdrückende, aber in gewisser Weise auch dynamische Look ließen der Film äußerst kurzweilig wirken. Wer am Film Noir interessiert wird Detour mit hoher Wahrscheinlichkeit schon gesehen haben, allen anderen kann ich ihn aber auch ans Herz legen!


    Coffee and Cigarettes


    Ansammlung von Kurzfilmen welche Jim Jarmusch mit einer Vielzahl von Größen wie Bill Murray, Iggy Pop und einer Schauspielerin deren Name mir gerade partout nicht einfallen möchte (dammit) über einen längeren Zeitraum verteilt gedreht hat. Die Prämisse ist die, dass in jedem Kurzfilm sich mehrere Akteure beim Kaffe trinken und Rauchen in irgendeiner Form in Kontakt treten und dabei mal weniger und mal mehr skurille Geschichten erleben. Die einzelnen Episoden schwanken ganz klar in ihrer Qualität, einige haben mich verwirrt, andere belustigt zurückgelassen, einige genervt, andere nachdenklich gestimmt. Einige waren optisch ansprechender als andere, usw.
    Aufs ganze gesehen hat es sich auf jeden Fall gelohnt die DVD zu schauen, einige der Episoden waren doch den Umständen ihrer kurzen Laufzeit entsprechend sehr unterhaltsam.
    Übrigens hat mich auch hier @BenniArt auf den Geschmack gebracht. ^^


    Cesare Deve Morire


    Skurriler Mix aus Dokumentation und Drama. In einem italienischen Hochsicherheitsgefängnis wird von den Häftlingen Shakespeares "Julius Cäsar" einstudiert, geprobt und schließlich vor Publikum aufgeführt. Die Darstellung der Rollen und das alltägliche Leben der Gefängnisinsassen werden hier geschickt verwoben indem sich die Darsteller in ihren Rollen verlieren und in der Kunst dem wortwörtlich "grauen" Alltag zu entfliehen versuchen. Hierdurch werden auch faszinierende Charakterstudien der Gefängnisinsassen entworfen und die menschlichen Seiten der Schwerverbrecher gezeigt. Übrigens lohnt es sich den Film allein schon wegen seinem Schnitt anzusehen, der ist nämlich wirklich toll.

  • Ich hatte den zufällig in einer Bücherhalle entdeckt und dachte mir "Hmm den kennste doch aus einem gewissen Forum. Nimmste den gleich mal mit" :D
    Ich denke ich werd in nächster Zeit auch mal die restliche Filmographie Jarmuschs abklappern, hatte den bisher tatsächlich gar nicht aufm Radar. ^^

  • Ich hatte den zufällig in einer Bücherhalle entdeckt und dachte mir "Hmm den kennste doch aus einem gewissen Forum. Nimmste den gleich mal mit" :D
    Ich denke ich werd in nächster Zeit auch mal die restliche Filmographie Jarmuschs abklappern, hatte den bisher tatsächlich gar nicht aufm Radar. ^^

    Kann ich nur empfehlen. Da kann man eigentlich kaum was falsch machen ^^ Hab selber noch gar nicht so viel von ihm gesehen, aber er ist trotzdem mein Lieblingsregisseur geworden.

  • Sorry für den Doppelpost, ich komm' hier nicht zur Ruhe ^^


    Hab gerade Rumble Fish gesehen. Sehr eigenartiger Film. Wunderschön und toll geschauspielert, aber lässt mich doch etwas kalt. Wahrscheinlich, weil ich eine glückliche Kindheit hatte, und mich kein Stück mit den dummen Entscheidungen der Protagonisten identifizieren kann. So bleibt es für mich sehr schwierig, mit ihnen mitzufühlen. Freude hat er mir aber trotzdem bereitet. Und wen hat es damals denn nicht interessiert, was der Herr Coppola nach dem Paten sonst noch so anstellen würde? :D

  • Stolz und Vorurteil und Zombies
    Wieder einer dieser Filme wo man in der Sneak sitzt und sich denkt warum. Es mag sicher viele schlechtere Filme geben, das war kein Totalausfall aber warum gibt es diesen Film? Irgendwie wurde es mir nicht ganz klar. Mit anderen Worten: Muss man definitiv nicht gesehen haben. Und Cersei Lannister speilt auch mit. Und der eine Doctor Who.

  • Iron Man und Iron Man 2


    Teil Eins:
    Robert Downey Jr. ist nun mal derjenige, der den Film trägt und ausmacht. Er ist arrogant, witzig, selbstverliebt und am Ende doch ein guter Kerl. Man merkt zwar, dass der Film schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, aber das fällt hier nicht weiter negativ auf. Terrence Howard und Gwyneth Paltrow haben mir ebenfalls sehr gefallen. Gerade Frau Paltrow ist sehr sympathisch, da sie nicht das typische 20-jährige Modell an Tony Starks Seite darstellt.


    Regisseur Jon Favreau macht mit Iron Man tatsächlich vieles richtig. Der Film bleibt stets unterhaltsam und legt eine wunderbare, lockere Stimmung an den Tag. Starks One-Liner wissen fast immer zu gefallen und die Action ist ebenfalls nett anzusehen. Klar, wer ein CGI-Feuerwerk wie bei aktuellen Action-Blockbustern erwartet, wird etwas enttäuscht, aber mir hat der kleinere Rahmen ganz gut gefallen.


    Teil Zwei:
    Was sofort auffällt: Rhodey wird nicht mehr von Terrence Howard verkörpert, sondern von Don Cheadle. Als ich im Internet geschaut habe, warum der Cast-Wechsel sein musste, war ich doch etwas ernüchtert. Scheinbar wollte man Terrence Howard nur noch ein Achtel seines ursprünglich ausgemachten Gehalts zahlen, womit er nicht einverstanden war. Howard ging damit sogar an die Öffentlichkeit - die Produzenten haben ihn in Zugzwang gebracht, woraufhin er auf die ganze Nummer keinen Bock mehr hatte und den Film sausen ließ. Tja, da merkt man mal wieder, wie viele geldgierige Menschen immer im Hintergrund solcher Filme sind.


    Ansonsten gibt es Mickey Rourke als den neuen Bösewichten. Mochte ich sehr, wobei mir die ganze "Böse Russen"-Schiene langsam echt auf den Zeiger geht. Mein Gott, muss man echt in jedem zweiten Film auf dem Klischee rumreiten? Und wenn ich schon diesen falschen russischen Akzent höre, der dafür sorgen soll, dass auch der letzte Depp merkt, dass dieser Typ ein Russe ist, dann vergeht mir alles. In der Welt von US-Filmen gibt es anscheinend keinen einzigen Russen, der zumindest annähernd akzentfrei Englisch sprechen kann. Ist bei den Deutschen übrigens ähnlich schlimm. Diese müssen nämlich immer den Drittes Reich-Hintergrund haben.


    Egal, ich schweife ab. Iron Man 2 ist ebenfalls ein unterhaltsamer Film, der allerdings nicht mehr ganz so rund ist wie sein Vorgänger. Allem voran der Anfang ist wie ein überzuckerter Tee. Tony Stark macht stets zwei Witze zu viel und Sam Rockwell macht seine Sache zwar gut, aber man merkt schnell, wohin der Film möchte. Übrigens hätte der Film auch wunderbar ohne Nick Fury und Black Widow funktioniert. Da merkt man Marvels Fäden, um ihre Filme zusammenzubringen, ganz deutlich.


    Sehr gut gefallen hat mir die Szene auf der Rennbahn. Und auch sonst hat der Film einige starke Momente, wobei er die Leichtfüßigkeit des erstens Teils nicht vergisst. Lediglich das Ende ist etwas mau geraten, da die Action ziemlich aufgesetzt wirkt und sich optisch im Mittelmaß einpendelt.


    Alles in allem kann ich aber beide Filme empfehlen, was in erster Linie an Robert Downey Jr. liegt. Er is tdefinitiv das Highlight und schafft es, beide Filme zu tragen. Wie gesagt: der erste Iron Man ist noch am besten, aber mit den Nachfolger kann man auch gute zwei Stunden verbringen.


    The Avengers


    Tjo, auch diesen Film habe ich nun endlich nachgeholt. Es ist ein guter Action-Blockbuster, der allerdings deutlich anstrengender und action-geladener ist als ein Iron Man. Im Grunde geht es um den Tesserakt aus dem unsäglichen, ersten Captain America-Film. Tom Hiddleston aka Loki will ihn für sich haben, um ein Portal öffnen zu können. Aliens sollen in die Menschenwelt eindringen und Loki zu einem mächtigen Herrscher machen. Kurz darauf ruft Nick Fury die Avengers zusammen, wobei es unter ihnen zu einigen Reibereien kommt.


    Erstmal ein großes Lob an den Film: die Dialoge zwischen den einzelnen Superhelden sind wundervoll scharfzüngig, sodass jeder sein Fett wegkriegt. Der Film schafft es zudem gekonnt allen Superhelden die nötige Kamera-Zeit zu geben. Man hat nie das Gefühl, dass jemand deutlich zu kurz kommt oder dass ein schlechtes Balancing herrscht.


    Jeder Zuschauer wird vermutlich auch schnell seinen Liebling unter den einzelnen Superhelden finden. Da hätten wir einen sarkastischen Iron Man, einen Moralische Instanz-Captain America, eine attraktive Black Widow, einen Ruhe vor dem Sturm-Hulk, einen Dicke Muskeln-Thor und einen Legolas-Hawkeye.


    Cobie Smulders hat hier ihren ersten Auftritt als Gehilfin von Nick Fury, wobei sie leider keinen merkbaren Mehrwert darstellt. Trotzdem macht sie ihre Sache völlig in Ordnung.


    Tom Hiddleston ist hier wieder ein wunderbarer Antagonist. Die ganze Theatralik hätte zwar nicht sein müssen, aber was soll's.


    Was den Film für mich aber etwas anstrengend macht, ist die ununterbrochene Action ab der Mitte des Films. Klar, Fans werden es sich mit großen Augen und von Popcorn vollen Mündern ansehen - mir war es eine Spur zu viel. Spätestens wenn am Ende all die Aliens da sind (kein großer Spoiler, da in Trailern zu sehen und vorhersehbar), wird es nur noch ein Gemetzel. Sehr schön ist aber, dass die Superhelden ihre ganzen Moves schön zur Geltung bringen können. Mir hat Hulk sehr gut gefallen!


    Ein weiterer Kritikpunkt ist die fehlende Brutalität in dem Film. Das heißt - sie ist schon da, aber der ganze Film kommt fast vollständig ohne Blut oder Verletzungen aus. Die schmeißen sich Eisenplatten an den Schädel, krachen zwanzig Meter runter vom Hausdach, hauen sich auf die Birne und werden beschossen. Trotzdem ist das Maximum, dass Cobie Smulders in einer Szene zwei Tropfen Blut an der Wange hat und Thor einen leichten Kratzer im Gesicht. Wow. Da wäre in der FSK12 sogar noch mehr drin gewesen, aber scheinbar wollte man die Familienunterhaltung für Groß und Klein in den Vordergrund stellen.


    The Avengers ist ein solider Action-Blockbuster, der Spaß macht, jedoch auf eine tiefgründige Story und eine beinharte Präsentation verzichtet. Kann man sich ansehen, aber ein bisschen Vorwissen braucht man auf jeden Fall. Wenn man die ganzen Superhelden nämlich gar nicht kennt, schaut sich der Film schon arg belanglos.


    Blade Runner (Director’s Cut)


    Habe ihn mir vor kurzem auf BluRay in der Director's Cut-Version angeschaut. Immer noch ein sehr skurriler und beeindruckender Film. Diese Steampunk-Sets sind wirklich der Wahnsinn! So viel Liebe zum Detail sorgt definitiv für einen Wiederschauwert.


    Die Geschichte ist jetzt nicht gerade anspruchsvoll - Harrison Ford muss als Blade Runner ein paar wildgewordene Replikanten finden und töten -, aber die Präsentation dieser ist einmalig. Man hat stets Nachtaufnahmen, die Stimmung ist immerzu düster, es regnet andauernd und die Charaktere sind kryptisch.


    Der Film hat zwar hier und da Längen, aber wenn man sich mal drauf einlässt, zieht er einen in seinen Bann. Viel mehr gibt es dazu auch gar nicht zu sagen.


    Aufwändige Kulissen, unglaublich dichte Atmosphäre, ein solider Harrison Ford und damit ist der Film ein Meisterwerk der 80er Jahre.

  • Die Frau in Gold


    Dieser Film ist wirklich sehr berrührend. Vor allem micht trifft er ziemlich nah, da ich mich an den Schauplätzen auskenne und auch mit der Geschichte nicht unvertraut war. Er ist von den Hauptcharakteren toll gespielt und spiegelt die Probleme gut wieder. Auch das Bild der Adele Bloch-Bauer wird gut in Szene gesetzt, sodass man einen guten Eindruck von Klimts Malerei hat. Besonders beeindruckend fand ich die Szenen, die im 3. Reich gespielt haben, da sie besonders lebensecht gewirkt haben, was nicht sehr viele Filme schaffen.
    Dieser Film wäre sicher auch perfekt dafür geeignet, ihn im Kunst- oder Geschichteunterricht in der Schule anzusehen, da er seine Geschichte sehr gut erzählt und auch nicht zu lang ist. Er vermittelt einem einen guten Eindruck davon, was Restitution bedeutet, auch für beide Seiten.

  • Meine Marvel-Odyssee geht weiter. ^^


    Avengers: Age of Ultron


    Den ersten Teil habe ich als einen soliden Action-Blockbuster, der in Sachen Geschichte und Präsentation ein wenig schwächelt, bezeichnet. Nun habe ich mir Age of Ultron angesehen und bin doch herbe enttäuscht.


    Der Film beginnt direkt mit einer stylisch durchchoreographierten Actionsequenz, die mir sämtliche Vorfreude nimmt. Warum das denn? Hier die Gründe:
    - CGI, wo es nur geht
    - nicht überzeugende Spezialeffekte
    - erneut Hydra und Sokovia
    - keine Einführung der Charaktere


    Der ganze Film ist ein riesiges CGI-Feuerwerk - im negativen Sinne. Es gibt kaum eine Szene, wo nichts extra animiert wurde und das ging mir irgendwann richtig auf die Nerven. Greenscreen-Liebhaber werden hier aber vor Freude bestimmt umkippen. Und der Anfang haut einem die CGI wie Thors Hammer ins Gesicht. Da sieht man einen Captain America, der sein Schild so schleudert und rumfliegen lässt, wie es die physikalischen Gesetze eigentlich gar nicht erlauben würden. Thor haut so zu, dass man sogar sehen kann, wie der Gegner fünf Zentimeter von seinem Hammer entfernt ist und trotzdem per CGI-Animation wegfliegt oder zusammenbricht. Dann wären da auch noch diese Sokovia-Soldaten, deren Blitz-Schüsse ebenfalls furchtbar billig und unecht aussehen. Hierzu mehr.:
    Ich habe ja schon am ersten Teil kritisiert, dass er fast komplett ohne Blut und Verletzungen auskommt. Tja, Age of Ultron macht das noch viel schlimmer. Hier will man anscheinend, dass selbst der siebenjährige Enkel den Film mit seiner Oma beim Nachmittagstee schauen kann. Leute kriegen fette MG-Schüsse ab und man sieht nur, wie sie wegfliegen - Hemd, Shirt und der Rest sind nur minimal angesengt. Von Blut oder größeren Verletzungen keine Spur. Das wirkt dermaßen inkonsequent und lächerlich, dass ich beim Zusehen nie ein Gefühl der Anspannung hatte. Ist im Endeffekt alles eine große Kindergartenfeier.


    Doch da gibt es noch ein Fauxpas. Was soll der Mist mit Hydra und Sokovia? Hatten die Macher für den Einstieg echt keine besseren Ideen? Hydra wirkt da so völlig fehl am Platz, dass es erneut lächerlich wirkt. "Oh, schnell, wir brauchen eine böse Organisation, die als Kanonenfutter für Iron Man und Captain America dienen soll! - Nehmen wir doch wieder Hydra! Hatten wir ja bisher nur vierundzwanzig Mal." Ehrlich, gibt es in zehn Jahren immer noch diese Quatsch-Organisation? Das ist doch peinlich, Marvel!


    Im ersten Teil gab es wenigstens noch einen plausiblen Anfang, wo man die Charaktere zusammentrommeln und einander vorstellen musste. Man wusste, dass jeder seine gewissen Probleme hat und dass das Zusammenspiel nicht einfach wird. Im zweiten Teil gibt es all diese Sorgen nicht mehr. Jeder kennt jeden und alles wird als selbstverständlich hingenommen. Wollte Iron Man nach seinem dritten Film nicht erstmal Pause machen, weil er durch die Ereignisse im ersten Avengers-Film psychisch so schlimm geplagt wurde? Und wollte er nicht seine Freundin Pepper beschützen? Wo ist die eigentlich in Avengers 2 geblieben?
    Alles offene Fragen. Zu den Charakteren komme ich gleich noch, aber ich muss sagen, dass ich Iron Man noch nie so seelenlos erlebt habe wie in diesem Film. Auch die anderen Charaktere bleiben eindimensionale Abziehbilder. Keine tiefgründigen Gespräche, keine nachvollziehbaren Handlungen - alles schreit nach: bloß nicht hinterfragen!


    Iron Man:
    Wie schon gesagt: unglaublich seelenlos. Seine Sprüche zünden nicht (sind oftmals sogar kein Bisschen witzig) und seine Visionen von einer KI, die die Menschen beschützen und kontrollieren soll, kaum nachvollziehbar. Robert Downey Junior spielt nicht mal besonders gut. Er wirkt oftmals so, als wäre er nicht richtig bei der Sache und würde mit diesem Film nur jemandem einen Gefallen tun. Wow, war ich enttäuscht!


    Thor:
    Auch Chris Hemsworth musste mit einem miesen Drehbuch zurechtkommen. Was sollen eigentlich all diese Asgard-Einblendungen? Die haben überhaupt nicht in den Film gepasst. Auch die Bade-Session am Ende des Films wirkt deplatziert und unnötig. Was will man damit dem Zuschauer sagen? Dass es da noch irgendwo einen Thanos-Badass gibt? Das geht aber auch direkter. Hätte man sich diesen ganzen Unfug mit Asgard sparen können.
    Ansonsten ist Thor so wie immer. Große Muskeln, wenig Verstand. Hoho, ich habe einen großen Hammer.


    Hulk:
    Für mich einer der interessanteren Charaktere, da er greifbarer war als alle anderen. Man merkt, wie fragil Bruce Banner ist und kauft ihm die Dramatik ab. Mark Ruffalo macht seine Sache echt gut! Nur das offene Ende fand ich etwas befremdlich, aber das fällt nicht allzu sehr ins Gewicht.


    Captain America:
    Joa, Chris Evans ist in Ordnung, sticht für mich aber nicht wirklich heraus. Er ist die moralische Instanz der Gruppe und kann mit seinem Schild gut umgehen. Seine Action-Szenen haben Spaß gemacht, wobei es mir wieder viel zu viel CGI mit im Spiel war.


    Black Widow:
    Oh je, was sollte denn die Liebesgeschichte mit Banner eigentlich werden? Oder ihre dramatische Vergangenheit? Da wollte man Black Widow anscheinend mehr Hintergrund und Tiefe verleihen, scheiterte aber an der Umsetzung. Ist halt auch schwer, wenn Scarlett Johansson nur drei Gesichtsausdrücke drauf hat: sexy, sexy und angestrengt. Da hat sie mir im ersten Avengers noch viel besser gefallen.


    Hawkeye:
    Hat mir ganz gut gefallen, dass man auch seine Familie in den Fokus gerückt hat. Für mich einer der besseren Marvel-Charaktere, da greifbarer. Nur all die One-Liner am Ende hätten nicht sein müssen.


    Quicksilver und Scarlet Witch:
    Machen wir es kurz - Quicksilver ist absolut belanglos, während seine Schwester einer der Höhepunkte des Films ist. Elizabeth Olsen hat mir in ihrer Rolle sehr gut gefallen, was an ihrem starken Ausdruck liegt! Quicksilver hingegen ist nun mal das Muskelpaket, das schnell rennen kann. Das typische Opfer-Schaf am Ende, weil man ihn am wenigsten vermisst.


    Ultron:
    Tja, hier scheiden sich die Geister. Manche fanden Ultron super, andere haben seine humorvolle Präsentation kritisiert. Ich muss sagen, dass ich Ultron wahnsinnig belanglos fand. Eigentlich hatte er ein riesiges Potential - schließlich ist er direkt mit Iron Man verbunden gewesen. Doch dann entschied man sich, ihn zu einem sarkastischen Roboter zu machen, der eine große Armee anführt. Sehr kreativ. Kanonenfutter für alle Superhelden. Auch war er unfassbar schwach für einen Giganten, der eine Vibranium-Rüstung trug.


    Vision hat mir übrigens ganz gut gefallen, wobei wir genau da an dem Hauptkritikpunkt des Films angekommen sind: zu viele Superhelden und zu viel Action. Der ganze Film scheitert an seiner schwerfälligen, pseudo-komplexen und mit zu viel Action vollgepackten Art. Während der erste Avengers sich einigermaßen locker anfühlte und wunderbare Slapstick-Momente hatte, ist Age of Ultron nur anstrengend. Die Gags zünden nicht, es gibt zu viele One-Liner, die CGI schwankt zwischen beeindruckend und furchtbar und die Präsentation ist hoffnungslos überfrachtet. Lasst doch Asgard, Thanos, Quicksilver und Falcon weg! Das würde den Film um eine halbe Stunde kürzen und ihn damit um ein Vielfaches angenehmer machen. So hat man sich aber für eine möchtegern-ernste Art entschieden, die immer wieder durch One-Liner sinnlos kaputt gemacht wird. Ultron klopft mehr Sprüche als Iron Man und Captain America zusammen, was ihn eher lustig als furchterregend macht.


    Der Film macht durchaus einiges richtig - das will ich hier auch gar nicht unterschlagen. Er sieht insgesamt grundsolide aus, das Balancing zwischen den einzelnen Superhelden ist immer noch gut und es ist immer noch nette Popcorn-Unterhaltung. Das Problem ist, dass da eigentlich viel mehr möglich gewesen wäre und dass der erste Teil einiges besser macht - weil er weniger macht.


    Damit ist für mich Avengers: Age of Ultron einer der schwächsten Marvel-Filme. Schade, denn nach dem unterhaltsamen ersten Teil habe ich mich auf diesen Film sehr gefreut. Mal sehen, ob Civil War das Ganze besser macht. Als nächstes folgt aber erstmal eine Iron Man 3 Kritik.

  • Iron Man 3


    Dieser Film spielt direkt nach den Ereignissen aus "The Avengers" und zumindest der Trailer verspricht einen düsteren Unterton im neuen Iron Man-Film. Grundsätzlich finde ich die Idee klasse, dass die Geschehnisse aus Avengers sich auf nachfolgende Ereignisse auswirken. So sieht sich Tony Stark mit großen Selbstzweifeln und Panikattacken konfrontiert, wenn er an die Alieninvasion zurückdenkt. Das Problem dabei ist nur, dass das Ganze nicht konsequent genug umgesetzt wurde. Aber worum geht es überhaupt?


    Aldrich Killian (Guy Pearce) ist der Leiter eines reichen Unternehmens, das biochemische Forschung betreibt. Einst hat er Tony Stark gebeten, ihn bei seiner Forschung zu unterstützen - vergeblich, denn Tony hat ihn im Regen stehen lassen und sich stattdessen auf einer Party amüsiert. Jahre später will Killian sich dafür rächen, denn dieses Mal steht er nicht mit leeren Händen dar, sondern mit einer gefährlichen Waffe namens Extremis. Mithilfe dieser können sich seine Forschungsobjekte regenerieren. Verliert man einen Arm, wächst dieser also einfach nach. So erschafft Killian eine Armee aus nahezu unverwüstlichen Soldaten. Nur einen Haken gibt es dabei: überanstrengen sie sich, explodieren sie und vernichten alles in einem Umkreis von 50-100 Metern. Weiterhin ist Killian schlau genug, nicht sich selbst als den Bösewichten zu entblößen, sondern einen Diktator aus dem nahen Osten (gespielt von Ben Kingsley).


    Alles in allem fand ich den Ansatz vielversprechend, doch war die Umsetzung etwas mau. Guy Pearce hat mich nicht wirklich überzeugt, denn dafür ist er zu sehr der typische Bösewicht, der Rache will. Auch fand ich es schade, dass man Gwyneth Paltrow (Pepper, Starks Freundin) nur selten vor der Kamera hatte. Gerade die Kombination aus Starks Ängsten, seiner Besessenheit von den Iron Man-Anzügen und seiner Beziehung zu Pepper hätte eine spannende Dramatik ergeben können. Regisseur Shane Black hatte aber scheinbar andere Pläne.


    Des Weiteren habe ich mich ständig gefragt: wo bleiben die Avengers? Wo ist Shield? Oder Nick Fury? Wieso hilft niemand Iron Man bei der Bekämpfung von Killians Mutanten? Der Film reißt die Ereignisse aus "The Avengers" an, lässt den Zuschauer mit seinen Fragen aber komplett verwirrt sitzen. Schade, denn irgendeine Ausrede, warum Stark die Sache alleine schaukeln muss, hätte man sich einfallen lassen können.


    Iron Man 3 scheitert aber an einer viel essentielleren Tatsache: er ist nicht mehr so locker und leichtfüßig wie seine Vorgänger. Im Gegenteil, der Abschluss der Trilogie schaut sich schwerfällig und die Gags zünden nie so richtig. Das Ende ist wieder sehr vorhersehbar: ein fulminantes Knall-Peng-Explosion-Feuerwerk.


    Völlige Grütze ist der Film trotzdem nicht. Die Effekte sehen nett aus, Starks ruhige Szenen in der Mitte des Films machen Spaß und Robert Downey Jr. weckt immer noch genug Interesse, sodass man aufmerksam bleibt. Leider ist Iron Man 3 aber der schwächste Iron Man-Film und macht bei weitem nicht so viel Spaß wie seine beiden Vorgänger. Die ersten beiden Filme kann man sich auch das zweite Mal noch gut ansehen, Iron Man 3 ist dafür aber leider zu anstrengend.


    Zoomania


    Ein wunderbarer Animationsfilm! Ich muss zugeben, dass ich nicht oft Animationsfilme schaue, aber wenn ich dann sowas wie "Zoomania" sehe, bekomme ich Lust auf mehr.


    Judy Hopps ist ein ambitioniertes Häschen, denn sie will als erster Hase überhaupt eine Polizistin werden und obwohl in der Stadt Zoomania alle von sich behaupten, tolerant zu sein, will niemand sie ernst nehmen. Seit ihrer Kindheit wird Judy für ihren Wunsch ausgelacht und gemobbt. Doch sie ist schlau genug, sich durch die Prüfungen zu fuchsen und schafft es am Ende einen Job als Polizistin zu bekommen. Ihr Chef ist davon jedoch weniger begeistert und verdammt sie dazu, den ganzen Tag nichts anderes zu tun, als Strafzettel zu verteilen. Als Judy in ihrem öden Alltag fast vollständig versunken ist, taucht auf einmal Nick auf - ein Trickbetrüger-Fuchs und mit ihm Judys erster großer Fall als Polizistin.


    Zoomania ist herrlich kreativ und witzig. Nicht zu fassen, wie viele Details in diesem Film stecken und wie cool es ist, wenn alle Tiere so zusammenleben wie wir Menschen. Jede Szene steckt voller Anspielungen und macht damit nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen Spaß. Die Gags sind ebenfalls süß und witzig!


    Nur den großen Moral-Pathos habe ich am Ende nicht gebraucht, denn man wiederholt gefühlt zehn Mal, was die Message des Films ist. Bekanntlich ist weniger manchmal mehr. Aber das soll dem Film dennoch keinen Abbruch tun. Dafür ist Zoomania viel zu kreativ und schrill! Kann man sich auf jeden Fall mal ansehen! ^^

  • Sneak gestern: Green Room



    Eine Punkrock-Band hat einen Auftritt in einer recht abgelgenen Spielunke voller rechter Spinner und geraten nach dem Auftritt in eine Situation weshalb sie sich im sogenannten "green room" (so wird der Warte/Aufenthaltsraum backstage genannt) mit einer Waffe und einer Geisel verschanzen müssen.
    Mehr will ich nicht verraten. Viel mehr gibt es eigentlich auch fast garnicht. Viel mehr braucht es auch eigentlich nicht. Der Film hat echt spaß gemacht. Er baut gut Spannung auf und ist teilweise ziemlich hart. Also es wird nicht zu sehr mit Blut gegeizt und splattert auch hier und da ein wenig rum.
    Also ich würde jetzt nicht sagen dass es eine große Empfehlung ist dafür ins Kino zu rennen, aber man bereut es nicht ihn gesehen zu haben. Ein richtiger Sneak-Film.

  • So, hier sind die Filme die ich zuletzt gesehen habe und über die ich gerne etwas schreiben möchte.


    Zunächst einmal habe ich meine Reise im Metier der Stummfilme fortgesetzt, und kann berichten keineswegs dabei enttäuscht worden zu sein.
    Von Buster Keaton habe ich gleich zwei Stück gesehen, The General und Steamboat Bill, Jr. Ersterer ist eine Action-/Liebesgeschichte angesiedelt im Amerikanischen Bürgerkrieg. Ich erlaube mir mal an dieser Stelle eine Review auf Rotten Tomatoes zu zitieren:
    "The only problem is that Keaton was in the wrong side of the war." Auch heute noch höchst unterhaltsam. Dynamische Verfolgungsszenen auf Dampfloks, unterhaltsamer Slapstick, tolle Darsteller und ein noch heute beeindruckender Produktionsumfang. Hat sehr viel Spaß gemacht.


    Von Steamboat Billy, Jr. war ich leider etwas enttäuscht. Er ist ebenfalls ein handwerklich toller Film, keine Frage, nur konnte er mich weniger überzeugen als The General es vermochte. Ich schätze das Setting im amerikanischen Süden war einfach nicht ganz mein Ding und der Slapstick konnte mich in geringerem Maße begeistern. Gut gefallen hat er mir trotzdem, und bei vielen anderen Leuten gilt er ja auch zurecht als großer Klassiker!


    Weiter geht es mit Das Cabinet des Dr. Caligari. Meine Güte, was für ein Film. Die schauerliche, beunruhigende Atmosphäre und der romantische Horror den der Film aufbauen machen einen Heidenspaß, der Plot ist, ohne zu viel zu verraten, sehr schön durchdacht, und das expressionistische Setdesign ist einfach nur toll anzuschauen.


    Lemon Tree habe ich mir auch angeschaut, diesmal ein moderner Film. Hierbei handelt es sich um um eine kleine, ruhig erzählte Geschichte um eine Zitronenplantagenbesitzerin in Palästina deren Bäume aufgrund eines nebenan eingezogenen Israelischen Ministers gefällt werden sollen. In klaren, kraftvollen Bildern wird hier durch mehrere ineinander verpflochtene Handlungsstränge für ein friedvolles Miteinander plädiert. Wenn ihr mich ist der Film eine feine, kleine Perle. Übrigens kann ich von Riklis auch wärmstens Dancing Arabs empfehlen, der ein ganz ähnliches Thema behandelt.


    Desweiteren habe ich noch zwei Filme des Regiesseurs Wong Kar Wei geschaut, Chungking Express und 2046. Kurioserweise bedurfte es bei beiden Filmen zwei Versuche bis ich mit ihnen warm wurde.
    Nun, die Filme doch zu schauen hat sich letztenendes mehr als gelohnt. Die hoch stilisierten, poetischen und einfach wunderschönen Bilder sowie die kryptisch erzählten und sich hauptsächlich um Liebe und Drama drehenden Plots vermochten es voll und ganz meinen Geschmack zu treffen. Wong und Doyle sind halt Meister ihres Fachs. Um zu verstehen wovon ich spreche muss man die Filme aber selbst gesehen haben.

  • Guardians of the Galaxy
    Endlich mal nachgeholt und ziemlich begeistert. Für mich definitiv der beste Marvel Film vor Iron Man und Civil War. Charismatische Charaktere, grandioser Soundtrack, super Humor und tolle Action. Die Story und die allgemeine Logik (besonders bei einer gewissen Szene am Ende) war mal wieder so meh aber das stört mich hierbei kaum. Wirklich ein klasse Film!


    Dracula Untold
    Ja hm. Bin mir hierbei irgendwie noch nicht ganz sicher was ich davon halten soll. Klar es war jetzt absolut nichts besonderes und aus dem Sequel wird wohl auch nix werden. Es wurde im Punkto Action sehr viel Potenzial verschenkt und auch Schauspielerisch war das ganze trotz der großen Namen eher so meh. Gut liegt natürlich auch am writing denn Charles Dance konnte ich in dieser Form einfach nicht ernst nehmen. Die 10 Sekunden am Ende von ihm waren besser als die kompletten 5 Minuten als Vampir.
    Aber trotzdem mag ich den Film irgendwie. Hat irgendwie was und ist am ehesten noch so ein Freitag Abend Sat 1 Film. Kann man sich ruhig mal angucken wenn man nicht zuviel erwartet und hat ja auch ne relativ angenehme Laufzeit für diese Art von Film.

  • Bei einer Geburtstagsfeier zwei Filme gesehen:
    Ride along 2
    einfach einer der unlustigsten und langweiligsten Komödien die ich je gesagt habe. Einer meiner Freunde fand den ersten Teil noch recht gut (den ich nicht gesehen habe) und auch der war stark vom zweiten Teil enttäuscht.
    Kindergarten-cop 2
    Ein bisschen besser als Ride along 2 aber wenn man es mit dem Originalteil vergleicht ist es aber auch schlecht. Aber wenn man alles anderes schon gesehen hat kann man sich das mal anschauen.

  • Hab mir kurz vor Mittag Hotel Transilvanien 2 gekauft und grad vorhin angeschaut. Ist den ersten Teil sogar ebenbürtig. Echt lustig, ich mag die beiden Filme.