Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

  • Interessant. Habe ich tatsächlich auch schon von mehreren gehört. Hab mir gerade auch erstmals die Rotten Tomatoes Wertungen angeschaut, ich hatte den Film echt als besser bewertet im Kopf. Technisch ist der Film wirklich schlecht gealtert, das ist mir dieses Jahr auch noch einmal aufgefallen. :D


    Finde ihn aber von der Geschichte her als Art von Märchen überhaupt nicht uninteressant, im Gegenteil finde ich die Idee total spannend und gut umgesetzt. Natürlich bleibt alles teilweise ziemlich anspruchslos, aber das erwarte ich mir auch nicht von so einem Film. Ich will und kann nicht abstreiten, dass ich den Film auch aus nostalgischen Gründen liebe (was bei anderen "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" ist, ist für mich eben Der Polarexpress), aber mich verzaubert der Film immer wieder.

  • The Polar Express


    Mein Lieblings-Weihnachtsfilm hkdLove Ich liebe die Atmosphäre, die Musik und einfach alles an diesem Film so sehr!

    Ich habe den jetzt schon sehr lange nicht mehr gesehen leider. Als Kind habe ich den Film auch geliebt und jedes Weihnachten mit meinen Eltern geguckt ^^
    Vielleicht wäre dieses Jahr der richtige Moment da nochmal reinzugucken.




    Ünrigens gucke ich gerade den neuen Spider-Man Homecoming. Das mittlerweile zum vierten Mal, aber auf ich finde den so verdammt gut.
    Ich bin zwar auch ein kleiner bis mittelgroßer Marvel Fanboy, aber Tom Holland passt für mich perfekt in diese Rolle und der Bösewicht ist nicht so langweilig sondern interessant.
    Ich mag ihn sehr gerne, zumal Spider-Man auch einer meiner Lieblingshelden ist ^^

    Zum Thema Rechtschreibung: It's not a bug, it's a feature.
    Und ihr seid auch gerne dazu aufgefordert die fehlenden Kommata zu suchen ;)

  • Whiplash

    Junge, Junge, was ein Film! Mein Kopf ist voll von Gedanken über diesen Film. Was für eine schöne Thematisierung des Willens, zu leiden. Ich finde es bemerkenswert, wie der Film es schafft so viele verschiedene thematische Nebenaspekte abseits des Hauptthemas, wie z.B. die kulturelle Rezeption der Musik in den USA, einzustreuen. Whiplash bietet meiner Meinung nach eine gute Möglichkeit für Diskussionen und eigene Gedankengänge, um sich z.B. mit Fletchers didaktischen Methoden auseinanderzusetzen. Da kann man auch für sich persönlich viel herausholen. Klarer Daumen nach oben!

  • The Meyerowitz Stories


    Noah Baumbach ist ein Regisseur, dessen Tragikomödien zwar oft mit guten Dialogen daherkommen, als Gesamtwerke aber nicht immer überzeugen können. Ich hatte definitiv so meine Schwierigkeiten mit "She's Funny That Way" und "While We're Young", denn es waren Filme, die lediglich von der Idee her funktionierten. Doch wie sieht es nun mit seinem neuesten Film "The Meyerowitz Stories" aus, der im Zuge der Filmfestspiele von Cannes stark beworben wurde?


    Der Cast klingt mit Adam Sandler, Dustin Hoffman, Ben Stiller und Adam Driver vielversprechend und die Geschichte gibt ebenfalls genug Potential her. Es geht um den in die Jahre gekommenen Bildhauer Harold Meyerowitz (Hoffman), dessen Söhne Danny (Sandler) und Matthew (Stiller) nicht unterschiedlicher sein könnten. Und doch müssen beide sich um ihren egozentrischen und selbstverliebten Vater kümmern - eine Aufgabe, die gar nicht so leicht ist.


    "The Meyerowitz Stories" ist eine mit Dialogen vollgepackte Tragikomödie, die in ihrer Ästhetik durchaus an Woody Allen-Filme erinnert. Und ja, Noah Baumbachs neuestes Werk funktioniert! Sandler, Hoffman und Stiller machen in diesem Film richtig Spaß und vor allem Dannys Tochter sorgt hier und da für eine willkommene humoristische Auflockerung der dialoglastigen Geschichte. Am meisten gefreut hat mich jedoch, dass man Adam Sandler endlich wieder in einer vorzeigbaren Rolle erlebt, in der er außerdem seine schauspielerischen Qualität zeigen kann. Dies ist bei Sandler, der sonst mit seinen Filmen ein Abo auf die Goldene Himbeere hat, durchaus bemerkenswert!


    "The Meyerowitz Stories" bekommt daher eine Empfehlung. Nicht jeder Witz zündet und manche Stellen ziehen sich ein wenig, aber wer Lust auf verzwickte Dialoge und Slice of Life-Comedy hat, wird hier nett unterhalten.


    Jim & Andy: The Great Beyond


    Auf dem Papier ist "Jim & Andy: The Great Beyond" ein Making-Of des 1999 erschienenen Films "Man on the Moon", in dem Jim Carrey den amerikanischen Performance/Comedy-Künstler Andy Kaufman verkörperte.


    Weiterhin zeigt diese Netflix-Dokumentation Einblicke in Jim Carreys Privatleben und gibt Aufschluss darüber, wie der Ace Ventura-Darsteller die Frage nach seiner eigenen Identität beantworten würde. Haben ihn all die Hollywood-Jahre so sehr verändert, dass er nur noch für das Publikum lebt und sich selbst aus den Augen verloren hat? Oder will er gar nicht mehr sein als jemand, der auf der Bühne steht und die Leute unterhaltet?


    Carreys Kamera-Team hat ihn auf Schritt und Tritt begleitet, als er vor ca. 18 Jahren sowohl vor als auch hinter der Kamera zu Andy Kaufman wurde. Jim bzw. Andy brachte damit den "Man in the Moon"-Regisseur Miloš Forman zur Verzweiflung und ließ Schauspielkollegen Danny DeVito und Courtney Love ratlos in ihren Stühlen zusammensacken. Für eine gewisse Zeit gab es keinen Jim Carrey mehr - das erzählt uns zumindest der gealterte Jim Carrey, indem er freundlich und leicht melancholisch in die Netflix-Kamera spricht.


    Doch irgendwie scheint "Jim & Andy: The Great Beyond" weitaus mehr zu sein als ein beeindruckendes Making-Of und eine Lobeshymne auf Carreys Method Acting-Fähigkeiten. Immer wieder gibt der 55-Jährige Sätze von sich, die einen zum Nachdenken bringen. Dabei schwingt Carrey zwischen Freude, Entspannung und Traurigkeit. Feiert sich dieser Mann gerade oder blickt er in bittersüßer Nostalgie auf längst vergangene Comedy-Tage - seine besten Tage - zurück? Schließlich lief es für Carreys Berufs- und Privatleben in den letzten Jahren alles andere als gut.


    Irgendetwas versucht einem dieser Schauspieler zwischen den Zeilen zu sagen und es ist dem Zuschauer überlassen, wie er das interpretieren soll. "Jim & Andy: The Great Beyond" ist eine sehenswerte Dokumentation, weil sie eine Zeitreise ist. Sie sorgt dafür, dass wir Andy Kaufman, aber auch Jim Carrey nicht vergessen. Letzterer ist ein Mann, der ebenso wie einstmals Robin Williams für harmlosen, kla­mau­kigen und liebenswerten Humor stand.

  • Dieses Wochenende habe ich drei sehr interessante Filme gesehen:


    Brügge sehen...und Sterben?


    Gilt als Kult, ist aber immer an mir vorbeigegangen. Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich da was verpasst habe.


    Zwei irische Auftragskiller, Ken und Ray, müssen nach einem Mord in Brügge untertauchen. Gespielt werden die beiden von Colin Farrell und Brendan Gleeson. Und die beiden liefern eine fantastische Schauspielleistung ab. Obwohl man bereits von Anfang an durch ein aus dem Off gesprochenen Monolog weiß, dass man da Mörder vor sich hat, sind sie einem nach 5 Minuten sympathisch.
    Bei dem Auftrag ist etwas schief gelaufen und deswegen bekommen sie Probleme mit ihrem Boss; auch toll gespielt von Ralph Fiennes. Dazu verliebt sich auch noch einer der beiden in eine Einheimische.
    Es gibt irrwitzige Dialoge über suizidale Kleinwüchsige und Kriege zwischen Schwarzen und Weißen, die Stimmung ist durchgehend morbide komisch und der Film tritt einen an manchen Stellen mit Anlauf in den Magen.
    Gewalt wird hier nicht ästhetisiert und die Auftragsmörder sind keine Nihilisten und hadern mit dem, was sie tun. Die Botschaft des Films: Schreckliche Taten haben schreckliche Konsequenzen.


    Ganz große Klasse.


    Mr. Holmes


    Wie kann man Sherlock Holmes noch irgendetwas abgewinnen? Schon so viel wurde mit dieser Figur gemacht. Hier hat man sich dafür entschieden einen sehr alten Sherlock Holmes zu nehmen, der gebrechlich und dement ist.
    Im Film ist er 93 Jahre alt und hat sich in ein Landhaus zurückgezogen in dem er mit seiner Haushälterin und deren Sohn lebt und sich der Bienenzucht verschrieben hat. Er war gerade in Japan (im zerbombten Hiroshima) um sich eine Pflanze zu besorgen, die angeblich gegen Demenz hilft. Er möchte seinen letzten Fall, der ihn vor 30 Jahren zur Aufgabe seiner Tätigkeiten gebracht hat, selber neu aufschreiben, weil ihn Watsons Geschichte, der ihn heroisiert hat, nicht gefällt. Aber er kann sich nicht mehr genau an den Fall erinnern.
    Der Film zeigt nun diese Suche von Holmes in seinen Gedanken. Der Junge der Haushälterin hilft Holmes dabei.
    Hier hat die sonstige emotionale Unterkühltheit, die alle Geschichten über ihn verbindet, endlich mal eine Konsequenz und fällt ihm krachend vor die Füße.


    Ian McKellen, der den alten Holmes spielt, zieht eine unfassbare One-Man-Show ab, ohne Laura Linney (mit eigenartigen britischen Akzent, warum besetzt man da eine US-Amerikanerin?) und den Jungen arg zu überstrahlen.


    Ging ziemlich unter die Haut, aber leider auch an den Kinokassen unter. Kein einziger Preis für Ian McKellen ist einfach nur skandalös.


    Der Nachtmahr


    Das deutsche Genrekino lebt!


    Ein 17 Jahre altes Mädchen aus Berlin, das feierwütig und Drogen und Alkohol nicht abgeneigt ist, fängt plötzlich an nachts ein Wesen zu sehen; den Nachtmahr, eine Mischung aus menschlicher Fehlgeburt und Frosch (ein fetter Gollum). Ihr glaubt natürlich keiner und sie muss zum Psychologen und die Eltern überlegen sogar sie einzuweisen. Zunächst hat sie Angst vor dem Wesen, entwickelt dann aber eine eigenartig innige Verbindung zu ihm.
    Der Symbolismus dieser Geschichte ist ziemlich klar. Das Wesen schneidet sich z.B. mit einem Rasierer in den Mund und Tina, das Mädchen, fängt an aus dem Mund zu bluten. Oder es hat Fressattacken. Hier werden psycholische Themen wie Selbstverletzung und Essstörungen, die oft mit Problemen während des Erwachsenwerdens in Verbindung gebracht werden, thematisiert. Der Film schafft es trotzdem immer damit zu spielen, ob das Wesen jetzt existiert oder nicht. Es gibt viele Auslassungen und offene Fragen.
    Für mich bei deutschen Filmen, gerade bei arthousigeren, der größte Knackpunkt: Die Dialoge. Die sind hier erfrischend authentisch und nicht wie so oft im deutschen Arthouse, gestelzt prätentiös-philosophisch. Und die Schauspieler, gerade die Hauptdarstellerin, machen ihren Job hervorragend.


    Das Besondere ist aber, dass hier mit einem Budget von gerade einmal 80000€ eine audiovisuelle Achterbahnfahrt geschaffen wurde, absolut einzigartig im deutschen Kino. Alles wurde mit Weitwinkelaufnahmen aufgenommen, sodass man stets eine leichte Fischoptik hat. Es gibt kein künstliches Licht. Die Schauspieler wurden nicht gepudert und sehen plastisch aus. Ständig wummert ein harter Elektrosound, es gibt viel Flackerlicht (was viele Zuschauer abschreckt) und Neonfarben; außerdem werden isochronische und binaurale Frequenzen verwendet, vor denen (wie vor dem Flackerlicht) am Anfang gewarnt wird.
    Die Kamera ist stets nah an den Handelnden, fast dokumentarisch wackelnd, übertreibt dabei aber nie. Man spielt mit Unschärfen, Körnungen, Perspektiven und Lens Flares


    Der Film ist mutig und spaltet natürlich die Gemüter. Ich fand ihn klasse. Außerdem wird so oft auf den deutschen Film eingeschlagen, dass man solche Experimente nicht verurteilen sollte.


    Er ist der erste Teil einer Trilogie, die sich um Geburt-Liebe-Tod drehen soll. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

  • Dragonball Z - Battle of Gods
    Glaub der erste DBZ Film den ich gesehen habe. Nach der Regulären Z Serie auch nichts mehr generell von Db geschaut, da GT nach wenigen Episoden nur genervt hat.
    Battle of Gods jedenfalls hat spaß gemacht. Das ganze DBZ Prinzip in einen Film komprimiert ist vielleicht auch ganz gut so. Als Serie würde ich jetzt noch die nächsten Wochen damit verbringen zu sehen wie gegen Beerus gekämpft wird.
    Was schon etwas nervig wurde, war der ganze Quatsch der so am Rande passiert. Viel zu sehr in die Länge gezogen wird das rumgebratze mit Prinz Pilaf und wird dabei fast cringe'esk.
    Aber ich hatte wie gesagt spaß an diesem kurzweiligen DBZ Erlebnis nach so langer Zeit wo ich nicht für mich Neues aus dem Universum gesehen habe und auch als Vorbereitung auf DBFZ um wenigstens noch mal den ein oder anderen Charakter bis dahin kennenzulernen der im Spiel vorkommen wird (in diesem Fall Beerus).



    Zootopia
    Wollte den schon lange nachholen und ich bin verliebt! Wie gut der ist der Film? Wie schön und süß alles ist und die Story gefällt mir sehr. Rassismus als Thematik hat gut funktioniert mit der Tierwelt als Schablone.
    Das war so einer dieser Filme welche ich im Nachhineinfast direkt nochmal schauen könnte und ich will aufjedenfall mehr von dieser Welt sehen. Sei es nun wie es weitergeht mit Nick und Judy oder andere Charaktere die dort ein Abenteuer erleben.
    Toll, toll, schön.

  • Hab mal 12 Years a Slave nachgeholt. Wollte eigentlich einen Feel Good Film anschauen, aber da war der Film nicht die beste Wahl für. Danach war ich erst mal ein wenig fertig. Auch wenn ich ihn für kein Meisterwerk halte ist er aber echt gut.


    Und zu Mister Holmes. Den hatte ich damals ihm Kino gesehen. Gerade Ian Mckellen war wieder toll. Guter Film.


    Und Brügge sehen und sterben halte ich immer noch für einen großartigen Film, denn jeder mal gesehen haben muss.

  • Hast du dich vorher nicht über den Film informiert?

    Nein, aber der Titel sagt ja eigentlich auch schon das um Sklaven geht. Deswegen könnte man ja annehmen das es nicht allzu leichte Kost wird. Trotzdem gut den Film mal gesehen zu haben.

    Also ich find' das ja großartig. Die Vorstellung, dass es Menschen gibt, die beim Wunsch nach Feel-Good-Filmen nicht auf bekannte Filme oder Komödien zurückgreifen sondern random irgendwas gucken und den schlimmsten Sachen landen.
    "Ach wie schön, ein Familienfilm in einem idyllischen Hotel und OH GOTT WARUM HAT DER PLÖTZLICH NE AXT UND HAUT DIE TÜREN EIN!"

  • Nein, aber der Titel sagt ja eigentlich auch schon das um Sklaven geht. Deswegen könnte man ja annehmen das es nicht allzu leichte Kost wird. Trotzdem gut den Film mal gesehen zu haben.

    Also ich find' das ja großartig. Die Vorstellung, dass es Menschen gibt, die beim Wunsch nach Feel-Good-Filmen nicht auf bekannte Filme oder Komödien zurückgreifen sondern random irgendwas gucken und den schlimmsten Sachen landen."Ach wie schön, ein Familienfilm in einem idyllischen Hotel und OH GOTT WARUM HAT DER PLÖTZLICH NE AXT UND HAUT DIE TÜREN EIN!"

    ne ne, die nicht blos einfach irgendwas random gucken sondern dabei etwas auswählen was "12 Years a slave" heißt!
    "WIE KONNTE ICH DENN AHNEN, UM WAS ES BEI TEXAS CHAINSAW MASSACRE GEHT!?"

  • Also ich find' das ja großartig. Die Vorstellung, dass es Menschen gibt, die beim Wunsch nach Feel-Good-Filmen nicht auf bekannte Filme oder Komödien zurückgreifen sondern random irgendwas gucken und den schlimmsten Sachen landen."Ach wie schön, ein Familienfilm in einem idyllischen Hotel und OH GOTT WARUM HAT DER PLÖTZLICH NE AXT UND HAUT DIE TÜREN EIN!"

    ne ne, die nicht blos einfach irgendwas random gucken sondern dabei etwas auswählen was "12 Years a slave" heißt!"WIE KONNTE ICH DENN AHNEN, UM WAS ES BEI TEXAS CHAINSAW MASSACRE GEHT!?"

    "JUSTICE LEAGUE IST KEINE SHOW ÜBER GERICHTSVERHANDLUNGEN???"

  • The Discovery


    Eine interessante Ausgangsidee macht noch lange keinen guten Film. Das hätten sich Regisseur Charlie McDowell und Netflix öfter mal durch den Kopf gehen lassen sollen, denn "The Discovery" ist am Ende des Tages leider nicht mehr als eine nette Idee auf dem Papier.


    Es geht um diese These: Was, wenn die Menschen plötzlich sicher wüssten, dass es ein Leben nach dem Tod gibt?
    Wie gesagt, es ist eine interessante Prämisse für einen Sci-Fi Film, doch leider strauchelt McDowells Werk ohne richtigen Halt und ohne richtige Spannung. Die erste Dreiviertelstunde passiert erschreckend wenig und die eingeführten Charaktere lassen mich als Zuschauer wahnsinnig kalt. Letzteres liegt höchstwahrscheinlich daran, dass zwischen Jason Segel und Rooney Mara keinerlei Chemie zu spüren ist. Schade, denn damit verschenkt "The Discovery" nicht nur zwei brauchbare Schauspieler, sondern gleichzeitig auch die beiden Hauptprotagonisten.


    So zieht sich also die erste Hälfte wie kalter Ketchup aus einer Glasflasche. Keine spannenden Aufnahmen, nur vernachlässigbare Ansätze eines psychologischen Dramas und eine Menge verschenktes Potential. In der zweiten Hälfte entwickelt sich "The Discovery" dann zu einem erzwungenen Liebesdrama mit hölzernen Dialogen und typischen Gesten. Überraschenderweise nimmt die Handlung im letzten Drittel Fahrt auf, doch wie heißt es so schön - too little, too late. Man nimmt alles einfach hin und ist nicht mehr richtig dabei.


    Es gibt nun mal Besseres. Selbst ein nach hinten raus ernüchterndes "The Happening" von Shyamalan hat mich besser unterhalten. Und wenn man Lust auf ein starkes psychologisches Liebesdrama mit Sci-Fi Elementen hat, schaut man sich "Perfect Sense" an. Oder "Her". Oder "Ex Machina". Meine Güte, selbst "Transcendence" fand ich sehenswerter. Ich glaube, man merkt, dass ich mir von "The Discovery" mehr erhofft habe. Jason Segels Filmografie kann das gut wegstecken, aber für Rooney Mara tut es mir etwas leid.


    Bright


    Hach ja, David Ayer - der Mann, der bei "Suicide Squad" auf dem Regiestuhl saß. Wir wissen, dass sein letztes Werk als absolute Katastrophe bezeichnet werden kann, doch was bringt er nun mit seinem neuesten Film "Bright" hervor? Vielleicht einen deutlichen besseren Action-Film?


    Nun, es ist ein Film, bei dem sich Herr Ayer mit Netflix, Will Smith und Drehbuchautor Max Landis zusammengetan hat. Das Ergebnis ist leider durch und durch frustrierend, denn "Bright" bringt es zustande, in seinen 117 Minuten konstant schlechter zu werden.


    Dabei beginnt der stark beworbene Netflix-Action-Kracher durchaus interessant und ungewohnt. Menschen, Feen, Elfen und Orks leben alle in einer auf unserer Realität basierenden Welt. Das Zusammenleben gestaltet sich jedoch recht schwierig, wofür jahrhundertelange Ausgrenzungen, Mobbing, Gewalt und Vorurteile gegenüber der jeweils anderen Partei verantwortlich sind. Vor allem im Hinblick auf die ausschreitende Polizeigewalt gegenüber dunkelhäutigen Menschen in den Vereinigten Staaten bekommt David Ayers Werk eine gewisse politische Note und sozialkritische Ebene. Schade nur, dass diese Ansätze im weiteren Filmverlauf magisch verpuffen.


    Im Fokus des Films stehen Will Smith als Polizist Ward und Joel Edgerton als Ork-Polizist Jakoby. Letzterer wird von den anderen Orks beleidigt und bedroht, da sie ihn aufgrund dessen, dass er ein mit Menschen zusammenarbeitender Polizist ist, als einen Verräter ansehen. Und Will Smith spielt natürlich erneut sich selbst.


    Die erste halbe Stunde gestaltet sich damit durchaus nett und unterhaltsam. Herr Ayer inszeniert eine Welt, die ein wenig an "The Wolf Among Us" erinnert und dabei Moral-Ansätze von "Zootopia" verfolgt. Der Ork-Polizist Jakoby ist zudem ein interessanter Charakter und man ist gespannt, wohin sich das Ganze entwickelt. Und so circa nach 40 Minuten nimmt "Bright" leider die billigste Ausfahrt, indem dieser Film zu einem beliebigen Action-Spektakel mit einer ganzen Menge Quatsch wird.


    Gesellschaftskritik? Charaktere weiter ausbauen und ihnen mehr Kontext geben? Eine kreative Handlung hervorbringen? Nö, das haben die Herren Ayer und Landis nicht nötig. Viel lieber inszenieren sie eine belanglose Schießerei nach der anderen, lassen ein bisschen Blut spritzen (um hart und cool zu wirken) und ein paar Charaktere, die direkt einem "Underworld"-Film entsprungen sein könnten, mit lustigen Kontaktlinsen durch die Gegend hüpfen. Die Geschichte dreht sich plötzlich um irgendwelche Wands und Brights und andere Magie-Wesen, die aber allesamt so wenig Erklärung und Hintergrund bekommen, dass man genervt auf die Uhr blickt.


    Genau so verläuft "Bright" dann auch bis zum Schluss. Schießereien, billige CGI-Effekte, Magie-Gedöns, langweilige Dialoge, langweilige Charaktere und garniert wird diese Abfolge mit einer Portion Fremdschäm-Momente. Und selbstverständlich mündet das Ganze in einem vorhersehbaren und unkreativen Abschluss. Dieser Film schafft er sogar, dass manche Charaktere wie Ork-Polizist Jakoby, die man am Anfang noch interessant fand, am Ende nur noch nerven.


    David Ayers neuestes Werk ist unter'm Strich nicht so furchtbar wie "Suicide Squad". Dafür sind Kamera, Schnitt, Pacing, Drehbuch usw. eindeutig genießbarer. Und trotzdem ist "Bright" ein abgedroschener, oberflächlicher, unspannender und belangloser Action-Film. Hoffentlich ist Herr Ayers nächstes Werk ausnahmsweise mal kein Action-Fast Food. Ich habe da aber meine Zweifel.

  • Mein Leben als Zucchini
    Ein Stop-Motion Film welcher auch Oscarnominiert war. Er sieht wunderschön aus. Die Geschichte ist rührend und kurzweilig unterhaltend. Sieht beim ersten Blick aus wie ein Kinderfilm, kann aber auch Ältere gut unterhalten.
    Fazit: Anschauen!


    Der Fantastische Mr.Fox
    Da ich durch Zucchini wieder lust auf Stop Motion hatte wollte ich den Fuchs endlich mal nachholen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil: Ich bin ziemlich begeistert. Wie guuut der Film aussieht und wie liebevoll und witzig alles ist! Richtig, richtig schön.
    Amazon hatte leider nur die deutsche Tonspur, aber die Sprecher waren wirklich aller erste Sahne. Dennoch möchte ich ihn auch auf englisch nochmal ansehen irgendwann.
    Prädikat: Mega Anschauen!


    Wreck it Ralph
    Wollte den nu auch mal nachholen. Die Meinungen zum Film haben ihn mir damals vermiest. Ausser dieser Anfangsscene wie bei den Anonymen Alkoholikern (nur eben mit Bösewichten), gäbe es kaum noch viele Einwürfe bekannter Videospielfiguren oder ähnliches und er spiele irgendwann nur noch in sonem Schlaraffenland, was ziemlich lame sei bzw. auch einfach ein anderer Film hätte sein können und nicht zwingend etwas mit Videospiel zu tun habe.
    Und joa. Das trifft es auch ziemlich gut. Mind. die Hälfte des Films spielt in dieser Zuckerwelt. Das ist wirklich sehr enttäuschend. Keine Bekannte Videospielfigur hat eine wirklich tragende Rolle. Ralph und die kleine Göre waren mir auch so garnicht ans Herz gewachsen und irgendwie auch schon fast ein wenig egal. Dabei empfand ich den Film jetzt nicht als eine Katastrophe. Er hat schon spaß gemacht und das Ende hat mir auch gefallen. Man hätte nur mit der Thematik so viel besseres machen können denke ich. Vielleicht spricht da auch nur der nölende Videospielfanatiker aus mir.
    Ergebnis: Teil 2 würde ich mir auf jedenfall anschauen


    Slow West
    Da ich grad noch genug Zeit hatte für nen kürzeren Film und dieser kürzer als die meisten ist, habe ich ihn mir mal angeschaut. Ich hatte den Trailer gut in Erinnerung. Und, tjoa... War ganz nett. Muss man nicht gesehen haben. Ich mag Western, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass neue Western mir einfach nicht so gefallen. Diese aktuelle Western Serie habe ich nach einer episode abgebrochen. Irgendwie fehlt mir da was, was die alten Streifen einfach mit sich bringen.
    Wertung: Naja


    Downsizing
    Kam letzten Montag in der ersten Sneak des Jahres. Der tRailer versprach eine tolle Idee mit vielen witzigen einfällen um diese Prämisse durchzukauen. Bekommen habe ich aber leider viel verschenktes Potential und einen irgendwie ganz anderen Film als erwartet. Kein wirklich schlechter, aber auch einer der irgendwie etwas ärgerlich ist. Da hätte man so viel mit machen können und irgendwie wird eine Geschichte erzählt die zu nem großen (HAH lol!) Teil garnicht dieses Schrumpf-feature benötigt.
    Die über 2 Stunden gingen recht schnell rum aber empfehlen dafür ins Kino zu rennen möchte ich niemanden.
    Im Endeffekt: Kein so mieser Film, aber ein döhlisches "Schade".


    Gold
    Dieser Film übers Goldgraben der letztes Jahr bei uns kam und kaum jemand bemerkte. Der trailer war echt toll. Der Film war soweit auch ganz gut. Kein Meisterwerk, aber besonders McConaughey (wie ich den namen immer nochmal googeln muss) spielt seinen unterhaltsamen Charakter richtig toll wodurch man gerne am Ball bleibt.
    Die Story und Handlung reißt einen jetzt nicht aus dem Hocker, aber es ist alles ganz okay.
    Die Jury sagt: Goldig aber nicht vergoldet.


    Men in Black 3
    Heute mal nachgeholt. Nachdem der trailer mich damals abgestoßen hatte nie die Lust auf diesen Film gehabt, vorallem da teil 2 ja auch nichtmal ansatzweise an den Erstling ran kam. Doch Teil 3 hat mich nu etwas überrascht. Der war echt ganz witzig und die Story garnicht so blöd (bis auf die üblichen Zeitreiseparadoxen). Habe tatscählich nu wieder lust auf etwas mehr Men In Black. Kommt Teil 4?
    *blitz*: Sie haben alle meine Reviews hier gelesen und fanden sie mega super toll und möchten unbedingt einen Diamanten vergeben!

  • Creed – Rocky's Legacy
    Ich bin wahrlich kein großer Box-Fan, in Filmform mag ich solche Sportler-Geschichten aber immer recht gerne.


    Mir hat der Film auch durchweg gut gefallen, sowohl von der Darbietung der Schauspieler, als auch von der nachvollziehbaren Charakterentwicklung. Auch den Soundtrack fand ich immer passend und treibend zugleich. Sylvester Stallone spielte seine Rolle als abgehalfterter Rocky Balboa und Trainer von Adonis Johnson/Creed (Michael B. Jordan) herrlich unaufgeregt. Auch wenn der Film nicht wirklich überraschen konnte, unterhält er unheimlich gut. Klare Empfehlung.


    Godzilla (2014)
    Netflix sei Dank, konnten wir auch diesen Film nachholen. Weder die Protagonisten, noch die Actionsequenzen fand ich aber sonderlich gut gelungen. Ersteres wäre sicherlich nebensächlich, hätte Godzilla selbst mehr Screentime. Bei fast jeder Dialogszene hat mich der Film aber immer wieder verloren.


    Auch die Actionsequenzen waren eher anstrengend, als ansehnlich (zumindest via Netflix-Stream). Einige Szenen waren meiner Meinung nach einfach schlicht zu dunkel. Diese Meinung muss nicht jeder teilen, aber für meine persönlichen Sehgewohnheiten war dies einfach kein schönes Stilmittel. Ich war mehr damit beschäftigt, meinen eigenen Fokus richtig zu setzen, als die Sequenz zu genießen.


    Positiv sei jedoch erwähnt, dass ich die Monster -allen voran Godzilla selbst- wirklich gut designet fand. Gerade die Größenverhältnisse waren eine Augenweide. Auch die Geräuschkulisse fand ich klasse, hier hätte sich ein Kinogang aber wahrscheinlich mehr ausgezahlt.


    Meiner Meinung nach solide Unterhaltung, nicht mehr und nicht weniger.

  • Into the Wild


    Drehbuch und Regie von Sean Penn, nach einer realen Begebenheit.


    Ein hoch intelligenter junger Mann, der gerade sein College abgeschlossen hat und der mit dem Gedanken spielt nach Harvard zu gehen, entschließt sich dem materiellen zu entsagen und fortan als Aussteiger zu leben. Es entspannt sich ein Roadmovie mit unfassbar schönen Naturaufnahmen. Auf seinem weg durch die USA über Mexiko nach Alaska trifft er jede Menge interessante Charaktere, wie z.B. ein älteres Hippie-Pärchen, einen Farmer oder einen älteren Mann, der ihn quasi als seinen Sohn annimmt.


    Mit den vielen Sinnsprüchen und sehr philosophischen, an einigen Stellen fast esoterischen Monologen der Schwester des Protagonisten aus dem Off, muss man natürlich etwas anfangen können. Ich finde, dass das Writing sehr stark schwankt. Ich finde da sind ein paar richtig gute Sachen drin, aber manchmal ist es arg prätentiös.


    Alles in allem aber sehr sehenswert aufgrund der Naturaufnahmen und den Charakteren. Besonders die Sequenz mit dem älteren Mann geht an die Nieren.


    Suffragette


    Ziemlich harter Stoff.


    Es geht um die Frauenwahlrechtsbewegung in England zu Beginn des 20. Jahrhundert. Die Aktivistin Emmeline Punkhurst, gespielt von Meryl Streep, ruft Frauen in ganz England dazu auf zivilen Ungehorsam auszuführen, weil der friedliche Protest für das Frauenwahlrecht nicht ausreicht. Eher widerwillig schlittert die junge Mutter und Wäschereiarbeiterin Maude Watts, hervorragend gespielt von Carey Mulligan, in die Suffragetten-Bewegung. Geächtet von der Gesellschaft wird sie von ihrem Mann verstoßen, der das Kind zur Adoption freigibt. Sie wird mehrmals verhaftet.


    Es gibt Szenen, die echt schwer anzusehen sind, z.B. wenn die Frauen bei einer Demo von der Polizei zu Brei geprügelt werden oder wenn Maude Watts im Gefängnis zwangsernährt wird, weil sie einen Hungerstreik durchführt. Es lohnt sich aber wirklich, das durchzustehen. Besonders Carey Mulligan spielt wirklich unfassbar gut und das Thema war mir wirklich neu.


    To The Bone


    Eine Netflix-Produktion über Magersucht. Wie seit spätestens "13 Reasons Why" wurde auch diese Produktion von Netflix , die ein vermeintliches Tabuthema aufgreift, bereits im Vorfeld von Verbänden, Ärzten und Psychologen zerrissen. Da ich mich nicht mit dem Thema auskenne und nichts zur Authentiziät der Darstellung und Behandlung von Magersucht in diesem Film sagen kann, kann ich diesen Aspekt nicht beurteilen.


    Was ich aber beurteilen kann, ist die wahnsinnige Schauspielleistung von Lily Collins. Wäre es keine Netflix-Produktion, hätte sie mindestens eine Oscar-Nominierung bekommen. Sie hat sich für die Rolle wirklich runter gehungert.


    Die Handlung ist eigentlich recht simpel. Ein Mädchen hat Magersucht, nichts scheint ihr zu helfen und deswegen zieht sie in eine Wohngruppe mit anderen, die Essstörungen haben. Das Herzstück des Films sind die Charaktere, eben allen voran die Hauptdarstellerin. Und ein Junge in der Gruppe wird von Alex Sharp gespielt, ein Brite. Den sollte man im Auge behalten, der hat noch großes vor sich, wenn er das Niveau in "To The Bone" hält.


    Es gibt ziemlich freche, witzige und natürliche Dialoge und der Film ist an einigen Stellen sehr ergreifend.


    Ziemlich berühmt ist die Regen-Szene geworden:


    Man sollte den Film nicht als Doku über Magersucht begreifen. Und an die Kritiker gerichtet: Ich glaube man unterschätzt das Publikum dahingehend, dass man meint es würde solche Filme oder Serien als Lebensberatung auffassen.


    Es ist einfach ein sehr gutes Drama.

  • Official Rejection

    Es ist eine Dokumentation, die sich damit befasst, was mit Indie-filmen passiert, wenn sie dann auf Filmfestivals angemeldet werden und wie man sich als Independent-Filmemacher damit abfinden muss, dass sein Film immer wieder ,und das unabhängig von der Qualität des Films, abgelehnt wird.


    Man verfolgt wie Scott Storm, dem Regisseur des Filmes "Ten `til noon", genau dies wiederfährt und wie er zunächst auf kleineren Festivals anfängt seinen Film zu zeigen und Freundschaften mit andrern Filmemachern schließt.
    Außerdem werden Leute die als Independent-Filmmacher begonnen haben zu dem Thema befragt (z.B. Kevin Smith).


    Ich habe diese Doku bestimmt schon 4-mal gesehen und trotzdem ist es immernoch interessant Scott dabei zuzusehen immer wieder von Festivals abgelehnt zu werden und dann doch hin und wieder Erfolg zu haben. Zudem ist das Thema der Doku etwas, was ich zuvor nicht gesehen hatte.


    Also insgesamt eine Empfehlung von mir. Für Interessierte: Der Film ist in Amazon Prime.

  • Ich hab mir in neulich Star Wars The Last Jedi angesehen und kurz darauf mir nochmal A New Hope und Empire Strikes Back angesehen. Es ist an sich schon bisschen traurig das meine Unterhaltung mit ersterem hauptsächlich daraus besteht, den Film auseinander zunehmen. Da ich mich gefragt habe warum der Film bei mir nicht funktioniert und woher die Lobeshymnen herkommen.


    Am Ende konnte ich nur zu den Schluss kommen; Rian Johnsen konnte wohl besser einen vormachen was "Neues" zu machen als Abhrams. Denn besonders nachdem ich die alten Teile wieder gesehen habe, kann ich mir nicht erschließen was das "Neue" ist. Als ich mir nochmal Empire angeschaut habe, sind mir wieder peinlich viele Parallelen in nahezu allen Hauptplot-punkten aufgefallen . Selbst der "große Twist" ist nur eine Variation vom "I am your Father" Twist.


    Es ist dennoch schön und gut das sich Leute immer noch für die Filme begeistern können. Doch für mich bleibt wohl das beste was Star Wars passiert ist: "There won´t be an Episode VII" George Lucas (....oh well)