Hooked'n'Politics

  • http://www.dnn.de/Specials/The…Stadt-auf-der-Anklagebank


    Dieser Bürgermeister ._____.


    Wie kann man, wenn acht verdammte rechte Terroristen (die noch dazu wohl nicht alle waren) verhaftet wurden und es zum ersten Terror-Prozess in Sachsen kommt, immer noch die Chuzpe haben, davon zu reden, "gegen jeden Extremismus" zu sein? Ich werds wohl nie verstehen.



    Ich finde die Statistiken grade nicht, aber es hat min. drei mal so viele Rechte Straftaten wie Linke. Und wenn du, wenns um Rechtsextremismus geht, damit kommst, dass jeder Extremismus scheiße ist, dann bist du einfach ein verdammter Vollidiot, der rechten Terror verharmlost.

  • Ich sehe ehrlich gesagt absolut nicht das Problem an der Aussage, gegen jede Form des Extremismus zu sein. Nur, weil man sich entschieden gegen jede Form des Extremismus stellt, verharmlost man ja nicht den rechten Extremismus. Wäre ja eher sogar schlimm, wenn man nur noch gegen bestimmte politisch extremistische Richtungen vorgehen würde oder diese anprangern würde und andere extremistische Entwicklungen außer Acht lassen würde.
    Natürlich impliziert eine derartige Formulierung stets, dass es eben gleichwertige (ob jetzt quantitativ oder qualitativ) extremistische Auswüchse auch aus anderen politischen Spektren vorkommen; dazu habe ich jetzt zwar nicht die exakten Zahlen parat, aber ich gehe davon aus, dass die Zahl von linksextremistischen Straftaten groß genug ist, um diese zumindest im Kontext nicht außer acht zu lassen zu können.
    Ansonsten passiert nämlich gerade das, was insbesondere im "Osten" Deutschlands oftmals kritisiert wird; nämlich, dass rechte Straftaten tendenziell relativiert und geduldet werden. Den gleichen Fehler sollte man nicht mit linksextremistischen Angriffen (Auf Polizei, Bundeswehr, unliebsame Politiker, Eigentum, etc.) machen und diese einfach verschweigen.

  • Dabei war doch stets zumindest ein Argument für Trump von den Trump-Unterstützern, dass er nicht (im Gegensatz zu Clinton) im Syrien-Konflikt als Aggressor auftreten würde und damit nicht einen Konflikt mit Russland provozieren würde.
    Jetzt machen die USA aber wohl exakt das, indem sie völkerrechtswidrig als Aggressor auftreten und Syrien angreifen...

  • Das ist schlicht und ergreifend falsch.


    In der Türkei erhält Erdogan viele Stimmen, weil er offenbar das Land in wesentlichen Punkten modernisiert und in Infrastruktur investiert hat. Im Ausland erhält er Stimmen, weil die Integration vieler hier lebender Türken schlicht und ergreifend fehlgeschlagen ist.


    Das hat einen ganz anderen Hintergrund, als die Systemkritiker in der USA oder den Europakritikern in Großbritannien.


    Viel mehr zeigt es, dass es letztlich nicht auf die Regierungsform ankommt, sondern einzig und allein darauf, ob die Leute im Land das Gefühl haben, dass um sie gekümmert wird. Je nachdem wie das Referendum nun letztlich ausgeht und wie Erdogan und seine Regierung damit umgeht, ist die Demokratie als Repräsentation für Freiheit und Wohlstand in der Türkei gescheitert.


    Damit will ich lediglich sagen, dass Erdogan nicht einfach nur ein Populist ist, der mehr Schein als Sein verbreitet. Das macht natürlich seinen Umgang mit Kritikern und der Opposition nicht einen Deut besser.

  • Das ist das gleiche, Trump will auch modernisieren, will Sicherheit bieten und Amerikaner besser in anderen Ländern dastehen lassen. Das ist das gleiche in grün. Duderte wurde gewählt weil extrem hart gegen kriminelle vorgeht, Erdogan will das Gleiche und Trump ebenfalls. Das die nicht exakt jeden Punkt gleich machen ist klar, aber es gibt viele Parallelen die sie haben.


    Du hast natürlich recht, egal wie es ausgeht, die Demokratie ist gescheitert und das ist traurig genug. Ich würde aber nicht so leichtfertig glauben, die Leute würden dieses mal anders entscheiden, dafür wurde zu oft das Gegenteil getan. Klar geht man irgendwann zynisch und eher negativ, sowie ich es mache an die Sache ran. Nur bekommt man als Pessimist und Zyniker dieser Tage recht.

  • In der Türkei erhält Erdogan viele Stimmen, weil er offenbar das Land in wesentlichen Punkten modernisiert und in Infrastruktur investiert hat. Im Ausland erhält er Stimmen, weil die Integration vieler hier lebender Türken schlicht und ergreifend fehlgeschlagen ist.

    Wobei v.a. Letzteres keinesfalls eine Rechtfertigung darstellt.


    Für mich, zugegebenermaßen als Außenstehender, ist das Ganze im Hinblick auf Erdogans Worte und Taten nicht nachvollziehbar und ich blicke all den Menschen und Vorgängen, die sowohl international als auch landesweit für steigende Instabilität sorgen, sehr besorgt entgegen.

  • Da sind meine Befürchtungen wohl leider wahr geworden, auf der anderen Seite war es auch nicht sonderlich überraschend. Da es schon immer kommuniziert wurde, dass die Ja- Sager leichte Führung haben. Ich bin sehr froh, dass so viele dagegen waren, ich bin aber auch wütend, dass wegen einen knappen Prozent die Hälfte aller Bürger darunter leiden muss. So war es beim Brexit schon, es können und sollte nicht 50% für alle entscheiden, wenn müssten es 75% sein, man verdammt damit immer den anderen Teil und sie werden wie Menschen zweiter Klasse behandelt.


    Schon witzig, wie demokratisch eine Diktatur gewählt wurde, weil es die Demokratie erlaubt, das ist die traurige Schattenseite der Demokratie.

  • es können und sollte nicht 50% für alle entscheiden, wenn müssten es 75% sein, man verdammt damit immer den anderen Teil und sie werden wie Menschen zweiter Klasse behandelt.

    Wie bitte? Also soll die Mehrheit noch größer als 50% sein, um dann sagen zu können, dass die Mehrheit für etwas ist? Mehr als 50% ist doch schon die Mehrheit... Außerdem entscheiden nicht 50% das Ergebnis, sondern mehr als 50%.
    Und inwiefern werden im generellen Fall Wähler, die nicht der Mehrheit angehören, untergeordnet? Bitte etwas konkretisieren. @Don Stylo

  • Weil 51% nicht über 49% entscheiden können und sollten, eben weil es eine "knappe" Mehrheit ist. 51% sind nun einmal nicht eindeutig und Entscheidungen sollten eindeutig sein und nicht knapp. Das sah man gut am Brexit, knapp über 50% wollten austreten und darunter leiden diejenigen, die bleiben wollten. Diese müssen zukünftig eingeschränkter leben, weil sie nicht mehr teil der EU sind, so wird das Auslandsstudium und die Einreise wieder aufwändiger. Das zeigte nun einmal, dass eine so knappe Mehrheit da nicht ausreicht, weil die Konsequenz zu groß ist. Wir reden nicht von den bau einer Brücke, wir reden über die Zukunft eines Landes und da muss es eindeutiger, als knapp über 50% sein. Außerdem signalisiert das, dass die unter 50% vom System her im Stich gelassen wurden, weil ein kleines Prozent deren Stimme zunichte macht. Wäre es 75% könnte man sagen, dass die 25% nicht die Mehrheit entsprechen und es akzeptieren müssen. Die 25% wären nicht knapp und könnten das Ergebnis nicht mit einigen Stimmen ändern, anders bei 40% und mehr.


    Ich bin generell dagegen, dass das Volk über sowas wichtiges Entscheiden darf, denn die haben keine Ahnung. Beim Brexit war das größte Google Ergebnis die Frage, was die EU ist und solche Leute entscheiden über den Verbleib in der EU.


    Politik ist ein sehr komplexes Thema und nicht jeder kann da mitreden, das bedeutet nicht die Leute seien dumm, nur können diese nicht im entferntesten die Konsequenzen begreifen. Ein Referendum über die Zukunft eines Landes kann und sollte im Parlament abgestimmt werden, denn das Volk kann nicht alle Vor- und Nachteile fassen. Darum müssen manche politischen Entscheidungen alleine bzw. von wenigen die Ahnung davon haben getroffen werden.


    Klar will das Volk mehr Mitspracherecht, das soll es auch bekommen, aber nicht solche gravierenden. Es werden nicht umsonst Vertreter der einzelnen Interessengruppen gewählt. Das Volk soll Macht bekommen, das ist Demokratie, aber zu viel Macht kann sie ebenso schaden.