Hooked'n'Politics

Du suchst die Action? In unserem Forum ist es etwas still geworden, aber schau doch auf unserem gut besuchten Discord Server mit über 600 Mitgliedern vorbei!
  • https://www.alternativefuer.de…Grundsatzprogramm-AfD.pdf
    Bin jetzt endlich mal dazu gekommen, mir das Parteiprogramm der AfD anzuschauen.
    Heilige Scheiße, was da teilweise für ein absurder Bullshit drinsteht!
    Außer dem allgemein bekannten stehen halt auch noch so Sachen wie "Nicht therapierbare psychisch kranke Täter, von denen erhebliche Gefahren für die Allgemeinheit ausgehen, sind nicht in psychiatrischen Krankenhäusern, sondern in der Sicherungsverwahrung unterzubringen." oder das klassisch amerikanische "Die Kriminalisierung von Waffenbesitz schreckt Täter nicht ab, sondern macht Opfer wehrloser.".
    Aber auch zum Beispiel dass sie der Meinung sind, Berufspolitiker, die ja Erfahrung und politisches Wissen über die Jahre ansammeln konnten, seien schlecht und verantwortlich für "Vetternwirtschaft, korruptionsfördernde Strukturen und verwerflichen Lobbyismus" ist mMn kompletter Blödsinn.
    Nur weil jemand lang im Amt ist wird er ja nicht schlechter oder so und bei dem, was die AfD fordert, würde die Einarbeitungszeit der Betroffenen wahrscheinlich mehr als ein Viertel ihrer Amtszeit dauern.

  • Hab gerade auch mal durch das AfD-Programm gescrollt.


    Da wird sehr viel aufgezählt, was die AfD denkt und zukünftig tun/ändern will, aber nicht, auf welche Weise sie das vorhat. Liest sich wie eine Wunschliste, nicht wie ein Plan. Aber in der Politik verspricht man ja generell erst mal munter drauf los, um gewählt zu werden. Die Umsetzung der Verprechungen ist dann noch ein ganz anderes Thema.


    Nicht, dass ich will, dass die alles in ihrem Programm umgesetzt bekommen!

  • Hab gerade auch mal durch das AfD-Programm gescrollt.


    Da wird sehr viel aufgezählt, was die AfD denkt und zukünftig tun/ändern will, aber nicht, auf welche Weise sie das vorhat. Liest sich wie eine Wunschliste, nicht wie ein Plan. Aber in der Politik verspricht man ja generell erst mal munter drauf los, um gewählt zu werden. Die Umsetzung der Verprechungen ist dann noch ein ganz anderes Thema.


    Nicht, dass ich will, dass die alles in ihrem Programm umgesetzt bekommen!

    Jap, die Tatsache, dass man in der AfD kein Plan hat wie Politik funktioniert sind man auch in den einzelnen Landtagen. Kaum Anträge o.Ä., sie profitieren alleine von der durch die etablierten Partein verursachte Proteststimmung. Man kann einfac nur den Vergleich zu einer der vier beliebigen Partein ziehen (CDU, SPD, Grüne, Linke) bzw. zu den fünf (+ FDP) wenn man soweit gehen möchte und da sieht man schlicht und ergreifend, dass alles durchgeplant ist und es zu eigentlich allem eine konkrete Umsetzung gibt. Auch die Linken lassen sich ihre wirtschaftlichen Ideen von Spitzenökonomen durchrechnen und die Grünen schauen auch nach einer realisierbarkeit ihrer Umweltprojekte und auch die FDP muss schauen was sie machen, damit eine Liberalisierung nicht amerikanische Zustände bedeutet und die soziale Marktwirtschaft geschützt ist. Das ist auch das, was mich an der AfD stört. Die AfD hat Programmpunkte, die schlicht nicht realisierbar sind aber sie behaupten diese Punkte sind nunmal da um auf Wählerfang zu gehen. Wer so wie die AfD argumentiert, handelt meines Erachtens nach grob fahrlässig auf Basis von Unwissenheit.

  • @Kauzi, du hast ja ein paar Beiträge zuvor von einem Volksentscheid bezüglich den Flüchtlingsunterkünften in Hamburg geschrieben. Ist mir da etwas entgangen? Leider finde ich dazu keine Informationen bzw. habe diese nicht erhalten. Ich selbst habe hier nur Kritik an den Groß-/Massenunterkünften wahrgenommen (Vermeidung von Ghettobildung etc.), woraufhin die SPD wohl die Flüchtlinge besser auf die Stadtviertel verteilen möchte. Wenn es schon etwas länger her ist, hab ich's auch vllt. einfach "verpasst", aber in wie weit sah der Volksentscheid aus? Unterschriften sammeln? Eine Konkrete Abstimmung? :)

  • Es gab eine Bürgerinitiative in Hamburg die sich für bessere Integration durch Vermeidung zu großer Flüchtlingsheime und angemessenen Abstand zwischen verschiedenen Heime einsetzte. Ein Volksentscheid gab es meinem Wissen nach noch nicht aber habe das auch etwas aus den Augen verloren. Die Unterschriftenaktion war ja nur der Auftakt für ein Bürgerbegehren, wenn der Senat von sich aus der Sache nachkam wurde wahrscheinlich auf ein Bürgerbegehren verzichtet.


    Kleiner Disclaimer: Ich studiere in Sachsen-Anhalt, weiß nicht ob die Gesetzeslage in Hamburg genauso aussieht, aber eigentlich sind die Kommunalverfassungen der Länder in großen Teilen identisch.


    Edit: Hier noch ein relativ aktueller Artikel von ZEIT-Online zu dem Thema. Ein Bürgerentscheid scheint vom Tisch zu sein.
    http://www.zeit.de/2016/19/flu…gerinitiativen-abstimmung

    Progress is like a herd of pigs. The herd brings many benefits, but no one should wonder at all the shit.

  • Es gab eine Bürgerinitiative in Hamburg die sich für bessere Integration durch Vermeidung zu großer Flüchtlingsheime und angemessenen Abstand zwischen verschiedenen Heime einsetzte. Ein Volksentscheid gab es meinem Wissen nach noch nicht aber habe das auch etwas aus den Augen verloren. Die Unterschriftenaktion war ja nur der Auftakt für ein Bürgerbegehren, wenn der Senat von sich aus der Sache nachkam wurde wahrscheinlich auf ein Bürgerbegehren verzichtet.


    Kleiner Disclaimer: Ich studiere in Sachsen-Anhalt, weiß nicht ob die Gesetzeslage in Hamburg genauso aussieht, aber eigentlich sind die Kommunalverfassungen der Länder in großen Teilen identisch.


    Danke für die Info, über die Bürgerinitiative/Unterschriftenaktion habe ich jetzt auch ein paar Infos im Netz gefunden. Wobei ich hier noch nicht einordnen kann, wie zufriedenstellend die SPD hier eingelenkt hat :)

  • @Kauzi, du hast ja ein paar Beiträge zuvor von einem Volksentscheid bezüglich den Flüchtlingsunterkünften in Hamburg geschrieben. Ist mir da etwas entgangen? Leider finde ich dazu keine Informationen bzw. habe diese nicht erhalten. Ich selbst habe hier nur Kritik an den Groß-/Massenunterkünften wahrgenommen (Vermeidung von Ghettobildung etc.), woraufhin die SPD wohl die Flüchtlinge besser auf die Stadtviertel verteilen möchte. Wenn es schon etwas länger her ist, hab ich's auch vllt. einfach "verpasst", aber in wie weit sah der Volksentscheid aus? Unterschriften sammeln? Eine Konkrete Abstimmung? :)

    Zu den Flüchtlingsunterkünften selbst gab es keine Volksentscheide, da gab es nur Befragungen und Bürgerinitiativen, dazu hat sich Syn-IQ ja auch schon geäußert. Zu den Flüchtlingsunterkünften gibt es aber von der Stadt aus eine Karte mit Informationen zu freien Flächen und die Bürger sollen selbst Vorschläge dazu machen, wohin die Unterkünfte kommen sollen. Ich würde dir ja gerne einen Link geben, aber jedes mal wenn ich auf hamburg.de auf den Reiter "Unterkünfte" bei "Flüchtlingen" gehe, bricht die Seite bei mir zusammen und mein Browser schmiert ab. :D

  • Ooooohhhh mein Gott. Bei der Österreichischen Bundespräsidenten Stichwahl steht's grade ganz genau 50% - 50%. Schei* doch auf Fußball, Wahlen sind viel spannender 8o

    Jap, sehr spannend die Wahl zwischen Gerade-So-Noch-Gut-Gegangen und TOTALER-Rechtsruck :D

  • VdB hat gewonnen!! :D


    Was mir Sorgen bereitet, ist, dass es so große Unterschiede zwischen Stadt und Land, sowie weniger und mehr Bildung gibt. Da entsteht immer mehr eine Parallelgesellschaft, die es umbedingt zu verhindern gilt. Denn sonst könnte unsere Gesellschaft immer weiter auseinanderdriften. Die wichtigste Aufgabe für Kern und VdB wird es, das zu verhindern.

  • Ich verstehe schon, was du meinst, aber ich sehe nicht so ganz, was daran so negativ ist. Dass man als Unternehmen Geld verdienen will, ist doch ganz klar und das würde auch jeder von uns so machen. Aber ich sehe derzeit einfach nicht die Nachteile darin, dies mit einem durchaus erstrebenswerten Ziel in Sachen medialer Präsenz und Toleranz zu verbinden. Dass es bessere Methoden gibt, um sich diesem Thema anzunähern, wie eben ein ganzer Film, der sich nur diesem Thema widmet, ist ja ganz klar. Allerdings schließt das für mich nicht aus, auch Videospiele - und sei es nur nebensächlich - mit LBGT-Charakteren zu bereichern. Ich habe jedenfalls nicht das Gefühl, dass es dabei groß irgendwelche Verlierer gibt. Wenn das allerdings mittlerweile aus "Aufwertung" des eigenen Produkts gesehen wird, finde ich das sogar eher begrüßenswert. Zumal es im Videospiel-Marketing häufig immer noch eher als wirtschaftliches Risiko galt oder auch noch gilt, derartige "Randgruppen" prominent zu behandeln, weswegen ich ja von "kleinschrittig" sprach.^^

    Ich führe mal die Diskussion hier fort. Mich nervt es halt, dass Spiele, welchen ihren Fokus auf eine starke Erzählung legen sozusagen Pluspunkte dafür bekommen, dass sie einen LGBT-Charakter verwenden. Gone Home hatte so zusagen als Plottwist eine lesbische Protagonisten. Redakteure haben es dafür geliebt und mir war das mehr eher so Schnuppe. Versteh mich nicht falsch. Es geht mir nur darum, dass das ein Pluspunkt wäre wenn man eine solche Geschichte erzählt. Gone Home gefällt mir wegen seiner Erzählweise und nicht wegen seiner Erzählung selbst. Dieser positive Trend sorgt halt dafür, dass man solche Geschichten nicht mehr kritisieren darf ohne dabei einen Shitstorm auszulösen. Man sollte das Medium Videospiel viel stärker ausreizen, nicht mehr versuchen einen Film zu imitieren und sich nicht darauf zu versteifen die gerade stärkste politische Meinung zu verwenden. Dabei vergessen die Schreiber meistens eine interessante/stimmige Geschichte zu schreiben, weil sie sich gerade selbst auf die Schulter klopfen aufgrund ihres fortschrittlichen Denkens.

  • Ich finde dieses Thema wird oft zu einseitig beleuchtet,da man scheinbar nur zwei Meinungen vertreten kann und es keine Alternative in der Mitte gibt.
    @DoctorImp hat insofern recht, dass es nicht gut ist wenn Spiele nur wegen LGBT Charakteren gut bewertet werden. Ob das bei Gone Home der Fall ist kann ich nicht sagen, und überhaupt weiß ich nicht ob es derartige Spiele schon gab. Ich bin mir nichts desto Trotz sehr sicher, dass sich einige Videospiele Journalisten es zweimal überlegen würde eine Story stark zu kritisieren wenn es dabei um Homosexualität geht, einfach weil es immer Leute gibt die in jeden Schmarrn etwas hineininterpretieren, alles als Beleidigung einer Minderheit sehen und jegliche Kritik an einer Geschichte mit Homosexuellen als Kritik an den Homosexuellen auslegen würden.


    Trotzdem muss ich auch den anderen Recht geben, denn was wäre die Lösung für das "Problem"? Einfach keine Minderheiten mehr in Geschichten vorkommen lassen? Wenn etwas diskriminierend wäre, dann ja wohl das. Anders gesagt, es gibt keine Lösung, und es gibt deshalb keine Lösung weil wir uns überhaupt darüber Gedanken machen. Nur weil es immer noch Diskussionen wie diese hier gibt werden überhaupt unnötige Unterschiede zwischen in diesem Fall Homosexuellen und Heterosexuellen gemacht, obwohl der einzige Unterschied schlichtweg ist auf welches Geschlecht sie stehen. Problem daran ist nur, dass sich nicht wirklich etwas daran ändern lässt, denn ich kann hier schön reden, dass wir uns gar nicht um das Thema kümmern sollten, und trotzdem mache ich mir die Mühe einen Kommentar über das Thema zu schreiben weil ich gleichzeitig auch nicht will, dass jemand eine meiner Meinung nach nicht zutreffende Meinung vertritt. Was also tun? Warten! An alle Videospiele Entwickler und Drehbuchautoren, macht so viele Filme mit LGBT Charakteren, Frauen und Schwarzen in Hauptrollen wie nur irgendwie möglich, denn nur mit der Zeit werden Geschichten mit Homosexuellen so sehr Normalität werden, dass wir irgendwann gar nicht mehr verstehen wieso man darüber mal Diskussionen führen musste. Der Zeitpunkt wird sicher kommen, nur egal was wir tun, für den Moment wird das hier ein heiß diskutiertes Thema bleiben wo sich immer die Meinungen spalten.

  • Hch wie schön, wenn die Schweiz es schon nicht schafft, ihre eigenen Populisten zu bashen, übernehmt ihr das für uns. http://www1.wdr.de/daserste/ha…listen-die-macht-102.html


    Kannte die Sendung nicht, wie auch?, war jedoch unterhaltsa, auch wenn ich finde, dass teilweise ein bisschen unfair mit ihm umgegangen wurde. Roger Köppel war ehemaliger Chefredakteur der Welt, dann wurde er Chefredakteur der Weltwoche, die früher ein tolles Blatt war, heute ein Propagandamittel der SVP, unserer AfD, wurde. Es tut wirklich gut, ihn so öffentlich bluten zu sehen, war er doch früher von mir geschätzt und musste ich doch leider beobachten, wie er in dem Moment, in dem er der SVP beitrat, etwa 100 IQ-Punkte verloren hat.


    Danke dafür :D