Was wird Momentan gezockt?

  • Devil Came Through Here ist der Name einer Trilogie von Point n Click Adventures bestehend aus:

    Downfall, The Cat Lady und Lorelai.

    Mit Cat Lady ist die Reihe berühmt geworden, was zu einem Remake von Downfall (namentlich Downfall Redux) im gleichen Stil geführt hat.

    Alle Spiele beinhalten Gewalt und Gore und thematisieren mentale Krankheiten.


    Werfen wir zunächst einen Blick auf das erste Downfall.


    Es ist noch ein sehr klassisches PnC. Sieht einfach handgezeichnet aus, etwas grobschlächtig und simple ausgemalt, im retro Pixellook und steuert sich wie gewohnt mit der Maus.

    Joe und seine Frau checken in ein Hotel ein, dass sich als Alptraum entpuppt, in dem Joe seine verschwundene Frau sucht.

    Im Verlauf wird man mit verschiedenen Entscheidungen konfrontiert. Manche sind sehr Captain Obvious (betrüg deine Frau oder sei treu), andere mehr Ratespiel (wähle zwischen 2 Giften aus, ohne weiterführenden Hinweis). Nur sehr wenige davon beeinflussen aber das Ende.

    Den größten Unterschied im Spiel macht Agnes, ein anderer Charakter, den man kurzzeitig spielt und Joes Begleiter wird. Man kann sie aber auch verlieren, was manche Dinge leicht abändert.

    Während ich sie und den Running Gag um ihr Hochzeitskleid mag, bleibt sie selbst doch recht blass und hat wenig Charisma.


    Die Rätsel sind eigentlich nicht schwer, aber können etwas obskur sein, ohne nachvollziehbare Hinweise. (Besonders die Geschichte um den immer wieder ausgehenden Gashahn und der Grund dafür hat mir Kopfschmerzen bereitet.)

    Es ist auch nicht zwingend linear, sondern etwas offen in seiner Reihenfolge. So kann man zB Agnes sehr schnell treffen, und wenn sie einen dann begleitet, kommentiert sie ab und an mal was. Man kann vieles davon aber auch schon vorher alleine machen, was dann die gemeinsame Reise mit ihr stark limitiert.


    Ich mag die Story und angesprochenen Themen, und weiß auch die recht klare Auflösung am Ende zu schätzen. Manche Dinge passen aber nicht so recht ins Bild. So bleibt Agnes' Rolle unklar und auch die Rückblende zum Schicksal der Katze steht etwas zusammenhangslos im Raum.

    Es gibt zudem das ausgelutschte Klischee des verrückten, deutschen Neo-Nazi Doktors (Der Nazi-Aspekt wurde im Remake gestrichen).


    Jetzt kommt das wirklich ärgerliche:

    An diversen Stellen kann man sterben. Die Sequenzen sind oft fummelig und mit sehr engem Zeitlimit. Teils stirbt man, bevor man richtig weiß, was los ist. Es gibt auch einen super nervigen Bossfight.

    Sterben ist an sich nicht so schlimm. Man hat 3 Versuche und kann sogar im Continue Bildschirm speichern, so dass man einfach ein Save lädt, wenn alle Versuche aufgebraucht sind. Wenn man fortfährt, wird man direkt an den Anfang der Szene gesetzt.

    Das Problem ist, dass durchs Sterben Bugs verursacht werden können.

    Teilweise reagiert das Inventar dann nicht mehr richtig. In dem Fall muss man einen älteren Spielstand laden und dort ein Item aufnehmen, damit das Inventar wieder aktiv wird. Dann kann man einfach sein aktuelles Save laden.


    An einer Stelle wird aber sogar das ganze Save zerschossen.

    Wird man vom Axtmann in der Lounge getötet, wird man immer wieder sterben, so bald man den Raum betritt. Man darf in diesem Fall nicht auf Continue gehen, nach dem Ableben, sondern braucht einen Spielstand, bevor man den Raum betritt, den man laden kann.

    Zum Glück wurde all das aus dem Remake gestrichen.


    Downfall ist seit Entwicklung des Remakes kostenlos zum Download verfügbar. Kauft man sich das Remake bei GOG & Co., bekommt man das Original automatisch dazu.


    Die Spielzeit beträgt um 4 Stunden.

    Und so beginnen die Mühlen des Schicksals zu mahlen - für Menschen, Dämonen und die Männer, die beides sind.

  • Das Remake von Downfall - Downfall Redux - wird rein per Tastatur gesteuert. Man geht nur von links nach rechts und interagiert mit Hotspots, die angezeigt werden, so bald man sie passiert. Mit Enter öffnet man dann ein Dropdown Menü. Ähnlich funktioniert auch die Nutzung des Inventars, was sich etwas fummelig anfühlen kann, insgesamt aber problemlos funktioniert.


    Die Charaktere sehen immer noch grob handgemalt aus, der ganze Hintergrund usw ist aber im Grunde eine Collage aus Fotos, größtenteils in schwarz-weiß gehalten, mit leichten Farbakzenten hier und da.


    Es fühlt sich viel linearer an und gibt viel deutlichere Hinweise bei den Rätseln. (Hier wäre wieder der ausgehende Gashahn ein perfektes Beispiel.)

    Sie haben außerdem mehr Gewicht auf die Dialoge gelegt und diverse Entscheidungen wurden abgeändert, im Vergleich zum Original.

    Was zuvor ein Flashback war - der Besuch der Brüder auf der Baustelle - ist nun ein recht langer Prolog, der als Tutorial fungiert. Man kann ihn zwar überspringen, sollte das beim ersten Mal aber natürlich nicht machen.

    Nervig ist nur, dass dieser Prolog wirklich jedes Mal kommt, wenn man das Spiel nur startet. Man muss ihn wegklicken, um zum eigentlichen Hauptmenü zu kommen und sein Spiel fortzusetzen. Das hätte man besser lösen können.


    Meine größte Überraschung war Agnes, die nun ganz anders eingeführt wird und deutlich ausgearbeiteter wirkt. Ich mochte sie wirklich sehr, sehr gerne.

    In Hinblick auf die Story zeigen sie etwas mehr von Ivys Sicht der Dinge und der Beziehung von ihr und Joe, was ich durchaus zu schätzen weiß.


    Obwohl man wieder diverse Entscheidungen treffen kann, gibt es eigentlich nur ein Hauptende. Die beiden anderen zu erreichen - quasi das sehr gute und das sehr schlechte - ist ziemlich schwer, da man sehr spezifische Anforderungen erfüllen muss. Verfehlt man nur eine Sache, landet man schon wieder beim normalen Ende. Ohne Guide ist das schier unmöglich, in meinen Augen. Was es ein wenig egal macht, wie man sich entscheidet.

    Es gibt das sogenannte Tendency Hint System, ist meiner Meinung nach aber total unsinnig. Hat man es aktiviert, flasht der Bildschirm kurz rot als Hinweis, dass hier eine relevante Entscheidung versteckt ist. Stellt man es auf "sehr stark" ein, kommt der gleiche rote Schirm. Er zeigt nur zusätzlich einen Counter an, wieviele Entscheidungen in der Szene sind. Das empfinde ich als in keiner Weise hilfreich.

    Im laufenden Spiel kann die Einstellung des Hintsystems auch nicht geändert werden.


    Im übrigen fand ich das Hauptmenü recht hässlich und umständlich, und die Schriftart ist manchmal nicht gut lesbar.


    Während ich insgesamt all die Änderung wirklich sehr mochte, habe ich doch 2 große Probleme mit Redux.

    Das erste hängt mit einer sehr speziellen Szene zusammen. Agnes und Joe werden getrennt, und das Spiel lässt dich entscheiden, mit wem du zuerst weiterspielen willst. Und abhängig davon, wen du wählst, wird womöglich eine spätere Szene ruiniert, die eigentlich total spannend und intensiv sein soll. Ich weiß wirklich nicht, warum sie einen da entscheiden lassen.

    Der andere Punkt ist das Ende.

    Ich hab mich sehr über Susans Cameo - der Hauptfigur aus The Cat Lady - gefreut, aber sie wirkte total out of character, was mir das ganze schnell kaputt gemacht hat. Not my Susan.

    Zuvor war die Reihenfolge zum spielen auch Downfall, Cat Lady, dann Lorelai.

    So erkennt man das selbe Universum in Cat Lady wieder, wo Joe auch eine Nebenrolle hat, mit sehr vielen Anspielungen. Wobei es auch ohne Downfall-Wissen funktionieren würde.

    Hier aber ist das Ende super verwirrend, wenn man Cat Lady noch nicht kennt. Also jetzt ist die beste Reihenfolge eigentlich: Downfall, Cat Lady, Downfall Redux, Lorelai.

    Mit diesem neuen Ende passt die Geschichte von Downfall und Joes Auftauchen in Cat Lady zwar besser zusammen, dennoch finde ich das originale Ende deutlich besser.


    Grundsätzlich gilt: auch wenn man Downfall gespielt hat macht Downfall Redux genug anders, so dass es sich wirklich lohnt, beide Teile zu spielen.


    Die Spiellänge ist so ziemlich gleich geblieben, mit ca 4 Stunden.

    Und so beginnen die Mühlen des Schicksals zu mahlen - für Menschen, Dämonen und die Männer, die beides sind.

  • Xenoblade Chronicles 2

    Ich habe dieses Spiel jetzt mittlerweile über 60 Stunden lang gespielt und muss leider sagen, dass ich es nicht annähernd so mag wie den ersten Teil. Aber vielleicht erst mal ein paar positive Sachen:

    Allen voran ist der Soundtrack wieder echt super. Er reicht von ruhigen, atmosphärischen Klängen zu epischen Tracks. Auch die einzelnen Gebiete sind wieder recht schön und abwechslungsreich gestaltet, wenngleich nicht mehr dieses große Weltgefühl wie in den Vorgängern zustande kommt, da die Welt von XC 2 aus vielen verschiedenen Titaten besteht, welche durch ein schier endloses Wolkenmeer laufen/schweben/tauchen. Auch die Story hat einen interessanten Aufhänger:

    In der Mitte dieser Welt, namens Alrest, ragt ein riesiger Baum in den Himmel auf dessen Spitze sich das sagenumwobene Reich "Elysium" befinden soll, aus dem die Menschen einst vom Architekten (sowas wie den Schöpfer) verbannt worden. Nun leben die verschiedenen Völker auf den bereits erwähnten riesigen Titanen , zwischen denen sie sich mit Luftschiffen fortbewegen. Der junge Bergungstaucher Rex wird eines Tages durch mysteriöse Gestalten zusammen mit anderen Tauchern für eine Bergungsmission angeheuert. Sie bergen ein untergegangenes Schiff auf dem sie eine Blade (mystische Waffen, die aus Kernkristallen entstehen und immer mit meist menschenähnlichen Wesen daherkommen) finden. Als Rex versucht sie anzufassen, wird er von einem seiner Auftraggeber niedergestochen. In einer Vision trifft er das Mädchen Pyra, das Gegenstück zu dem Blade, welche ihm einen Teil ihrer Lebenskraft gibt. Er Sie bittet ihn dafür sie nach Elysium zu bringen, wo zuvor noch nie ein Mensch hingelangt war und so werden die beiden zu Meister und Klinge.

    Das soweit zur Story, denn schon hier zeigte sich mir schon ein Kritikpunkt: Pyras (sowie andere Blades') Character-Design:



    Es ist sicherlich nix neues, dass grade in japanischen Rollenspielen hart sexualisierte Character-Designs an der Tagesordnung sind, aber wenn einem dann noch immer wieder diese lächerlich überproportionierten Brüste prominent in Cutscenes präsentiert werden, reißt es mich einfach komplett raus. Zumal man die Charaktere nicht mehr optisch anpassen kann. Darüber hinaus gab es den ein oder anderen Moment in der Story, der so auch aus einem Ecchi-Anime stammen könnte, was einfach null in diese Welt passt, nebst recht offensichtlichen Filler-Missionen in der Hauptstory.
    Mein größter Kritikpunkt in der Story ist aber das generelle Story-Telling. Da ist zum einen das grundsätzliche Konzept der Meister und Blades. Ähnlich wie Kingdom Hearts führt dieses Spiel dieses Konzept mit gewissen Regeln ein, welche es aber immer wieder verändert oder gar bricht, was mich etwas daran hindert wirklich ein Gefühl für diese Welt zu bekommen. Zum anderen hatte ich in meiner bisherigen Spielerfahrung immer wieder Cutscenes, in denen Informationen preisgegeben wurden, welche die Charaktere erst später erfahren. Ist womöglich Geschmackssache, aber im ersten Teil hat man die Story größtenteils noch wirklich mit den Charakteren erfahren und hier fühlt es sich an manchen Stellen irgendwie zusammenhangslos an.

    Mein größtes Problem liegt aber in den Spielmechaniken begründet. Dieses Spiel hat so viele nicht nachvollziehbare Design-Entscheidungen, bei denen ich mir immer wieder eine Frage stellen musste: Why?
    Wo fange ich an? Zunächst zum grundsätzlichen Kampfsystem. Anders als in den beiden Vorgängern, verfügt man hier über maximal drei Angriffstechniken pro Blade ( im Laufe der Story lassen sich bis zu drei Blades ausrüsten), welche sich nicht mit der Zeit aufladen sondern durch Autoangriffe, was zunächst gewöhnungsbedürftig, aber manageble ist. Der erste große Schock kam, als ich bemerkte, wie uuuuunglaublich langsam die Bewegungsgeschwindigkeit der Figuren im Kampf-Modus ist. Das ist problematisch aus zwei Gründen:

    1. Muss man erst nah an ein Monster ran bevor man dem Kampf startet (grade wenn se sich bewegen)

    2.Gibt es das neue System der "KP-Kapseln". Bestimmte Techniken sorgen dafür, das Gegner diese Kapseln fallen lassen, welche dann durch aufsammeln die gesamte Party heilen. Nun ist es leider so, dass diese meist die Angewohnheit haben einige Meter weit weg vom Kampfgeschehen zu fliegen, was durch die laaaaaangsamee Laufgeschwindigkeit ultra- nervig wird die aufzusammeln. Generell ist das ein dummes System, weil man je nach Terrain einfach die Arschkarte hat, wenn die Kapseln in einen Abgrund fallen oder auf
    durch einen Abhang völlig außer Reichweite fliegen. Ich möchte allerdings betonen, dass es durchaus klassische Heilzauber gibt, welche allerdings nur bestimmte Waffengattungen haben

    Aber mal positives: Es gibt verschiedene Waffentypen, die jeder Charakter tragen kann, welche auch mit unterschiedlichen Techniken daherkommen. Diese lassen sich in drei Kategorien einteilen: Angriff (Damage Dealer), Abwehr (Tank) und Heilung (Healer), die wiederum in diverse Element-Klassen (Feuer, Wasser, Eis etc.) daherkommen. Jede Waffe hat einen Super-Move, welcher sich in bis zu vier Stufen aufladen lässt und sich mit den Supers der anderen Partymitgliedern zu Combos verbinden lässt (abhängig von dem Element der Waffe).
    Das Problem daran: neue Blades bekommt man aus den "Kernkristallen", die man in einem extra Menü mit einem Charakter seiner Wahl "resonieren" muss. Dummerweise sind die Blades, die daraus resultieren vollkommen random. Das heißt, dass man bei der Ausrüstung der Charaktere mit passenden Waffen vollkommen dem Zufall ausgeliefert ist, da man diese nicht mal frei vergeben kann, außer man besitzt ein bestimmtes Item, welches uuunglaublich selten ist. Was für ein dummer Scheiß!
    Darüber hinaus kommt jede Blade mit einem eigenen Skill-Tree daher, in denen sich auch sogenannte "Field-Skills" wiederfinden. Diese kommen an bestimmten Punkten in der Welt zum Einsatz um Aktion auszuführen um Wege zu öffnen, Schätze zu bergen und verschlossene Truhen zu öffnen. Durch die Randmoness der Blades kommt man also sehr, seeehr oft an Punkte, an denen man nichts machen kann, da einem halt die entsprechenden Skills fehlen, oder diese nicht auf der passenden Stufe sind, was mir einfach den Spaß an der Erkundung der Welt und den Nebenquests (für die man die hin und wieder auch braucht) nimmt.

    Und wo wir noch bei Character-Progression sind: man trifft recht früh im Spiel einen Nopon namens Tora, welcher sich eine "künstliche Blade" (basically ein Roboter in Gestalt eines Mädchens) gebaut hat um ebenfalls ein Meister zu werde, da nicht jeder in der Lage ist eine Blade zu erwecken. Diese Blades heißt Poppi und funktioniert grundsätzlich anders als alle anderen Blades. Für sie gibt es nämlich ein Extra-Menü, in welchen man sie mit Computerchips und Bauteilen ausstatten muss, um sie zu auszurüsten. Diese Bauteile kann man in einem anderen Menü mit Hilfe von "Ätherkristallen" craften. Und wo bekommt man diese Kristalle her? Findet man diese in der Welt? Kann man die kaufen? Als Belohnung für Sidequests?
    Falsch? Man erhält sie nur... in einem Spielautomat...
    In Toras Haus befindet sich ein Arcade-Automat auf dem man eine Art Taucher-Minispiel spielen kann, bei dem man diese Kristalle und auch Bauteile erspielen kann. Um also Poppi vernünftig ausrüsten zu können ist man gezwungen dieses Spiel zu spielen und das dutzende Male. Fairerweise muss man sagen, dass es nicht allzu sehr ins Gewicht fällt, Da man ja später noch andere Charaktere in die Party bekommt, dennoch frage ich mich wer auf diese bescheuerte Idee kam. Ich bin schon so nicht der größte Fan von Minispielen in großen (J)RPGs aber das setzt dem noch die Krone auf.

    Alles in allem sind es diese Design-Flaws und die nicht so packende Story mit seinen halbgaren Konzepten, welche bei mir eher Ernüchterung auslösen. Auch das Kampfsystem empfinde ich an einigen Stellen als seltsamen Halb-Rückschritt im Vergleich zum Vorgänger Xenoblade Chronicles X, auch wenn da gute Ideen drin stecken. Ich werde es höchstwahrscheinlich nicht mehr ganz durchspielen, aber wollte mal meinen Eindruck hier geben.
    Ich hoffe ich konnte meine Ansichten einigermaßen gut rüberbringen.

  • Pyra ist ja wirklich nur die Spitze des Eisbergs. Vor allem das Bunnygirl hat auch eine gewisse Berühmtheit erlangt. <.<

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    Nunja.




    The Cat Lady ist der zweite große Titel in der Devil Came Through Here Serie und hat den schwarz-weißen Collagen-Look sowie die reine Tastatur-Steuerung eingeführt, die für das Remake von Downfall übernommen wurden.


    Das Spiel beginnt damit, dass Susan, die an Depressionen leidet, sich das Leben nimmt. Aber das ist erst der Anfang einer düsteren Reise.


    Wie Downfall Redux ist auch Cat Lady sehr dialoglastig, mit Entscheidungen hier und da. Nur wenige davon beeinflussen das Ende, aber können zu recht unterschiedlichen Dialogen und Momenten führen. Manchmal geht es auch nur darum, dass man Susans Hintergrund nach eigenem gut Dünken etwas formen kann.

    Sie versuchen einen guten Mix zwischen Dialogen und Gameplay-Passagen zu haben. Das führt dazu, dass teilweise zwischen zwei Zeitlinien hin und her gesprungen wird, was dann für die Erzählung etwas verwirrend sein kann.

    Das Gameplay selbst ist recht einfach gehalten, kann aber manchmal etwas abstrus darin sein, womit man was triggert. Aber es sind grundsätzlich interessante Ideen verbaut, und immer wieder kleine Rätsel.

    Es fühlt sich außerdem auch sehr abwechslungsreich an. Wenn man zB für eine kurze Zeit eine Katze steuert. In einem Abschnitt muss man eigentlich nur den Alltag meistern, was aber eine eindrucksvolle Darstellung von Susans Kampf mit der Depression darstellt. Ein sehr kurzer Moment, in dem man blind ist, ist ebenfalls hervorragend gemacht.

    Nach einer Weile lernt man Mitzi kennen, mit der später ein leichter Co-op Aspekt reinkommt.


    Wie seine Vorgänger ist auch Cat Lady sehr düster und gory und kann dabei auch sehr plakativ sein. Aber das Thema Depression wird wirklich gut gehandhabt. Susans Monologe am Anfang sowie Ende können Gänsehaut verursachen.

    Das Ende hat verschiedene Variationen, wobei das allerbeste "Gold Ending" ohne Guide wieder schier unschaffbar scheint. Die anderen basieren auf offensichtlichen Entscheidungen gegen Ende des Spiels (ähnlich wie beim originalen Downfall).

    Tatsächlich finde ich persönlich, dass das perfekte Ende zu gut ist, und ich bevorzuge das "normale", gute Ende.

    Als ich es jetzt nochmal gespielt habe, ist mir eine Szene völlig auseinander gefallen, was eine ziemliche Enttäuschung war.

    Man kann die Idee um Krankenschwester Liz sehr leicht zerstören.


    Zwar liebe ich die Synchro, die Tonqualität an sich ist aber nicht die beste. Es gibt auch keine Audio Optionen, und die Hintergrundgeräusche können öfters zu laut sein im Vergleich zu den Stimmen.

    Gespeichert wird manuell, wobei man keine alten Saves überschreiben kann, auch wenn man den selben Namen vergibt.

    PSA: Aus dem Spiel rauszutabben lässt es abstürzen.

    Die Spielzeit kann 7-8 Stunden betragen.


    Mitzi und Susan sind beide wundervolle Charaktere mit denen ich gut mitfühlen kann und sehr mag. Zudem ist die Wiederholung von "Think of a vegetable" ein absoluter Gänsehautmoment!

    Und Katzen sind sowieso die besten Tiere.

    Und so beginnen die Mühlen des Schicksals zu mahlen - für Menschen, Dämonen und die Männer, die beides sind.

  • Ja, ich hatte Pyra jetzt als Prime-example genommen, weil sie ja auch essentieller Part der Story ist. Zudem hat das Spiel so unterschwellig pädophile Tendenzen. Im Laufe der Story besucht man Rex' Heimatdorf wo seine Ziehmutter allen ernstes Andeutungen macht, er könne Pyra doch heiraten. Bedenkt man, dass Blades körperlich nicht altern (scheinbar) und der generellen Master-Servant- Beziehung, die diesem ganzen Blade-Konzept zugrunde liegt, löst das bei mir wirklich unangenehme Gefühle bei mir aus.
    Zumal das so von den Charakteren einfach so hingenommen wird. Man sollte meinen, dass so ein Vorschlag in dieser Welt sehr viel kontroverser aufgegriffen werden sollte...

  • Ja, ich hatte Pyra jetzt als Prime-example genommen, weil sie ja auch essentieller Part der Story ist. Zudem hat das Spiel so unterschwellig pädophile Tendenzen. Im Laufe der Story besucht man Rex' Heimatdorf wo seine Ziehmutter allen ernstes Andeutungen macht, er könne Pyra doch heiraten. Bedenkt man, dass Blades körperlich nicht altern (scheinbar) und der generellen Master-Servant- Beziehung, die diesem ganzen Blade-Konzept zugrunde liegt, löst das bei mir wirklich unangenehme Gefühle bei mir aus.
    Zumal das so von den Charakteren einfach so hingenommen wird. Man sollte meinen, dass so ein Vorschlag in dieser Welt sehr viel kontroverser aufgegriffen werden sollte...

    Wir hatten hier ja schon mal eine sehr lebendige Diskussion um das Spiel. Das Spiel selbst ist FSK 12 aber vorallem, ist es ein Spiel. Es ist kein Wertekompass, es ist kein Vorschlag für ein funktionierendes Gesellschaftsmodell, oder sonst etwas.


    Das verrückt am Verrückten ist eben, dass man den Wahnsinn bei sich selbst nicht bemerkt.

    • Das ein 14 Jähriger einen Lebensgefährlichen Job als Schatztaucher nachgeht, um sein Dorf finanziell über Wasser zu halten und das in der Welt scheinbar nichts ungewöhnliches ist
    • Das er genau bei dieser Arbeit stirbt, um dann ein neues Leben als schicksalhafter Kindersoldat zu führen und die Welt zu retten, was diese Welt auch nicht sehr zu stören scheint
    • Das er mit völllig Fremden umherzieht, die er erst nach und nach wirklich kennen lernt, eine davon war sogar Teil der Organisation, die ihn bedauerlicherweise umgebracht hat
    • Das er durchgehend irgendwelche Tiere umbringt, quasi als Training


    Sind wir doch mal ganz ehrlich, dass geht alles so auch nicht, nur an den Stellen akzeptiert man, dass es ein Spiel ist und dann gibt es plötzlich Kulturellegrenzen. Ungeschriebene Gesetze die eingehalten werden müssen. Nur in Japan gibt es eben andere ungeschriebene Gesetze, für die sind andere Dinge die wir okay finden, nicht akzeptabel.

    Wer also Spaß mit XC2 haben will, der muss sowas hinnehmen können. Es bringt ja auch nichts Call of Duty zu spielen und bei jedem kill festzustellen, dass töten schon echt nicht okay ist. So sucht man die ganze Zeit nur noch nach allem was vermeindlich einfach nicht sein darf und hat halt auch kein Spaß am Game.