​Was guckt ihr gerade?

  • In den letzen paar Wochen habe ich sehr viel Star Trek: Voyager gesehen.

    Die dritte Staffel gefiel mir wieder deutlich besser als die zweite. Es gab zwar auch wieder ein paar schwache Folgen, dafür aber auch echte Highlights wie "Future's end", "Before and after" und natürlich "Scorpion". Jennifer Liens overacting in "Warlord" war auch sehr schön anzuschauen.^^

    Umso bedauerlicher, dass sie ab der vierten Staffel nicht mehr dabei ist.

    Von dieser habe ich bislang erst ein paar Folgen gesehen, die meisten davon gefielen mir aber ziemlich gut. Vorallem "Nemesis" war eine sehr ungewöhnliche Folge mit einem coolen Twist.

    Den neuen Charakter Seven of Nine mag ich soweit auch. Ich hab allerdings den Eindruck, dass die Writer zu diesem Zeitpunkt noch nicht so richtig wussten, was sie nun eigentlich mit ihr machen wollen.


    Ansonsten rewatche ich gerade Firefly und meine Güte... Die Serie ist ja sogar noch besser als ich es in Erinnerung hatte. Die Charaktere sind so unglaublich gut geschrieben, die Dialoge sind immer on point... Hach...

  • Ich habe in der letzten Zeit die meisten der alten Zeichentrickfilme von Asterix & Obelix noch einmal angesehen. Im Kindesalter fand ich die Filme toll und habe sie alle mehrmals auf SuperRTL geschaut. Daher hat mich sehr interessiert, wie sie heute gealtert sind. Das Fazit dazu fällt relativ gemischt aus.


    Asterix der Gallier, der erste der Filme aus dem Jahre 1967, ist wirklich furchtbar. Ich kann mich nicht entscheiden, was mieser ist: Der Zeichenstil, die Animationen, die Geschichte oder der Synchronsprecher von Asterix. Letzeres zieht sich leider so ein bisschen durch alle Filme. Der zweite Film der Reihe, Asterix und Kleopatra (1968) ist zeichnerisch schon ein gutes Stück besser. Die Geschichte passt immer noch auf einen Bierdeckel, die Lieder lockern das ganze dafür auf (auch wenn einige davon sehr seltsam sind, etwa der singende Löwe). Die Synchronsprecher sind auch talentierter, insgesamt eine deutliche Steigerung.


    Der dritte Film, Asterix erobert Rom, ist acht Jahre später (1976) erschienen und stellt von der Zeichenqualität nochmal einen deutlichen Schritt nach vorne dar. Auch die Synchronsprecher sind ziemlich gut. Mir ist allerdings klar geworden, warum ich als Kind nach diesem Film häufig schlecht schlafen könnte: Er ist einfach unfassbar skurril und ein bisschen verstörend. Die zwölf göttlichen Prüfungen geben dem Film einen ganz außerirdischen Rahmen, die Insel der Sirenen oder das ehemalige Schlachtfeld mit den Geisterlegionen seien hier beispielhaft genannt. Dafür beeinhaltet der FIlm auch die absolut geniale Episode mit dem Passierschein A38 und die Szene mit Olympia, dem Waschmittel der Götter, die ich komplett vergessen hatte und wegen der ich nachts lauthals loslachen musste.


    Mit abermals neun Jahren Pause erschienen dann drei weitere Filme. Den ersten davon, Asterix - Sieg über Cäsar (1985) fand ich leider erneut ziemlich furchtbar, was vor allem an der vorkorksten Synchronarbeit liegt. Die Story ist auch misslungen, selbst für einen Kinder-Zeichentrickfilm. Ein Jahr später (1986) erschien dann Asterix bei den Briten, ein in jeglicher Hinsicht absolut großartiger Film. Hier passt einfach alles, von der britischen Teepause während der Schlacht gegen die Römer, über die geniale Synchronisation des Briten Teefax (Splendid! Wonderful!) und von Obelix (gesprochen hier von Wolfgang Hess), bis hin zum wirklich tollen Zeichnungen. Das ist mit großem Abstand der beste Film der Reihe. Den dritten Film aus den 80ern, Asterix - Operation Hinkelstein von 1989, habe ich (genauso wie den 2006er-Film Asterix und die Wikinger) nicht erneut gesehen. Ich erinnere mich aber, dass bei Operation Hinkelstein ziemlich viele verschiedene Comicbände verwurstet worden sind und der Film nicht so gut sein soll.


    1994 erschien dann Asterix in Amerika. Dieser Film leidet besonders unter der ziemlich miesen Obelix-Synchro von Ottfried Fischer. Auch die Geschichte hat hier für meinen Geschmack wieder deutlich zu viele undichte Stellen. Die übersexualisierte Darstellung der jungen Indianerin Ha'Tschi hat mir auch ein paar Kopfschmerzen bereitet, gerade bei dieserart Film. An einigen Stellen sind hier auch toll gezeichnete Szenen dabei; andere sind jedoch animiert, und der Stilbruch ist leider nicht zu übersehen. Schade.



    Insgesamt war ich etwas enttäuscht, vor allem von Sieg über Cäsar und Asterix in Amerika. Ich hatte nicht in Erinnerung, dass doch so viele mittelmäßige bis schlechte Filme dabei waren. Asterix bei den Briten widerum ist wirklich richtig gut.

    Zu den Realverfilmungen habe ich übrigens keinen wirklichen Bezug. Ich habe nur den ersten damals gesehen und fand ihn zu gruselig - zu viele Spinnen. :D

  • An dieser Stelle möchte ich eine vielleicht etwas ungewöhnliche Empfehlung aussprechen: Die fünfteilige Dokureihe "Russland von oben" von TerraX ist wirklich sehenswert.


    Sie hat mir aus drei Gründen gefallen:

    • Den fantastisch vielfältige Aufnahmen, vom verschneiten St. Petersburg bis zu riesigen Steppen und Vulkanlandschaften - Russland ist ein atemberaubend schönes Land.
    • Der für Dokumentationen eher ungewöhnlichen Inszenierung: Wunderbare Schnitte & Überblenden und nicht zuletzt die Musikauswahl sind dort zu nennen. Der Wechsel aus Detailaufnahmen in Zeitlupe und großen Totalen hat mir ebenfalls sehr gefallen.
    • Der geboten kritischen Herangehensweise, etwa die Thematisierung der Zerstörung des Lebensraums indigener Völker durch Gaspipelines, ohne dabei allerdings blinden Vorurteilen zu erliegen.


    Eine absolute Empfehlung also von mir für diese Doku. Alle Teile findet ihr in der ZDF-Mediathek: https://www.zdf.de/dokumentati…n-oben-teil-eins-100.html